T.J. Klunes Romane sind schon sehr besonders auf ihre eigene Art und Weise. Die beiden Bücher, die schon in Deutschland erschienen sind, haben mir gut gefallen, sodass für mich schnell feststand, dass ich diesen Roman lesen wollte. Ich habe mir viel erhofft!
In diesem Buch lernen wir die Familie Lawson kennen. In einem Baumhaus hoch oben in den Wipfeln eines idyllischen Hains lebt die Familie: Vater Giovanni Lawson ist ein Roboter, sein Sohn Victor Lawson ist ein Mensch. Mit ihnen wohnen dort noch ein Pflegeroboter mit einem leichten Hang zum Sadismus und ein schüchterner kleiner Staubsauger namens Rambo. Eines Tages entdeckt Vic einen beschädigten Androiden namens Tom im Wald und repariert ihn. Dann wird Giovanni von seiner Vergangenheit eingeholt und in die Stadt der elektrischen Träume verschleppt, wo er neu programmiert werden soll. Gemeinsam mit seiner Patchworkfamilie begibt sich Victor auf die gefährliche Reise, um Giovanni zu retten. Und inmitten widersprüchlicher Gefühle von Verrat und Zuneigung zu Tom muss Victor für sich selbst entscheiden: Kann er eine Liebe mit Bedingungen akzeptieren?
Klune hat mich mit diesen Roman wieder sehr überzeugt. Die Geschichte ist sehr humorvoll, emotional sowie spannend gestaltet. Ihr werdet Familie Lawson einfach lieben!
Der Einstieg in das Buch ist mir richtig toll gelungen. Man wird als Leser direkt in die Handlung eingeführt. Familie Lawson war mir von der ersten Seite aus direkt sympathisch. Besonders der Staubsaugerroboter Rambo ist mir schnell ans Herz gewachsen. Er passt einfach hervorragend in die Geschichte. Aber auch Vic, Giovanni und der Pflegeroboter ergänzen die Geschichte gut. Alle Figuren sind auf ihre individuelle Art und Weise speziell und sorgen mit ihrem schrägen Humor für viele Lacher-Momente.
Wenn man die beiden vorherigen Bücher kennt, wird man auch in diesem Buch einzelne Parallelen entdecken. Diese fand ich aber in keiner Weise schlimm, da der Autor trotzdem eine sehr emotionsteiche und spannende Geschichte konzipiert hat. Die Reise regt durch den Handlungsort durch einen sehr detaillierten Schreibstil das Kopfkino an. Ich war in der Geschichte voll drin. Ihr werdet lachen, gerührt sein, schmunzeln und gefesselt sein.
Fazit: T.J. Klune verfasst Mal wieder ein tollen Roman, der mich von der ersten Seite an, begeistert hat. Es war ein tolles Leseerlebnis und ich kann das Buch komplett empfehlen! Ich vergebe 4,5 Sterne!
Erinnere dich – Max Reiter
(Unbezahlte Werbung)
„Erinnere dich“ war schon ein Buch auf welches ich sehnsüchtig gewartet habe, da ich einerseits das Cover genial finde und anderseits der Klappentext sich richtig gut anhört. Aber worum geht es eigentlich in diesem Thriller?
20 Jahre ist es her, dass die Abiturientin Maja bei einer Wanderung spurlos verschwand. 20 Jahre, in denen ihr Freund Arno Seitz jede Erinnerung an das traumatische Ereignis verdrängt hat.
Jetzt kommt beim Abiturtreffen vieles wieder hoch – Bilder, Gefühle, längst Vergessenes. Die Freunde von damals beschließen, den Wanderweg noch einmal gemeinsam zu gehen. Und jemand, der sich nicht zu erkennen gibt, zwingt Arno, sich endlich seinen Erinnerungen zu stellen.
Er hat Maja als Letzter gesehen. Er weiß genau, wo sie an jenem Morgen waren. Er hat sie in die Höhle gelockt. Aber was ist dann passiert?
Grundsätzlich hat mir die Idee des Plots gut gefallen. Die Story wird durchgängig aus der Sicht der Protagonisten Arno geschildert. Besonders durch den Ich-Schreibstil war man hautnah an dem Protagonisten dran, sodass man deine Gedankengänge total gut spüren konnte. Zudem war ich mir nie sicher, ob man Arno Vertrauen schenken kann, da er nicht ganz klar im Kopf ist. Deswegen hier der Bezug zum Titel ;). Aus diesem Grund gerät man als Leser in einen Gedankenkonflikt, indem man immer gut abwägen muss, ob man ihm vertraut oder nicht. Folglich wird es durch diesen Konflikt an manchen Stellen interessant und spannend.
Apropos Spannung. Spannung habe ich aufgrund der Einordnung des Buches in das Genre „Thriller“ mehr erwartet. Wie erwähnt ist es an manchen Stellen spannend, jedoch wurde sonst die Spannungskurve sehr niedrig gehalten. Hier nehme ich viel Luft nach oben wahr.
Zudem fand ich das Ende des Buches nicht ganz gelungen. Hier hätte ich mir einen intensiveren Showdown vorgestellt.
Folglich lässt mich das Buch mit gemischten Gefühlen zurück. Obwohl man eine intensive Auseinandersetzung mit dem Protagonisten hatte, waren die ganzen Sachen rundum ausbaufähig. Aus diesem Grund vergebe ich an dieses Buch 2,5 Sterne.
Cold case academy (Band 1) – Jennifer Linn Barnes
(Unbezahlte Werbung)
Auf die Autorin bin ich durch ihre zuletzt erschienene „The inheritance games“-Reihe aufmerksam geworden und habe mich gefreut, dass sich die Autorin mit dem Auftakt der Cold Case Academy in die Krimi Welt begibt.
Im Auftakt der Reihe geht es um ein Mädchen namens Cassie. Die 17-jährige Cassie kann andere Menschen lesen wie ein Buch – absolut nichts bleibt ihr verborgen. Als eines Tages ein mysteriöser junger Mann bei ihr auftaucht, behauptet, beim FBI zu sein, und sie zu einem Gespräch einlädt, hält sie das zunächst für einen schlechten Scherz. Aber ihre besondere Begabung hat sie zur Anwärterin für einen Platz in der »Cold Case Academy« gemacht. Und so findet sich Cassie kurz darauf in einem Eliteausbildungsprogramm für junge Profiler wieder – unter lauter ähnlich Hochbegabten, wie sie selbst eine ist. Doch dann stoßen sie und ihr Team auf Geheimnisse aus der Vergangenheit, die sie alle in tödliche Gefahr bringen …
Für mich persönlich stellt der Jugend-Krimi ein gutes Buch für zwischendurch dar. Das Buch wird dem Jugendbereich zugeordnet, sodass ich auch mit den entsprechenden Erwartungen an das Buch herangetreten bin.
Den Anfang fand ich für meinen Geschmack viel zu schnell. Ich hatte das Gefühl, dass ich kaum hinterher gekommen bin, da es direkt losgeht. Hier hätte die eine oder andere Seite mehr dem Einstieg ein besseres Licht geschenkt.
Doch dann habe ich mich irgendwann gefangen und konnte mich auf die Cold Case Academy voll einlassen. Mittendrin der Geschichte befindet sich Cassie, die ich im Buch sympathisch fand und mich auf ein Wiedersehen im zweiten Band freue. Sie ist sehr ehrgeizig, sodass es mir Spaß gemacht hat, den Plot an ihrer Seite zu verfolgen. Die weiteren Figuren wie Sloan, Lin, Dean und co. passen zudem auch gut zum Buch, weisen aber in ihrer Charakterausarbeitung eine geringe Tiefe auf. Ein bisschen überflüssig bei der Figurenkonstellation empfand ich eine Liebesbeziehung. Manchmal frage ich mich, ob das immer notwendig sei?
Spannend ist der Fall und folglich das Buch auch. Ich habe gut mitgefiebert und empfand den Handlungsverlauf mit den zahlreichen Wendungen für einen Jugend-Krimi als gelungen. Hier bin ich schon gespannt, wie es in Band zwei weitergehen wird, da das Ende auch recht offen gestalten worden ist.
Die Kapitel sind zudem schön kurz und das Buch lässt sich gut lesen.
Fazit: Ein paar Kritikpunkte hatte ich an dem Buch. Dennoch bietet das Buch einen spannenden Plot und eine coole Protagonistin. Ich vergebe drei starke Sterne!
Und mit mir die Schuld – Daniel Leitner
(Unbezahlte Werbung)
Auf Daniel Leitner wurde ich durch seinen ersten Thriller „Muttermal“ aufmerksam. Das Buch hat mich damals gut unterhalten, sodass für mich schnell klar stand, dass ich die Velvet Cove-Reihe lesen möchte. Und ein paar Jahre später präsentiert uns der Autor den vierten Band der Reihe. Ich habe mich sehr auf das Wiedersehen in Velvet Cove gefreut!
In dem vierten Band geht es um Ted. Ted sitzt jeden Freitag an der Bar. Er ist einer dieser stillen Beobachter, die sich kaum unterhalten. Es sei denn, da ist jemand, der ihm gefällt. Dann nimmt er ihn gerne mit nach Hause. Aber Ted mag es nicht, wenn sie wieder gehen wollen. Deshalb behält er sie bei sich. Ob sie wollen oder nicht.
Wenn die Liebe zur Besessenheit wird, die Schuld einen beinahe auffrisst und die Einsamkeit unerträglich scheint, übernimmt das Dunkle die Überhand. Denn in Velvet Cove gibt es keine übernatürlichen Monster. Das wahre Böse schlummert in den Menschen selbst.
Leitner hat Mal wieder einen genialen Psychothriller geschrieben, der mich besonders zum Ende hin, richtig überzeugt hat!
Aber erst zum Anfang. Ich bin, wie bei den anderen Bändern, problemlos in den Plot eingestiegen. Den Handlungsstrang aus der Sicht von Ted, jedoch auch aus der Sicht von Frank, einer weiteren Figur, fand ich schlüssig und übersichtlich gestaletet. Ich hatte keinerlei Probleme beim Verständnis.
Der Plot ist sehr spannend! Aufgrund der zwei genannten Perspektiven gibt es viel Spielraum zur Theorieentwicklung etc. Und wie immer, war ich eigentlich auf einem sicheren Weg das Rätsel zu entlüften …. Und dann kommt Daniel Leitner um die Ecke und kreiert eine heftige Wendung! Einfach nur gelungen!
Schreibstiltechnisch ist das Buch wieder auf einem sehr guten Niveau. Kurze, gut zu lesen Sätze. Nichts langatmiges! Man nimmt beim Autor eine tolle Entwicklung wahr. Hier bin ich schon auf den nächsten Band gespannt!
Fazit: Ein stärker vierter Band, welcher besonders durch einen genialen Plot sowie einen gut lesbaren Schreibstil überzeugen konnte! 5/5 Sterne! Leseempfehlung!
A whispered curse – Livia Haydon
(Unbezahlte Werbung)
Ich musste mich Mal wieder aus meiner Komfortzone bewegen und habe ich mich für diesen Fantasy-Roman erschienen.
In diesem Buch geht es um Madison. An ihrem ersten Collegetag stößt Madison Farneo mit einem jungen Mann zusammen und entdeckt sein mysteriöses Tattoo, um das sich die Gerüchte ranken. Und Darien Verhoefen gibt noch ganz andere Rätsel auf: Obwohl er am College als Herzensbrecher bekannt und sein Interesse an Madison offensichtlich ist, hält er sie auf Abstand. Als sich die beiden doch näherkommen, passieren unheimliche Dinge … denn auf Darien lastet ein alter Familienfluch, dessen Schuld noch lange nicht beglichen ist. Ist Madisons Liebe der Schlüssel, mit dem der dämonische Fluch gebrochen werden kann?
