Die Gottesmaschine – Reinhard Kleindl

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Der Thriller mit dem Titel „Die Gottesmaschine“ war schon ein Buch, auf welches ich mich in diesem Jahr gefreut habe. Ich war gespannt, inwiefern das „Gottesthema“ in diesem Buch aufgegriffen wird.

In diesem Thriller zieht es den römischen Weihbischof Lombardi in ein abgelegenes Kloster im Montblanc-Gebiet. In diesem Kloster haben Wissenschaftler die Aufgabe die Geheimnisse der Schöpfung herauszufinden. Vor Ort sollte eigentlich Lombardi einen Mönch-Bekannten namens Sebastien treffen. Als dieser aber brutal getötet im Computerraum aufgefunden wird, ist Lombardi außer Fassung. Gemeinsam mit der Physikerin Samira Amirpour wollen sie herausfinden, was wirklich mit Sebastien passiert ist und finden heraus, dass der Mönch eine brisante Entdeckung getätigt hat. Eine Entdeckung, die nicht an die Öffentlichkeit geraten soll…

Ich muss sagen, mir fehlt es schwer dieses Buch zu bewerten, da ich irgendwie den Thriller einerseits richtig stark finde aber anderseits auch an manchen Stellen mangelhaft.

Der Thriller fängt auf jeden Fall sehr stark an, da man als Leser direkt in die Handlung geworfen wird. Somit ist man direkt im Geschehen und kann mit viel Neugier den Einstieg in das Buch verfolgen. Dabei lässt sich sagen, dass der Autor einen grandiosen Anfang verfasst, da dieser total spannend ist und alle Aspekte aufweist, damit man gut in ein Buch einsteigen kann. Neben dem Handlungsverlauf findet man wissenschaftliche Passagen vor, die dem Buch die gewisse Tiefe geben. Dadurch kann man noch mehr den Sinn hinter der Plotidee sowie des Themas verstehen. So ist die Darstellung der wissenschaftlichen Ansätze dem Autor auch hervorragend gelungen. Ein sehr interessantes Thema!

Auf der anderen Seite habe ich beim Lesen gemerkt, dass durch den wissenschaftlichen Teil die Spannung der Handlung ein bisschen darunter leidet und die Hauptfigur, Lombardi, sehr blass beleuchtet wird. Ich habe nach dem Lesen das Gefühl, dass ich den Protagonisten fast kaum kennengelernt habe. Dies finde ich unheimlich schade, da der Autor mit Lombardi einen recht ungewöhnlichen Protagonisten entwirft, welchen man eigentlich selten in einem Thriller wahrnimmt. Zudem sind die anderen Figuren auch an keiner Stelle greifbar. So hätte ich mir auch im Plot und in besonders in den Hintergrundgedanken der Handlung sowie der Charaktere eine Tiefgründigkeit gewünscht. Des Weiteren hat mir der Verlauf der Handlung zum Schluss nicht gefallen, was wiederum nur eine subjektive Meinung ist.

Fazit: Hin und hergerissen. Das Buch präsentiert sich von einer hervorragenden wissenschaftlichen Seite sowie eines tollen Einstiegs. Anderseits weisen die Figuren keine Tiefe auf und die Handlung leidet extrem unter dem wissenschaftlichen Teil. Da mir aber der wissenschaftliche Teil gefallen hat, bewerte ich dieses Buch mit 2,5 Sternen, Tendenz nach oben.

Die letzte Wahl – Eric Sander

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Kurz vor der Bundestagswahl in diesem Jahr erscheint der Thriller „Die letzte Wahl“ von Eric Sander, welcher einen politischen Handlungskern aufweist. In diesem Buch geht es um Nicholas Moor, der mit seiner Tochter in einem abgelegenen Hotel Urlaub macht. Zusammen entscheiden sie sich mit ihrer neuen Drohne rumzufliegen. Zufälligerweise filmen sie dabei ein Geheimtreffen der rechtspopulistischen Volkspartei. Die Aufnahmen erweisen sich als sehr brisant, da diese detaillierte Umsturzpläne für die Zeit nach dem Wahlsieg zeigen. Die Drohne wird von den Sicherheitsleuten entdeckt und die Volkspartei mit ihrem Chef versucht alles zu tun, diese Aufnahmen zu löschen. Eine Jagd beginnt…

Bei politischen Thrillern habe ich größtenteils eine zwiespältige Meinung, da diese oft recht trocken sind. Bei diesem Thriller kann ich dies nicht behaupten. Dieses Buch ist actionreich, hat einen interessanten Schreibstil zu bieten und liest sich flüssig.

