Klopf an dein Herz – Amelie Nothomb

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Wie kann sich ein Kind fühlen, wenn es von der eigenen Mutter vernachlässigt wird?

Dieses Schicksal widerfährt der erstgeborenen Tochter Diane. Während die Mutter ihrem Bruder sowie ihrer Schwester die volle Aufmerksamkeit schenkt, wächst Diane ohne Liebe auf. Trotzdem bleibt aber die junge Frau stark und kämpft sich durch. Sie verfolgt ihre Ziele und wird somit zu einer starken Persönlichkeit. Schon immer wollte sie Kardiologin werden und kann sich nun endlich den Traum erfüllen. Doch dabei merkt sie, dass sie hierbei auch mit Negativität konfrontiert wird.

Mit „Klopf an dein Herz“ schreibt die Autorin einen sehr bewegenden aber auch kurzen Roman, indem die Liebe aus dem Elternhaus zum Hauptthema wird. Auf den knappen 150 Seiten stellt sie das Leben der erstgeborenen Tochter Diana dar. Wir begleiten sie durch verschiedene Phasen ihres Lebens und erfahren, inwiefern sie von ihrer eigenen Mutter abgelehnt wird. Ein Schicksal, welches man keinem Menschen auf dieser Welt wünschen möchte. Doch Diana bleibt stark und wir dürfen besonders ihre psychische Entwicklung ihre Reife verfolgen. Auch wenn keine Tiefe vorliegt, ist dieses Buch sehr interessant geschrieben. So gefiel mir sehr der psychologische Hintergedanke dieses Buches, dass man auch aufgrund einer toxischen Beziehung, trotzdem sich normal weiterentwickeln kann. Sehr interessante Ansatzpunkte liegen vor, die auch nach dem Beenden dieses Buches zum weiteren Denken anregen.

Nichtsdestotrotz tat ich mich zu Beginn des Buches mit der Reife von Diana schwierig. Ich hatte das Gefühl, dass es recht unrealistisch erschien, dass sie als Kind recht philosophische sowie therapeutische Ansätze kennt, die meines Erachtens nach, nicht für ihr Alter passen. Zudem hätte ich mir im Verlauf des Buches die ein oder andere zusätzliche unvorhersehbare Wendung gewünscht.

Fazit: Auch, wenn es für mich ein sehr bewegendes Thema war und der Hintergedanke total interessant ist, störte mich zu Beginn die fehlende Authentizität sowie der ein oder andere unerwartende Moment beim Lesen. Trotzdem ist es ein sehr ruhiges und vielseitiges Buch, welches man in einem Schwung gut durchlesen kann. Deswegen gebe ich dem Buch drei Sterne, Tendenz nach oben. (3/5)

The Chill – Scott Carson

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Eine versunkene Stadt erwacht. Der Stadt Galesburg ist leider vor 100 Jahren ein schreckliches Schicksal widerfahren. Ein Stausee hat damals die Stadt überflutet, sodass sich das überflutete Dorf zurzeit unter den tiefen, stillen Wassern des Stausees befindet. Die Nachfahren der damaligen Bewohner leben immer noch an den Ufern des Sees. Jetzt 100 Jahre später droht die wahre Geschichte über die Tragödie an das Tagelicht zu kommen. Ein schreckliches Geheimnis wird offenbart, welches die Menschen in Angst und Schrecken versetzen kann.

Stephen King kommentierte dieses Buch mit den Wörtern „Ein großartiger Horror-Roman“, sodass ich dieses Buch mit sehr viel Neugier und Erwartungen angefangen habe zu lesen. Und ja ich muss sagen, der Anfang dieses Buches sich als sehr stark erweist. Unterschwellig tauchen einzelne Horror-Elemente auf, die sich teilweise in eine surreale Richtung bewegen. Diese sorgen meines Erachtens nach für den perfekten Nervenkitzel. Zudem lässt uns der Autor in die Tiefen der Abgründe der Menschen schauen, indem er Figuren mit recht anti-heldenhaften Charaktereigenschaften zeichnet. Dies fand ich sehr stark, sodass mich das Buch von Anfang an gut unterhalten konnte. Doch irgendwann dann kurz vor der Hälfte konnte mich das Buch nicht mehr so begeistern. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Handlung sehr zieht und nichts Aufregendes mehr passiert.

