Das unsichtbare Leben der Addie LaRue- V.E. Schwab

(Unbezahlte Werbung)

Inhalt:
Im Roman „Das unsichtbare Leben der Addie Larue“ geht es, wie man es aus dem Titel entnehmen kann, um ein Mädchen namens Addie Larue. Im Jahre 1714 hat Addie einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Sie will ein unbestimmtes Leben führen und wünscht sich totale Freiheit und ewige Jugend. Doch der Preis dafür ist hoch. Niemand, den sie trifft, wird sich an sie erinnern. Und so begeben wir uns auf eine Reise über Jahrhunderte zu historischen europäischen Orten. Und dann im Jahre 2014 lernt sie einen Mann kennen, der sie nicht mehr vergessen kann.

Meinung:
Eins kann ich Euch vorab sagen: Es ist ein Lesehighlight aus diesem Jahr!

Das Buch beginnt recht ruhig. Wir lernen die Protagonistin im kalten düsteren Frankreich kennen. Schön von Beginn an, benutzt die Autorin einen enorm bildhaften Schreibstil, wodurch ein sehr starkes Kopfkino angeregt wird. Man kann sich als Leser einfach alles vorstellen!

Die Handlung wird jeweils in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt – Gegenwart und Vergangenheit. Dieses Erzählprinzip hat die Autorin super umgesetzt. Während wir in der Gegenwart die Geschichte um das Liebesleben zwischen Addie und einem Mann verfolgen, begeben wir uns im zweiten Erzählsträng durch die Geschichte Europas. An Addie’s Seite stürzen wir uns in besondere Ereignisse wie die französische Revolution oder den zweiten Weltkrieg. Und ich kann nur sagen: Es war ein heftiges und rasantes Leseabenteuer!

Zudem gelingt es der Autorin jede der Figuren lebendig zu gestalten. Alle Personen wirken total sympathisch und ich konnte sie von Anfang an, ins Herz schliessen. Teilweise fand ich es auch irgendwie am Ende des Buches schade, dass die Geschichte zu Ende geht, weil ich sie so enorm gut fand.

Fazit: Für mich ist dieses Buch ein weiteres Highlight aus diesem Jahr. Der Autorin gelingt es mit viel Liebe zum Detail und mit sympathischen Figuren eine atemberaubende Geschichte zu entwerfen, welche dem Leser*in lange im Kopf verweilen wird. 5/5

Der Kryptologe (Stiller Bd.1) – Elias Haller

(Unbezahlte Werbung)

In Elias Haller neuer Thrillerreihe um den Kryptologen Arne Stiller geht es um einen Fall, in welchem Zahlen von erheblicher Bedeutung sind. In Dresden wird neben einer Oper die Frau eines bekannten Reporters in einem tollen Kleid aufgefunden und weist zudem eingeritzte Zahlenkombinationen in den Händen sowie Füßen auf. Von der gemeinsamen Tochter Liliana fehlt jede Spur. Für den Fall wird Arne Stiller von der Dresdner Mordkommission hingezogen. Stiller steht vor einem komplexen Fall und er hat wenig Zeit, die Zahlenkombinationen zu lösen.

Neben Ethan Cross gehört der Autor Elias Haller zu meinen Lieblingsautoren aus dem Thriller-Genre. Damals bin ich mit der Frost-Reihe eingestiegen und war positiv überzeugt. Nun steht eine neue Reihe an. Mit viel Hoffnung und Erwartungen stürzte ich mich in diesen Thriller.

In das Buch bin ich richtig gut eingestiegen. Direkt nach dem Mord liegt eine tolle Spannung vor. Arne Stiller als Protagonist gefällt mir in seiner Rolle sehr gut. Obwohl er sehr klischeebehaftet ist, besonders in Bezug auf seine Vergangenheit entworfen, mochte ich seine Ermittlungsart sehr. Besonders die Zusammenarbeit mit seiner Kollegin Inga sticht aus diesem Buch positiv heraus.