In das Buch bin ich durch einen sehr rasanten sowie flüssigen Anfang gut eingestiegen. Man war direkt in der Handlung drin und man konnte sich voll auf den Plot einlassen.
Mit Madison sowie ihrem männlichen Gegenstück konnte ich mich erst recht spät im Verlauf des Buches anfreunden, da ich besonders Madison Charaktereigenschaften nervig fand. Sie handelte oft naiv sowie unschlüssig.
Der Plot an sich hat viele gute Facetten zu bieten, welche die Autorin gut aufgreift und thematisiert. Das Buch wird unter romantischer Fantasy vermarktet. Leider kam der Fantasy Aspekt in diesem Buch erst recht spät im Buch auf und dieser wird nicht in seinem vollen Potential ausgeschöpft. Hier ist noch viel Luft nach oben, da ich das Gefühl hatte, dass ich das Worldbuilding kaum kennenlernen konnte. Hier bin ich gespannt, ob man noch irgendwann mehr erfahren wird.
Am Schreibstil ist nichts auszusetzen.
Fazit: Ein durchaus angenehmer romantic Fantasy-Roman, der durchaus gute Ansätze aufweist, die jedoch noch ausbaufähig sind. Ich vergebe 2,5 Sterne.
The mothers – Polly Ho-Yen
(Unbezahlte Werbung)
The mothers hörte sich für mich persönlich nach einem spannenden, nervengeladenen Thriller in einer futuristischen Welt an. Aus diesem Grund war ich froh, das Buch lesen zu dürfen.
In dem Buch geht es um Kit. Kit ist eine “Out” – sie will unter keinen Umständen Kinder haben. Dafür nimmt sie auch die soziale Ausgrenzung in Kauf. Denn in einer Welt, in der Unfruchtbarkeit weit verbreitet ist und Kinder ein wertvolles Gut sind, werden Frauen, die keine Kinder bekommen, als Bürgerin zweiter Klasse behandelt. Doch Kit ist sicher: Sie kann die gefährlichen und schmerzhaften medizinischen Prozeduren, die ein Kinderwunsch mit sich bringt, und die stetige Angst nach der Geburt, das Kind wegen des kleinsten Fehlers in der Erziehung zu verlieren und nie wieder zu sehen, einfach nicht auf sich nehmen. Doch dann trifft sie Thomas und verliebt sich. Entgegen ihren Überzeugungen wird sie schwanger und bekommt Mimi – das Familienglück scheint perfekt zu sein. Bis Kit und Thomas eine Verwarnung nach der anderen bekommen und kurz davor sind, Mimi an den Staat zu verlieren. Doch Kit wird das nicht zulassen. Sie wird um Mimi kämpfen
Die Erwartungen, die ich hatte würden erfüllt. Das Buch bietet einen nervengeladen, spannenden und sogar emotionalen Plot, welcher unter die Haut geht. Ich habe mit Kit von der ersten Seite an mitgefiebert. Sie wird in einer derartig futuristischen Welt sehr authentisch gezeichnet, sodass man sich total in sie hineinversetzen kann. Sie kann einem wirklich nur leid tun.
Die Geschichte wird im Wechsel in der Vergangenheit sowie Gegenwart erzählt. Auch wenn ich die Vergangenheit durchaus interessant fand, vermute ich, dass das Buch noch rasanter sein würde, wenn die Gegenwart doch dann im Erzählgeschehen dominieren würde. Ich glaube, dass da auch eine größere Dynamik vorliegen würde.
Wie erwähnt ist das Setting sehr detailliert entworfen worden. Man könnte sich total gut hineinversetzen und sich einzelne Ebenen in einem Kopfkino vorstellen.
Darüber hinaus weist die Autorin einen angenehmen Schreibstil auf. Das Buch hat sich gut gelesen.