Es ging auf jeden Fall dann schleppend voran und das fand ich persönlich schade. Dennoch kriegte kurz vor dem Finale der Roman (letztes Viertel) die Kurve und wurde wieder interessant. Folglich kann ich behaupten, dass meiner Ansicht nach, der Autor in diesem Buch einen hervorragenden Anfang sowie Schluss entwirft, jedoch der Hauptteil des Buches semi-gut ist. Die Horror-Elemente passen sich somit der Spannung an und kommen zu Anfang und am Ende gut zur Geltung.

Zu den Figuren kann ich sagen, dass man diese im Großen und Ganzen gut kennenlernen durfte. Sie weisen jetzt nicht die tiefgründigste Darstellung auf, jedoch werden sie gut in Szene gesetzt. Meiner Ansicht sticht die Figur Aaron am meisten positiv hervor, da dieser am greifbarsten war. Ihn konnte man von unterschiedlichen Seiten kennenlernen, was positiv zu bewerten wäre. Die weiteren Figuren ergänzen die Geschichte gut.

Fazit: Ich gehe mal wieder mit gemischten Gefühlen aus einem Buch heraus. Obwohl der Anfang und das Ende richtig stark waren, tat ich mich mit dem zähen Hauptteil recht schwer. Dennoch denke ich, dass es sich lohnt, sich durch dieses Buch durchzukämpfen. Dieser Roman ist wirklich mal “anders“. Dem Autor ist es auf jeden Fall gelungen, dass ich an manchen Stellen im Buch Gänsehaut bekam! Deswegen bewerte ich diesen Roman mit vier Sternen –Tendenz nach unten. (4/5)

Beyond The Sea – L.H Cosway

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Estelle lebt seit dem Tod ihres Vaters mit ihrer Stiefmutter Vee zusammen und hasst es. Nach ihrem Schulabschluss will die 18-jährige so schnell wie möglich aus Irland verschwinden. Doch ihre Pläne werden durchkreuzt als Vees Bruder Noah auftaucht. Estelle findet, dass er was Besonderes ist – nicht wie die ganzen anderen Jungs. Sie lernt ihn kennen und merkt, dass sie doch nicht so alleine ist. Jeden Tag verliebt sich Estelle ein bisschen mehr in Noah. Doch Noah ist aus einem besonderen Grund in der Stadt. Er hat ein Geheimnis, das alles zwischen ihnen zerstören könnte.

Ich habe mir seit letztem Monat vorgenommen, dass ich mich einmal den Monat aus meiner Konfortzone (Thriller und Krimis) rausbewege und einen NA-Roman lesen möchte. Diesen Monat stand „Beyond the Sea“ auf der Liste und ich war sehr gespannt was es mit diesem Buch auf sich hat.

Schon von Beginn an verspürte ich eine recht triste aber auch gefährliche Stimmung, die aus einzelnen Szenen hervorgeht. Estelle fand ich von Beginn an sehr authentisch gestaltet, sodass sie für mich auch greifbar war. Ich konnte mich total in sie hineinversetzen und ihre Gedanken sowie allgemein ihre ganze Gefühlswelt nachvollziehen. Zudem ist Estelle durch die Autorin sehr vielschichtig entworfen worden, da man ihre Stärken, Schwächen etc. als Leser wahrnehmen kann. Auf der anderen Seite entwirft die Autorin mit Noah einen sehr geheimnisvollen Charakter, der auch hervorragend in Szene gesetzt worden ist. Man konnte ihm nicht hinter die Fassade schauen, sodass man als Leser oft miträtseln und Hypothesen aufstellen konnte, was es wirklich mit Noah auf sich hat. So gerät nicht direkt die Liebesgeschichte in den Vordergrund dieses Buches. Viel mehr die Familiengeheimnisse nehmen einen größeren Teil dieses Buches ein. Diese Mischung aus beiden Sachen fand ich jedoch sehr gelungen.

Vom Plotaufbau fiel mir auf, dass der Mittelteil an manchen Stellen sich sehr gezogen hat. Folglich denke ich, dass die Autorin hier ein paar Szenen kürzen könnte, da diese irgendwie meiner Ansicht nach „unnötig“ waren. Sonst herrscht im Buch fast durchgängig eine gute Spannung. Zudem liegt ein sehr gut lesender Schreibstil vor.