Wie man den Autor kennt, ist er bekannt für seine kurzen aber rasanten Kapitel mit Cliffhangern und Szenenwechsel. Dies mag ich sehr, da man durch das Buch durchfliegen kann. Bei diesem Buch musste ich mich viel konzentrieren, da der Autor viele kleine Details einbaut, die man am besten nicht überlesen sollte, damit man den ganzen Plot genau versteht. Außerdem fand ich in diesem Buch gelungen, dass der Autor dem Leser*in einen gewissen Spielraum durch das Entschlüsseln der Zahlen zum Miträtseln gibt. Zum Schluss laufen die ganzen Handlungsstränge schlüssig ineinander, sodass dem Leser ein logisches Ende präsentiert wird. Zudem lässt sich sagen, dass besonders die „Rückblicke“ als eine der Stärken aus diesem Buch hervorgehen.

Fazit: Mit dem ersten Band zu seiner neuen Thrillerreihe um Arne Stiller entwirft Elias Haller einen soliden Auftakt. Es liegt in diesem Buch ein sehr spannender Fall mit einem logischen Bezug zu Zahlen vor, sodass man als Leser*in gut miträtseln kann. Ich freue mich schon auf Band 2! 4/5

Stone Man (BD.1) – Luke Smitherd

(Unbezahlte Werbung)

Eines Tages taucht wie aus dem Nichts ein riesiger Mann aus Stein in einer Einkaufspassage einer englischen Stadt auf. Viele der Besucher gehen von einem Gag aus und werden von der bitteren Realität enttäuscht. Das Wesen beginnt sich an zu bewegen und zerstört alles, was sich auf seinem Weg befindet. Menschen werden getötet, Gebäude stürzen ein. Es gibt keine Möglichkeit die Kreatur zu stoppen. Andy, ein Reporter, merkt jedoch, dass er zu diesem Wesen eine mentale Bindung aufbauen kann. Er nimmt die Verfolgung auf, da Andy wahrscheinlich weißt, wen der Stone Man sich als Ziel ausgewählt hat. Kann der Stone Man aufgehalten werden, bevor er noch mehr in Schutt und Asche legt?

Persönlich war ich sehr auf dieses Buch gespannt und freute mich auf die Mischung aus Science-Fiction, Horrorroman und Thriller. So muss ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Nur mit dem Schreibstil hatte ich meine einzelnen Schwierigkeiten. Aber dazu jetzt mehr.

An der Seite von Andy stürzen wir uns in die Verfolgung des Stone Mans. Dieser erzählt die Geschehnisse aus seiner Perspektive – teils in einer erlebten Rede/Monolog und teils liegen Konversationen mit anderen Figuren vor. Dabei fand ich, dass sich das Buch enorm schwer gelesen hat. Ich kam irgendwie nicht in meinen “Leseflow“. Zudem weisen einzelne Kapitel über 40 Seiten auf, wodurch die Spannung darunter leidet. In diesem Fall ist dies eine persönliche Meinung und ich denke, dass andere Leser*in eigentlich damit keine Probleme haben sollten.

Zu der Handlung kann ich sagen, dass diese mir total gefallen hat. Die Idee eines mystischen Wesens in Form des Stone Mans ist richtig gut in Szene gesetzt worden. Dadurch kommen an manchen Stellen “Stephen King Vibes“ auf. Wie erwähnt, wird die Geschichte aus Andys Perspektive geschildert. Andy als Protagonist ähnelt in seiner Konstruktion eher einem Antihelden als Superhelden. Schön fand ich, dass dieser eher mehr schlechte als gute Eigenschaften aufweist und viel mit seinen eigenen Ängsten sowie seiner Psyche zu kämpfen hat. Dadurch ist Andy nicht der typische Held eines Buches, was das Buch hinsichtlich der Charakterdarstellung außergewöhnlich macht. Zu der Spannung kann ich sagen, dass diese vorzufinden ist und sich zum Ende hin steigert. Jedoch gebe ich mich nicht so mit dem Ende zufrieden, da ich eigentlich was komplett Anderes erwartet hätte. Dennoch kann man zusammenfassend zu der Story sagen, dass diese wirklich einzigartig ist.