Fazit: Ein dystopischer Thriller, der durch eine Achterbahn an Emotionen unter die Haut geht. Ich bewerte das Buch mit 4,5 Sternen, Tendenz nach unten.

Game Show – Franzi Kopka
(Unbezahlte Werbung)
Zuletzt stand für mich wieder ein Jugendbuch an. Ich entschied mich für den Roman „Game Show“ und ich war gespannt war, in welche dystopische Welt ich mich diesmal begeben werde.
Wir sind im Jahr 2126, New London: Als die siebzehnjährige Cass in die niedrigste Klasse der Gesellschaft verstoßen wird, weiß sie, dass es nur einen Weg gibt, dieser Hölle zu entkommen: Sie muss es in die nächste Gameshow schaffen. Wer an der Gameshow teilnimmt, kann ein Ticket nach ganz oben gewinnen – oder bezahlt die Chance mit dem Leben. Cass bekommt unerwartet Hilfe von Jax, dem besten Gamer in der Arena. Die beiden werden Verbündete im großen Spiel um ihr eigenes Leben und gesellschaftlichen Aufstieg. Doch ihr Deal und auch ihre Gefühle füreinander beruhen auf einer Lüge, die alles, was sie sich gemeinsam erkämpft haben, zum Einsturz bringen könnte.
Trotz leichten Startschwierigkeiten habe ich mich recht schnell im Buch gefangen und konnte mich voll auf das futuristische sowie dystopische Setting in New London einlassen. Auch wenn viele Aspekte im Roman mir aus anderen Büchern bekannt erschienen sind, fand ich, dass Kiopka es trotzdem geschafft hat, diesen Aspekten eine individuelle Note zu verleihen.
Ich fand es schön, dass sich die Autorin ein bisschen viel Zeit gelassen hat, das Setting zu erläutern. Da es sich ja hierbei nicht um einen Stand-Alone Buch handelt, baute Kiopka von Anfang an, einen soliden Grundbaustein auf, an dem sie in den kommenden Büchern hinsichtlich des Worldbuilding weiterausbauen kann.
Cass sowie Jax als Protagonisten des Buches fand ich für das Buch gut gewählt. Negativ empfand ich jedoch die aufgezwungene Liebesstory, welche ich mehr als störend als bereichernd für das Buch empfand. So konnte ich aber über sie hinwegblicken, und mich auf die anderen Sachen der Geschichte einlassen. Die Nebenfiguren passen gut in das Buch, auch wenn sie wenig Einfluss auf den gesamten Verlauf hatten.
Spannend ist das Buch auf jeden Fall und es hat Spaß gemacht, die einzelnen Games näher kennenzulernen. Jetzt bin ich gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.
Fazit: Ein solides dystopisches Debüt, welches sich gut lesen lässt und einen spannenden Plot an der Seite von Cass und Jax bietet. Ich freue mich auf Band 2 und bewerte den ersten Band mit 4 Sternen.
Burn our bodies down – Rory Power
(Unbezahlte Werbung)
Letztes Jahr habe ich von Rory Power das Buch „Wilder Girls“ gelesen, was mir gut gefallen hat. Schnell stand für mich klar, dass ich den neuen Roman „Burn our bodies down“ auch lesen möchte.
In diesem Roman geht es um ein Mädchen namens Margot. Schon immer war Margot mit ihrer Mutter allein. Kein Vater, keine Geschwister, keine Verwandten – und ihre Mutter verweigert jede Auskunft über sie. Als ein altes Foto Hinweise auf ihre Großmutter liefert, bricht Margot in den verschlafenen Ort Phalene auf. Hier scheint es zunächst nicht viel zu geben außer Sommerhitze, Staub und Maisfelder, doch dann passiert etwas Schreckliches: Eines der Felder geht lichterloh in Flammen auf. Mittendrin ein Mädchen, das Margot zum Verwechseln ähnlich sieht. Margots Mutter hatte offenbar gute Gründe, aus der Stadt zu verschwinden. Aber wollte sie ihre Vergangenheit verbergen? Oder wollte sie Margot vor dem schützen, was immer noch dort lauert?