Erstmal etwas zu dem Erzählstil. Wie erwähnt ist dieser flüssig zu lesen, da auch der Autor ein rasantes Erzähltempo aufweist. Schlag auf Schlag passieren Ereignisse, die den Leser erschüttern können. Zudem verfolgt man die Handlung aus der Sicht von Nicholas sowie dem Chef der Volkspartei in Form des Schemas „Protagonist vs. Antagonist“. Dies hat mir gut gefallen, da man somit beide Seiten kennenlernen konnte. Dennoch fand ich die Länge der Kapitel zu lang. Dadurch zog sich die Handlung an manchen Stellen.

Die Charaktere sind sehr klischeehaft, was mich wiederum in diesem Buch nicht gestört hat. Schön fand ich, dass Nicholas auch von seiner privaten Seite beleuchtet worden ist, sodass man über ihn ein ausführlicheres Bild erhalten kann. Aber auch der Chef der Volkspartei erhält genügend Spielraum, um ihn auch kennenzulernen. Außerdem waren die Gedankengänge und Handlungszüge jeder Figur authentisch dargestellt worden.

Da der Thriller viele actionreiche Szenen aufweist und Situationen Schlag auf Schlag passieren, ist dieses Buch wirklich spannend. Aus diesem Grund habe ich dieses Buch auch an dem gestrigen Nachmittag komplett durchlesen können. Es hat mich wirklich gecatcht. Leider hat mir das Ende des Buches dann die Lesefreude komplett genommen, da dieser meines Erachtens einfach zu abrupt kam. Man hätte das Ende noch viel mehr detaillierter beschreiben können. Somit fehlt mir nach dem Lesen etwas.

Fazit: Politischer Thriller können spannend sein. „Die letzte Wahl“ konnte mich durch eine actionreiche Handlung sowie dem Erzählprinzip gut unterhalten. Ich würde das Buch gerne mit fünf Sternen bewerten, jedoch ziehe ich aufgrund des unbefriedigenden Endes einen Stern ab!

Das Nest – Katrine Engberg

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Im vierten Fall für Anette Werner und Jeppe Korner geht es mal wieder in die tiefsten Abgründe des Menschen. Spurlos verschwindet in Kopenhagen ein 15-jähriger Junge. Auch wenn man am Anfang vermutet hat, dass er von zu Hause abgehauen ist, deuten Indizien darauf hin, dass etwas viel Schlimmeres passiert ist. Daraufhin wird eine Leiche eines jungen Mannes auf einer Müllverbrennungsanlage gefunden. Werner und Korner stürzen sich in die Ermittlungen. Dabei stoßen die beiden Protagonisten auf tiefe Geheimnisse sowie befremdliche Familienverhältnisse.

Obwohl ich von der Werner und Korner Reihe den ersten Band nicht gelesen habe, konnte mich der zweite sowie dritte Band gut unterhalten. Jetzt war ich gespannt, was die Autorin in ihrem vierten Band zu diesem Ermittler-Duo entwirft.

Der Fall sowie der ganze Handlungsverlauf erweisen sich im Vergleich zu den Vorbändern als viel ruhiger. Meines Erachtens nach legt die Autorin den Schwerpunkt auf die Ermittlung, welche die beide Protagonisten durchführen. Wer also eher ein Fan von psychologischen Thrillern mit zahlreichen Actionmomente ist, wird eher bei diesem Buch enttäuscht werden. Dabei kann ich aber sagen, dass die Autorin die Ermittlungen total authentisch und lebhaft beschreibt. Dies hat mir somit sehr gut gefallen.