Fazit: Mit „Stone Man“ entwirft der Autor einen außergewöhnlichen Roman mit leichten Horror-, Thriller- sowie Science-Fiction-Elementen. Auch wenn ich mich mit dem gesamten Schreibstil nicht anfreunden konnte, empfehle ich dieses Buch trotzdem. Ich kann versprechen, dass Sie mit diesem Roman einzigartige Lesestunden voller Spannung und Emotionen verbringen werdet. Außerdem erscheint im September der zweite Band. Ich freue mich schon darauf! 4/5

Ich will dir nah sein – Sarah Nisi

(Unbezahlte Werbung)

Lester Sharp arbeitet in einem Fundbüro des öffentlichen Nahverkehrs in London. Er sammelt neben seinem Beruf auch gerne privat Dinge. Jedoch stellt er sich mit Frauen schwer und zwischenmenschliche Beziehungen stellen für ihn eine Herausforderung dar. Neben seiner Wohnung auf derselben Etage zieht an einem Tag eine junge Frau namens Erin ein. Er ist interessiert an Erin und weiß nicht, wie er den ersten Schritt wagen soll. Doch dann findet er eine Möglichkeit ihr nah zu sein. Näher als es ihr lieb sein kann.

In dieses Buch bin ich mit leichten Schwierigkeiten eingestiegen, welche aber nach 20 Seiten verschwunden sind. Die Geschichte wird aus drei interessanten Perspektiven geschildert. Einerseits von Lester, der es auf Erin abgesehen hat und sie möglichst schnell kennenlernen möchte. Besonders die Einblicke in seine Psyche gefielen mir sehr, da diese tiefgründig ausgearbeitet worden sind. Zudem merkt man immer mehr, was für eine Gefahr von ihm ausgeht, wodurch eine bedrohliche Stimmung in diesem Buch schnell entsteht. Dies gefiel mir sehr. Anderseits wird die Handlung aus der Sicht von Erin geschildert. Man fiebert mit ihr mit und kann ihre Ängste nachvollziehen. Zudem gibt es Erzählungen aus der Sicht eines Wohnungsmarklers, welcher die Wohnung für Erin organsiert hat. Dieses Zusammenspiel aus den drei unterschiedlichen Perspektiven ist wirklich grandios und sorgt für eine große Spannung. Dazu wird die gegenwärtige Handlung von einzelnen Sequenzen aus Lesters Vergangenheit ergänzt, wodurch man Lester noch besser kennenlernen kann. Grandios!

Wie erwähnt, befindet sich die Spannung konstant auf einem hohen Niveau. Besonders durch unvorhersehbare Wendungen, die wie aus dem Nichts entstehen, ist man als Leser an vielen Stellen einfach baff. Des Weiteren ist man gefangen. Man möchte Erin so viel es geht helfen, was jedoch nicht möglich ist. Folglich ist man als Leser in einer Sackgasse und kann nur die Handlung verfolgen. Zum Schluss bekommt die schon hohe Spannung noch einmal einen enormen Schub, sodass den Leser am Ende ein tolles Finale erwartet. Alle Handlungsstränge verlaufen ineinander über und dem Leser wird ein logisches Finale präsentiert. Mich persönlich hat dieses Finale zum Staunen gebracht.

