Silent Death – Mark Griffin

(Unbezahlte Werbung)

Die Reihe um Holly Wakefield verfolge ich sehr aufmerksam, sodass ich mich immer freue, wenn ein neuer Band um Wakefield und Bischop erscheint. In diesem dritten Band geht es um den Tod einer Prostituierten, die brutal verstümmelt worden ist. Neben der Leiche findet das Team eine Strichmännchenzeichnung, die schon bei vergangenen Fällen vor mehreren Jahren auch gezeichnet worden ist. Damals konnte der Killer nicht gefasst werden. Ist der Killer wieder aktiv?

Das Wiedersehen mit Bischop und Holly war toll. Von Anfang an wird man als Leser in den Fall eingeführt. Auch wenn man die ersten beiden Bücher nicht gelesen hat, finde ich, dass der Autor die wichtigsten Details kurz und knapp nennt, sodass man dieses Buch perfekt auch als Stand-Alone lesen kann. Wenn man natürlich die Figurenentwicklung verfolgen möchte, muss man nichtsdestotrotz mit dem ersten Band „Dark Call“ anfangen.

Der Fall aus diesem Band ist dem Autor wieder gut gelungen. Er ist sehr verschachtelt und man wird als Leser oft auf die falsche Fährte gelockt. Ich habe viel mitgefiebert und die eingesetzten Plottwists sorgten für eine Verstärkung der Spannung. Natürlich gab es einige ruhige Momente – diese waren aber überschaubar. Zudem war das Ende richtig gut, da hier her Autor einen tollen Schluss konzipiert.

Fazit: Mit „Silent Death“, dem dritten Fall für Wakefield und Bishop, präsentiert der Autor einen tollen verschachtelten Fall mit zwei besonders sympathischen Protagonisten im Vordergrund.

Elternhaus – Jennifer Mentges

(Unbezahlte Werbung)

Mal wieder stand ein neuer Thriller aus dem Fischer-Verlag an. Diesmal wagte ich mich an „Elternhaus“. In diesem Buch geht es um ein leerstehendes Haus in Hamburg. In dieses Haus zieht eines Tages Yvette Winkler mit ihrer Familie ein. Endlich möchte Yvette ihren Traum vom perfekten Haus verwirklichen und einen Neustart in ihrer Ehe wagen. Kurz vor dem Einzug beobachtete Barpianist Tobias Hansen dieses Haus, da es ihn unheimlich fasziniert. Als die Familie dort einzieht, hat Hansen Angst das Haus zu verlieren und möchte sich in das Leben von der Familie integrieren. Dies gelingt ihm auch, da er Klavierunterricht den Kindern von Yvette anbietet. Yvette schein glücklich zu sein, jedoch ist ihr nicht bewusst, wen sie wirklich in ihr Haus gelassen hat.

Anhand verschiedener Perspektiven konnte ich mich gut auf die Geschichte einlassen. Man erhält Einblicke in die Gedankenwelt von Thomas, Yvette, jedoch auch in die Gedanken von einer Haushälterin sowie einer älteren Nachbarin. Viele Perspektiven, die ermöglicht haben, die Geschichte vielschichtiger kennenzulernen. Hier fand ich besonders die Nebenperspektiven sehr interessant! Zudem kann noch ergänzt werden, dass Rückblicke in die Vergangenheit den Haupthandlungsstrang ergänzt haben.

Leider nahm ich in der Spannungsgestaltung ein bisschen Schwächen wahr, da viele Abschnitte recht langatmig waren und mich ein bisschen gelangweilt haben. Für mich war es somit eher Spannungsroman als ein wirklicher Thriller. Auf der anderen Seite war die Atmosphäre besonders hervorragend durch die Autorin entworfen worden. Diese wurden darüber hinaus durch einen sehr poetischen und gutlesbaren Schreibstil verstärkt. Figuren waren authentisch sowie ausreichend beschrieben worden, auch wenn ich das ein oder andere Detail vermisst habe.