Spannungstechnisch fand ich das Buch mittelmäßig. Mir fehlten irgendwie die unvorhersehbaren Wendungen, die ich in den Vorbändern wahrgenommen habe. Dennoch ist der Handlungsverlauf interessant konzipiert. Zudem fand ich schön, dass man ein Wiedersehen mit älteren Figuren hatte sowie man sich irgendwie an der Seite von Werner sowie Korner vertraut gefühlt hat.

Fazit: Mit dem Spannungsroman „Das Nest“ schreibt die Autorin einen interessanten vierten Fall zu Werner und Korner. Auch wenn dieses Buch spannungstechnisch schwächer als die Vorgänger ist, war es schön die vertrauten Figuren wiederzusehen. Es ist eher ein ruhiger Krimi, in welchem der Fokus auf die Ermittlungsarbeit gelegt worden ist. Deswegen bewerte ich dieses Buch mit 3,5 Sternen, Tendenz nach oben.

Gefangen im Netz der Spinne – Verena Kolb

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Dystopische Thriller? Dieses Sub-Genre habe ich bisher wenig gelesen, wodurch ich mich sehr auf dieses Debüt der Autorin Verena Kolb gefreut habe. In diesem Buch liegt ein düsteres Szenario in den Vereinigten Staaten von Amerika vor. Wie aus dem Nichts haben Naturkatastrophen das ganze USA in Schutt und Asche gelegt. Eine der Überlebenden ist Kate. Man meine, dass sie das schlimmste überstanden hat, jedoch eines Tages verschwindet ihre kleine Schwester Rose spurlos. Um ihre Schwester zu retten, muss sie von den Entführern Aufgaben lösen. Ein Höllentrip beginnt!

Durch einen sehr flüssigen sowie einfachen Schreibstil bin ich richtig gut in dieses Buch eingestiegen. Zudem fand ich den Anfang richtig gelungen, da die Autorin direkt einen actionreichen sowie nervenreichen Einstieg gestaltet. So war ich total früh im Buch drin und war gespannt, was mich in diesem Buch noch erwarten wird. Auf dem Weg mit Kate sowie weiteren Figuren begibt man sich als Leser auf eine nicht einfache Reise durch die USA.

Der Autorin gelingt es fast durchgängig die Spannung in diesem Thriller hochzuhalten. Teilweise hatte ich als Leser Momente, wo ich einfach nicht vorausahnen konnte, was mich gleich erwarten wird, sodass ich sehr oft überrascht worden bin. Zudem gelingt es der Autorin Handlungsweisen der Figuren sowie vieler anderer Menschen entsprechend der Umstände darzustellen. So nimmt die Autorin auch kein Blatt vor dem Mund und beschreibt brutale Szenen – also nichts für schwache Nerven. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass emotional, hart und spannend wird.

Die Figuren, besonders Kate und Leo haben mir von der Gestaltung her gut gefallen. Sie waren an vielen Stellen tiefgründig ausgearbeitet worden, sodass ich auf diese Gestaltung positiv zurückblicke. Das Worldbuilding fand ich auch gelungen. Vielleicht fände ich es noch ein bisschen besser, wenn an manchen Stellen noch die Welt ausführlicher beschrieben werden würde.

Fazit: Für mich präsentiert die Autorin ein starkes Debüt im Thriller-Genre. Dieses Buch war sehr erfrischend und von der Idee her anders, sodass ich auch sagen kann, dass ich mich auf kommende Werke der Autorin schon freue. Ich bewerte dieses Debüt mit soliden vier Sternen, Tendenz nach oben! (4/5)

Narbenherz – Anne Mette Hancock

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Ich muss schon sagen, dass mir der erste Band um Journalistin Kaldan, welcher im Januar dieses Jahres erschienen ist, richtig gefallen hat. Jetzt knapp sechs Monate später, freute ich mich auf das Wiedersehen im zweiten Band mit dem Titel „Narbenherz“.

In diesem Thriller steht Kaldan vor einer schwierigen persönlichen Entscheidung, welche sie in den nächsten Tagen fällen muss. Als wäre dies nicht schlimm genug, verschwindet ein zehnjähriger Junge spurlos. Kaldan begibt sich auf die Suche und trifft bei der Recherche auf ihren guten Freund und Kommissar Erik Schäfer, der auch in diesem Fall ermittelt. Beide merken, dass die ganzen Beweismittel in keiner Weise zusammenpassen. Ein nicht lösbarer Fall? Beide bleiben jedoch stark und begeben sich in die tiefsten Abgründe der Psyche.

Was mir schon im ersten Teil gefallen hat, ist die Verbindung von zwei Handlungssträngen, welche die Autorin im ersten Band exzellent umgesetzt hat. Einerseits verfolgt man als Leser die Ermittlungen und die Suche um das Verschwinden des zehnjährigen Jungen. Anderseits erfahren wir viel über das Privatleben der Journalistin Kaldan und verfolgen hier auch den familiären Konflikt der Protagonistin. Die Mischung macht es aus und das fand ich in diesem Buch mal wieder gelungen, da dadurch auch die Spannung nicht zum Erliegen kommt.

Wie man es auch vom ersten Band kennt, wies der zweite Band die nötige Tiefe bei den Figuren aber auch bei dem Fall auf. Zudem ist der Fall sehr schlüssig gelöst worden, sodass mir auch das Ende total gefallen hat. Was mir aber im Vergleich zum ersten Band negativ aufgefallen ist, ist das hier weniger Thriller-Elemente auftauchten, wie ich es im ersten Band vorgefunden habe. Der Fall ist eher ruhiger konstruiert, das heißt, dass man weniger Action-Momente vorliegen hat und zudem auch weniger schockierende Wendungen auftreten. Deswegen war es für mich eher ein spannender Kriminalroman als ein wirklicher Thriller!

Fazit: Für mich steht es fest: Band zwei kommt nicht an Band 1 ran. Dennoch präsentiert die Autorin mit dem zweiten Band ein interessantes Buch, dass mal wieder eine tolle Mischung aus zwei Handlungssträngen sowie tollen Charakteren hat. So empfehle ich Ihnen auch mit Band 1 anzufangen. Band 3 kann kommen! (4/5)

Gegenlicht (Bronski #2) – Bernhard Aichner

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Inhalt:
Wie aus dem Nichts fällt plötzlich ein Mann vom Himmel. Ein blinder Passagier, der sich in dem Frachtraum eines Flugzeugs versteckt hat und in einem Garten aufgeschlagen ist. Dabei wird er beraubt und ein Drama beginnt, bei dem auch Menschen umkommen werden. Der Pressefotograf Bronski und seine Kollegin Svenja Spielmann werden auf den Fall aufmerksam gemacht. Eine neue Story für die Zeitung? Sie stellen Recherchen auf und geraten auch in den Fokus von Kriminellen. Band 2 um Bronski fängt an.

Meinung:
Nachdem ich im ersten Band gut unterhalten worden bin, habe ich mich schon auf den zweiten Band um Bronski und Spielmann gefreut. So wurde ich mit Band 2 in meinem Briefkasten überrascht und das Leseabenteuer konnte anfangen.

Wie man es aus dem ersten Band schon kannte, weist Aichingers Schreibstil kurze und knackige Sätze auf. Da ich zu den Lesern gehöre, die einen derartigen Schreibstil bevorzugen, konnte ich aufgrund des Schreibstils gut durch das Buch durchkommen. Aichinger bringt alles auf den Punkt und zieht in keiner Weise die Handlung in die Länge. Neben der normalen Erzählweise findet man im Buch auch schnelle Dialoge wieder, die eine gute Abwechslung zum normalen Erzählen darstellen. Dadurch kommt das Buch auch auf eine Länge von guten 310 Seiten, wodurch man das Buch innerhalb eines Tages oder einer Lesesession prima durchlesen kann.

Zu den Charakteren kann man sagen, dass es mit vielen Figuren ein Wiedersehen gibt. Als gelungen empfand ich dass man Bronski und Spielmann näher kennenlernen durfte. So empfand ich auch, dass diese beiden Hauptfiguren auch schon eine leichte Entwicklung durchlaufen. Toll!

Die Idee mit dem Plot fand ich größtenteils gut. Besonders der Anfang erscheint auf den ersten Blick recht unrealistisch, wird aber von dem Autor gut umgesetzt. Die Handlung entwickelt sich gut und weist zudem die nötige Spannung auf, die man von einem Kriminalroman erwartet. Dennoch bin ich der Meinung, dass mir das Ende des Buches am Ende des zweiten Drittel schon antizipierbar war. Deswegen sinkt meines Erachtens in diesem Abschnitt die Spannung teilweise.

Fazit: Man mag es oder man mag es nicht – kurze und knackige Sätze. Ich mag es und der Plot, abseits des Ende, konnte mich gut unterhalten, sodass ich Spaß hatte, diesen Kriminalroman zu lesen. Somit kann ich sagen, dass ich mich auf den dritten Band freue. (4/5)

Die zehntausend Türen – Alix E. Harrow

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Der Roman „Die zehntausend Türen“ begeistert mit einer harmonischen Geschichte, in welcher der Fokus auf eine einzigartige Figur namens January gelegt wird. Aber worum geht es eigentlich in diesem Roman?

January lebt in einem Herrenhaus, in welchem zahlreiche Schätze sowie Artefakte verborgen sind. Aber January ist nicht anders. Sie ist auch eine Kuriosität. An einem Tag findet die Protagonistin ein ungewönliches Buch, welches ihr sofort ins Auge fällt. Ein Buch, das den Duft anderer Welten verströmt. Dieses Buch erzählt alles, was man nur sich vorstellen kann – Liebe, Schrecken, Abenteuer und Gefahr. Je mehr January in diesem Buch voranschreitet, desto mehr erfährt sie über verschiedene Welten und ihren persönlichen Bezug zu diesem Buch.

Vorab kann ich sagen, dass dieses Buch mich nicht hinsichtlich der Spannung überzeugt hat. Natürlich bringt jedes Buch eine gewisse Spannung mit sich, da man ja als Leser unbedingt herausfinden wollte, wie das Buch endet und was mit den Figuren passiert. In diesem Buch findet man meines Erachtens wenig Spannung und wenige Plottwists, die einen staunen lassen. Zudem gibt es ab und zu längere zähe Momente. Dieses Buch ist hinsichtlich des Spannungsaufbaus einfach „anders“, da hier eher das Magische näher betrachtet wird.

Mich hat dieses Buch bezüglich der erschaffenen Magie und der Schreibstils positiv überzeugen können. Der Autorin ist es grandios gelungen die Geschichte zu erzählen. Dabei entwirft sie eine tolle Welt bzw. Welten, in welche man entfliehen kann. Dieses Worldbuilding wird zudem durch einen extrem bildhaften Schreibstil unterstützt, da die Autorin sehr viel mit Vergleichen arbeitet und sehr gerne poetisch schreibt.

Vor paar Tagen habe ich den Thriller „The Nothing Man“ gelesen und war komplett überrascht, wie man ein Buch in einem Buch schreiben kann. Auf diese Erzähmethode greift die Autorin auch zurück, da man als Leser einerseits die Geschichte von January verfolgt, aber anderseits in diesem besonderen Buch, welches January findet, weiterliest. Dadurch entstehen eigentlich zwei unabhängige Handlungsstränge, die dann nach und nach flüssig ineinenader überlaufen. Toll, das hat mir gut gefallen!
January sowie die anderen Figuren wie z.B. Mr. Locke (ein grandioser Name) etc. sind tolle Figuren, die man auch gut unterscheiden kann. Außerdem weist jede Figur auch etwas magisches in ihren Charakterzügen auf!

Fazit: Mit diesem Roman lässt uns die Autorin in eine Traumreise entfliehen. Durch einen sehr bildhaften Schreibstil kann man sich auf die Reise durch dieses Buch begeben und in eine Welt voller Magie und Überraschungen eintauchen. (4/5)

Systemfehler – Wolf Harlander

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Wie würde die Menschheit darauf reagieren, wenn plötzlich das Internet zusammenbrechen würde?

Letztes Jahr hat der Autor den Klimawandel in seinem Thriller „42 Grad“ thematisiert – in diesem Thriller steht die digitale Welt im Fokus. Denn wie aus dem Nichts bricht alles zusammen. Flugzeuge können nicht landen, Operationen können nicht durchgeführt werden, der Verkehr gerät ins Chaos. Ganz Europa befindet sich im Ausnahezustand. Ein Ermittler vermutet, dass ein bösartiges Computervirus dahintersteckt. Eine Spur führt ihn zu einem IT-Experten namens Daniel Faber. Er wird beschuldigt, jedoch war er es nicht. Als hätte er nicht genug Probleme mit seiner Familie, muss er jetzt noch seine Unschuld beweisen.

In diesem Buch begleiten wir abseits der Perspektive von Daniel, weitere Figuren wie eine Ärztin, einen Ermittler und weitere Figuren. Um überhaupt mit den ganzen Erzählperspektiven klarzukommen, habe ich ehrlicherweise so die ersten 100 Seiten gebraucht. Zudem springt man auch in den Handlungsorten, sodass den Leser von Anfang an viel Input erwartet.

Aber wenn man schon im Buch drin ist, macht es wirklich die Geschichte zu verfolgen. Dem Autor gelingt es meiner Meinung nach, aus einer Fiktion ein realistisches Szenario zu entwerfen, das mich teilweise auch sehr geschockt hat. Dem Autor gelingt es mit viel Dramaturgie einzelne Szenen zu schreiben, die wirklich unter die Haut gehen. Von Katastrophe zu Katastrophe springt man durch dieses Buch durch. Außerdem merkt man, dass der Autor in dieses Buch ein umfassendes Wissen mit sich bringt. Man fühlt sich als Leser wirklich gut aufgehoben, da man das Gefühl entwickelt, dass man nichts verpasst.

Charaktertechnisch sind die Figuren meiner Meinung nach schwach gezeichnet. Dennoch lassen sich die Figuren gut unterscheiden, sodass diese Charaktergestaltung wiederum zum Plot passt. Ich glaube, dass die Story untergehen würde, wenn man wirklich eine tiefgründige Ausarbeitung jeder relevanten Figur in diesem Buch hätte. Deswegen ist dies so richtig und ich habe mich damit zufriedengegeben. Spannungstechnisch zeigt sich das Buch auch von einer guten Seite, da fast durchgängig eine solide Spannung vorliegt.

Fazit: Aus Fiktion wird Realität. Mit seinem neuen Thriller zeichnet der Autor ein schreckliches, aber mögliches Zukunftsszenario. Die Geschichte geht unter die Haut! Die Welt ist offline! (4/5)

Polybius – David Irons

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Man schreibt das Jahr 1981 – es ist Halloween. In eine der Vorstädte von Portland soll im Spielesalon Jimmys Arcade pünktlich zu Halloween die neuen Spielautomaten geliefert werden. Alle Jugendlichen der Stadt erwarten voller Vorfreude die neuen Spielautomaten mit dem Titel Polybius. Doch der Schein trügt. Denn Polybius ist eigentlich ein Mordspiel, dass Menschen beeinflussen kann. Bald schon heißt es: Aus Spaß wird ernst … todesernst.

Abseits meines Lieblingsgenre Thriller hatte ich Lust mal wieder was Verrücktes zu Lesen. Deswegen habe ich mir erhofft, dass ich mit diesem Horror-Roman fündig werde … und ich wurde fündig.