Fazit: In diesem Jahr habe ich neben dem Thriller „Der Erlkönig“ mit diesem Buch ein weiteres Lesehighlight aus dem Thriller-Genre gefunden. Dieser Thriller ist wirklich lesenswert, da er eine düstere Atmosphäre und eine durchgängige konstante Spannung aufweist sowie tiefgründige und authentische Charaktere für eine tolle Story sorgen. Klare Leseempfehlung! 5/5

Zwölf Sünden – Kirsten Nähle

(Unbezahlte Werbung)

Wie aus dem Nichts kommen in Würzburg viele Menschen ums Leben. Wie ist es möglich, dass ein glücklicher Familienvater sich von einer Brücke stürzt? Und was hat es mit der Vergiftung einer bekannten DJ tun? Doch bei diesen beiden Morden bleibt es nicht allein. Die Würzburger Oberkommissarin Victoria Stahl begibt sich mit ihrem neuen Kollegen Daniel Freund an den Fall. Parallel dazu erhält Daniels Freundin Susanne eine Mail von den selbst ernannten Wächtern. Sie geben zu, die Morde getätigt zu haben und fordern Susanne auf, darüber zu schreiben. Ein spannender Fall beginnt und sind die beiden Ermittler in der Lage weitere Morde zu verhindern?

In die neue Kriminalreihe um Daniel und Victoria bin ich mit viel Freude gestartet. Besonders durch einen spannenden Anfang konnte ich mich gut in die Handlung stürzen. Die Geschichte wird größtenteils aus Daniels, Victorias, Susannes sowie der Wächter-Perspektive geschildert. Zudem gibt es selten weitere Perspektiven, die eher einmalig auftreten. So fand ich das Erzählkonzept der Autorin sehr gelungen, da man somit verschiedene Sichtweisen auf das Geschehen hatte. Des Weiteren hatte man die Möglichkeit die Wächter näherkennenzulernen und ihre Gründe für diese Taten zu erfahren.

Grundsätzlich lag in diesem Buch eine gute Spannung vor. Ab und zu kam es zu zähen Momenten, die jedoch sich trotzdem gut gelesen haben. Gelungen fand ich, dass man die Wächter als Täter schon kannte, die wahre Identität – also welche Menschen hinter dieser Fraktion stehen – jedoch erst am Ende des Buches erfährt. So wurde ich auch durch die Autorin auf eine falsche Fährte gelockt, da ich mit der Auflösung so nicht gerechnet habe. Ergänzend zum Plot lernt man die Protagonisten auch von ihrer privaten Seite kennen. Obwohl ich mit den Beiden zum Ende des Buches hin noch nicht komplett warm wurde, bin ich guter Dinge, dass ich im zweiten Band die Möglichkeit erhalte, sie noch besser kennenzulernen.

Fazit: Mit ihrem Debüt „Zwölf Sünden“ verfasst die Autorin ein gutes Krimi-Debüt mit einem sehr interessanten Fall sowie einer gelungenen und vielfältigen Erzählweise. Ich freue mich auf Band 2. (4/5)

Die Gottes-Formel – Michio Kaku

(Unbezahlte Werbung)

In seinem neuen Sachbuch „Die Gottes-Formel“ entführt uns Michio Kaku, einer der Väter der Stringtheorie, auf eine Reise nach einer Theorie, welche den Ursprung der Welt, anhand einer großen einheitlichen Theorie von Allem beschreibt und die Entstehung der Welt, Gottes Plan näherzukommen versucht. Dabei begeben wir uns als Leser durch die Historie der Physik und gehen kleinschrittig durch die Entwicklung der Theorien vor. Auf Basis dessen, versucht der Autor die wichtigsten Fragen der Physik des 20. Und 21. Jahrhunderts zu beantworten.

Neben Thrillern lese ich zur Abwechslung sehr gerne Sachbücher, die sich entweder mit der Physik oder der persönlichen Weiterbildung beschäftigen. Nachdem mich vor zwei Jahren Steven Hawkings Buch „Kurze Antworten auf große Fragen“ sehr beeindruckt hat, freute ich mich auf „Die Gottes-Formel“ von Michio Kaku. Den Autor selbst kenne ich aus verschiedenen Sendungen, wodurch ich im Groben wusste, was auf mich zukommen wird.