Fazit: Insgesamt kann ich über einen gut durchdachten sowie atmosphärischen Spannungsroman hier berichten, der sich aufgrund einer guten sowie poetischen Sprache gut gelesen hat. Ich bewerte das Buch mit 3,5 Sternen, Tendenz nach unten.

Angela Constantine – Terry Goodkind

(Unbezahlte Werbung)

Anfang dieses Jahres erschien Goodkinds Thriller „Teufelsnest“ im Festa Verlag. Nun wurde eine Fortsetzung von „Teufelsnetz“ publiziert, die uns wieder in die Welt entführt. Mit dem Buch „Angela Constantine“ werden dem Leser*in zwei (Kurz-)Thriller um die Protagonistin Angela präsentiert. Im ersten Teil mit dem Titel „Sorgenkind“ findet Angela eine brutal zugerichtete Leiche, an welcher ein Wolf seinen Hunger stillt. Angela schaut sich kurze Zeit später die Leiche genauer an und findet auch menschliche Bisse. Eine Jagd nach einem Serienmörder beginnt… Im zweiten Titel dieses Buches geht es um eine Frau namens Wanda, die eine Freundin von Angela ist. Wanda lässt sich auf eine Affäre mit einem verheirateten Mann ein. Danach eskaliert die Situation und Wanda dreht in einem brutalen Amoklauf durch. Dabei versucht Angela sie zu beruhigen.

Auf guten 200 Seiten präsentiert uns der Autor Goodking zwei in sich abgeschlossene Thriller-Kurzgeschichten, die meiner Meinung nach sehr intensiv waren und hervorragend als Anschluss an „Teufelsnetz“ gelesen werden können. Ich hatte Spaß die beiden Geschichten zu lesen, da man somit die Möglichkeit hatte, noch tiefer in das Setting einzutauchen und parallel dazu Angela noch näher kennenzulernen. Längen sind in beiden Kurzgeschichten kaum vorhanden, da Ereignisse sehr schnell hintereinander passieren. Zudem ist der Schreibstil auch sehr flüssig, wodurch man dieses Buch innerhalb eines Tages durchlesen kann. Mehr bleibt mir nicht zu sagen, da ich finde, dass dieses Buch eine gute Erweiterung der „Teufelsnetz“-Welt ist. Ich bin schon auf die nächste Fortsetzung mit dem Titel „Mädchen von Mond“ gespannt, in der wir wieder in das Setting durch den Autor entführt werden. Da mir das Buch rundum gefallen hat, vergebe ich an dieser Stelle 4,5 Sterne, abgerundet auf vier Sterne. Eine Leseempfehlung spreche ich besonders für Leser*in von Teufelsnetz aus.

Abendrot – Lucy Foley

(Unbezahlte Werbung)

Lucy’s Foley Thriller habe ich seit „Neuschnee“ für mich entdeckt. So freue ich mich immer wieder, wenn ich mitbekomme, dass ein neuer Thriller der Autorin erscheinen wird.

In diesem Jahr erschien ihr Buch mit dem Titel „Abendrot“, wo uns die Autorin ins Pariser Viertel namens Montmartre entführt. Jess möchte so schnell wie möglich zu ihrem Bruder, der in diesem Viertel wohnt. Sie soll ein paar Wochen bei ihm unterkommen, jedoch findet sie vor Ort ihren Bruder nicht. Die Wohnung ist leer. Zugleich lernt Jess die Nachbarn kennen und merkt, dass Fremde hier nicht willkommen sind. Aus diesem Grund fängt Jess an, Ermittlungen aufzustellen. Je mehr die Zeit vergeht, desto umso mehr fühlt sie sich beobachtet. Was hat es mit diesem Ort auf sich und wo ist ihr Bruder?