Fazit: Dieses NA-Buch hat mich positiv überrascht, da es wirklich vielseitig ist und nicht nur die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten im Fokus des Buches steht. Letztes Jahr habe ich „Verity“ von Coleen Hover gelesen und ich finde, dass dieses Buch sich auch in diese Richtung bewegt! Toll. Ich vergebe vier Sterne, Tendenz nach oben! (4/5)

Der Nachlass – Jonas Winner

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Nachdem Hedda Laurent gestorben ist, steht die Familie unter Schock. Die ganze Familie ist in Trauer vereint. Alle sind für den Abschied nach Berlin gekommen. Doch bei der Testamentseröffnung erleben sie eine böse Überraschung. Nur einer der Familienmitglieder erhält das ganze Erbe. Wer das sein wird, soll durch einen Wettkampf mit 27 Aufgaben entschieden werden, bei welchem die Spieler gegeneinander antreten. Das harmlose Spiel droht zu eskalieren. Wie weit kann man für ein derartig hohes Erbe gehen?

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da ich mir viel von diesem Thriller erhofft habe. Die Plotidee mit den unterschiedlichen Aufgaben finde ich nämlich sehr interessant und ich war gespannt, wie der Autor seine Idee in diesem Thriller umsetzten wird. Zudem fand ich von Anfang an gut, dass der Autor mit dem knappen Familienstammbaum eine gute Übersichtlichkeit erhält, wer zu wem gehört. Wir haben ja viele unterschiedliche Figuren vorliegen, sodass man sicherlich den Überblick verlieren kann.

Auch wenn ich eine gute Übersicht über die Figuren hatte, fehlte mir die Übersicht bei dem Kapitel. Obwohl die Handlungszeit vermerkt ist, wechselten mir die Orte in den Kapiteln zu abrupt und die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln sorgten auch für ein bisschen Verwirrung. Doch irgendwann habe ich mich im Buch gefangen und habe mit viel Kuriosität den Plot verfolgt. So lag fast durchgängig eine gute Spannung vor, welche aber ab und zu mal auch ein paar Tiefen hat. Dies kam aber nur selten vor. Außerdem ist eine Tiefgründigkeit gegeben, da man Einblicke in das Aufwachsen der Geschwister erhält, um einzelne Beziehungen untereinander besser zu verstehen. Dennoch fehlte mir es schwer eine Beziehung zu den Figuren herzustellen.

Auf der anderen Seite tat ich mich mit der Umsetzung der Idee schwer. Mir ist die Idee der unterschiedlichen Aufgaben total untergegangen. Teilweise wurden diese nur anhand paar Sätzen thematisiert und so habe ich auch das Gefühl, dass einzelne Aufgaben nur indirekt angeschnitten worden sind. Viel mehr stach der Konflikt der Familienmitglieder mehr in das Auge, was ich schade fand. Natürlich war dieser gut, aber das habe ich halt nicht vom Buch erwartet.

Fazit: Ich gehe mit gemischten Gefühlen aus diesem Buch, da ich was komplett Anderes erwartet hätte. Obwohl eine gute Spannung sowie Tiefe vorlag, fand ich die Umsetzung des Plots nicht gut und es fiel mir schwer eine Bindung zu den Figuren aufzubauen. (2,5/5)

Die Karte – Andreas Winkelmann

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„Die Karte“ ist der vierte Band der Thriller-Reihe mit Kerner und Oswald. Nachdem mich im letzten Jahr der Vorband „Der Fahrer“ total begeistert hat, habe ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut. Zudem fand ich die Idee des Plots – Lauftracking – total interessant, da ich einen persönlichen Bezug dazu habe und selber auf Lauftracker zurückgreife. Aber warum geht es genau in diesem Buch?

