Die Nacht – Jan Beck

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Letztes Jahr habe ich vom Autor Jan Beck den Anfang seiner neuen Reihe mit dem Titel „Das Spiel“ lesen dürfen. Schon damals hat mich der erste Teil total überzeugen können. Somit hatte ich hohe Erwartungen an diesen zweiten Band. Aber bevor ich meine Gedanken zum Buch niederschreibe, möchte ich den Inhalt des Buches kurz anreißen.

Im Buch geht es um einen unbekannten Mann, der sich als Nachtmann betitelt. Dieser entführt fünf Menschen und hält diese in Glaskästen gefangen. Zu diesen Personen gehört auch Hanna, die auch in einem Wald entführt worden ist. Nacht für Nacht wird eine der Person sterben – es sei denn, jemand schafft es, seine Forderungen zu erfüllen. Für den Fall wird Inga Björk herbestellt, um gemeinsam mit Christian Brand diesen Fall zu lösen. Denn kein anderer, kennt die tiefsten Abgründe wie die Beiden. Die Zeit tickt…

Ich bin total gut in das Buch ohne jegliche Probleme eingestiegen. Mit einem sehr spannenden Prolog nimmt der Autor den Leser*in an die Hand. Ich fand es gut, dass von Anfang an die Rollenverteilung transparent war. So wie im ersten Band verfolgen wir den Plot aus der Perspektive vieler Figuren – den beiden Ermittlern, einer Entführten, einem Kind sowie weiteren Figuren. Trotz dieser zahlreichen Perspektiven ist es dem Autor gelungen, diese Perspektivwechsel sehr übersichtlich zu gestalten. Ich konnte jede individuelle Sichtweise mit Neugier, Interesse und Klarheit verfolgen.

Im ersten Band habe ich kritisiert, dass mir die beiden Ermittler Brand und Björn nicht ausreichend genug als Charaktere beleuchtet worden sind. Diese Kritik kann ich beim zweiten Band nicht äußern, da ich das Gefühl habe, dass man hier die beiden Protagonisten näher kennenlernen durfte. Besonders beim Ermittler Brand sehe ich eine enorme Steigerung. Toll!

In der Gestaltung der Spannung steigert sich der Autor meiner Ansicht nach enorm. Im Vergleich zum ersten Band ist das Buch an manchen Schlüsselszenen noch spannender gestaltet worden, sodass mich der Thriller auch durchgängig fesseln konnte. Auch mit der Auflösung hätte ich in keinem Moment gerechnet. Schließlich bleibt mir nur sagen, dass dieses Buch für mich ein tolles Leseabenteuer war.

Fazit: Oft kommt es vor, dass ich bei zweiten Bändern merke, dass diese im Vergleich zum ersten Band abschwächen. Hier kann man meiner Ansicht nach nur vom Gegenteil sprechen. Ich nehme eine erhebliche Steigerung zum Band 1, besonders in der Charaktergestaltung sowie der Charaktergestaltung, wahr. Jetzt heißt es auf Band 3 warten. (5/5)

The Nothing Man – Catherine Ryan Howard

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Der Thriller „Nothing Man“ stand dieses Jahr ganz oben auf meiner Liste. In diesem Buch werden die Rollen getauscht. Ein Opfer jagt den Serienkiller. Eve Black hat vor etlichen Jahren als einzige überlebt. Ihre Familie? – Getötet von einem Serienkiller. So macht sich Eve auf die Suche nach dem Killer – Einem Mann, der keine Spuren hinterlassen hat. Eve verfasst zu dieser Tragödie auch ein Buch, um den Menschen ihre Geschichte mitzuteilen. Parallel dazu irgendwo in einem Einkaufszentrum liest Jim Doyle das neue Buch und je mehr er liest, desto wütender wird er – er ist der Serienkiller mit dem Pseudonym Nothing Man. So merkt er, dass Eve sehr nah an die Wahrheit kommt. Um dies zu verhindern muss er das tun, was ihm vor zwanzig Jahren nicht gelungen ist – Eve töten.

In dieses Buch bin ich mit keinerlei Schwierigkeiten eingestiegen. Alle Rollen sowie das Setting waren klar verteilt, sodass man sich von Beginn an, auf das Jäger-Gejagte Prinzip in diesem Buch freuen kann.

Was mir als Erstes aufgefallen ist, ist der einzigartige Schreibstil. Einerseits verfolgen wir Jim Doyle alias Nothing Man, wie er das Buch liest und wie sich die Handlung entwickelt. Anderseits dürfen wir höchstpersönlich selber Kapitel aus dem Buch der Protagonistin lesen und einzelne Details zu der damaligen Nacht sowie den Ermittlungen erfahren. Dieses wechselnde Erzählprinzip habe ich bisher in keinem Buch wahrgenommen, sodass es schon positiv hervorsticht. Dadurch kann man auch sagen, dass man die Figuren hauptsächlich indirekt kennenlernt und nicht anhand von direkten Handlungszügen.

Zudem lässt sich sagen, dass ich fand, dass der erste Teil eher einem Kriminalroman ähnelt. Der zweite Teil ähnelt eher einem Thriller, da in diesem auch handlungstechnisch im Buch viel mehr passiert und man weniger aus dem Buch der Protagonistin liest. Auch unvorhersehbare Wendungen lassen sich eher am Ende des Buches verorten. Diese sind auch grandios von der Autorin konzipiert worden, da ich teilweise auch schockiert wurde. Dementsprechend ist auch die Spannungskurve an dieses Erzählprinzip angepasst worden.

Ich könnte natürlich auf viele weitere Aspekte eingehen, jedoch finde ich bei diesem Buch, dass es möglich ist, dass ich zu viel spoilern könnte. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen einfach sich selbst ein Bild von diesem Buch zu machen.

Fazit: Mit ihrer Neuerscheinung „The Nothing Man“ entwirft die Autorin Catherine Ryan Howard einen sehr interessanten Thriller mit einem einzigartigen Erzählprinzip. Größtenteils hat mir das Buch gut gefallen, sodass ich auch eine Leseempfehlung hier aussprechen kann. Folglich gebe ich diesem Buch 4,5 Sterne, Tendenz nach unten.

Ausweglos – Henri Faber

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Mit dem Thriller „Ausweglos“ präsentiert uns der Autor Henri Faber sein Debüt in diesem Genre … und es wird spannend. Zwei Türen – kein Ausweg. Einer der Protagonisten namens Noah wacht neben der Leiche seiner Nachbarin auf. Er kann sich nur daran erinnern, dass er von einem Angreifer auf dem Dachboden angegriffen worden ist und dieser in seine Wohnung einbrechen wollte, um zur seiner Frau zu gelangen. Doch Noah führte den Angreifer in die Nachbarswohnung, da er einen Zweitschlüssel hat. Ein Ermittlerteam wird in den Fall einbezogen und Kommissar Blom ist fest entschlossen, dass es Parallelen zu einem Serienmörder gibt. Aber je tiefer sie in den Fall eintauchen, desto verstrickter ist dieser. Was ist Wahrheit, was ist Lüge? Wer ist Opfer, wer ist Täter?

Das erste was mir an diesem Buch aufgefallen ist, ist der Schreibstil. Der Autor bedient sich kurzen Sätzen sowie kurzen Kapiteln. Da ich ein großer Fan davon bin, hat mir dies gefallen, da ich der Meinung bin, dass durch einen Schreibstil wie diesen, ein rasantes Erzähltempo entsteht. Folglich kommt man sehr gut das Buch durch.

Um mich in der Geschichte einzufinden, habe ich schon den ganzen ersten Teil gebraucht. Ich musste erst eine Übersicht über die Figuren sowie Handlungsorte sowie Zeiten erlangen. Doch dann irgendwann als ich mich gefangen habe, lies sich das Buch gut. Das Wechseln der Erzählperspektiven zwischen Noah, Noahs Frau namens Linda, Kommissar Elias sowie einer weiteren unbekannten Person hat mir gut gefallen, da man die Handlung aus der Perspektive der jeweiligen Figur wahrnehmen kann. Zudem sagt jede Figur was Anderes aus, sodass man als Leser beim Lesen selbst entscheiden kann, welcher Figur man glaubt. Dies war sehr positiv an diesem Buch.

Spannungstechnisch hat mir das Buch mittelmäßig gefallen. Ich fand, dass das Buch so ab der 320 Seite erst an Spannung gewonnen hat, da ab diesem Zeitpunkt erst Wendungen aufgetreten sind, die mich wirklich beeindruckt haben. Alles davor ähnelt meiner Ansicht nach einem normalen Kriminalroman und keinem Thriller, sodass man als Leser*in sich ein bisschen gedulden muss. Es lohnt sich auf jeden Fall dranzubleiben, da der Autor mit dem Finale viel zu bieten hat. Zu guter Letzt kann ich zu den Figuren sagen, dass diese von ihrer Darstellung her, gut aber nicht sehr gut entwickelt worden sind. Hier ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.

Fazit: Mit „Ausweglos“ liefert der Autor ein solides Thrillerdebüt. Meiner Meinung nach muss man sich als Leser ein bisschen gedulden bis im Buch Fahrt aufkommt. Positiv zu bewerten wäre das Erzähltempo durch kurze Sätze und Kapitel, die Erzählperspektive sowie das Finale. Der Spannungsaufbau sowie die Charakterentwicklung sind teils noch ausbaufähig aber trotzdem gut. Deswegen vergebe ich 3,5 Sterne, Tendenz nach oben.

Leichenwald – Edward Lee

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Mit dem Thriller „Leichenwald“ durfte ich in einem Buddyread meinen zweiten Thriller aus dem Festa-Verlag lesen. Da ich schon von Bekannten wusste, dass manche Festa-Thriller nicht ohne sind, war ich sehr gespannt was mich erwarten wird.

In diesem Buch begleiten wir Patricia White, die sich in ihre verhasste Heimatstadt begibt, da der Mann ihrer Schwester brutal ermordet worden ist. Doch der Ort gehört nicht zu den friedlichsten Städten in Amerika. Tote Prostituierten, verschwundene Kinder, abgeschlachtete Männer und viele Leichen. Der grausame Ort wird von einer Serie von ungewöhnlichen Morde heimgesucht. Die Bewohner sind in Angst und Schrecken. Was geht wirklich vor sich?

In das Buch bin ich ohne Probleme eingestiegen. Das Erste was mir bei diesem Buch aufgefallen ist, ist, dass das Buch nichts für schwache Nerven ist. Der Autor Edward Lee nimmt kein Blatt vor dem Mund und beschreibt einzelne Szenen detailliert sowie mit viel Brutalität. Zudem kann es für den ein oder anderen an manchen Stellen eklig werden. Außerdem war es auffällig, dass viele Szenen eine recht perverse Note aufweisen. Für mich war es für einen Thriller recht ungewöhnlich. So kann ich mir aber auch hier vorstellen, dass dieses Maß an Perversität für manche Leser*innen zu viel sein kann und dadurch abstoßend sein wird. Dies ist zum Beispiel damit zu begründen, dass fast jede der männlichen Figuren nur eine triebgesteuerte Seite aufweist und dementsprechend auch so handelt.

Alle Figuren sind für mich durch den Autor recht blass gezeichnet worden. Diesmal muss ich aber sagen, dass ich es nicht schlimm fand, da es zum Gesamtbuch einfach gut gepasst hat. Würden hier tiefgründige Charaktere vorliegen, würde das Buch mehr darunter leiden als das es positiv wäre.

Spannungstechnisch zeigt sich dieses Buch von einer mittelmäßigen bis guten Seite. Ich fand, dass es viele Szenen gab, in welchen eine gute Spannung vorlag. Nichtsdestotrotz gab es auf der anderen Seite viele Abschnitte, die lediglich recht langweilig waren. Somit zog sich die Handlung, sodass man diese Szenen auch ausschneiden konnte. Sonst kann ich aber sagen, dass mich die Geschichte interessiert hat, da der Plot im Vergleich zu meinem anderen gelesenen Thriller “anders“ ist – bedingt durch den Ekelfaktor, die gesetzten Schwerpunkte sowie die Plotidee.

Fazit: Ich bewerte dieses Buch mit 3,5 Sternen, da es für mich, wie erwähnt, mal ein anderer Thriller war, welcher für mich einfach abwechslungsreich war. So kann ich aber mir auch vorstellen, dass dieses Buch für viele Menschen einfach nicht das Richtige ist, da es halt ekelig und pervers wird. Wer an solche Bücher gewöhnt ist, sollte dieses Buch lesen. Wer jedoch schlüssige Thriller mit tiefgründigen Figuren bevorzugt, sollte die Finger von diesem Buch lassen. (3.5/5)

Die Morgenröte – Noah Richter

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Georgs Leben wird durch ein einziges YouTube – Video wie aus dem Nichts zerstört. Er muss über 30 Millionen Schadenersatz zahlen. Doch so schnell wie das Pech kam, scheint es für Georg einen Ausweg zu geben. Der Popstar Götz Wolf bietet ihm seine Unterstützung an. Im Gegenzug muss Georg seinen Wahlgang unterstützen. Doch zu spät merkt Georg, dass der ganze Wahlkampf von dem Popstar sich auf Lügen und Hass stützt. Kurze Zeit später kommt es zu diversen Morden sowie Randalen. Georg versucht die ganze Situation zu bändigen. Doch er schafft es nicht. Die einzige Lösung ist die Ermordung des Popstars Götz Wolf. Kann man bei so einer Situation über Leichen gehen?

Ins Buch bin ich mit leichten Schwierigkeiten eingestiegen, da ich mich im Setting sowie den Charakteren erst zurechtfinden musste. Doch dann nach paar Seiten habe ich mich im Buch gefangen. Mir hat die Grundidee des Buches total gut gefallen, da der Autor einen sehr interessanten Wahlkampf mit Einbezug von digitalen Medien, Machtkämpfen sowie unterschiedlichen Gruppierungen entwirft. Es ist spannend zu verfolgen, sodass ich das Buch mit Freude gelesen habe. Zudem fand ich den Realitätsbezug zu aktuellen Themen wie Corona oder ehemaligen Politikern interessant, da trotz einer fiktiven Geschichte unsere Wirklichkeit ins Buch einbezogen wird.

Mit den Charakteren konnte ich mich leider in keiner Weise anfreunden. Alle erschienen mir recht distanziert zum Leser, sodass sie für mich nicht greifbar waren. Ich konnte mich in keine Figur so richtig reinversetzen. Deswegen haben die Figuren bei mir keine Sympathiepunkte gewonnen. Natürlich erfährt man bei einzelnen Figuren detaillierte Informationen oder werden diese von ihrer privaten Seite beleuchtet, jedoch fand ich dies nicht ausreichend genug. Mir fehlte einfach die Tiefe. Schreibstiltechnisch blicke ich auf dieses Buch positiv zurück, da der Autor einen sehr einfach zu lesenden Schreibstil aufweist.

Fazit: Mit „Die Morgenröte“ entwirft der Autor einen politischen Thriller, in welchem die Macht, Manipulation und Intrigen zum Thema werden. Von der Grundidee konnte mich dieses Buch überzeugen, da der Autor das Szenario interessant darstellt. Charaktertechnisch schwächelt das Buch meiner Meinung nach extrem. (3/5)

Die Chroniken von Peter Pan – Christina Henry

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Peter Pan gehörte in meiner Kindheit zu meinen Lieblingshelden. Die Geschichte im Nimmerland mit Captain Hook hatte ich auf Kassette und habe den Film laut meinen Eltern täglich geschaut. Jetzt gibt es mit diesem Buch ein Wiedersehen mit Peter Pan – ein böses Wiedersehen.

In diesem Roman erzählt die Autorin die Geschichte um Peter Pan aus der Sicht von dem damals jungen Captain Hook alias Jamie. Hook erzählt in diesem Buch, wie er damals Peter Pan kennengelernt hat und wie wirklich Peter Pan ist. Hook ist der Meinung, dass Peter Pan lügt. Er war sein erster und bester Freund und zugleich seine rechte Hand. Er ist der Meinung, dass die Freundschaft zu Peter Pan gefährlich ist. Und zuletzt: Er weiß, wie aus dem Nimmerland ein Albtraum entstehen kann.

Ehrlicherweise wusste ich vor dem Lesen dieses Buches nicht so richtig, was mich erwarten wird. Zumal war ich mir auch nicht sicher, wie brutal dieses Buch wird … und ich wurde geschockt.

In diesen Roman bin ich trotz zahlreichen Figuren ganz gut eingestiegen. Man muss schon ein paar Seiten Zeit einplanen, um die ganzen Figuren zu unterscheiden. Dies klappt aber irgendwann ganz gut. Die Geschichte wird kontinuierlich aus der Sicht von Jamie, auch bekannt als Captain Hook, erzählt. Dabei muss ich sagen, dass ich Hook durch dieses Buch mit anderen Augen sehe. Aus einem Bösewicht wird eine sehr sympathische Figur, die eigentlich nichts Böses im Schilde führt. So erzählt Hook diese Geschichte mit voller Gefühlen, Glaubwürdigkeit und Spannung. Zudem wird neben der Erzählung Nimmerland in einem anderen Licht dargestellt, sodass ein großer Kontrast zu dem Nimmerland aus den Filmen vorliegt. Es wird gefährlich und es lauern böse Gestalten. Peter Pan wird durch die Autorin in seiner Gestaltung ebenfalls von einer anderen Seite beleuchtet. Dies fand ich extrem interessant und für mich aber auch schrecklich, da es ja eigentlich einer meiner Kindheitshelden war. Trotzdem hätte ich es mir gewünscht, dass eine höhere Interaktion zwischen den beiden Hauptfiguren vorliegen würde.

Spannung ist auf jeden Fall in diesem Buch vorhanden. Ruhige Szenen lassen sich ebenfalls vorfinden, da in diesen der Schwerpunkt auf das ebengenannte Worldbuilding von Nimmerland gelegt worden ist. Somit liegt ein guter Ausgleich vor. Um noch einmal auf die Brutalität zurückzukommen, kann ich sagen, dass dieses Buch an manchen Stellen wirklich blutig ist. Für mich als Thrillerleser ist dies in einem Buch eigentlich schon Normalität, jedoch kann ich mir vorstellen, dass es für den ein oder anderen Leser zu brutal sein kann.

Fazit: Die Autorin kurbelt mit diesem Buch die Geschichte um Peter Pan und Captain Hook neu auf. Dieser Roman weist ein tolles Worldbuilding sowie eine spannende, aber auch teils blutige Geschichte auf. Für mich war es Lesehighlight, da ich seit klein auf Peter Pan-Fan bin! (5/5)