Das erste Buch der Autorin mit dem Titel „Neuschnee“ war gut, danach kam „Sommernacht“, welches besser als der Vorgänger war. Jetzt kann ich nach dem Beenden des Buches sagen, dass ich diesen Thriller der Autorin am stärksten fand.

Auch wenn das Buch von dem Handlungsverlauf eher ruhiger gestaltet war, war das Buch für mich persönlich, abseits eines kleinen Teils in der Mitte des Buches, extrem spannend. Es hat mir sehr viel Spass gemacht, in die Geschichten der einzelnen Figuren einzutauchen und nach und nach die einzelnen Geheimnisse der Figuren zu offenbaren.

Wenn man schon die anderen Bücher der Autorin kennt, weißt man, dass Foley sehr gerne viele Erzählperspektiven in den Thriller integriert. Diese Perspektivwechsel waren Mal wieder hervorragend und sehr übersichtlich gestalten. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich jede Figur sehr ausführlich kennenlernen durfte. Zudem sorgten der ständige Wechsel der Erzählperspektiven für eine gute Dynamik. Das Buch war für mich ein wahrer Pageturner, sodass ich das Buch innerhalb zwei Tagen verschlungen habe.

Fazit: Das Buch hat viel zu bieten. Viele Geheimnisse und Twists, die nacheinander aufgedeckt werden, Figuren mit vielseitigen Charaktereigenschaften und ein toller Spannungsverlauf. Ich hatte tolle Lesestunden und freue mich umso mehr auf kommende Bücher der Autorin. Von mir gibt es starke 4,5 Sterne, aufgerundet auf 5 Sterne.

Die Jagd – Gabriel Bergmoser

(Unbezahlte Werbung)

Thriller, die in Australien spielen, sind für mich immer wieder eine besondere Thrillersorte. Umso mehr habe ich mich nun auf diesen Thriller vom Autor Bergmoser gefreut. Die Handlung des Buches spielt im australischen Outback. Im Fokus des Buches stehen Charlie und Delilah, die einen Roadtrip durch das Outback absolvieren. Eines Tages halten die Beiden an einer einsamen Tankstelle. Diese Entscheidung war der größte Fehler ihres Lebens. Denn sie stecken nun in einer mörderischen Verfolgungsjagd. Wird das Abenteuer noch gut gehen?

Vorab kann ich sagen, dass dieses Buch für mich ein kurzweiliges, aber hochrasantes Leseabenteuer war. Auch wenn man laut Klappentext davon ausgehen kann, dass Charlie und Delilah im Fokus des Buches stehen, kommen noch weitere Figuren sowie ein Nebenhandlungsstrang dazu. Dadurch hat man viele Perspektiven, die eine gute Dynamik im Buch erzeugen.

Gekennzeichnet ist das Buch vor allem dadurch, dass Ereignisse Schlag auf Schlag passieren. Dadurch, dass das Buch nur 288 Seiten hat, passieren die Ereignisse recht schnell hintereinander, sodass man als Leser aufpassen muss, dass man hinterherkommt. Dies ist natürlich positiv zu bewerten, da dadurch langatmige Szenen kaum Platz in diesem Buch finden. Auf der anderen Seite beeinflusst die Kürze des Buches die Figurenausarbeitung, die meiner Meinung nach nur ausreichend ist. Hier war auf jeden Fall noch Luft nach oben, jedoch kann ich diesbezüglich auch ein Auge zu drücken. Zu guter Letzt möchte ich noch auf die Beschreibungen des Autors zu sprechen kommen, welche meiner Meinung nach, gut waren. Ich konnte mir das Outback gut vorstellen.

Fazit: Wer auf ein kurzweiliges aber hochspannendes Abenteuer, wird sich mit diesem Thriller zufriedengeben. Ich vergebe 4 Sterne!

Turmschatten – Peter Gdańsk

(Unbezahlte Werbung)

Auf den Thriller „Turmschatten“ wurde ich schon letzte Zeit aufmerksam geworden, schaffte es jedoch nicht, das Buch zu lesen. Umso mehr habe ich mich gefreut nun den Thriller diesen Sommer lesen zu können.

