Abgrund – Lucy Goacher

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In „Abgrund“ geht es um den Selbstmordfall von Clementines Schwester. Clementines Welt liegt in Trümmern. In einer sternklaren Nacht hat Poppy sich von einer Klippe gestürzt, die Untersuchungsergebnisse sind eindeutig. Doch Clementine zweifelt. Poppy, die Sonnenuntergänge liebte, die so gern zeichnete. Noch in der Nacht ihres Todes versuchte sie, Clementine anzurufen. Aber der Anruf lief ins Leere. Was wollte Poppy ihr sagen?Während ihre Eltern wie gelähmt sind vor Schmerz, findet Clementine keine Ruhe. Sie vertieft sich in Poppys Leben, versucht herauszufinden, was in ihren letzten Monaten passiert ist. Bald ist sie sicher: Poppy hat sich nicht umgebracht. Poppy wurde ermordet.Sie weiß, sie ist die einzige, die Poppys Mörder finden kann. Doch sie hat nicht viel Zeit.Denn während sie nach ihm sucht, kommt er ihr immer näher …



„Abgrund“ war ein spannender Katz-und-Maus Thriller, welcher mich besonders ab der zweiten Hälfte gut unterhalten konnte.



Den Anfang des Buches empfand ich als recht zäh. Bis wirklich Spannung aufkommt, muss man sich somit als Leser bisschen gedulden, da die Autorin an dieser Stelle viel Wert darauf legt, dem Leser die Welt von Clementine und ihrer Familie darzustellen.



Spannung kommt dann erst nach den ersten 100 Seiten auf, wenn Clementine ihre Recherchen anstellt. Hinweg über den ganzen Plot gelangt man als Leser in Zweifel, da man selber nicht weiß, ob Clementine durchdreht und sich alles erfindet, oder ob es wirklich einen Mörder gibt. Ich bin der Meinung aber, dass erfahrene Thriller an dieser Stelle schnell die richtige Fährte finden werden.



Clementine als Protagonistin fand ich durchaus sympathisch und besonders ihrem Ehrgeiz sowie Durchsetzungsfähigkeit fand ich bewundernswert. Zudem hat sie größtenteils authentisch gehandelt, wodurch ich ihren Charakter im ganzen sehr stimmig fand.



Das Buch ist auf jeden Fall spannend geschrieben, jedoch fände ich es besser, wenn manche Kapitel ein bisschen kürzer wären. Dies ist natürlich jedoch eine persönliche Vorliebe.



Fazit: Ein spannender Thriller, welcher ab der zweiten Hälfte in Fahrt kommt. Ich würde das Buch besonders Ur Neueinsteiger in das Genre empfehlen, da meiner Meinung nach erfahrene Thriller-Leser schnell auf die richtige Auflösung kommen könnten. Für das Buch vergebe ich vier Sterne.

Hotel Magnifique – Emily Taylor

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„Hotel Magnifique“ hörte sich vom Klappentext sehr spannend an, sodass schnell für mich klar war, dass ich diesen Roman lesen möchte.

In diesem Roman geht es hauptsächlich um Jani. Früh zur Waise geworden, schuftet Jani in einer Gerberei, um sich und ihre kleine Schwester Zosa durchzubringen, und träumt davon, aus ihrem tristen Leben in der Hafenstadt Durc auszubrechen. Ihr Wunsch scheint sich zu erfüllen, als eines Tages das legendäre Hotel Magnifique nach Durc kommt. Dort gibt es nicht nur allerlei Fantastisches zu bestaunen, nein, das Hotel selbst reist nachts, wenn seine Gäste schlafen, an die spektakulärsten Orte. Kurzerhand heuern Jani und Zosa dort als Dienstmädchen an. Doch irgendetwas scheint mit dem Hotel nicht zu stimmen. Als Zosa eines Tages spurlos verschwindet, ist Jani fest entschlossen, das Geheimnis des Hotel Magnifique zu ergründen, um ihre Schwester zu retten. Noch ahnt sie nicht, dass sie sich dabei in tödliche Gefahr begibt …

Grundsätzlich fand ich die Idee mit dem wandelnden Hotel sehr spannend. Leider muss ich aber sagen, dass mich die Umsetzung der Idee nur mittelmäßig überzeugen konnte. Es gab in diesem Buch viele gute Ansätze, welche jedoch in ihrem vollen Potential nicht voll ausgeschöpft worden sind. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich mich nicht komplett auf das Hotel und seine Reise einlassen konnte, weil mir das Background-Wissen gefehlt hat. Zudem konnte das Worldbuilding (Hotelbuilding) an mancher Stelle detaillierter sein.

Mit der Protagonistin tat ich mich am Anfang schwer, konnte mich aber im Verlauf der Handlung immer mehr mit ihr anfreunden. Besonders wenn die Suche nach der Schwester anfängt, konnte ich mich mit einzelnen Charaktereigenschaften der Protagonistin anfreunden und es hat Spaß gemacht in das Hotel und seine Geheimnisse einzutauchen.

Der Schreibstil des Buches war gut. Man konnte gut durch die Seiten fliegen, da es keine komplizierten Sätze gibt. Lediglich, wie erwänhnt, fand ich, dass die Autorin noch mehr in die Tiefe gehen konnte.

Fazit: „Hotel Magnifique“ war für mich ein mittelmäßiges Buch, welches gute Ansätze aufweist, jedoch an vielen Stellen ausbaufähig ist. Es war ein gutes Leseabenteuer, welches aber in gewissen Aspekten noch besser sein konnte. Ich vergebe 3 Sterne.

Der Follower – Chris Meyer

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Mit „Der Blutkünstler“ sowie „Der Zoom-Killer“ hat mich Chris Meyer bisher sehr gut unterhalten können. Nun stand Tom Bachmann dritter Fall an.



Eine Frau in Todesangst. Sie kann nicht schreien, ein Knebel verstopft ihren Mund. Sie ist auf einer Pritsche fixiert und kann sich keinen Zentimeter bewegen. Ihr Peiniger kennt keine Gnade. Er holt die Säge – und nimmt sich, was er am meisten begehrt: ihre Beine …



Der »Seelenleser« Tom Bachmann bekommt einen Anruf von einer alten Bekannten, deren Freundin verschwunden ist. Niemand nimmt ihren Verdacht ernst, da die Vermisste noch Fotos von sich auf Instagram hochlädt. Als Tom erkennt, dass die Frau auf den Bildern tot ist, wird ihm klar: Wer seine Opfer auf diese Art und Weise ausstellt, mordet nicht zum ersten Mal.



Eins muss man dem Autor lassen. Ihm gelingt es knallharte, kreative und somit einzigartige Killer zu kreieren. Chris Meyer entwirft diese mit sehr viel Einfallsreichtum. Richtig stark.



Insgesamt hatte ich spannende Lesestunden. Das Buch ist wirklich gut beschrieben und es hat Mal wieder Spaß gemacht, den Fall an Seite von Tom Bachmann zu verfolgen. Der Fall an sich ist gut durchdacht und weist eine gute Spannungskurve auf. Zudem fand ich die Rückblicke in die Vergangenheit von Tom gut dargestellt, da man somit weitere Figuren sowie Tom noch besser kennenlernen konnte. Auf jeden Fall muss ich vorab warnen, da das Buch an manchen Stellen brutal ist. Der Autor nimmt kein Blatt vor dem Mund und beschreibt gewisse Dinge, sehr detailliert.



Fazit: Ein gelungener Dritter Bachmann Fall! Ich freue mich schon auf den vierten Band! Von mir gibt es 4,5 Sterne!

Lieblingstochter – Brianna Labuskes

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„Lieblingstochter“ hörte sich für mich einem tollen Thriller an, welchen ich unbedingt lesen wollte. Nun hatte ich das Buch endlich in den Händen und war gespannt, was das Buch zu bieten hat.



In dem Thriller geht es um einen brisanten Fall. Dr. Gretchen White hat als Spezialistin für Persönlichkeitsstörungen und Gewaltverbrechen schon viele prominente Fälle gelöst. Dabei ist sie selbst diagnostizierte Soziopathin und wurde einst verdächtigt, ihre Tante getötet zu haben. Detective Shaughnessy glaubt, dass sie mit einem Mord davongekommen ist. Dennoch soll sie die Polizei im Fall Viola Kent unterstützen. Das Mädchen soll seine Mutter getötet haben, gilt als erbarmungslos und manipulativ. Doch Gretchen glaubt an ihre Unschuld. Um die Wahrheit zu finden, muss sie eine Leere betreten, die dunkel, kaltblütig und erschreckend vertraut ist.



