Unschuldig – Amy Lloyd

Dennis, ein attraktiver Popstar wird des Mordes verurteilt. Jedoch glaubt Sam, wie zahlreiche Anhänger, an seine Unschuld. Kampagnen werden gestartet und Bücher liefern neue Beweise für seine Unschuld. Trotz der Haft nähern sich Sam und Dennis einander an. Sie heiraten. Nach der Hochzeit zweifelt Sam jedoch an Dennis. Sie erkennt ihn gar nicht wieder und glaubt durch ihn manipuliert zu sein. Kann man sich so in einem Menschen täuschen? Und was ist damals wirklich passiert? Wie konfrontierst du einen Mann, wenn du die Wahrheit eigentlich gar nicht wissen willst?
Wir starten in das Buch mit einem Briefaustausch zwischen Dennis und Sam. Recht ungewöhnlich, jedoch was Neues. Nach 50 Seiten habe ich mich gefragt, ob das Buch was für mich ist. Ich empfand den Einstieg sehr monoton. Nach und nach entfaltete sich die Geschichte und erst ab der 100. Seite nahm die Geschichte richtig Wind auf. Endlich waren wir im Geschehen drin. Wir verfolgen die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive von Sam. Sam ist charakterisiert durch eine sehr hysterische und paranoide Art. Leider konnte ich mit ihr auch nicht warm werden, da ihre Eigenschaften „übertrieben“ dargestellt worden sind.
Die Spannung stieg langsam an, und neue Elemente werden der Geschichte hinzugefügt. Zahlreiche Fragen zur Handlung und der Vergangenheit des Gefangenen, Dennis tauchen immer wieder neu auf, sodass man als Leser ganze Zeit mitfiebert. Kürzere Kapitel mit eventuellen Cliffhangern würden meiner Meinung nach, die Geschichte ein Stück spannender machen.
Die Autorin thematisiert das Thema „Liebe mit einem Gefangenen“ sehr gut und man kann die Verwirrtheit, insbesondere an Sam erkennen. Der Schreibstil liest sich gut und flüssig. Das Ende dieses Buches kam anders als erwartet. Ich würde es als ungewöhnlich, speziell und besonders beschreiben. Nach dem Lesen habe ich mir immer noch Gedanken zum Ende gemacht.
Allgemein kann ich sagen, dass ich das Spiel mit der Psyche des Lesers gut finde. Viele Sachen werden wir als Leser nicht nachvollziehen können. Und das gehört auch mal dazu! Deswegen sollte man den Thriller auch nur lesen, wenn sich auf spezielle und teilweise unrealistische Entscheidungen der Charakter einlassen kann.

Ich erwarte die Ankunft des Teufels – Mary Maclane

(Unbezahlte Werbung und Rezensionsexemplar) Mary MacLane gehört zu den besonderen Menschen auf der Erde. Als Liebhaber wünscht sie sich den Teufel oder Napoleon. Warum? Sie träumt von einer Revolution, da sie mit ihren Pflichten und ihrer Umgebung nicht zurechtkommt. Einsamkeit ist das passende Wort. Die Suche nach dem wahren Sinn des Lebens? Vergeblich. Trotzdem feiert sie das kraftvolle Ich.

Das Cover wurde lebendig und hochwertig gestaltet. Chapeau!

Ehrlicherweise, habe ich bisher noch nie was über die Protagonistin sowie die reale Story gehört. Wir steigen sehr langsam in das Buch ein und lernen das spezielle Mädchen, namens Mary MacLane kennen. Über das Buch hinweg lernen wir sie auf ihre eigene Art und Weise kennen. Langsam bildet sich ein komplettes Bild der Protagonistin. Gelungen empfinde ich die Ich-Perspektive, die das Werk authentischer und lebendiger wirken lässt. Sie agiert als starke und mutige Frau, die vor keinem Angst hat. Rebellisch, wortgewandt und selbstbewusst! Mary MacLanes Tagebuch offenbart, wie sehr Frauen stark sein können. Auch wenn das Buch schon über 100 Jahre alt ist, stellt es eine gute Abwechslung dar.

Die Wälder – Mel Raabe

(Unbezahlte Werbung und Rezensionsexemplar)

Nina, die Protagonistin, führt ein gelungenes Leben. Doch plötzlich erhält sie die bittere Nachricht, dass Tim, ihr bester Freund aus ihrer Kindheit, ums Leben gekommen ist. Insbesondere belastet sie die Situation, dass der verstorbene Freund, versucht hat, sie dringend anzurufen. Neben ihr, wurden weitere Personen von Tim angerufen. Tim hinterlässt eine geheime Botschaft und den Auftrag, dass sie seine verschwundene Schwester in den Wäldern des Heimatdorfes finden sollen. Jedoch wollte eigentlich Nina nie wieder in den Wald wiederkehren… Aber warum? Was hat es mit Tims Schwester auf sich? Und wer ist Wolff?