Tief wirst du schlafen – Christian Kraus

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Der neue Thriller „Tief wirst du schlafen“ vom Autor Christian Kraus war schon ein Buch, was aufgrund der Thematik sowie des Covers meine Neugier geweckt hat. In diesem Buch stehen die Hypnose und die damit verbundenen dunklen Seiten dieser im Vordergrund. Im Buch geht es nämlich darum, dass in den sozialen Medien ein Hypnosevideo die Runde dreht, welches die Zuschauer dazu verleiht grundlos die Liebsten zu ermorden. Und tatsächlich soll eine junge Frau nach dem Schauen ihren Freund ermordet haben. Der forensische Psychiater Christoph Kerber glaubt an diesen Unfug nicht – bis er auf einmal in einer Gerichtsverhandlung vom Angeklagten attackiert wird. Gibt es da einen Zusammenhang? Im Umfeld von Christoph finden immer mehr Zufälle statt, sodass der Protagonist Zweifel bekommt. Was geht hier vor sich?

Das Buch beinhaltet einen sehr tiefgründigen Plot, welcher mich sehr gut überzeugen konnte. Dem Autor gelingt es das Thema Hypnose detailliert sowie korrekt in den Plot zu integrieren. Dabei legt der Autor einen Schwerpunkt auf zahlreiche psychologische Aspekte sowie Theorien, die gut zum Buch passen. Teilweise habe ich das Gefühl, dass ich nach dem Beenden dieses Buches etwas über das Themengebiet Hypnose gelernt habe.

Spannungstechnisch ist das Buch erste Sahne. Der Autor entwirft einen konstanten Spannungsbogen, indem er unerwartende Momente und Wendungen einbaut. So findet man eine gute Mischung aus actionreichen Szenen, ruhigen Erzählungen sowie tollen Rückblicken in die Vergangenheit des Protagonisten. Zudem fand ich seinen Erzählstil sehr gut. Er hat einen unfassbar guten Schreibstil, welchen man hervorragend lesen konnte. Keine umschweifenden Sätze sowie eine passende Kapitellänge kennzeichnen dieses Buch.  

Mit Christoph entwirft der Autor einen tollen Protagonisten, über welchem man als Leser nicht wenig erfährt. Die Einblicke in das Privatleben des Ermittlers – besonders die Beziehung zu seiner Frau Eva – stellten für mich eine gute Ergänzung zur Haupthandlung dar, da man somit den Protagonisten besser kennenlernen durfte. Folglich kann ich hier über einen sehr gelungenen psychologischen Thriller sprechen.

Fazit: Der Autor Christian Kraus konzipiert mit seinem neuen Werk „Tief wirst du schlafen“ einen sehr tiefgründigen sowie psychologischen Thriller. Ihm ist es gelungen in diesem Buch mich als Leser hervorragend zu unterhalten. Zudem sind viele Thrill-Elemente sowie eine gute Spannung vorhanden. Ich würde mich freuen, wenn ein zweiter Band um den Protagonisten erscheinen würde. (5/5)

Die Verlorenen – Simon Beckett

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Jonah Colley wird von seinem ehemaligen besten Freund Gavin zu einer verlassenen Lagerhalle gerufen. Vor Ort trifft Colley auf mehrere Leichen – eine der Leichen, die von Gavin. Als Jonah merkt, dass eine der Körper doch nicht tot ist, wird der Londoner Polizist von hinten von einem Serienkiller angegriffen. Doch laut der lebenden Frau war noch jemand in der Lagerhalle. Jonah stellt individuelle Ermittlungen auf und findet eine Spur, die den Serienkiller eigentlich freispricht. Zudem sorgt die Spur für neue Informationen, die eventuell auch das Verschwinden seines damals verschwundenen Sohns aufklären kann. Die Zeit tickt…

„Die Verlorenen“ ist der erste Thriller für mich vom Autor Simon Beckett. Jedoch habe ich gehört, dass die Hunter-Reihe von ihm in der Community sehr gefeiert wird, sodass ich sagen kann, dass ich schon mit höheren Erwartungen an das Buch herangetreten bin.