Der Thriller „Lieblingstochter“ stellte für mich einen soliden Auftaktband in die Reihe um Gretchen White dar. Anhand von mehreren überschaubaren Perspektiven steigt man in einen brisanten Fall ein, welcher durchaus gut durchdacht ist, jedoch ab der zweiten Hälfte meines Erachtens nach, zu vorhersehbar gestaltet war. Schnell war mir klar, wie sich die Geschichte aufgelöst wird.



Zum Schreibstil der Autorin kann ich sagen, dass dieser insgesamt gelungen ist. Er liest sich flüssig, hat keine unnötigen Länge und catchte mich gut.



Mit Dr. White sowie Detective Shaughnessy tat ich mich anfangs schwer. Eine Bindung zu diesen konnte ich bis zum Ende des Buches nicht aufbauen, sodass ich mir von Band 2 erhoffe, dass dies dann geschehen wird. Woran lags? Ich glaube an den Charaktereigenschaften der Figuren, welche ich als noch nicht tief genug ausgearbeitet empfand. Dennoch muss gesagt werden, dass die Figuren durchaus gut in das Buch passen.



Wie beschrieben ist das Buch – besonders die erste Hälfte – sehr spannend. Würde ich eine längere Zeit im dunkeln tippen, denke ich, dass ich das Buch noch mehr feiern würde.



Fazit: Ein solider Auftaktband in eine neue Reihe, welcher einen durchaus spannenden Plot mit besonderen Protagonisten aufweist. Ich vergebe 3,5 Sterne.

The Catch – T.M Logan

Auf „The catch“ habe ich mich sehr gefreut! In diesem Buch lernen wir den Familienvater Ed kennen. Ed freut sich, endlich den Verlobten seiner Tochter Abbie kennenzulernen. Auf den ersten Blick ist Ryan der perfekte Schwiegersohn. Doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm, da ist sich Ed sicher. Aus Angst, seine Tochter könnte in die Fänge eines Psychopathen geraten, beginnt Ed, Ryans vermeintlich dunkle Vergangenheit aufzudecken – während er seine eigene verbirgt. Doch je tiefer Ed gräbt, desto weniger glaubt ihm seine Familie, dass Ryan böse Absichten hat. Sie sind überzeugt, dass er der Richtige für Abbie ist. Ed sieht das anders. Denn er erkennt ein Monster, wenn er es sieht …



„The Catch“ war einfach soooo gut. Seit längerer Zeit habe ich mich nach so einem guten Thriller, wie diesen, gesehnt. Natürlich kann man darüber diskutieren, dass das Buch eher ruhiger gehalten ist und somit kein richtiger Thriller ist, aber ich finde, dass unterschwellig so viele Thriller-Vibes aufkamen und so viel Spannung vorhanden ist, dass das Buch wirklich besonders war.



Ich habe an der Seite von Ed total mitgefiebert immer mehr über Ryan herauszufinden und so tiefer in das Leben des potentiellen Schwiegersohns einzutauchen. Dabei zeichnet der Autor Ed sehr authentisch und detailliert. Natürlich ist Eds Verhalten an manchen Stellen toxisch, jedoch geht der Papa dem Bauchgefühl nach. Die weiteren Figuren wie Claire etc. handelten auch sehr authentisch. Zeitweise hinterfragt man als Leser, ob Ed selbst nicht durchdreht. Deswegen bietet das Buch viel Spielraum für sehr viele Interpretationen.



Das Buch ist ein bisschen ruhiger gestaltet, jedoch war es für mich persönlich sehr spannend. Zudem fand ich den Schreibstil sehr flüssig, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ich musste einfach wissen, wie die Geschichte weitergehen wird. Einfach top!



Fazit: Logan verfasst einen grandiosen Thriller. Dies ist ein Thriller, auf welchen ich schon lange gewartet habe – spannend, emotional, düster. Ich vergebe 5 Sterne!

Influence – Robert Cialdini

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Sachbücher, welche sich mit der menschlichen Psychologie oder Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen, lese ich ab und zu sehr gerne. Dieses Buch mit dem Titel „Influence“ hatte ich schon länger auf meiner Wunschliste und war gespannt, was sich dahinter verbirgt. Aber worum geht es überhaupt in diesem Sachbuch?



Der Sozialpsychologe und Marketingexperte Robert B. Cialdini hat die Verkaufs- und Verhandlungstechnik revolutioniert. Eingängig und unterhaltsam erläutert er in seinem Standardwerk die sieben wesentlichen Prinzipien, die uns in unseren täglichen Entscheidungen beeinflussen – und wie wir diese an anwenden können.



Basierend auf über 40 Jahren Forschung, bietet das Buch alles, was wir brauchen, um erfolgreich zu sein, überzeugend aufzutreten und uns privat und beruflich weiterzuentwickeln. Um zahlreiche neue Studien, praktische Anregungen und aktuelle Fallbeispiele erweitert, liegt der Klassiker endlich in kompletter Neuübersetzung vor.



Cialdini bringt die wichtigsten Informationen auf einen Punkt. Ich fand das Buch in keiner Weise zu theoretisch, da viele Kapitel mit Lebensbeispielen untermauert sind. Auf knappen 500 Seiten geht Cialdini auf die wichtigsten Aspekte der menschlichen Beeinflussung ein und bringt alles auf den Punkt. Ich habe vieles neues gelernt und zahlreiche Aha-Momente wahrgenommen, als ich den Bezug zu meinem persönlichen Leben ziehen konnte. Ich kann wirklich das Buch jedem ans Herz legen, der sich etwas über die menschliche Beeinflussung auseinander setzen möchte.



Fazit: Ein spannendes sowie informatives Sachbuch, das aufdeckt, wie man Menschen beeinflussen kann und wie man beeinflusst wird. Ich vergebe 5 Sterne!

Paybacks a witch – Lana Harper

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Mit TikTok gehypten Büchern habe ich bisher schlechte Erfahrungen gemacht. Dennoch habe ich mich überwunden den Roman „Payback a witch“ zu lesen, da sich der Klappentext vielversprechend angehört hat. Aber worum geht es in diesem Buch eigentlich?

In diesem Roman lernen wir Emmy kennen. Emmy Harlow liebt ihr Leben in Chicago. Als sie jedoch als Schiedsrichterin für einen traditionellen Wettkampf zwischen den ältesten Hexenfamilien in ihrer Heimatstadt Thistle Grove ausgewählt wird, muss sie der Familienpflicht nachkommen und in die magische Kleinstadt zurückkehren, die sie aus guten Gründen hinter sich gelassen hat. Diese Gründe bestehen größtenteils aus ihrer komplizierten Großfamilie – und ein klein wenig aus Gareth Blackmoor, dem gut aussehenden Erben einer mächtigen Hexenfamilie, der Emmy vor Jahren das Herz gebrochen hat. Als Emmy erfährt, dass Gareth in ihrer Abwesenheit auch ihre beste Freundin Linden und die undurchschaubare Talia belogen und sitzen gelassen hat, schmieden die drei jungen Frauen einen Plan, um sich an Gareth zu rächen – und den magischen Wettkampf zu gewinnen.

Nach dem Beenden des Buches kann ich sagen, dass es eine gute Entscheidung war, diesen Roman zu lesen.

In das Buch bin ich aufgrund eines sehr einfach zu lesenden Schreibstils gut eingestiegen. Dabei verfolgen wir von Anfang an, die Geschichte aus Emmys Perspektive. Folglich ist man sehr nah an der Protagonistin dran und es hat wirklich Spass gemacht, in ihr Leben einzutauchen.

Dementsprechend lernt man Emmy ausführlich kennen und das hat dem Buch wirklich gut getan. Weitere Figuren (Hexen) wie Talia passen darüber hinaus auch hervorragend in den Plot und runden das Buch somit gut ab.

Das Magiesystem ist sehr simpel und verständlich dargestellt worden. Auch wenn viele detaillierte Beschreibungen vorliegen, hätte ich mir hinsichtlich des Magiesystems sowie der Welt an sich, noch mehr Tiefe erwünscht. Es war gut, aber ich vermute, dass es noch besser sein kann.

Parallel zu Emmys Leben und ihrer Beziehung mit einer Figur verfolgt man als Leser den Wettkampf zwischen den Familien. Diesen empfand ich als sehr abwechslungsreich und spannend.

Fazit: Endlich habe ich ein Buch gefunden, welches den TikTok-Hype wert ist. Eine spannende, emotionale sowie magische Geschichte bietet dieser Roman hier. Ich bewerte das Buch mit 4 Sternen.

Die Verborgenen – Linus Geschke

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„Das Loft“ von Geschke erschien letztes Jahr und war ein solider Thriller. Aus diesem Grund war ich schon auf „Die Verbogenen“ sehr gespannt und habe nun mich gefreut, das Buch endlich in den Händen zu halten.



In diesem Thriller lernen wir das Ehepaar Sven und Franziska kennen. Sie haben alles, wovon sie einst träumten: eine wunderbare Tochter und ein traumhaftes Haus an der Küste. Alles könnte perfekt sein. Doch dann dringt jemand heimlich in ihr Haus ein. Der ungebetene Gast bedient sich an ihrem Essen, stöbert in ihren Schränken und steht neben ihren Betten, wenn sie schlafen. Als dann noch Gegenstände verschwinden und fremde Fußspuren im Keller auftauchen, bezichtigen sich die Eheleute gegenseitig. Je merkwürdiger die Vorgänge in ihrem Haus werden, desto mehr bröckelt die makellose Fassade der perfekten Familie. Und genau das ist es, was der Eindringling will …



Geschke konzipiert Mal wieder einen soliden Thriller, der mir ähnlich gut wie „Das Loft“ gefallen hat. Die Story beginnt schon von Anfang an mit einem hohen Tempo, sodass man kaum hinterherkommt. Die Geschichte wird dabei wieder aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Sven, Franziska aber auch die Tochter Tabea kommen zu Wort, aber auch eine weiterf Perspektive, die als „Du“ betitelt wird, erhält Raum zum Erzählen. Besonders letztere Perspektive fand ich spannend, da man hier viel Raum zur Spekulation bekommt, um wen es sich hierbei handelt.



Grundsätzlich hat mir der Grundgedanke gefallen, dass man wieder den Protagonisten aufs erste nicht so richtig vertrauen kann. Wie es schon bei „Das Loft“ der Fall war, spielt der Autor mit den Lesern, da man nie so richtig weiß, welche der Figuren die wirklich Wahrheit erzählt. Gut gemacht! Leider konnte ich aber nicht das ganze Drama spüren, da ich zu den Figuren nicht so richtig eine Bindung aufbauen konnte. Diese waren mir nämlich zu distanziert. Ich vermute auch, dass wenn ich eine Bindung aufgebaut hätte, hätte mich die Story noch viel mehr gecatcht.



Am Schreibstil von Geschke habe ich nichts auszusetzen – alles passt.



Fazit: Geschke schreibt mit „Die Verbogenen“ Mal wieder einen spannenden Thriller, in dem er mit den Lesern gut spielt. Eine tolle Story, die unter die Haut geht! Von mir gibt es 4 Sterne.

Wenn sie wüsste – Freida McFadden

Aufgrund zahlreicher positiver Rezensionen habe ich mich sehr auf diesen Thriller gefreut. In „Wenn sie wüsste“ geht es um Millie. Millie kann ihr Glück kaum fassen, als die elegante Nina ihr die Stelle als Haushaltshilfe inklusive Kost und Logis bei ihrer Familie auf Long Island anbietet. Schließlich hat sie eine Vergangenheit, von der niemand etwas wissen soll. Doch kaum ist Millie eingezogen, zeigt Nina ihr wahres Gesicht: Sie verwüstet das Haus und unterstellt ihr Dinge, die sie nicht getan hat. Ihre verwöhnte Tochter behandelt Millie ohne jeden Respekt. Nur Ninas attraktiver Mann Andrew ist nett zu ihr. Wäre da nur nicht Ninas wachsende Eifersucht. Hat sie Millie nur eingestellt, um ihr das Leben zur Hölle zu machen? Oder hat auch sie ein dunkles Geheimnis, von dem niemand etwas erfahren darf?