Zuerst muss ich sagen, dass mir das Setting richtig gut gefällt. Es erinnert mich teilweise an die Serie „Stranger Things“, da wir uns hier auch Ende des 20. Jahrhunderts befinden. Zudem verfolgen wir in der Serie sowie in diesem Roman die Geschichte um die Jugendliche sowie deren Verbindung zum Geschehnis. Es wird von Beginn an düster, aber auch schräg, da der Autor mit den aufkommenden Lastwagen in der Stadt sowie den Automaten eine mysteriöse Atmosphäre kreiert.

Mir hat die Figurenkonstellation gut gefallen, da diese aus verschiedenen Jugendlichen besteht, die man gleichzeitig auch gut unterscheiden kann. Ab und zu kam es vor, dass ich einzelne Figuren zuordnen musste, aber das kam wirklich selten vor. Wie erwähnt, wird es an manchen Stellen schräg. Dies liegt auch am Schreibstil des Autors, der manchmal ungewöhnliche Vergleiche oder auf eine sarkastische Schreibweise zurückgreift. Dennoch ist die Geschichte auf der anderen Seite spannend. Als Leser wollte ich unbedingt erfahren, was es mit dem Automaten auf sich hat und die Idee dahinter hat mir auch gut gefallen. Zu guter Letzt kann man noch etwas zur Brutalität des Buches sagen. Da es sich ja hier um einen Horror-Roman handelt, lassen sich viele Szenen im Buch wiederfinden, die einen brutalen sowie makabren Geschmack aufweisen. Wer also auch damit kein Problem hat, sollte sich diesen schrägen aber auch spannenden Horror-Roman holen.

Fazit: Was für eine Abwechslung! Dieser Horror-Roman konnte mich richtig gut unterhalten, da er eine schräge Horror-Story zu bieten hat. Wer also was Lockeres lesen möchte, der sollte zu diesem Buch zugreifen. (4,5/5)

Der Brand – Daniela Krien

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Ab und zu, zwischen dem Lesen von Thrillern sowie Krimis, lese ich gerne leichte Romane zwischendurch. Dieser kurze Roman mit guten 250 Seiten kam in diesem Moment gelegen.

In diesem Buch geht es um Rahel und Peter, die schon seit 30 Jahren verheiratet sind. Alles haben sie in ihrem Leben erreicht – Kinder großgezogen, Arbeit beendet. Doch auf diesem Weg ist mit einem großen Knall die Liebe aus der Ehe verschwunden. Ein gemeinsamer Sommerurlaub soll noch bergen, das was noch zwischen Rahel und Peter geblieben ist. Außerdem soll dieser Urlaub die Frage beantworten, mit wem sie das Leben nach der Mitte verbringen wollen.

In dieser Rezension möchte ich mich kurzfassen und auf das Wichtigste beschränken, da Sie sich selber ein Bild über diesen Roman machen sollen. Die Autorin greift mit diesem Buch ein hochaktuelles Thema auf, welches fast jedes Ehepaar irgendwann erwartet. Dadurch, dass sich jeder Mensch und somit auch Rahel und Peter im Leben verändern, verändert sich auch dementsprechend die Beziehung. Man erhält neue Ansichten, man entwickelt andere Interessen und Bedürfnisse. Dies widerfährt auch Rahel und Peter und in diesem Buch verfolgen wir ihre Entwicklung. Im Sommerurlaub erzählen die beiden Figuren ihre Ansichtsweisen, sodass auch wirklich der Fokus auf den Beiden gelegt worden ist. Man geht als Leser*in durch Höhen und Tiefen mit den beiden Figuren. An manchen Stellen kommt es aber zu langatmigen Szenen, die meiner Ansicht nach gekürzt oder gar gelöscht werden könnten. Zudem regt dieses Buch zum Nachdenken an.

Fazit: Auf eine hamonische Art und Weise greift die Autorin mit diesem Buch ein hochaktuelles Thema auf. Mit Rahel und Peter stellt sie zwei gefühlsvolle, vielschichtige Figuren in den Vordergrund und regt zeitglich zum Nachdenken an. So ein Buch zu lesen, tat auch gut. (4/5)