So muss ich sagen, dass ich nicht enttäuscht worden bin. Der Autor entwirft mit diesem Thriller einen perfekten Auftakt in eine neue Reihe und hinterlässt uns am Ende mit einem sehr miesen Cliffhanger, sodass man eigentlich nur den Autor fragen möchte: „Herr Beckett, wann erscheint Band 2?“

Aber jetzt mehr zu diesem Buch. Schon von Beginn an wurde man als Leser direkt ins Geschehen geworfen, da es richtig stark anfängt- Beim Lesen empfand ich fast durchgängig im Buch eine sehr konstante Spannungskurve, die wirklich nur an kleinen Stellen zum Erliegen kam. Dem Autor gelingt es einen sehr interessanten Plot zu verfassen, indem er ihn sehr vielschichtig und tiefgründig gestaltet. Neben dem Haupthandlungsstrang verfolgt man als Leser den Handlungsstrang um den verschwundenen Sohn auf Basis von Rückblenden sowie ein paar weiteren nebensächlichen Strängen. Dies fand ich sehr gut dem Autor gelungen, da dieser die Stränge sehr übersichtlich gestaltet.

Mit Jonah entwirft der Autor einer sehr einzigartigen Figur, der unter seiner Vergangenheit leidet. Man kann total mit ihm fühlen, sodass dieser einem wirklich nur leidtun kann. Zudem ist er so entworfen worden, dass er hauptsächlich nur Charaktereigenschaften aufweist, die eher einem Antihelden ähneln. Dies fand ich total gelungen, da er dadurch einfach menschlich wirkte. Anderseits geriet er so stark in den Fokus, da meines Erachtens nach, die weiteren Figuren untergegangen sind. Dies ist aber nur eine kleine Kritik. Das Buch wird mit einem sehr miesen Cliffhanger aufgewiesen, da teilweise auch Fragen offengelassen worden sind. Jetzt heißt es auf Band zwei warten!

Fazit: Simon Beckett entwirft einen sehr spannenden Auftakt in eine neue Reihe. Dieser Thriller ist sehr vielschichtig und tiefgründig und beinhaltet alle Elemente, die meiner Meinung nach, einen guten Thriller ausmachen. Es war ein herrliches Lesevergnügen. Leseempfehlung! (5/5)

Der erste letzte Tag – Sebastian Fitzek

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Wie würden Sie einen Tag verbringen, als wäre es ihr letzter?

Diese Frage stellt sich der berühmteste deutschsprachige Autor Fitzek und thematisiert die Frage anhand eines Plots, indem sich zwei ungewöhnliche Figuren namens Livius und Lea begegnen und gleichzeitig sich auf einen Roadtrip in einem Auto bewegen. Zudem könnten die beiden Figuren nicht unterschiedlicher sein. Lea ist für Livius zu laut, skurril und zu ungewöhnlich. Mit ihrer Sicht auf die Welt überfordert sie Livius in jeder Sekunde. Als sich die Beiden auf ein Gedankenexperiment einlassen, scheint dieses das Leben der Protagonisten auf den Kopf zu stellen.

Fitzek kennt man eigentlich nur von seinem herausragenden Thriller. Jetzt begibt sich der Autor in ein neues Genre und entwirft einen Wohlfühlroman, der emotional, hilfreich und belehrend ist. Ich konnte mich recht früh mit den beiden Figuren anfreunden, sodass ich ihre Geschichte mit viel Freude und Neugier verfolgt habe. Besonders die Charakterdarstellung ist dem Autor sehr gelungen, da dieser Livius und Lea sehr authentisch und in ihren Handlungszügen unterschiedlich entwirft. Dadurch entsteht ein ersichtlicher Kontrast, welchen man gut verfolgen kann. Außerdem sind die einzelnen Geschichten, welche die Charaktere aus ihrem Leben erzählen sehr rührend und passen hervorragend in den Plot rein.