Eva und Laura führten bis zu diesem Zeitpunkt ein entspanntes Leben. Zusammen verfolgten sie besonders ihre Ziele in ihrer Sportkarriere. Eines Abends entscheidet sich Eva noch eine Runde laufen zu gehen. Kurze Zeit später erhält Laura eine Nachricht mit dem Text „Ihr läuft die Zeit davon“. Kurz darauf wird Eva brutal ermordet, aufgefunden. Der Ermittler Jens Kerner ist geschockt, da er vor Kurzem noch mit Eva bezüglich eines anderen Falls gesprochen hat, in welchem ein Mann niedergestochen wurde. Wie können diese Morde zusammenhängen? Ein paar Tage später wird eine weitere Läuferin tot aufgefunden und Kerner sowie Oswald gehen von einem Serienmörder aus. Die Zeit läuft…

In den Thriller bin ich mit viel Begeisterung eingestiegen und kam direkt zurecht. Wie man es vom Autor kennt, entwirft er ein sehr fesselnden Beginn, welcher viele Fragen offen lässt. Dadurch war ich gut im Buch drin und habe die Geschichte gerne verfolgt. Zudem wird die Geschichte nicht nur aus der Sicht der Ermittler Kerner und Oswald geschildert, da der Täter/die Täterin auch einzelne Kapitel für sich haben. Parallel dazu liegen noch Rückblicke in die Vergangenheit vor, welche der Geschichte die gewisse Tiefe geben und somit auch den Plot bereichern. Das Alles zusammen bildet einen grandiosen Erzählstil, welcher sich richtig gut lesen lässt.

Auch wenn ich Kerner und Oswald im vorherigen Band schon gut kennenlernen durfte, fand ich, dass man die beiden Ermittler nochmal von einer weiteren Seite kennenlernen durfte. Folglich erhält man, wenn man auch die Bänder davor gelesen hat, ein umfassendes Bild über die Beiden. Dies ist richtig gut, da man sie somit auch ins Herz schließen kann, da sie dem Leser beim Lesen sehr nahe sind.

Spannungstechnisch fand ich dieses Buch ein bisschen schwächer als es beim „Der Fahrer“ war. Abseits von ein paar ruhigen Momenten lag eine fast durchgängige hohe Spannung vor, die aber meines Erachtens nach, nie das eine Maximum an Spannung erreicht hat. Dies fehlte mir sehr, wodurch ein klein wenig enttäuscht bin.

Fazit: Winkelmann zeigt mit seinem neuen Buch auf jeden Fall, dass er in diesem Genre zu den Besten gehört. Auch wenn mir das Spannungspotential an manchen Stellen nicht komplett ausgeschöpft worden ist, fand ich die Plotidee grandios und die Charaktere wieder sehr sympathisch. Es machte richtig Spaß an der Seite von Kerner und Oswald wieder Verbrecher/Verbrecherin zu jagen. Ich bin schon auf Band 5 gespannt! (4/5)

Vollgas und andere Erzählungen – Joe Hill

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Das neue Buch mit dem Titel „Vollgas und andere Erzählungen“ von Joe Hill besteht aus dreizehn verschiedenen Kurzgeschichten. Jede dieser Kurzgeschichten weist einen anderen Plot und einen anderen Schwerpunkt auf. Zudem sind zwei Geschichten zusammen mit Stephen King, seinem Vater, entstanden. Jede der Kurzgeschichten weist eine individuelle Erzähllänge auf und beinhaltet unterschwellig oder auffallend Horroraspekte, die in der Kurzgeschichte gut hervorkommen. Natürlich würde sich die Möglichkeit ergeben, dass ich auf jede Geschichte eingehen kann. Dennoch würde dies den Rahmen meiner Rezension sprengen. Aus diesem Grund werde ich auf meine Favoriten in ein paar Sätzen eingehen.

Die beiden Geschichten „Vollgas“ und „Im hohen Gras“ in Zusammenarbeit mit Stephen King sind auf jeden Fall auf hohem Niveau. Besonders die zweite Kurzgeschichte zeichnet sich durch eine hervorragende Idee aus, die beim Lesen Gänsehaut hervorruft. Aber nicht nur die beiden Geschichten überzeugen. Weitere tolle Kurzgeschichten sind „Das Karussell“, „Tweets aus dem Zirkus der Toten“, „Überfällig“ sowie „Wir geben sie frei“. Schwächere Geschichten wie „Faun“ gab es auch, die meiner Ansicht nach, unter einer fehlenden Tiefe litten.