„Burn our bodies down“ konnte mich leider nicht so begeistern, wie es bei „Wilder Girls der Fall war“. Trotzdem bietet das Buch einen spannenden Plot.
In das Buch bin aufgrund eines einfachen Schreibstils gut eingestiegen. An Powers Schreibstil finde ich klasse, dass sie ihre Romane mit vielen kleinen Details versieht. Dadurch hat man als Leser noch ein ausführlicheres Kopfkino.
Thematisch greift das Buch hauptsächlich die Geschichte um Margot’s Familie und Vergangenheit auf. Wir begeben uns als Leser auf die Suche nach dem Aufklären der Familiengeschichte, um herauszufinden, was wirklich damals passiert ist. Deswegen bietet das Buch viele Mystery Momente und Szenen, in denen nach und nach neue Informationen ans Licht kommen. Diese fand ich durchaus interessant, auch wenn sie mich persönlich nicht komplett umgehauen haben. Mir fehlte da irgendwie noch stärker das Drama.
Die Figuren fand ich für das Buch passend gewählt. Besonders Margot, aber auch ihre Mutter sowie weitere Nebenfiguren (no spoiler) passten gut in das Buch rein. Dennoch muss ich sagen, dass ich nicht komplett eine Bindung zu Margot aufbauen konnte. Deswegen vermute ich auch, dass mich das ganze Drama nicht so gecatcht hat, wie erwartet.
Auch wenn es ein paar Sachen gibt mir denen ich mich hier nicht zufrieden gebe und es sich nun anhört, als ob das Buch komplett schlimm wäre, muss ich euch sagen, dass es nicht so ist. Die Story ist an sich wirklich gut und wenn man sich voll auf die Figuren einlassen kann, wird man mit diesem Buch viel Lesespaß haben.
Fazit: Auch wenn mich „Burn our bodies down“ nicht völlig überzeugt hat, bietet das Buch viele interessante Ansätze, sodass man sich gut auf das Buch einlassen kann. Ich vergebe drei schwache Sterne.

Weißes Feuer – Tiffany D. Jackson
(Unbezahlte Werbung)
Mit „Weißes Feuer“ stürzte ich mich in mein erstes Buch von Tiffany D. Jackson und habe mich sehr auf das Buch gefreut, da der Klappentext sich sehr vielversprechend angehört hat. In „Weißes Feuer“ geht es nämlich um Marigold, die mit ihrer Familie umzieht. Sie leidet unter einem Trauma, doch der Umzug könnte der Neuanfang sein, den sie braucht. Mit der gesamten Familie zieht sie in ein Haus im schwarzen Viertel von Cedarville im Mittleren Westen. Doch das tolle Bilderbuchhaus wird von den Nachbarn misstrauisch beäugt und hat seine Geheimnisse: Schränke öffnen sich von selbst, Geschirr verschwindet und in den Wänden hört man ein gespenstisches Flüstern. Was aber noch viel unheimlicher ist: Maris kleine Stiefschwester redet dauernd mit etwas, das nur sie sehen kann. Und es will, dass Mari aus dem Haus verschwindet. Nun ja, vor Geistern davonlaufen ist albern, die gibt es ja nicht, oder?
Jackson konnte mich von den ersten Seiten an, begeistern. Die Autorin zögert nicht lang und bringt von Anfang des Buches an, viele mystische sowie spannende in das Buch rein. Deswegen fand ich den Anfang des Buches in keiner Weise langweilig, sodass ich seit Beginn der Story total mitgefiebert habe.
Das neue Haus sowie die damit verbundene Umgebung, also das Wohngebiet, gibt auch viel her, viele mystische sowie düstere Elemente in das Buch zu integrieren. Ich als Leser habe nie so richtig gewusst, was wirklich passiert, sodass ich mir den Kopf daran zerbrochen habe, wie das Buch aufgelöst werden kann. Und bis zum Schluss des Buches blieb ich dran und habe nach dem Beenden des Buches mir gedacht, dass mir der Thriller rundum total gut gefallen hat. Besonders als gelungen empfand ich den Verlauf, den ich so in keiner Weise erwartet habe.