Auf gut 200 Seiten begeben wir uns mit dem Autor auf eine Reise durch die Zeit. Obwohl für mich vieles bekannt war – wie zum Beispiel die Theorien von Faraday oder Einstein – gelingt es dem Autor gut die grundlegenden Aspekte der jeweiligen Theorien zu erläutern. Dadurch baut man ein gutes Basiswissen auf. Die Kapitel sind im Gesamten gut strukturiert und übersichtlich. Einzelne Zeichnungen ergänzen das Buch gut, um komplexere Theorien besser zu verstehen. Zudem thematisiert der Autor Themen wie zum Beispiel: schwarze Löcher oder die Anzahl der Dimensionen im unserem Universum. Persönlich hat es mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu Lesen und mein Wissen zu diesem Thema aufzufrischen. Dennoch finde ich, dass mir das Ende hinsichtlich des Hauptthema „Die Gottes-Formel“ doch irgendwie zu kurz kam. Hier fände ich es gelungener, wenn der Autor noch detaillierter auf einzelne Aspekte eingegangen wäre.

Fazit: Mit „Die Gottes-Formel“ verfasst Michio Kaku mal wieder ein hochinteressantes Buch, in welchem er sich mit der Physik in Bezug auf die Entstehung der Erde auseinandersetzt. Mir hat das Buch größtenteils gefallen! 4/5

Schwarz-Weiß Denken – Kevin Dutton

(Unbezahlte Werbung)

Der Autor Kevin Dutton setzt sich in seinem neuen Buch mit dem Konzept unseres Gehirns auseinander. Er befürwortet die Meinung, dass unser Gehirn darauf programmiert ist, schwarz-weiß zu denken, indem es Sachen immer kategorisiert. Bedingt ist dies alles durch unsere Evolution. Jedoch ist diese These seit Jahren evolutionspsychologisch nicht mehr relevant. In diesem Buch stellt sich der Autor diesem Denken und führt auf über 430 Seiten aus, wie man diese evolutionäre Programmierung überwinden kann. Dazu muss man jedoch unser Da-Sein sowie unsere Anlagen wahrnehmen und sie verstehen. Ziel ist es, bessere Entscheidungen in unserem Leben zu treffen.

Würde nicht so viele Thriller und Kriminalromane lesen, würde ich in meiner Freizeit viel mehr Sachbücher lesen, um sich einfach in verschiedenen Bereichen weiterzuentwickeln. Somit bin ich auf dieses interessante Sachbuch gekommen und dachte, dass es bestimmt interessant ist, herauszufinden, wie unser Gehirn auf eine binäre Art und Weise funktioniert. Und das Buch ist auf jeden Fall sehr interessant.

Anhand zahlreicher Alltags- sowie Praxisgeschichten gelingt es dem Autor ein recht theoretisches Thema lebendig darzustellen. Außerdem werden extrem theoretische Themen teilweise mit anschaulichen Karikaturen untermauert. In einer Zeit, in der man viel Stress hat und teilweise das eigene Denken nicht hinterfragt, kommt es in unserem Leben zu schwierigen Entscheidungen. Dutton gelingt es diese Barriere zu zerbrechen und anhand informativer Beispiele etwas dem Leser auf den Weg mitzugeben. Ihm gelang es zudem an manchen Stellen mir die Augen zu öffnen. Ich habe auf jeden Fall viel Neues erfahren, und wurde selbst zur persönlichen Reflexion motiviert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor mit seinem Werk ein interessantes Buch schreibt, indem er sich mit dem binären Denken eines Menschen auseinandersetzt. Ihm gelingt es wirklich gut neue Theorien einzuleiten und den Leser zur persönlichen Reflexion zu animieren! Für Freunde von psychologischen Sachbüchern ein Must-Read! 4/5

Der Donnerstagsmordclub – Richard Osman

(Unbezahlte Werbung)