In diesem Buch geht es um die Geiselnahme von drei Nazis durch einen Mann namens Ephraim. Als wäre die Tat nicht schlimm genug, wird die Geiselnahme live übertragen. Dabei werden die Zuschauer mit in das Schicksal der Geiseln integriert, da die Zuschauer selbst entscheiden, wer sterben und wer weiterleben darf. Die Polizei ist fassungslos und versucht unter Druck alles aufzuklären. Doch dabei ist die Polizei sich nicht im Klaren, dass es sich bei Ephraim um einen Ex Agenten handelt, der nicht verhandeln kann.

Was ein tolles Buch! Mich konnte der Autor mit seinem Thriller richtig gut unterhalten. Ich bereue es so sehr, dass mich an diesen Thriller schon nicht letztes Jahr rangewagt habe.

Durch ständig wechselnde Perspektiven mit einzelnen Rückblicken in die Vergangenheit entwirft der Autor eine tolle Dynamik im Buch, wodurch die Spannung konstant hochgehalten wird. Es war faszinierend, wie es dem Autor gelungen ist, jeder der Figuren sehr authentisch zu konstruieren. Ich als Leser konnte mir ein umfassendes Bild über die Charaktere machen und die Figuren sowie die Handlung bildlich vorstellen. Teils hatte ich das Gefühl, dass ich wirklich mitten im Geschehen bin. Zudem kommt ein toller sowie flüssiger Schreibstil, der es ermöglicht hat, super durch die Seiten zu kommen. Darüber hinaus kommt es am Ende des Buches zu einem sehr großen Spektakel, auf welches man sich als Leser*In sehr freuen kann!

Fazit: Wie erwähnt, bereue ich es, dass ich mich vorher nicht an dieses Buch rangewagt habe. Der Thriller ist wirklich super spannend, gut geschrieben und weist einen tollen Handlungsverlauf auf. Ich bin schon auf Band 2 der Turmreihe gespannt, welcher Ende des Jahres erscheint!

Der Aufstieg – Amy McCullogh

(Unbezahlte Werbung)

Cecily hat eine große Aufgabe vor sich. Sie darf nämlich einen der berühmtesten Bergsteiger namens McVeigh interviewen, der innerhalb eines Jahres alle vierzehn 8000er bestiegen hat. Doch vor dem Interview muss Cecily den Manaslu mit ihm zusammen erklimmen. Mit weiteren Leuten macht sich Cecily auf ein Bergsteigerabenteuer. Kurz darauf passiert ein schrecklicher Unfall. Parallel dazu erhält Cecily eine Nachricht, dass sich die Menschen in Sicherheit bringen sollen, da ein Mörder sich auf dem Berg befindet. Ist ein Mörder in der Gruppe?

In den Thriller bin ich mit einigen Schwierigkeiten eingestiegen, da ich viel Zeit gebraucht habe, um die ganzen Figuren auseinanderzuhalten. Zudem konnte ich die Atmosphäre nicht so richtig spüren, wie erhofft. Ich vermute, dass dies stark mit der gegenwärtigen Hitze in Deutschland zurzeit zusammenhängt. Aus diesem Grund denke ich mal, dass dieses Buch, wenn man es im Winter liest, ein komplett andere Atmosphäre hergibt.

Beim Lesen merkte ich, dass die Autorin sehr authentisch und detailliert geschrieben hat. Hier merkte man, dass sie hinsichtlich des Bergsteigens ein großes Fachwissen mit sich bringt. Zudem kreiert die Autorin eine sympathische Protagonistin, wodurch man viel Spaß hat, das Abenteuer an ihrer Seite zu verfolgen. Man erfährt auch in vergangenen Erzählungen viel über sie – teils zu viel, da dies einen eher negativen Einfluss auf die Geschichte hat und meiner Meinung nach, der Fokus auf den Haupthandlungsstrang verflogen ist. Dennoch kommt zum Schluss noch genügend Spannung auf, sodass den Leser*in ein spannendes Ende erwartet.

Fazit: Wer sich auf ein tödliches Bergsteigerabenteuer begeben will, wird mit diesem Buch viel Spaß haben. Empfehlen kann ich es Ihnen auf jeden Fall nicht bei Hitze zu lesen, da die Atmosphäre nicht so stark wirken wird. Da mir das Buch gut gefallen hat, gibt es von mir 3,5 Sterne, aufgerundet auf vier Sterne.

Die Geister in New York – Craig Schaefer

(Unbezahlte Werbung)

Geister in New York? Der Titel des Buches hat mich sehr neugierig gemacht. Besonders dadurch, dass es sich um ein Fantasy Buch spielend in New York handelt, wollte ich mich in dieses Abenteuer stürzen.

In diesem Buch lernen wir von Anfang an den Reporter Lionel Page kennen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Scharlatane und Wunderheiler zu entlarven. An surreale Phänomene glaubt Lionel nicht. Doch eines Tages erhält Lionel eine neue Aufgabe von einer mysteriösen Frau, wodurch er sich nach New York begeben muss. Dort muss er ein altes verschollenes Edgar Allan Poe Manuskript aufspüren. Vor Ort merkt Lionel, dass er dem Übernatürlichen nähergekommen ist, als er überhaupt wollte.

Ich liebe die Millionenmetropol New York, da ich finde, dass diese ein großes Potential für verschiedene Geschichten mit sich bringt. Und hier gelingt es dem Autor New York auf eine andere, teils übernatürliche, Art darzustellen. Ich konnte mir als Leser alles total gut vorstellen und mich gedanklich in den Handlungsort begeben. Es war kein reines Fantasy-Buch, wie man es von „Hidden Worlds“ kennt, sondern wurde hier mehr der Fokus auf Mythologie sowie Magie in Verknüpfung mit der Realität gelegt.

Schön fand ich, dass man Lionel ausgiebig kennenlernen kann und auch seine Beweggründe sowie seine Vergangenheit erfahren darf. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht die Geschichte an seiner sowie Maddies (eine weitere Figur) zu verfolgen. Es erwarten die Leser*in viele unerwartene Momente, die jedoch zum Schluss ein bisschen abnehmen. Aus diesem Grund fand ich das Ende schwächer als den hervorragenden Anfang. Zudem lag ein toller Schreibstil vor, wodurch ich hervorragend durch die Seiten kam.

Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es war einfach eine wundervolle Reise in die Metropole. Wer Lust auf ein leichtes Fantasyabenteuer mit ungewöhnlichen Charakteren hat, wird hier wahrscheinlich voll auf die Kosten kommen. Ich vergebe 4,5 Sterne, abgerundet auf vier Sterne.

Als das Böse kam – Ivar Leon Menger

(Unbezahlte Werbung)

Ein weiteres Buch, auf welches ich mich dieses Jahr gefreut habe, war der Thriller „Als das böse kam“. In diesem Buch geht es um eine kleine Familie, die in völliger Isolation auf einer kleinen Insel tief in den Wäldern lebt. Darunter befindet sich die 16-Jährige Juno, die ihre Zeit mit dem Fischefangen oder Gesellschaftspielen verbringt. Ab und zu spielt sie gerne mit ihrem Bruder Boy. Leider hat sie kein schönes Leben, da die Familie ständig unter Angst lebt. Auf der anderen Uferseite lauert das Böse und Männer, die sich an Junos Vater für einen Verrat rächen wollen. Die Frage ist nun, wie lange kann die Familie in der Sicherheit vor der Außenwelt leben?