Nach dem Beenden des Buches „Wenn sie wüsste“ kann ich zustimmen, dass das Buch größtenteils den Hype wert ist. Ich hatte sehr spannende Lesestunden und konnte aufgrund der hohen Spannung das Buch innerhalb von zwei Tagen durchlesen. 

An der Seite von Millie begeben wir uns als Leser in das Anwesen von Ninas Familie. Schnell merkt man als Leser, dass Millie hier total fehl am Platz ist. Es war aber schön zu sehen, wie sich Millie gegen Nina durchgekämpft hat. Für Nina habe ich null Sympathien entwickelt und ich wollte, dass sie so gut wie es geht auf die Schnauze fliegt. Doch dann kam in der Story irgendwann ein heftiger Break. Man kann darüber diskutieren, ob dies vorhersehbar war, jedoch kann ich sagen, dass der Break mich positiv überrascht hat. An dieser Stelle kam zudem noch mehr Spannung auf und ich habe das Buch regelrecht inhaliert. 

Das Ende des Buch passt hervorragend zum gesamten Inhalt und der Schreibstil ist darüber hinaus auch gut. 

Auch wenn mir das Buch tolle Lesestunden zubereitet hat und es wirklich ein starkes Buch ist, würde ich das Buch eher als Spannungsroman betiteln. Für einen richtigen Thriller fehlte mir hin und wieder noch der ein oder andere heftige Thrill-Moment. Dies ist aber wirklich nur Kritik auf hohem Niveau. 

Fazit: „Wenn sie wüsste“ ist ein starkes Buch, bei welchem nichts so ist, wie es scheint. Tolle Breaks, viel Spannung und ein hohes Erzähltempo. Ich vergebe 4,5 Sterne! 

Going Back – Gillian McAllister

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Aufgrund zahlreicher positiver Rezensionen habe ich mich sehr auf diesen Thriller gefreut. In „Going back“ geht es um eine Frau namens Jen. Es ist nach Mitternacht, Jen wartet auf ihren Sohn. Sie sieht ihn kommen, doch er ist nicht allein. Sie kann kaum begreifen, was sie beobachtest – sein lebensfroher jugendlicher Sohn ermordet einen Fremden.
Sie weiß nicht, wen. Sie weiß nicht, warum. Sie weiß nur, dass seine Zukunft verloren ist. Ihre Welt zerbricht.
In dieser Nacht schläft sie verzweifelt ein. Als sie aufwacht, ist sie im Gestern, dann im Vorgestern. Jeden Morgen wacht sie einen weiteren Tag vor dem Mord auf. Und sie begreift: Irgendwo in der Vergangenheit liegt eine Antwort, der Auslöser für dieses Verbrechen. Der Moment, in dem das Böse seinen Ursprung fand.

„Going Back“ war ein gelungener Thriller, der ein innovatives Erzählkonzept aufweist, welches ich bisher noch nicht in einem Buch wahrgenommen habe. Man begibt sich in der Geschichte immer mehr in der Vergangenheit nach hinten und erfährt immer mehr, wie nach und nach alle Mosaiksteinchen der Geschichte sich langsam zusammensetzen. Dies wird durch einen sehr flüssigen Schreibstil unterstützt, welcher sich richtig gut lesen lässt.

Jen als Protagonistin fand ich gut konzipiert. In ihrer Rolle als Mutter handelt Jen sehr authentisch und nachvollziehbar. Ich konnte ihre ganzen Gedankengänge sowie Handlungen voll nachvollziehen. Es hat einfach sehr viel Spass gemacht, den ganzen Plot an ihre Seite zu verfolgen. Darüber hinaus fand ich die Perspektive von einer weiteren Figur namens Ryan gut gewählt, da man auch hier einen großen Spielraum erhält, mögliche Hypothesen aufzustellen.

Den Verlauf und die Lösung des Buches fand ich schlüssig und gut gestaltet. Folglich kann ich sagen, dass mich das Buch mit guten Gefühlen zurücklässt.

Fazit: „Going Back“ ist ein starker Thriller, welcher einem innovativen Erzählkonzept unterliegt und zugleich einen sehr spannenden Plot aufweist. Ich vergebe 4,5 Sterne.