Wer dachte, dass in einer friedlichen Seniorenresidenz, ein Ermittlungsteam aus vier Senioren gebildet wird? Als Joyce in der Residenz Cooper Chase eintrifft, lernt sie eine ehemalige Geheimagentin namens Elizabeth, einen ehemaligen Gewerkschaftsführer namens Ron und einen ehemaligen Psychiater namens Ibrahim kennen. Schnell schließt sich Joyce deren Club an, welcher sich einmal die Woche trifft, um nicht gelöste Ermittlungsfälle – sogenannte Cold Case – zu lösen. Dann passiert ein Mord vor der eigenen Haustür und der Club ist motiviert. Zusammen mit der lokalen Polizeidienststelle und den dazugehörigen Ermittlern beginnen sie in diesem Fall zu Ermitteln.

Auf diesen „Cozy Crime“ habe ich schon lange gewartet, da das Buch in Großbritannien sehr gehypt wird. In das Buch bin ich mit einzelnen Schwierigkeiten eingestiegen. Obwohl ich die Erzählperspektive aus Joyce Sicht gut fand, fand ich den restlichen Schreibstil recht trocken und würde ehrlichweise mit diesem bis zum Ende des Buches nicht warm. Zudem gab es Szenen, in denen der Autor zu Beginn des Buches recht abrupt gesprungen ist.

Doch dann nach ungefähr 100 Seiten war ich in der Geschichte drin. Ich konnte mich sehr schnell mit den vier Charakteren aus dem Buchclub anfreunden. Jeder der Figuren ist mit viel Liebe zum Detail entworfen worden. Außerdem kann man Joyce, Liz, Ron und Ibrahim nur lieben. Ihre humorvolle, typisch britische und sarkastische Art werden hervorragend dargestellt. Deswegen musste ich des öfteren in diesem Buch auch über einzelne Aussagen der Figuren lachen. Hinsichtlich der Spannung kann ich sagen, dass die Spannungskurve exponentiell steigt. Zu Beginn zieht sich eher die Handlung und es ist wenig spannend. Aber je mehr man im Buch voranschreitet, desto spannender wird es. Besonders zum Schluss steigt die Spannung auf ihren höchsten Punkt, bedingt durch zahlreiche unerwartende Wendungen, die man als Leser in keiner Weise erwartet hätte. Nun bin ich gespannt, wie es mit dem Donnerstagsmordclub weitergehen wird. Ich fände es toll, wenn der zweite Band aus einer der Perspektiven der anderen Mitglieder geschildert wird. Das wäre bestimmt spannend und man könnte die anderen Figuren noch besser kennenlernen.

Fazit: Obwohl ich den Anfang des Buches nicht so mochte, fand ich den restlichen Teil des Buches einfach grandios. Natürlich bietet dieses Buch nicht so viel Spannung, wie man es von einem Thriller kennt. Der Kriminalroman zeichnet sich eher durch viel Humor, liebenswerte Charaktere und einen spannenden Fall aus. Ich freue mich schon auf Band 2! 4/5

Lean On Me – Helena Hunting

(Unbezahlte Werbung)

Inhalt: Ethan, ein berühmter Eishockeyspieler, entscheidet sich nach acht Jahren dazu, wieder zurück in seine Heimatstadt Minnesotta zurückzukehren. Nun hofft er neben einer erfolgreichen Karriere eine zweite Chance bei Lilah zu bekommen, welcher er damals verlassen hat. Doch Lilah hat es nicht vor, Ethan es leicht zu machen. Obwohl sie damals tolle Momente mit ihm vebracht hat, erinnert sich die Protagonistin daran, wie schmerzhaft die Trennung auch war. Ethan steht nun vor einer seiner größten Herausforderungen. Wird er Lilahs Herz wieder erobern können?

