Die Beichte einer Nacht – Marianne Philips

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Heleen befindet sich in einer Nervenanstalt. Eines Abends entscheidet sich die Frau dazu einer Schwester ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Beginnend mit ihrem Aufwachsen in einer streng gläubichen Familie, über ihren gesellschaftlichen Aufstieg bis zur ihrer großen Liebe namens Hannes und der jüngeren Schwester Lientje – dies sind alle Themen, die sie auf ihrem Lebensweg durchgemacht hat. Mit ungeahnten Konsequenzen jedoch, denn ihrer eigenen Eifersucht kann sie sich nicht entziehen.

Gerne lese ich zur Abwechslung neben meinen ganzen Thrillern und Kriminalromanen, Bücher, welche sich mit tiefgründigen Themen auseinandersetzen. Dabei stieß ich auf „Die Beichte einer Nacht“. In diesem Buch lernen wir Heleen kennen, die zurzeit in einer Nervenanstalt einsitzt. Durchgehend erzählt die Protagonistin dieses Buches ihre Lebensgeschichte. Dabei greift die Autorin bei der Erzählung auf einen kontinuierlichen Monolog zurück. Anhand diesen lernt man Heleen von jeder Seite kennen. Man erfährt ihren kompletten Werdegang. Man ist geschockt, fiebert mit und teils emotional gerührt. In diesem Fall bedient sich die Autorin einer mächtigen Sprache, wodurch man die Message hinter dem Buch, als Leser noch stärker wahrnimmt. Obwohl man Heleen im Buch so nahe ist, ist man gleichzeitig sehr distanziert zu ihr. Diese paradoxe Situation ist einzigartig und habe ich bisher in keinem Buch wahrgenommen. Dennoch zog sich die Geschichte zum Ende des Buches hin, wodurch ich mich am Ende bisschen langweilte, weil ich mir noch einen Höhepunkt erwartet habe.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Autorin mit ihrem Roman „Die Beichte einer Nacht“ ein sehr interessantes Buch entwirft, in welchem die Geschichte einer Frau ausführlich thematisiert wird. Es wird emotional, leicht spannend und tiefgründig.

Eine perfekte Ehe – Kimberly McCreight

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Die New Yorker Anwältin Lizzie Kitsakis bekommt einen Anruf von ihrem alten Studienfreund Zach, welcher sie um ihre Hilfe bittet, da er verdächtigt wird, seine Frau Amanda ermordet zu haben. Eigentlich wollte Lizzie ihren Beruf in den Hintergrund stellen, damit sie die Risse in ihrer Ehe mit Sam heilen kann. Doch sie entscheidet sich dazu, Zach zu helfen. Somit stürzt sie sich in einen hochbrisanten Fall. Je mehr sie sich mit Amandas und Zachs Ehe auseinandersetzt, desto mehr Unstimmigkeiten findet sie vor. Was verschweigt Zach und seine Bekannten wirklich? Als dann noch ein weiteres Beweismittel gefunden wird, hat sie Angst, dass ihr Ehemann in Bezug zum Fall steht.

Mit dem Buch „Eine perfekte Ehe“ konzipiert die Autorin einen hochspannenden Thriller, welcher nicht nur sehr vielschichtig ist, sondern an manchen Stellen es auch zu emotionalen Momenten kommt. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einerseits verfolgt man als Leser die rasanten Ermittlungen zu Amandas Fall. Diese sind besonders authentisch geschrieben worden. Dies ist wahrscheinlich damit zu begründen, dass die Autorin selbst früher als Anwältin gearbeitet hat. Anderseits wechselt die Handlung in die Vergangenheit, in welcher man Amandas Geschichte vor der Party kennenlernt, an welcher sie tot aufgefunden wurde. Zudem finden einzelne Verhörrungen und Polizeiberichte ihren Platz in diesem Buch. Folglich kann ich sagen, dass durch dieses Gesamtkonzept ein durchgängiger hoher Spannungsbogen vorliegt, da die Geschichte aus vielen Perspektiven geschildert wird.

Mit den Charakteren habe ich mich zuerst ein bisschen schwergetan, konnte mich immer mehr mit ihnen anfreunden. Mit dem Voranschreiten der Handlungen werden die Figuren immer greifbarer und lebendiger. Außerdem finde ich gut, dass teilweise einzelne Figuren nicht komplett durchleuchtet wurden, wodurch man nicht jeder Figur aufs Erste trauen kann. Außerdem werden die einzelnen Aspekte einer Ehe von der Autorin anhand der verschiedenen verheirateten Pärchen grandios in Szene gesetzt. Zu guter Letzt kann man sagen, dass ich das Buch innerhalb eines Tages durchlesen konnte. Dies war vor allem durch den flüssigen und fesselnden Schreibstil möglich. Ich war in einem tollen Leseflow!

Zusammengefasst kann ich sagen, dass das Buch „Eine perfekte Ehe“ ein toller Thriller ist, welcher einen durchgängigen Spannungsbogen und eine tolle Erzählweise aufweist. Die New Yorker Upper Class sowie die Ermittlungsarbeit/Anwaltsarbeit werden durch die Autorin sehr realistisch beschrieben.

Lupus – Jens Henrik Jensen

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Niels Oxen ist immer noch psychisch labil und kämpft mit seinen Dämonen. Doch dann soll er für seinen Geheimdienstchef einen vermissten Mann aufspüren. Dabei muss er sich in einen Wald begeben, da die Spuren ihn dahinführen. Vor Ort trifft er auf Wölfe und weitere Spuren. Es erscheint als ob das Verschwinden des Mannes mit einer Entführung aus dem 20. Jahrhundert zusammenhängt. Bei dieser Entführung verlor Oxens Partnerin Franck ihr rechtes Bein. Oxen und Franck beginnen an zu Ermitteln. Aber das ruft dunkle Mächte auf den Plan.

Obwohl ich die Vorgänger nicht gelesen habe, bin ich total einfach in den Thriller eingestiegen. Besonders durch Oxens sympathische Art und einen flüssigen Schreibstil des Aurors, war ich direkt in der Handlung drin. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr merkte ich, dass das Buch eher einem Kriminalroman als einem Thriller ähnelt. Dies fand ich nicht schlimm, da die Ermittlungsarbeit von Oxen und Franck total interessant zu verfolgen ist. Neben der Ermittlungsarbeit wird zudem die Psyche des Protagonisten beleuchtet. Diese war tiefgründig ausgearbeitet worden und ergänzte die Handlung perfekt. Auch die Situationen, in denen der Protagonist sich versucht seinem Sohn zu nähern, bereicherten das Buch sehr. Dadurch liegt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Privatleben und Arbeitsleben vor.

Obwohl die Spannung zum Ende – kurz vor dem Finale – abflacht, liegt ein ganz gutes Finale in diesem Buch vor, welches eine plausible Auflösung beinhaltet. Sonst kann man sagen, dass es dem Autor wirklich gelingt, kleinste Details in das Buch einzubringen, welche sich im Allgemeinen zu einem grandiosen Mosaikbild immer mehr zusammensetzen!

Fazit: Mit „Lupus“ entwirft der Autor eher einen größtenteils spannenden Kriminalroman als einen Thriller. Besonders die gute Mischung aus Ermittlerarbeit und Privatleben sind in diesem Buch positiv hervorzuheben.

Girl A – Abigail Dean

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Im neuen Roman „Girl A“ geht es um Alexandra, welche nach dem Tod ihrer Mutter zur Vollstreckerin des Testaments wird. Neben dem wenigen Geld, welches sie erhält, bekommt sie das alte Familienhaus vererbt. Doch an dieses Haus hat Alexandra keinen guten Erinnerungen. Anstatt einer friedlichen Kindheit, widerfuhr Alexandra und ihren Geschwistern Gewalt und Brutalität. So macht sich Alexandra auf wen zu Weg zu ihren ganzen Geschwistern, um die Information zu überbringen. Eine Reise in die Vergangenheit der Familie beginnt.

Bevor ich auf einzelne Details eingehe, muss ich sagen, dass ich eigentlich einen komplett anderen Plot im Buch erwartet habe. Dies fand ich am Anfang nicht total schlimm, da ich mich auf eine andere Geschichte einlassen konnte.

Wie erwähnt, beginnt die Geschichte nach dem Tod von Alexandras Mutter. Dadurch, dass Alexandra sich auf den Weg macht, um alle Geschwister zu benachrichtigen, so verfolgen wir als Leser eine Reise zu jedem Mitglied der Familie. Dementsprechend sind die Kapitel so gestaltet. Aus diesem Grund kommt es vor, dass einzelne Kapitel ab und zu mal, über 50 Seiten aufweisen, wodurch sich die Handlung extrem zieht. Auch wenn die Erzählungen über das „Horrorhaus“ natürlich erschreckend und grausam sind, fand ich, dass diese mit einer enormen Monotonität erzählt worden sind. Hier finde ich, dass man zumindest die Kapitel kürzen könnte. Außerdem springt man innerhalb der Kapitel in der Zeit. Rückblenden tauchen auf, die lediglich durch einfache Absätze gekennzeichnet sind. Folglich fehlte mir eine eindeutige Struktur in diesem Buch. Ich kam sehr oft durcheinander und das Lesen war total anstrengend. Außerdem war das Buch, bedingt durch den Schreibstil, schwierig zu Lesen.

Die Handlung war somit von der Spannung her auch recht schwach. Hier legt aber die Autorin den Schwerpunkt auf die Psyche der einzelnen Geschwister. Diese erweist sich jedoch meiner Meinung nach, viel zu oberflächig. Schade!

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich vom Buch enttäuscht bin. Es fehlt in diesem Buch die Spannung, eine Struktur sowie eine tiefgründige Ausarbeitung der Psyche der Figuren. Für mich war es eher ein Lesestress als eine Lesefreude. Schade! PS. Der Klappentext verwirrt eher als, dass er eine Hilfe darstellt. 2/5

Die Stieftochter – Ildy Bach

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Es ist Herbst. Es stürmt. In der Notzentrale geht ein Anruf ein. Rebecca Gretzky ist in der Leitung und meldet einen Notfall. Als die Polizei ankommt, finden sie Rebecca total verwirrt auf. Ihr Mann liegt tot in der Villa. Rebecca wird trotzdem des Mordes beschuldigt und landet im Gefängnis. Jahre später geschieht wieder ein Verbrechen in der Villa. Diesmal ist Rebecca das Opfer. Warum ist sie in die Villa zurückgekehrt? Und wer hat diese Tat begangen? Die Tochter von Rebecca namens Tess fängt in der Vergangenheit an zu graben. Dabei stößt sie auf ein Netz voller Intrigen und Lügen.

Der Thriller „Die Stieftochter“ war der Thriller im April, auf welchen ich sehnsüchtig gewartet habe.

Besonders das düstere Cover hat mich inspiriert! Der Thriller ist für mich im Allgemeinen eine gute Mischung aus Familiendrama, Psychospielchen sowie Ermittlungsarbeit. Dabei dominiert aber eindeutig der Familienaspekt, wodurch man sagen kann, dass eventuell „Hardcore-Thriller-Fans“ an manchen Stellen enttäuscht werden können. Man merkt, dass je weiter man liest, desto mehr ist die Geschichte auf Verrat und Intrigen aufgebaut. Und das war spannend! Mich hat es total gefesselt, da man nie wusste, was wirklich wahr und was falsch ist. Keiner Person konnte ich so richtig trauen und das fand ich toll! Auch die Protagonistin fand ich in ihrer Gestaltung nicht all zu transparent. Obwohl man ihr ganz nah ist, da man ihre Ängste und Sorgen total mitverfolgen konnte, fand ich sie in einzelnen Situationen recht komisch. Sie handelte einfach dann unlogisch. Die zweite Perspektive, die einer kriminellen Bande, passte zu diesem Buch sehr gut, da man auch erst zum Schluss des Thrillers größtenteils den Zusammenhang erfahren hat. Jedoch muss ich sagen, dass am Ende einzelne Wissenslücken entstanden sind. In diesem Fall bietet aber das Buch viel Platz zur individuellen Interpretation.

Vom Spannungsverlauf her ist auffällig, dass das Buch in der Mitte spannungstechnisch einbricht, sich aber dann zum Ende hin, enorm steigert. Besonders im Finale verspürte ich die Thrillerelemente, die mir in der Mitte des Buches so wahnsinnig gefehlt haben. Vom Schreibstil her ist das Buch ganz gut. Recht kurze Kapitel lassen sich im Buch verorten, aber mir fehlte es total, dass ich bei diesem Buch nicht in so einen Leseflow gekommen bin.

Fazit: Trotz einigen Schwächen garantiert der Thriller „Die Stieftochter“ viele spannende Lesestunden. Leser*in, welche gerne Thriller mit einem Hauch an Familiendrama sowie Spionage bevorzugen, werden bei diesem Buch voll auf ihre Kosten kommen!

Der Revolver – Fuminori Nakamura

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In einer gewöhnlichen Nacht findet der Protagonist namens Nishikawa dieses Romans in den Straßen von Tokio eine Leiche. Neben der Leiche befindet sich ein Revolver. Handelt es sich hierbei um einen Selbstmord? Nishikawa entscheidet sich dazu die Waffe mitzunehmen. Innerhalb kurzer Zeit entwickelt er eine Obsession. Sein ganzes Leben, seine Entscheidungen und seine Gedanken kreisen um diese Waffe. Er ist nervös, und weiß nicht was er mit der Waffe anstellen soll. Die vier Kugeln, die sich in der Trommel befinden, findet er kurios. Irgendwann ist es nicht mehr genug, die Waffe zu besitzen. Er muss sie abfeuern.

Nach dem Lesen des Buches habe ich erst gemerkt, dass es sich bei diesem Roman, um mein erstes Buch eines asiatischen Autors handelt! Spannend! Das knapp 200-seitige Buch konnte ich sehr schnell durchlesen. Besonders durch den fleißigen Schreibstil des Autors konnte ich durch die Seiten fliegen.

Auch wenn der Roman auf den ersten Blick total unspektakulär anfängt, entfacht der Autor innerhalb kurzer Zeit ein Feuerwerk. Wir verfolgen die Story um Nishikawa und merken immer mehr, wie stark sich der Protagonist dieses Buches in die Waffe verguckt. Dabei gelingt es dem Autor besonders den inneren Zustand, also die Psyche von Nishikawa, hervorragend zu beleuchten. Hier wird besonders die Macht in Bezug auf eine Waffe gut aufgegriffen. Für mich persönlich ist dies ein hochaktuelles Thema, das zurzeit auch in den Medien präsent erscheint. Aus diesem Grund fragt man sich als Leser, inwiefern Nishikawa schon diese böse Seite lang aufgewiesen hat. So wird der mentale Kampf des Protagonisten durchgängig zum Thema. