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In „Abgrund“ geht es um den Selbstmordfall von Clementines Schwester. Clementines Welt liegt in Trümmern. In einer sternklaren Nacht hat Poppy sich von einer Klippe gestürzt, die Untersuchungsergebnisse sind eindeutig. Doch Clementine zweifelt. Poppy, die Sonnenuntergänge liebte, die so gern zeichnete. Noch in der Nacht ihres Todes versuchte sie, Clementine anzurufen. Aber der Anruf lief ins Leere. Was wollte Poppy ihr sagen?Während ihre Eltern wie gelähmt sind vor Schmerz, findet Clementine keine Ruhe. Sie vertieft sich in Poppys Leben, versucht herauszufinden, was in ihren letzten Monaten passiert ist. Bald ist sie sicher: Poppy hat sich nicht umgebracht. Poppy wurde ermordet.Sie weiß, sie ist die einzige, die Poppys Mörder finden kann. Doch sie hat nicht viel Zeit.Denn während sie nach ihm sucht, kommt er ihr immer näher …
„Abgrund“ war ein spannender Katz-und-Maus Thriller, welcher mich besonders ab der zweiten Hälfte gut unterhalten konnte.
Den Anfang des Buches empfand ich als recht zäh. Bis wirklich Spannung aufkommt, muss man sich somit als Leser bisschen gedulden, da die Autorin an dieser Stelle viel Wert darauf legt, dem Leser die Welt von Clementine und ihrer Familie darzustellen.
Spannung kommt dann erst nach den ersten 100 Seiten auf, wenn Clementine ihre Recherchen anstellt. Hinweg über den ganzen Plot gelangt man als Leser in Zweifel, da man selber nicht weiß, ob Clementine durchdreht und sich alles erfindet, oder ob es wirklich einen Mörder gibt. Ich bin der Meinung aber, dass erfahrene Thriller an dieser Stelle schnell die richtige Fährte finden werden.
Clementine als Protagonistin fand ich durchaus sympathisch und besonders ihrem Ehrgeiz sowie Durchsetzungsfähigkeit fand ich bewundernswert. Zudem hat sie größtenteils authentisch gehandelt, wodurch ich ihren Charakter im ganzen sehr stimmig fand.
Das Buch ist auf jeden Fall spannend geschrieben, jedoch fände ich es besser, wenn manche Kapitel ein bisschen kürzer wären. Dies ist natürlich jedoch eine persönliche Vorliebe.
Fazit: Ein spannender Thriller, welcher ab der zweiten Hälfte in Fahrt kommt. Ich würde das Buch besonders Ur Neueinsteiger in das Genre empfehlen, da meiner Meinung nach erfahrene Thriller-Leser schnell auf die richtige Auflösung kommen könnten. Für das Buch vergebe ich vier Sterne.