Meinung: Obwohl ich mich größtenteils auf Thriller sowie Kriminalromane spezialisiere, versuche ich des öfteren meine Komfortzone zu verlassen, indem ich mich in andere Genres reinbewege. So kann man auch sagen, dass ich im New Adult Genre recht neu bin. Bisher habe ich mich nur an wenige Bücher wie „The Secret Book Club-„, „Finding Us-“ oder „All saints High-“ Reihe rangetraut. Ich war sehr gespannt, was mich mit dem neuen Roman „Lean On Me“ erwarten wird.

Auf das Buch habe ich mich schon ein bisschen gefreut, da ein Bezug zum Sport vorliegt. Ich selber habe über 15 Jahre lang Leistungssport getrieben, wodurch ich gespannt was, ob ich einzelne Parallelen erkennen werde. In das Buch bin ich problemlos eingestiegen. Die zwei Perspektiven sind durch die Autorin gut gestaltet worden, sodass man sich mit Ethan und Lilah sehr schnell vertraut machen kann. Auch ihre Emotionen und Gedankenkämpfe kommen in diesem Buch gut zur Geltung. Lilah gefiel mir in ihrer Gestaltung viel besser als Ethan, da bei ihr das Gedankenkarusel noch authentischer in Szene gesetzt wird. Dennoch gab es ein paar Sachen, welche mich störten. Um nicht vorwegzugreifen, fand ich einzelne Handlungen beider Protagonisten Recht unlogisch. Zudem fehlte mir eine gewisse Tiefe – besonders in der Darstellung des Umfelds. Hier würde ich mir wünschen, dass weitere Figuren bzw. die Beziehung zu denen wie Ethan’s Vater, noch intensiver in die Geschichte integriert werden. In diesem Fall wirkten diese oberflächlich gestaltet und wurden meines Erachtens nach, nicht in ihrem vorhanden Potential komplett ausgeschöpft. Wenn ich außerdem dieses Buch mit den oben genannten gelesenen Bücher vergleiche, fehlte es mir auch an WOW-Momenten. So empfand ich, dass die Spannungskurve bzw. die Emotionskurve sich konstant auf einem Niveau befanden hat. Zudem fehlte es mir an Humor. Zu guter Letzt kann man aber noch den Schreibstil loben, da dieser flüssig ist.

Schlussendlich kann ich sagen, dass für mich „Lean on me“ ein Buch für zwischendurch ist, welches jedoch von den Grundideen her, noch viel Luft nach oben hat. Obwohl die Story größtenteils gut ist, kommt es in wenigen Momenten  zu einer Achterbahn der Gefühle.

DC Celebration: Der Joker – Versch. Autoren

(Unbezahlte Werbung)

Im Sammelband „Der Joker“ im Sinne der DC Celebration steht der Superschurke Joker im Vordergrund. Wer mich kennt, weiß, dass Joker mein allgemein liebster Charakter aus dem ganzen DC Universum sowie Marveluniversum ist. In diesem Band dreht sich wirklich alles um den Joker. Die Autoren dieses Buches präsentieren uns auf diesem Wege viele kleine Geschichten, die über 80 Jahre im DC Universum mit Joker als Protagonist stattfanden. Und es wird spannend. Kleine Abschnitte finden in diesem Band ihren Platz, in denen Joker Batman ermordet oder einfach komplett wahnsinnig ist – a la Joker eben.

Aber dabei bleibt es nicht nur bei den kurzen Comicabschnitten. Die Autoren dieses Buches fügen einzelne Joker-Cover mit in den Band ein. Dazu werden dem Leser ganz alte Cover aus den 1950er Jahren präsentiert aber auch recht neue Cover. Hierbei merkt man, wie unterschiedlich die Gestaltung der einzelnen Covers ist. Zudem sind die Comics in ihrer Gestaltung auch einzigartig. Jeder der Designer weißt einen einzigartigen Zeichnungsstil auf. So vielfältig und so gut!

Fazit: Für jeden Joker-Fan ist dieses Buch einfach ein Muss. Man merkt wie sich der Antagonist in den Jahren entwickelt hat. Klare Leseempfehlung für DC-Fans!