Schneewitchens dunkler Kuss – Stefanie Lasthaus

Den ersten Fantasy-Roman der Autorin den ich gelesen habe, war Frau Holles Labyrinth und ich fand das Buch durchaus interessant. Jetzt wagte ich mich an den zweite  Roman der Autorin. Ich war gespannt, was mich erwartet:

Viele Legenden ranken sich um das sogenannte Dunkelvolk, das einst sein Unwesen trieb und den Lebenden ihre Herzen nahm. Inzwischen ist das Dunkelvolk verschwunden, doch die wenigen Menschen, die über eine magische Gabe verfügen, werden immer noch mit den düsteren Wesen in Verbindung gebracht. Die 23-jährige Cyntha ist die Tochter einer Magiebegabten, und auch ihr begegnet man im Dorf mit Misstrauen. Als der Earl von Falstone um ihre Hand anhält, bleibt ihr nichts anderes übrig, als seinen Antrag anzunehmen. Auf dem Gut ihres Zukünftigen angekommen, lernt Cyntha ihre Stieftochter Snow kennen – eine junge Frau von betörender Schönheit. Dann werden die Ländereien des Earl immer häufiger von einem eigenartigen Nebel heimgesucht, Menschen verschwinden spurlos, man findet Tote, denen das Herz herausgerissen wurde. Ist das Dunkelvolk zurückgekehrt? Und warum verhält sich Snow so eigenartig? Cyntha muss sich auf ihr eigenes magisches Erbe besinnen, um das Böse, das in ihre Mitte getreten ist, aufzuhalten.

Durch einen leicht-lesbaren sowie flüssigen Schreibstil bin ich in diesen Roman gut eingestiegen. Ich konnte durch die Schreibweise in die Handlungswelt gut eintauchen und durch die Vergleiche die Handlung bildlich vorstellen.

Von der Handlung her beginnt die Geschichte recht träge. Die Autorin lässt sich viel Zeit, um das Setting sowie die Figuren einzuleiten. Für meinen Geschmack dauerte der Einstieg ein bisschen zu lang. Es gab viele Szenen, die sich dadurch einfach gezogen haben. Doch so ab Seite 140 kommt durch gewisse Ereignisse Spannung auf. Ab diesem Zeitpunkt hat mich das Buch dann gefesselt. Mehr WoW-Momente würde ich zudem befürworten. Neben der Spannung herrscht im Buch eine gute düstere Atmosphäre. Diese kommt besonders ab der zweiten Hälfte stärker zur Geltung.

Die Protagonistin Cyntha war gut gewählt, wirkte jedoch wie die anderen Figuren an manchen Stellen zu blass. Dadurch fehlte es mir in diesem Buch an Emotionen, da mich das Schicksal der Figuren nicht immer gecatcht hat.

Parallelen zum Originalmärchen findet man in diesem Buch schon, auch wenn wenig. Hier hätte ich mir gewünscht, noch mehr davon bei einem kommenden Buch wahrnehmen zu können. Zum Beispiel im vorherigen Roman fand ich die Parallelen besser gewählt.

Fazit: Ein durchaus interessanter Roman mit einzelnen Parallelen zum Original. Das Buch beginnt recht träge, gewinnt jedoch immer mehr an Spannung. Dennoch kommt es eher zu wenigeren WOW-Momenten. Ich vergebe drei Sterne.

One second to love

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Es stand Mal wieder ein New adult mit Thriller-Elementen an und ich war sehr gespannt, was das Buch zu bieten hat.

Avery, Isabella, Odina, Lee und Josie sind jung, wild und die besten Freundinnen, seit sie sich im Surfcamp auf einer kleinen Insel vor der Küste South Carolinas kennenlernten. Es ist der Sommer ihres Lebens – bis Josie plötzlich spurlos verschwindet. Erst zehn Jahre später gibt es eine Spur …

Avery kehrt als gefeierter, aber ausgebrannter Rockstar auf die Insel zurück, um über ihren Bandkollegen Jake hinwegzukommen. Niemand ist ihr vertrauter als er – und niemand hat sie je so verletzt. Doch neue Hinweise zu Josies Verschwinden lassen Avery keine Ruhe. Sie weiß, dass nur ihre einstigen Freundinnen weiterhelfen können, obwohl ihre Freundschaft zerbrochen ist. Und dann ist da noch Jake. Warum beginnt er ausgerechnet jetzt, wo alles verloren ist, um sie zu kämpfen?