Nun habe ich mich auch an den Thriller „Die Wälder“ von Melanie Raabe gewagt. Vorab erweckt das mysteriöse Cover einen soliden Eindruck. Insbesondere den Kontrast zwischen der weißen Schrift und dem dunklen Hintergrund empfinde ich als sehr gelungen.

Mit den ersten Seiten steigt man in einen atmosphärischen Thriller ein und lernt die Hauptpersonen kennen. Wolff und David gehören zu sehr gelungene Charakteren, da sie über das ganze Buch hinweg, authentisch agieren und von der Autorin sehr gut entworfen sind. Seite nach Seite steigt die Tiefgründigkeit der Charaktere. Das Begriff einer gelungenen Freundschaft wird hier in den Vordergrund gestellt.

Das Buch ist in zwei Ebenen unterteilt, einmal in die Gegenwart und einmal in die Vergangenheit. Mit der Handlung in der Vergangenheit erfährt man viele Informationen, die man in Bezug zu der hauptsächlichen Story stellen kann. So erhält man ein besseres Gesamtbild der Handlung. Außerdem finde ich persönlich die Rückblicke in die Vergangenheit als sehr gelungen, da man sich die Absichten der Personen und das Dorf besser vorstellen kann. Der Wald verkörpert eine gewisse Mystik in sich. Ein detailliertes Kopfkino wird angeregt!

Das Konzept der Handlung entspricht eher einem 0815 Schema. Nichts desto trotz entwickelte das Buch eine gute Spannung, die jedoch recht spät aufkam. Der Schreibstil der Autorin ist nicht zu trocken und fesselt nach einer gewissen Zeit den Leser sehr. Insbesondere die Kürze der Kapitel unterstützten die Spannung. Mit jeder gelesenen Seite wollte man als Leser mehr über die Handlung erfahren.

Die Szenerie des Buches wirkte sehr abstrakt. Man bewegt sich zwischen der Stadt und dem Wald. Jedoch erlangt man keinen genauen Einblick in dies, da keine genauen Beschreibungen vorliegen.

Das Ende finde ich persönlich auch zu abstrakt und abgehackt. Meiner Meinung nach, habe ich ein komplett anderes Ende erwartet und bin deswegen enttäuscht. Die Autorin hätte das Ende weiter ausführen sollen, damit ein gutes Gesamtkonzept entsteht. So blieben auch einzelne Fragen offen. Da fragt man sich, ob ein zweiter Teil folgen wird?

Zum Schluss hinterfrage ich immer noch, inwiefern sich dieses Buch dem Thrillergenre zugeordnet werden kann. Mir fehlten für einen Thriller zahlreiche Wendungen und Brutalität. Wäre eventuell der Begriff des Romans hier empfehlenswerter?

Zusammengefasst kann ich sagen, dass trotz der negativen Kritik, ich dieses Buch gerne gelesen habe. „Die Wälder“ war mein erstes Buch der Autorin und weitere Bücher der Autorin werde ich auf jeden Fall lesen wollen.

Rote Kreuze – Sasha Filipenko

(Unbezahlte Werbung und Rezensionsexemplar) Worum geht es?

Alexander zieht in eine neue Wohnung. Vor Ort lernt er seine Nachbarin Tatjana kennen, die an Alzheimer erkrankt ist. Schnell geraten die beiden ins Gespräch. Tatjana erzählt Alexander ihre Lebensgeschichte, die das ganze 20. Jahrhundert der russischen Geschichte mit all seinen Schrecken umspannt. Eine freundschaftliche Bindung entsteht zwischen den Beiden, ein Pakt gegen das Vergessen. 

Ich kann nur sagen, dass mich seit langem kein Roman so gefesselt hat wie dieser. Man entflieht in die Zeit der Sowjetunion und verfolgt die Lebensgeschichte der an Alzheimer erkrankten Tatjana. Dies wird durch einen einfühlsamen Schreibstil unterstützt, der die Darstellung der damaligem Zeit unterstützt. Das Buch enthält durchgehend Zeitsprünge, die man öfters erst nach ein paar Sätzen erkennt. 