Für mich persönlich war der Thriller ein wahrer Pageturner. Ich bin so gut durch die Seite gekommen, sodass ich das Buch an einem Stück runterlesen konnte. Dies ist durch einen sehr flüssigen Schreibstil zu begründen. Dieser war sehr einfach gehalten, sodass sich das Buch einfach hervorragend gelesen hat. 

Die Geschichte verfolgen wir aus den Augen von der 16-jährigen Juno. Folglich kann man nicht davon ausgehen, dass Juno jede kleine Entscheidung rational und nachvollziehbar tätigt. Jedoch fand ich dies in keiner Weise schlimm, da die durchgängige Perspektive eines Teenies in einem Thriller für mich persönlich sehr neu war. 

Auch wenn ich finde, dass einzelne Stellen ein bisschen antizipierbar waren, fand ich diese Stellen und zusätzlichen Wendungen in diesem Thriller sehr spannend durch den Autor gestaltet. Da das Buch knapp 320 Seiten hat, kam das Ende auch recht schnell, was ich in keiner Weise schlimm fand. Hier kann ich mir vorstellen, dass mehr Seiten dem Buch eher geschadet hätten.

Fazit: Wer auf der Suche nach einem spannenden sowie leicht zu lesenden Thriller ist, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall anschauen. Ich bewerte „Als das böse kam“ mit 4,5 Sternen, aufgerundet auf 5 Sterne. 

Das siebte Mädchen – Stacy Willingham

Ich durfte „Das siebte Mädchen“ von der Autorin Stacy Willingham vorablesen und war sehr gespannt, was mich erwarten wird.

In diesem Thriller begeben wir uns in eine ländliche Idylle in Louisana, Amerika. Dort lebt die Psychologin Chloe. Vor zwanzig Jahren wiederfuhr der Frau indirekt eine schlimme Tragödie. Ihr Vater hat damals sechs Teenager entführt und umgebracht. Nun sitzt er seine Strafe als Serienkiller in einem Gefängnis ab. Nun wieder zurück in der Vergangenheit droht Chloes Welt wieder zusammenzubrechen. Eine ihrer Patientinnen verschwindet. Chloe ahnt, dass jemand zum 20 Jahrestag der Morde ihren Vater nachahmen will. Oder ist der wahre Täter von damals immer noch frei?

Kurz und knapp ich sagen, dass mir der Thriller durchaus gefallen hat, ich aber von der Spannungsgestaltung viel mehr erwartet habe, da ich schon recht früh richtig mit der Auflösung lag.
Aber jetzt mehr zu diesem Buch: Anhand mittellanger Kapitel begibt man sich ins ländliche Louisanna. Recht früh kann man erahnen, dass es sich bei diesem Buch eher um einen sehr ruhigen Thriller handelt, da kaum Ereignisse Schlag auf Schlag passieren. Wir haben genug Zeit zu Beginn um Chloe als Person sowie ihre Geschichte aus der Vergangenheit, anhand von diversen Zeitsprüngen, kennenzulernen. Dabei ist Chloe selbst die Erzählerin und man weiß eigentlich nur genau so viel, wie sie, sodass man als Leser*in genügend Spielraum zum Aufstellen von weiteren Hypothesen hat. Ich habe mir ein wirklich umfassendes Bild über Chloe bilden können und fand hier die Beleuchtung ihrer Psyche hervorragend.

Die letzten 100 Seiten des Buches stehen teils in einem Kontrast zum ruhigen Beginn, da wie aus dem Nichts schnell Ereignisse hintereinander passieren. Teilweise passieren diese so schnell, dass man kaum hinterherkommt. Hier hätte ich mir ruhigere Sequenzen gewünscht, damit man die Ereignisse ein bisschen “verdauen“ kann.

Fazit: Für mich persönlich ist der Thriller „Das siebte Mädchen“ ein guter Thriller, der eher zum Anfang ruhig gestalten ist, und am Ende zu schnell erzählt wird. Positiv hervorzuheben wäre die Beleuchtung der Psyche der Protagonistin! Ich vergebe starke 3 Sterne!