Das Buch beginnt recht ruhig, da sich die Autorin sehr viel Zeit lässt, die zahlreichen Figuren einzuführen. Ich hatte damit kein Problem, da die Autorin es mit viel Können beweist. Zudem macht man sich als Leser mit dem Erzählkonzept vertraut, indem man durch die Geschichte immer in der Zeit springt. Einerseits verfolgt man die Handlung in der Gegenwart, anderseits taucht man durch Rückblicke in damalige Zeiten ab, wo man den Werdegang der Figuren kennenlernt.

Spannung bietet das Buch auf jeden Fall. Ich wurde als Leser direkt gecatcht, da nach und nach einzelne Geheimnisse über die Figuren erfährt. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass es weniger zähe Momente im Mittelfeld des Romans gäbe, da diese schon ein bisschen den Spannungsverlauf betrübten.

Zu guter Letzt möchte ich das Ende loben! Besonders durch das Ende ist man gezwungen, die Reihe weiterzulesen! Ich bleibe auf jeden Fall dabei und freue mich schon auf den zweiten Band. Für den Band gibt es vier Sterne!

Aus Sternen und Staub – T.J. Klune

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Die drei bisherigen Romane von T.J. Klune habe ich verschlungen. Nun habe ich mich auf den neuen Roman „Aus Sternen und Staub“ gefreut, der uns wieder in eine magische Welt des Autors schickt.

Nate Cartwright steht vor den Trümmern seines Lebens: seine Eltern sind tot, sein Bruder will nichts von ihm wissen und seinen Job hat er auch verloren. Er beschließt, nach Roseland in Oregon zu fahren. In der Abgeschiedenheit der Berge will er wieder zu sich selbst finden. Pläne schmieden. Vielleicht endlich einen Roman schreiben. Nate war schon seit Jahren nicht mehr in der Hütte seiner Familie. Seit seine Eltern ihn nach seinem Coming-out rausgeworfen haben nicht mehr. Soweit er weiß, sollte die Hütte verlassen sein. Nur, dass sie das nicht ist. Ein Mann namens Alex hat sich dort versteckt und mit ihm ein kleines Mädchen, das auf den obskuren Namen Artemis Darth Vader hört. Die Geschichte, die Alex und Artemis erzählen, ist so unglaublich, dass sie eigentlich nur wahr sein kann. Und plötzlich muss Nate eine Entscheidung treffen: Will er sich weiter den Dämonen seiner Vergangenheit ergeben oder will er für eine Zukunft kämpfen, die er nie für möglich gehalten hätte?

Klune integriert im Vergleich zu seinen bisherigen Werken viel mehr Sci-Fi-Elemente, welche rundum einen gelungenen Einfluss auf das gesamte Werk haben. Dadurch konnte sich das Buch von den bisherigen Büchern gut abgrenzen.

In die Geschichte bin ich mal wieder gut eingestiegen. Auch wenn Nate von Anfang an, nicht sonderlich sympathisch wirkte, habe ich mich mit ihm gut angefreundet und fand das Aufeinandertreffen mit Alex und Art Darth Vader sehr interessant. Alle Figuren sind viel Liebe zum Detail gezeichnet und hier gelingt es dem Autor die Figuren sehr lebendig wirken zu lassen. Zudem hat es Spaß gemacht, die Entwicklung der Figuren zu verfolgen.

Weiterhin lässt sich sagen, dass dieser Roman im Vergleich zu den anderen Werken besonders ab der zweiten Hälfte spannend wird. Es kommt zu zahlreichen Actionmomenten, die ich bisher vom Autor noch nicht so gekannt habe. Mit voller Eifer habe ich die Geschichte verfolgt und mit den Figuren bis zum Schluss mitgefiebert.

Eine Sache stört mich jedoch am Buch. Ich habe insgesamt vier Bücher vom Autor gelesen und alle Romane unterliegen demselben Handlungskonzept. Hier erhoffe ich mir von kommenden Werken ein bisschen Abwechslung.