Beim Lesen merkt man auf jeden Fall, dass Joe Hill sehr kreativ sein kann. Keine Geschichte überschneidet sich von der Konstruktion oder Idee her mit den anderen. Dies fand ich richtig gelungen, da man mit diesem Buch ein weites Spektrum an unterschiedlichen kreativen Geschichten erhält. Zudem lässt sich sagen, dass sich Hill bei jeder Geschichte einem sehr fesselnden Schreibstil bedient, der sich wirklich gut gelesen hat. Normalerweise bin ich ein Schnellleser. Bei diesem Buch habe ich mir aber alle Zeit der Welt genommen, um jede Seite dieses Buches in vollen Zügen zu genießen. Wunderbar!

Fazit: Joe Hill verkörpert mit seinem neuen Buch „Vollgas und andere Erzählungen“ den modernen Horror. Auch wenn es einzelne schwächere Geschichten gab, zeigt dennoch Hill mit seinen starken Geschichten, wie man dem Leser in Angst und Schrecken jagen kann. (4/5)

Grimm. Sweet Revenage – Mika D. Mon

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Achtung Spoiler, da ich auf den Inhalt des zweiten Bandes eingehen werde!

Im zweiten Band um Grimm und Lucia wird es wieder spannend und heiß. Nachdem die Flucht im ersten Band gescheitert ist, muss Lucia zurück in den Besitz von Dario. Jetzt wird es für sie noch schwieriger werden. Auch ihre Bekanntin Sophia wird in der Festung festgehalten. Deswegen ist Lucia für das Leben der Beiden verantwortlich. Wird Lucia nicht gehorchen, werden die Frauen leiden. Wird Lucia schaffen, aus Darios Händen zu entkommen? Und was ist eigentlich mit Grimm?

Das Buch beginnt im Vergleich zum ersten Band recht ruhig, steigert sich jedoch umso mehr, je mehr man im Buch voranschreitet. Die wechselnden Erzählperspektiven sind mal wieder durch die Autorin hervorragend umgesetzt worden, da man die Gedankengänge jeder Figur verfolgen kann. Dadurch wird es auch spannend, da jede Figur ein anderes Ziel verfolgt. Dario hat mich nur genervt, Grimm und Lucias Perspektiven waren bewegend aber auch brutal und die weiteren Perspektiven haben ihren Teil auch beigetragen. Bei der Beschreibung der Gedankengänge nimmt die Autorin kein Blatt vor dem Mund. Nichts für schwache Nerven, da viele Triggerthemen angesprochen werden. Zudem weist die Autorin einen sehr flüssigen aber auch spannenden Schreibstil auf, der sich wirklich gut gelesen hat. So wird der zweite Band mit einem miesen Cliffhanger bewiesen, wodurch ich mich schon auf den dritten Band freue.

Fazit: Sweet Revange ist ein hochspannender und emotionaler zweiter Band, der unter die Haut geht. Es wird spannend, düster und heiß. So kann man nur auf den dritten Band und somit das Finale warten! (5/5)

Der Blutkünstler – Chris Meyer

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Als ich das Cover und allgemein das Artwork des Thrillers „Der Blutkünstler“ gesehen habe, hat mich das Buch direkt gecatcht. Ich musste es lesen und habe mich auf ein paar spannende Lesestunden eingestellt. Hier kann ich schon sagen, dass ich in keiner Weise enttäuscht worden bin. Ich würde sogar behaupten, dass wir mit dem Autor Chris Meyer den deutschen Chris Carter vor uns haben.

Aber worum geht es überhaupt in diesem Thriller? Im Vordergrund dieses Buches haben wir Tom Bachmann, einen Profiler, der die schlimmsten und brutalsten Mörder auf dieser Welt kennt. Er weist eine enorme Fähigkeit auf, sich in Mörder hineinzuversetzen und ihre Beweggründe zu erahnen. Niemand ist so gut wie er. Doch nun bekommt er es mit dem Blutkünstler auf sich, der sich in eine neue Dimension an Brutalität rein wagt. Der Blutkünstler, wie man es vom Namen erahnen kann, benutzt die Körper seiner Opfer dazu, um Kunstwerke auf eine perfide Art und Weise zu kreieren. Und die Zeit tickt und Tom muss den brutalen Killer schnell möglichst finden.