Ich finde es schön, dass die Geschichte nach und nach ein Bild der beiden Hauptcharakteren zeichnet, wodurch man am Ende des Romans ein Gesamtbild dessen erhält. Einfach klasse !

Scheintod – Louise Boije af Gennäs

(Unbezahlte Werbung und Rezensionsexemplar)

Worum geht es?

Sara ist endlich beruhigt. Ihr Widersacher ist tot. Nun möchte sie , dass ihr Leben friedlich weiterläuft. Doch dann passieren wieder mysteriöse Ereignisse, die die Protagonistin mit der Familie in Schwierigkeiten bringen. Erklärungen findet sie schnell. Aber was hat dies mit dem rätselhaften Tod des Vaters zu tuen? Kann Sara es mit den neuen Verfolgern aufnehmen? Den ersten Teil habe ich nicht gelesen, sodass ich keine genaue Meinung zu der Entwicklung der Charaktere mitteilen kann. Die Spannung im Thriller braucht sehr lange, um mich zu fesseln. Die Geschichte ist an sich strukturiert und gut entworfen worden. Charaktere wirken in sich schlüssig und nachvollziehend.

Durch die Länge der Kapitel wurde mal wieder die Spannung negativ beeinflusst. Die Gestaltung des Buches finde ich gelungen, insbesondere die „gelben Seiten“. 

Allgemein kann ich sagen, dass ich recht lange brauchte, um mich einzufinden. Es wird aufjedenfall wichtig, sich den ersten Teil durchzulesen, damit man einen größeren Zusammenhang zu den Charakteren/zu der Geschichte herstellen kann.

Wolves – Die Jagd Beginnt – Daniel Cole

(Unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar)Worum geht es?

Eine Leiche mit einer Pistole in der Hand in einem abgeschlossenen Raum. Selbstmord? Wahrscheinlich ! Oder doch nicht ?!

Der ehemalige Polizist Finlay wird so aufgefunden, doch der väterliche Freund Wolf Fawkes will es nicht wahrhaben. Er will mit jedem Mittel die Rätselslösung finden, und diesen Vorfall aufklären. Schnell stellt Wolf eine Verbindung zu einer Drogenstory aus der Vergangenheit her. Ist das der Schlüssel ? Wurde deswegen Finlay ermordet? Oder war wirklich die Verzweiflung die Ursache für Finlays Selbstmord?

Das Cover begeistert mich weiterhin, weil es einfach grandios entworfen ist. Schnell steigt man in die Story ein. Da ich die Vorgänger nicht kannte, habe ich teilweise eine lange Zeit gebraucht, um mich mit den Charakteren zurecht zu finden.

Die Story erlangt sehr früh die Spannung, welche aber zum Ende hin total absagt. Der Ablauf der Handlung war für mich als Leser sehr absehbar, wodurch mir Cliffhanger in diesem Thriller verwehrt geblieben sind.

Einzelne Kapitel sowie der Handlungsstrang in der Mitte wurden meiner Meinung nach zu sehr in die Länge gezogen, wodurch die Spannung dadurch auch negativ beeinflusst worden ist. Der Schreibstil ist in Ordnung und liest sich flüssig.

Schade, ich habe mir viel von diesem Thriller erhofft, wurde jedoch teilweise enttäuscht.

Knochengrab – Ellison Cooper

(Unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar) Ein ganz normaler Alltag im Leben eines Polizisten und seines Spürhundes. So findet der Hund eine Leiche in der Wildnis eines Nationalparks. Vieles spricht dafür, dass die Leiche knapp über 20 Jahre hier schon liegt. Doch nach einer Weile findet die FBI Agentin Sayer Altair und ihr Team an derselben Ort zwei weitere Leichen. Diese sind jedoch erst frisch vergraben worden. Die ersten Hinweisen liegen schon vor, die Protagonistin vermutet einen Verdacht und aus den eigenen Reihen kommt Widerstand. Haben wir es hier mit einem Serienmörder zu tuen? Wahrscheinlich ja, und der ist uns immer einen Schritt voraus!

In diesen Thriller bin ich gut eingestiegen, und habe mich mit der Handlung vertraut gemacht. Von Beginn an herrscht in diesem Buch eine gewisse Spannung, die uns über das Buch hinweg begleitet. Zu der FBI Agentin konnte man als Leser eine gute Beziehung aufbauen. 

Das Cover ist recht düster gestaltet worden und verrät noch nicht viel über diesen Thriller. Schade finde ich, dass es keine konkrete Kapitelunterteilung gibt. Die Abschnitte werden in den jeweiligen Handlungsort unterteilt.