Die Geschichte wird außer einem Kapitel durchgehend aus der Sicht von Livius erzählt. Hierbei muss ich sagen, dass ich es nicht störend fand, es aber besser empfunden hätte, wenn Leas Sicht noch stärker in das Buch integriert werden würde. Dann würde ein viel besserer Ausgleich zwischen den Figuren entstehen.

Fazit: Fitzek zeigt mit seinem Roman „Der erste letzte Tag“, dass er nicht nur Thriller schreiben kann. Mit dieser Geschichte konnte mich Fitzek überzeugen, da diese emotional, belehrend und tiefgründig ist. (4/5)

Dear Enemy – Kristen Callihan

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Inhalt:
Delilah und Macon verhielten sich schon seit langem in der Weise, um dem Anderen das Leben schwer zu machen. Doch viele Jahre später erhält Delilah eine Nachricht von Macon, da Delilahs Schwester Sam Macon bestohlen hat und untergetaucht ist. Macon will folglich die Familie anzeigen – tut es aber nicht, da Delilah Macon das Angebot macht, ihm für ein Jahr als Assistentin und Köchin zu Seite zu stehen. Und so zieht Delilah in das Anwesen des reichen Macon. Je näher sich die beiden Protagonisten kommen, desto mehr blicken sie hinter die Fassade des Anderen. Hinter der Feindschaft verstecken sich unerwartende Gefühle. Aus Hass wird langsam Liebe. Eine Liebe, die nach kurzer Zeit von der Vergangenheit eingeholt wird. Ist die Liebe stark genug?

Vor ein paar Wochen habe ich den New Adult – Roman „Beyond the Sea“ gelesen. Dieser hat mich total positiv überrascht, sodass ich diesen Monat wieder Lust auf einen Roman aus diesem Genre hatte. Diesmal entschied ich mich für „Dear Enemy“ und erhoffte mir eine gute Geschichte.

Die Geschichte fängt recht ruhig an, sodass die Autorin dem Leser/der Leserin genügend Spielraum zum Kennenlernen der zwei wichtigsten Figuren und somit gleichzeitig den Protagonisten dieses Buches namens Delilah und Macon gibt. Man konnte die beiden ganz gut kennenlernen und ein schnelles aber kompaktes Bild von den Beiden machen. Dies fand ich gut, da ich zum Ende hin, mich ausreichend mit Delilah und Macon auseinandersetzen konnte.

Die Geschichte an sich, hat mich wenig überzeugt. Mir fehlte eine gewisse Spannung und ich hatte das Gefühl, dass man sich im Buch durchgängig im Kreis dreht. Meines Erachtens nach passiert handlungstechnisch sehr wenig und der Fokus liegt eindeutig auf der Beziehung der Beiden. Natürlich erfährt man einzelne Details, die man vorher als Leser/Leserin nicht wissen konnte, jedoch haben mich diese irgendwie nicht überzeugen können. Zudem hat meiner Meinung nach, der Klappentext schon die ganze Handlung verraten. Es trat vielleicht eine Wendung zum Ende hin auf, die mich gecatcht hat. Der Rest verlief eher recht monton, was ich natürlich schade fand.

Sonst lässt sich sagen, dass die Autorin einen sehr flüssigen Schreibstil hat, welcher sich gut lesen lässt. Des weiteren fand ich es gelungen, dass die Autorin auch einzelne digitale Konversationen zwischen den Beiden im Buch eingebaut hat, da somit die Geschichte aufgelockert worden ist.

Fazit: Mich hat das New Adult – Buch „Dear Enemy“ leider enttäuscht als überzeugt. Ich fand den Plot sehr monoton gestaltet, da mir einfach unerwartende Wendungen sowie Spannung fehlte. Trotzdem konnte ich Macon und Delilah ausreichend kennenlernen, sodass ich positiv auf die Charaktergestaltung zurückblicke. Ich kann leider nur 2 Sterne vergeben.