Ich weiß nicht, wie es möglich ist, aber schon wieder habe ich ein Lesehighlight aus dem Thrillergenre gefunden. Dieses Buch ist so unfassbar stark, dass ich es kaum erwarten kann, den zweiten Band in meinen Händen halten zu dürfen.

Das Buch unterliegt einem recht gängigen Erzählschema – Profiler vs. Mörder. Dem Autor gelingt es dieses Wechselspiel des Erzählers so unfassbar gut zu entwerfen, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen kann. Es entsteht eine richtig tolle Spannung, die an keiner Stelle zum Erliegen kommt. Zudem liegen einzelne Kapitel vor, die in der Vergangenheit stattfinden. Diese sorgen für die gewisse Tiefgründigkeit, um Motive und Gründe von Tom und des Mörders zu verstehen. Einfach perfekt! Alle Charaktere erstellt der Autor mit viel Authentizität. Diese waren für mich greifbar und die Nebencharaktere haben die Geschichte hervorragend ergänz. Sonst lässt sich sagen, dass es sehr oft blutig wird, sodass das Gelesene eigentlich nichts für schwache Nerven ist. Deswegen spreche ich an dieser Stelle auch eine Trigger-Warnung aus.

Fazit: Der Autor Chris Meyer konzipiert mit „Der Blutkünstler“ ein Thrillerhighlight in diesem Jahr. Der deutsche Chris Carter nimmt keine Hand vor dem Mund und setzt einen unfassbar brutalen Killer in Action. Zudem liegt ein sehr sympathischer Profiler vor, bei welchem ich mich schon auf seinen zweiten Fall freue. Klare Leseempfehlung! (5/5)

Das Gift der Lüge – Ambrose Parry

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Man schreibt das Jahr 1850. Wir befinden uns in der Hauptstadt von Schottland, Edinburgh und ohne Grund sterben überall Menschen. Obwohl man in der Stadt schon auf moderne Medizin zurückgreift, scheint man für den Tod der Menschen keinen Grund zu finden. Als dann einem bekannten Arzt namens Simpson ein Patient stirbt, wird ihm die Schuld zugeschrieben. Doch Simpson Schützling Will Raven und das ehemalige Hausmädchen Sarah glauben an Simpson Unschuld. Sie stellen Ermittlungen auf und müssen bald feststellen, dass manche Wahrheiten zu surreal sind, um denen Glauben schenken zu können.

Wer mich kennt, weiß, dass ich die Stadt Edinburgh liebe. Schon bei den ersten zwei Bändern der „Hidden Worlds“-Reihe konnte ich in diese Stadt abtauchen. Jetzt freute ich mich auf das Wiedersehen mit Edinburgh in einer neuen Krimi-Reihe sehr. Zudem spielt die Geschichte Mitte des 19. Jahrhunderts, was dem Buch einen Hauch an Düsterheit mitgibt.

Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, bin ich problemlos in das Buch eingestiegen. Schon nach wenigen Seiten fühlte ich mich mit den beiden Hauptfiguren, Raven und Sarah, total vertraut. Auch wenn ihre Geschichte aus dem ersten Band an manchen Stellen kurz angeschnitten wird, hatte ich trotzdem das Gefühl, als ob ich die Beiden lange kennen würde. Sie sind sehr sympathisch und weisen die gewisse Tiefe in ihrer Ausarbeitung auf, sodass man sie von unterschiedlichen Seiten wahrnehmen kann.

Der Plot ist durch das Autorenduo richtig gut entworfen worden. Auch wenn an manchen Stellen sich die Geschichte in die Länge zog, lag durchgängig eine gute Spannung vor. Diese wurde besonders durch die düstere Atmosphäre unterstützt, die unterschwellig bei den Beschreibungen der Handlungen sowie des Settings hervorkommt. Das Setting ist auch eine der größten Stärken in diesem Buch, da das Autorenduo sehr bildhaft dieses beschreibt. Außerdem ist mir aufgefallen, dass abseits des grandiosen Plots, das Buch eine belehrende Seite aufweist. Indirekt vermittelt das Autorenduo unterschiedliche Werte, die maßgeblich für ein harmonisches zwischenmenschliches Zusammenleben sind. Dies fand ich besonders stark.