Fazit: Mal wieder ein emotionaler sowie spannender Roman von T.J. Klune, vollgepackt mit mehreren Sci-Fi Elementen. Mir hat das Buch rundum gut gefallen, sodass ich es mit vier Sternen bewerte.

Holly – Stephen King

Stephen Kings Bücher und ich führen grundsätzlich eine durchmischte Beziehung, da einerseits der Autor mich mit einzelnen Werken überzeugen kann und auf der anderen Seite mit anderen Büchern eher vergrault. Jetzt war ich gespannt, wie die Neuerscheinungen „Holly“ auf mich wirken wird.
Privatermittlerin Holly Gibney steckt in einer Lebenskrise, da erhält sie einen Anruf: »Meine Tochter Bonnie ist vor drei Wochen verschwunden, und die Polizei unternimmt nichts.« Ihre Nachforschungen führen Holly zu einer weit zurückreichenden Liste ungelöster Vermisstenfälle. Alle spielen im Umfeld eines inzwischen emeritierten Ernährungswissenschaftlers mit dem Spitznamen »Mr. Meat«. Holly hat schon gegen grausame Gegner bestanden, aber hier begegnet sie dem schlimmsten aller Ungeheuer: dem Menschen in seinem Wahn.

„Holly“ stellte für mich persönlich einen mittelmäßigen Kingroman dar. Ich fand den Plot durchaus spannend dargestellt. Besonders der Wechsel zwischen den Perspektiven (Holly vs. älteres Täterpaar) fand ich gut gewählt, sodass in diesem Roman ein gutes Wechselspiel vorliegt. Folglich ist man im Gegensatz zu Holly ein paar Informationen weiter. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Spannung. Spannung war grundsätzlich vorhanden, jedoch wies das Buch an vielen Stellen unnötige Längen auf. Diese kennt man vom King, da er sich an vielen Stellen Zeit lässt, Sachen detailliert einzuführen. Jedoch kann ich sagen, dass mir am meisten die Ermittlungen gefallen haben, da diese sehr gut beschrieben werden.

Gelungen ist dem King auf jeden Fall die bedrückende Stimmung. Diese unterliegt darüber hinaus ein paar Coronainformationen sowie negativen Äußerungen gegenüber Trump. Man weiß ja, wie King beiden Themen gegenübergestellt ist. Dennoch fand ich beide Themen trotz eines Alltagsbezugs eher nervig anstatt hilfreich. Es war nämlich zu viel des Guten.

Fazit: Ein mittelmäßiger Kingroman mit einer bedrückenden Stimmung und guter Spannung. Dennoch gibt es nur 3 Sterne, da ich weiß, welches Potential in Stephen King eigentlich drinsteckt und dieses Buch für mich „nur“ gut war.

PS. Es wird an manchen Stellen unappetitlich.

Tokioregen – Yasmin Shakarami

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Wie schon der Titel andeutet, bringt uns die Autorin Yasmin Shakarami in die japanische Hauptstadt Tokio. Dort lernen wir Malu und Kentaro kennen. Malu möchte nichts wie weg – weg von Zuhause, weg aus Deutschland, weg aus ihrem Leben. Als sie die Chance zu einem Schüleraustausch nach Japan bekommt, ergreift sie daher sofort die Gelegenheit. Und sie glaubt, sich bestens vorbereitet zu haben. Doch Tokio in seiner Andersartigkeit haut sie um, genauso wie ihr geheimnisvoller neuer Mitschüler Kentaro. Nur langsam lässt sie ihn an sich heran, aber Kentaro zeigt ihr sein ganz eigenes Tokio, und Malu entdeckt eine Seite an sich selbst, die sie alleine niemals gefunden hätte. Während romantischer Dates im neondurchtränkten Sommerregen, verrückter Karaoke-Sessions und magischer Momente im Mondschein auf den Dächern der Stadt wachsen ihre Gefühle füreinander unaufhaltsam. Doch dann sucht eine verheerende Katastrophe Tokio heim, und Malu muss alles daransetzen, im Chaos der verwüsteten Millionenmetropole ihre große Liebe wiederzufinden …