Einzig allein schwierig fand ich die anfangs die Protagonistin. Sie befindet sich im Teenie-Alter und ihr Kopf dreht sich aufgrund ihres Traumas (um welches es sich handelt, dass müsst ihr schon alleine herausfinden 😉 ) nur um Drogen. Wie erwähnt, fand ich dies anfangs recht anstrengend, aber dann noch im Verlauf der Handlung immer mehr authentischer, da man ja bedenken muss, im welchen Alter sich Marigold befindet und welche Interessen sie aufweist. Zusammenfassend kann ich aber zu ihr sagen, dass sie gut in das Buch hereingepasst hat (auch wenn ich anfangs das nicht so gedacht habe). Die weiteren Nebenfiguren ergänzen das Buch passend.
Fazit: Mich konnte „Weißes Feuer“ schlussendlich total gut unterhalten, da die Story vom Verlauf gelungen sowie unvorhersehbar konzipiert worden ist und das Buch wichtige Themen anspricht. Aus diesem Grund vergebe ich starke 4,5 Sterne.

Gallant – V.E. Schwab
(Unbezahlte Werbung)
Nachdem mich Schwab letztes Jahr mit „Das unsichtbare Leben von Addie LaRue“ beeindrucken konnte, habe ich mich mit „Gallant“ auf das zweite Buch der Autorin gefreut.
In „Gallant“ geht es um ein Mädchen namens Olivia. Olivia Prior ist in einem Waisenhaus aufgewachsen. Ihren Vater hat sie nie getroffen, und die Stimme ihrer Mutter hat sie schon längst vergessen. Geblieben ist ihr nur das Tagebuch ihrer Mutter. Es ist voller Rätsel und seltsamer Zeichnungen, die sie eines Tages zu enträtseln hofft. Ihr Leben in dem Heim ist alles andere als einfach, denn sie kann nicht sprechen und kommuniziert mit Hilfe einer alten Schiefertafel. Außerdem sieht sie die Geister der Toten, die ewig stumm das Treiben der Lebenden beobachten. Angst vor ihnen hat sie nicht, schon weil sich Olivia selbst fühlt wie lebendig begraben. Doch alles ändert sich, als ein Brief ihres Onkels in der Schule eintrifft, der sie einlädt, zum Stammsitz ihrer Familie zu kommen. Für Olivia ist es eine einmalige Chance, mehr über das Schicksal ihrer Eltern herauszufinden. Doch sie ahnt: Der Preis, den sie dafür zu zahlen hat, wird hoch sein …
Erstmal möchte ich diese großartige Aufmachung des Buches loben. Die Zeichnungen im Buch sind einfach der Hammer und passen hervorragend zum Buch dazu.
Der Roman hat mir rundum gut gefallen, da er mich in Hinsicht vieler Dinge beeindrucken konnte. Zuerst möchte ich auf die Atmosphäre zu sprechen kommen, die in diesem Roman einfach wunderbar, düster, melancholisch ist. Durch das Setting wird diese noch stärker unterstützt. Einfach toll!
Die Geschichte konnte mich besonders durch die Plottwists gut unterhalten. Diese sind nämlich an richtiger Stelle eingebaut worden und sorgten immer wieder für eine gute Spannung.
Über die Protagonistin und ihre Familie erfährt man recht viel, auch wenn ich finde, dass dort noch ein bisschen Luft nach oben wäre – besonders wenn man bedenkt, dass das Buch eigentlich nur knapp 350 Seiten hat. Hier hätte ich mir noch eine tiefere Auseinandersetzung gewünscht.
Fazit: Für mich stellt „Gallant“ einen gelungenen atmosphärischen sowie düsteren Roman dar, der viele gute Eigenschaften aufweist. Ich vergebe starke vier Sterne!