Einzelne Überraschungen in der Geschichte werden uns als Leser überraschen, was positiv hervorzumerken ist.

Ich habe diesen Thriller fieberhaft verfolgt und freue mich, ihn gelesen zu haben.

Das Evangelium der Aale – Patrick Svensson

(Unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar) Patrick Svensson hatte ein sehr schwieriges Verhältnis zu seinem Vater. Außer beim Aalfischen konnte er eine Bindung zum Vater entwickeln. Und so entwickelt Patrick durch die Erinnerungen an seinen Vater eine Beziehung zum recht unbekannten Tier. Hier knüpft das Buch an, und Patrick beschreibt in einem wechselseitigen Verhältnis aus vielen Informationen zum Aal und einer persönlichen Lebensgeschichte, einen Roman, der dem Leser tief unter die Haut geht.

Lang habe ich überlegt, was ich von diesem Buch halten soll. Zu Beginn hat es mich recht gelangweilt, da ich hinterfragt habe, warum der Autor uns so einen ausführlichen theoretischen Diskurs über den Aal gibt. Dabei greift der Autor auf Siegmund Freud und Rachel Carson zurück.
Doch bis zum Ende hinweg, habe ich den Sinn dahinter sowie den Bezug zur persönlichen Geschichte herstellen können. Und ich bin immer noch erstaunt!
Ein einfühlsamer Schreibstil untermauert eine harmonische Geschichte mit einem Appell an die Menschheit.

Genial! Aus einem recht beginnenden trägen Roman wurde ein derartiges philosophisches und weises Werk !

Eine fast perfekte Welt – Milena Agus

(Unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar) „Wie wird man glücklich in einer Welt, die nicht perfekt ist?“ Die Protagonistin Ester stammt aus Sardinien und sehnt sich gegenwärtig immer noch nach diesen Ort. Die Traditionen ihrer Familie und der Insel fehlen ihr sehr. Doch als sie wieder dort lebt, merkt sie, dass sie es sich anders vorgestellt hat. So sehnt sich die Protagonistin weiterhin nach diesem einen perfekten Ort. Ihre Tochter Felicitas hingegen ist in Sardinien glücklich, schwärmt und stellt fest, dass sie an jedem Ort glücklich sein kann. Ein Zwiespalt in der Familie? 

Felicitas bekommt ihren Sohn Gregorio, zieht ihn auf und er möchte nach New York. Drei Generationen, drei verschiedene Vorstellungen der perfekten Welt. 

Ein Generationsroman begegnet uns hier, in dem die Autorin das Leben und die Denkweisen von drei Generationen einer Familie schildert. Ich finde es schön, dass jede Generation auf die eigene Art und Weise in den Denk und Handlungsweisen von der Autorin dargestellt wird. 

Der Schreibstil ist sehr schlicht und die kurzen Kapitel lassen sich gut lesen. Teilweise finde ich, dass die Mitte des Buches kurzer gefasst werden konnte, dass sich die Handlung hier sehr in die Länge zieht. Sonst ist die Länge des Buches optimal.

Das Cover an sich ist sehr einfach gestaltet worden, was jedoch nicht negativ aufzufassen ist. 

Mysterious Bookboy stellt sich kurz vor

Welcome!

Mein Name ist Fil und ich gehöre zu den wenigen Männern, die einen Blog oder einen Instagamaccount über Bücher führen. Mit meinen 22 Jahren bin ich jung und studiere zur Zeit auf Lehramt. Neben meiner aktiven Vorliebe für den Sport habe ich das Lesen als Ruhepol für mich entdeckt.

Warum ich sonst gerne Bücher lese ? Ich liebe es in fremde Welten zu entfliehen, verschiedene Denk- und Sichtweisen von Charakteren kennenzulernen und einfach zu entspannen.

Warum ich einen Blog jetzt anfangen möchte ? Ich würde gerne verschiedenen Menschen Bücher vorstellen, die ich gerne gelesen habe und Bücher an denen ich gar keinen Spaß hatte. Außerdem möchte ich euch Bücher vorstellen, die recht unbekannt sind und durch die großen Autoren/Werke untergehen.

Mein Instagram lautet: Everywherebooksandtea

Zu jedem rezensierten Buch werde ich meine Meinung euch mitteilen, aber schlussendlich ist es wichtig, dass ihr euch selber eine Meinung über ein Buch bildet.

Genießt das Lesen meines Blogges und fangt nun an zu Lächeln.

Euer Mysterious Bookboy