Fazit: Mich hat dieser Kriminalroman sehr überzeugt. Es liegt in diesem Buch eine gut ausgearbeitete Geschichte vor, die trotz einigen Längen, richtig spannend zu verfolgen ist. An der Seite von zwei sympathischen Figuren stürzt man sich als Leser in die düstere schottische Hauptstadt, die durch das Autorenduo hervorragend in Szene gesetzt wird! (5/5)

Die Götter müssen sterben – Nora Bendzko

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Inhalt:

„Die Götter müssen sterben“ ist ein Dark-Fantasy-Roman, der den Leser*in die Welt der Amazonen entführt. Das Volk der Amazonen hat es satt, durch Troja unterdrückt zu werden. Die Prophezeiung der Artemis besagt, dass die Zeit für Rache und Ruhm gekommen ist. Jedoch wird Areto mit den Gaben und Kräften der Artemis ausgestattet. Doch wie kann sie zu dieser Ehre gekommen sein, wenn sie eigentlich nur ein gewöhnliches Mädchen ist? Parallel dazu droht das Volk der Amazonen aufgrund einer Unstimmigkeit sich in zwei Hälften zu spalten. Und aufgespaltet können die Amazonen der wahren Feind nicht besiegen. Wird es nochmal gut gehen?

Meinung:

In das Buch bin ich mit leichten Schwierigkeiten eingestiegen, da man so gesehen als Leser*in ins kalte Wasser geschmissen wird. Alles wirkt auf den ersten Blick fremd, da man die Welt der Amazonen erst langsam kennenlernt und einzelne Erzählstränge und Beziehungen unter den Figuren spät erahnt. Zudem tauchen in diesem Roman viele Götter auf, was ich toll fand, da ich ein großer Fan von Mythologien bin. Hier fände ich es vom Vorteil, dass man am Anfang des Buches oder Ende ein Glossar und/oder Wörterbuch einfügt, welches für mehr Klarheit sorgen soll. Als ich dann aber im Worldbuilding drin war, fand ich es unfassbar gut. Beim Worldbuilding greift die Autorin auf einen sehr bildhaften sowie flüssigen Schreibstil zurück, welcher sich unfassbar gut liest.

Im Buch verfolgen wir nicht nur die Geschichte aus der Sicht von Areto, da zahlreiche weitere Erzählperspektiven anderer Figuren, ihren Platz im Buch finden. Das Maß an Erzählperspektiven war mir jedoch zu hoch und sorgte folglich – vor allem am Anfang – für eine Unübersichtlichkeit bei meinem Lesefluss. In diesem Fall fände ich es passender, wenn man wirklich den Schwerpunkt auf eine Figur setzen würde. Auch wenn man die Charakterentwicklung besonders bei Areto in diesem Buch sehr stark erkennen kann, würde es bei einem Fokus auf weniger Figuren, noch besser wahrzunehmen sein. Ab der Mitte des Buches konnte ich die Figuren dann besser unterscheiden, da man diese durch ihre einzigartigen Fähigkeiten unterscheiden kann.

Zu der Spannung kann man sagen, dass die Erzeugung dieser in diesem Roman der Autorin sehr gelungen ist. Durch die verschiedenen actionreichen Momente, das Auftauchen neuer Figuren sowie Götter und insgesamt einer guten Welt, herrscht meiner Ansicht nach, fast durchgängig eine hohe Spannung. Folglich verfolgte ich den gesamten Plot mit viel Neugier, wodurch es mir auch sehr oft schwergefallen ist, das Buch zur Seite zu legen.

Fazit: Mit „Die Götter müssen sterben“ entwirft die Autorin einen sehr facettenreichen Dark-Fantasy-Roman, der seine Stärken in der Erzeugung der Spannung, dem Schreibstil und dem Worldbuilding aufweist. Auch wenn es mir am Anfang schwergefallen ist, eine Übersicht über einzelne Aspekte zu erlangen, konnte ich ab der Mitte des Buches Figuren etc. besser unterscheiden. Passender fände ich zudem, wenn der Fokus bei der Erzählperspektive bei einer Figur gelegt werden würde. (4/5)