„Tokioregen“ empfand ich als einen gelungenen sowie authentischen Roman, welcher besonders durch ein lebensnahe sowie detailreiche Japansetting sowie sympathische Figuren auffällt. Ohne jegliche Probleme bin ich in diesen Roman gestartet und ich fand schon von der ersten Seite her, die 17-jährige Protagonistin Malu sympathisch. Sie ist sehr eigenartig, jedoch im positiven Sinne. Aber auch Kentaro war für das Buch gut dargestellt worden, sodass es mir Spaß gemacht hat, Seite für Seite beide Hauptfiguren näher kennenzulernen.

Ich lese grundsätzlich wenig Liebesromane, sodass ich diesbezüglich eher ein Neuling bin. Dennoch muss ich sagen, dass mir die Entwicklung zwischen den beiden Figuren gut gefallen hat, da nichts überstürzt wirkte. Es herrschte ein angenehmes Tempo, welches diesbezüglich der Entwicklung der Beziehung eine hohe Authentizität gab. Toll gemacht! Es gab zudem viele spannende Momente, welche dem Buch die nötige Spannung gaben.

Der Höhepunkt der Geschichte war gut gewählt, jedoch empfand ich, dass die Story nach dem Höhepunkt für meinen Geschmack zu schnell abgelaufen sei. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Seiten erhofft, jedoch gebe ich mich damit insgesamt zufrieden. Dies ist wirklich nur Kritik auf hohem Niveau. Außerdem empfand ich die Kapitellänge bisschen zu lang.

Fazit: Ein guter Roman, welcher ein wunderbares Setting mit authentischen Figuren aufweist. Das Buch hat mir gut gefallen, sodass ich 4,5 Sterne, abgerundet auf vier Sterne, vergebe.

Der Knochenwald – Christina Henry

Christina Henry publizierte diesen Herbst ihren neuen Roman „Der Knochenwald“. In diesem Buch lernen wir Mattie mit ihrem Mann William kennen.

Mattie lebt mit ihrem Ehemann William allein in einer entlegenen Berghütte. Er ist ein gewalttätiger Mensch, den die junge Frau niemals verärgern darf. Doch als Mattie im Wald die verstümmelte Leiche eines Fuchses entdeckt, weiß sie, dass die Eheleute nicht alleine in der Wildnis sind. Wer – oder was – stößt jene seltsamen Schreie in der Nacht aus? Wessen krallenbewehrte Fußabdrücke sind im Schnee um die Hütte zu sehen? Als drei Fremde auf dem Berggipfel auftauchen und im Wald nach einer geheimnisvollen Kreatur suchen, weiß Mattie, dass die Neuankömmlinge William verärgern werden. Und wenn William wütend ist, passieren wahrlich schreckliche Dinge …



Grundsätzlich hat mir der Roman total gut gefallen, da dieser im Vergleich zu den zuletzt erschienenen Werken der Autorin spannend und furchteinflössend war. Ich hatte wieder diesen Nervenkitzel, wie es damals bei der Peter Pan Adaption der Autorin der Fall war.



Auf der anderen Seite empfand ich, dass der Roman zu wenig Handlung beinhaltete und diese wurde an manchen Stellen meines Erachtens zu sehr in die Länge gezogen. Dies sorgte für zahlreiche langatmige Momente, welche man kürzen könnte, sodass im ganzen man fast eigentlich fast durchgängig Spannung in diesem Buch hätte.



Die Figuren fand ich durch die Autorin gut gezeichnet und passten durch ihre gegensätzlichen Arten hervorragend in das Buch. Besonders mit der Protagonistin konnte man gut mitfiebern. Das Ende des Buches empfand ich als zu offen, da viele Fragen mir persönlich nicht ausführlich genug beantwortet worden sind. Aber so ist es halt…



Fazit: Mal wieder ein guter Henry-Roman, der die nötige Spannung und den wichtigen Gruselfaktor aufweist. Ich vergebe starke 3,5 Sterne.

The good Life – Robert Waldinger et al

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Bücher, wie diese, lese ich zur Abwechslung sehr gerne. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt, was dieser Bestseller aus den USA zu bieten hat. Und darum geht es:

Was ist der Schlüssel zu einem guten Leben? Diese Frage beschäftigt alle Menschen und auch die längste je durchgeführte Glücksstudie weltweit. Die Harvard Study of Adult Development verfolgt das Leben ihrer Teilnehmer*innen seit mehr als 80 Jahren. Das einzigartige und aufschlussreiche Ergebnis dieser Studie findet sich in »The Good Life« wieder. Es handelt von der Macht unserer Sozialkontakte und Beziehungen, ihrem Einfluss auf unsere Gesundheit und Zufriedenheit und wie wir durch sie Geist, Körper und Seele schützen können. Außerdem erklären Robert Waldinger und Marc Schulz, wie es möglich ist, starke Beziehungen – zur Partner*in, zu Freunden oder Kolleg*innen – aufzubauen, zu führen und dadurch erfüllter und zufriedener zu leben.

Ganz im Fokus dieses Buches stehen die menschlichen Relationen, die man tagtäglich pflegt. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Studie aufgebaut hat und wie die Autoren auf die einzelnen Aspekte eingehen. Manche Aspekte waren mir durch andere Werke bekannt, jedoch habe ich auf der anderen Seite viele neue Sachen erfahren, wie ich die Beziehung zu anderen Menschen besser gestalten kann. Schön fand ich bei dem Buch, dass es meiner Meinung nach, nicht zu theoretisch aufgebaut worden ist. Es lag ein erfrischender Schreibstil, wodurch man gut durch die Seiten gekommen ist. Zudem hat das theoretische Thema mich oft motiviert, selbst die Dinge so umzugestalten, um noch ein besseres Leben zu führen. Es liegt somit eine gute Mischung zwischen Theorie und Praxis vor. Schlussendlich kann ich dem Buch auch gute starke vier Sterne geben. Es lohnt sich – besonders, weil es auch ein nachvollziehbarer Bestseller ist! 

Sundial – Catriona Ward

Catriona Ward hat mich zuletzt mit „Das letzte Haus der Needless Street“ sowie „Little Eve“ gut unterhalten, sodass ich mich auf „Sundial“ gefreut habe. Und darum geht es:



Rob sorgt sich um ihre Tochter Callie, die winzige Knochen sammelt und mit imaginären Freunden flüstert. Sie erkennt in Callie etwas Dunkles, das sie an ihre Familie erinnert, die sie schon so lange versucht zu vergessen. Dennoch beschließt sie, ihre Tochter nach Sundial zu bringen, zurück in das Haus ihrer Kindheit, tief in der Mojave-Wüste. Dort wird sie eine schreckliche Entscheidung treffen müssen …



Rob hat Angst vor ihrer Tochter.

Und Callie hat Angst vor ihrer Mutter.



Catriona Ward konnte mich insgesamt gut unterhalten, da die Autorin ein spannendes Gothic Abenteuer konzipiert habe. Besonders durch die wechselnde Erzählperspektive kam gut Spannung auf.



In das Buch bin ich hervorragend eingestiegen. Auch wenn ich kein Fan von Wards Kapitellänge bin, habe ich mich mit dieser Länge angefreundet. Den Schreibstil kann man flüssig lesen.



Wie erwähnt, erzeugt Ward durch die wechselnden Perspektiven gut Spannung. Dadurch erhält man zwei Sichtweisen auf das Geschehen und kann selbst miträtseln, wer mit falschen Karten spielt. Darüber hinaus fand ich die Einblicke in die Vergangenheit gelungen. Die letzte Perspektive ergänzte die Geschichte zudem auch gut.



Atmosphäre war top (die Mojave als genialer kalter Ort) die Figuren Ausarbeitung völlig ausreichend. Folglich kann ich sagen, dass es ein gutes Werk war und ich mich auf weitere Werke schon freue.



Fazit:

Ein guter Ward Psychohorror, welcher ihnen spannende Lesestunden zubereiten wird.

Das Kloster des geheimnisvollen Baumes (Band 2) – Samantha Shannon

Nachdem mich der erste Band gut unterhalten hat, habe ich mich auf den zweiten Band sehr gefreut. Wer also noch nicht den ersten Band gelesen hat und es tun möchte, sollte ab jetzt nicht mehr weiterlesen. 

Band 2 knüpft direkt nach Band 1 an. Dumai, die geheime Erbin des Throns von Seiiki, ist nun eine Drachenreiterin. Sie fliegt mit ihrem Drachen Furtia durch das Reich, um das Volk vor der Bedrohung durch die finsteren Wyrm zu warnen. Aber niemand schenkt ihr Gehör. Zur gleichen Zeit bereitet Prinzessin Glorian von Ynis ihr Volk auf den Kampf gegen die bösen Drachen vor und muss sich außerdem ihrer menschlichen Feinde erwehren. Denn nicht alle, denen sie ihr Vertrauen schenkt, haben dies auch verdient. Zwei Reiche, ein Feind. Noch gibt es Hoffnung für die Menschen – doch wie lange noch?

Wie im ersten Band behält die Autorin einen sehr bildhaften sowie flüssigen Schreibstil auf, welcher sich gut lesen lässt. Ich konnte mir das Reich hervorragend vorstellen. 

Die Figuren haben sich zu Band 1 weiterhin gut entwickelt. Es war besonders spannend zu sehen, welche Wege Wyrm oder Glorian bestritten haben. Handlungstechnisch empfand ich das Buch ein bisschen langatmiger als den ersten Band. Hierbei muss ich sagen, dass man gewisse Abschnitte mit ein bisschen mehr Spannung gestalten könnte. So habe ich mich an manchen Stellen trotz eines allgemeinen spannenden Plots gelangweilt. Dennoch muss ich sagen, dass der Abschluss der Dilogie im großen und ganzen gelungen ist – trotz der Kritikpunkte.

Fazit: Ein solider Abschluss der Dilogie, auch wenn es an manchen Stellen noch Potential nach oben gibt. Ich vergebe schwache 3,5 Sterne.

Oracle – Ursula Poznański

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Poznański hat mich zuletzt mit ihrem Jugendthriller „Shelter“ gut unterhalten, sodass ich auf das neue Buch mit dem Titel „Oracle“ sehr gespannt war. In dem Buch geht es um Julian. Als Kind hat Julian merkwürdige Visionen. Das sind nur Fehlschaltungen im Hirn, sagt seine Therapeutin, bedeutungslose Trugbilder. Und mit den richtigen Medikamenten sind die auch verschwunden. Jahre später wird Julian mit einer schockierenden Erkenntnis konfrontiert. Einige seiner Visionen scheinen wahr geworden zu sein. Sieht er Schatten, die die Zukunft vorauswirft? Könnte er also schlimme Ereignisse verhindern? Oder tritt er damit noch größere Katastrophen los?



„Oracle“ stellte für mich einen spannenden Jugendthriller dar, in welchem besonders die Gestaltung des Protagonisten positiv aufgefallen ist.



In das Buch bin ich problemlos eingestiegen. Die Autorin verzichtet auf unnötige Längen im Einstieg, sodass die Handlung direkt spannend beginnt. Mir hat die Idee mit Julian und seinen Visionen sehr gut gefallen. Trotz der Abstraktion fand ich die Umsetzung sehr interessant und authentisch. Julian als Protagonist hat mir richtig gut gefallen. Ich fand seinen inneren Konflikt mit den Visionen sowie Erwachsenwerden sehr interessant umgesetzt. Zudem empfand ich ihn sehr sympathisch, sodass es mir persönlich Spaß gemacht hat, die Geschichte aus seiner Sicht zu verfolgen. Seine weiteren Ecken und Kanten waren auch gut umgesetzt worden.



Die Geschichte entwickelte sich spannend. Die eine oder andere Wendung war vorhersehbar, jedoch nahm ich das nicht negativ auf. Zum Ende hin erlangt das Buch einen weiteren positiven Spannungsschub, sodass man am Ende ein Finale mit Höhen und Tiefen präsentiert bekommt.



Fazit:

Oracle fand ich spannender als „Shelter“, da ich die Umsetzung der Plotidee und die Gestaltung des Protagonisten sehr gelungen empfand. Aus diesem Grund vergebe ich 4,5 Sterne.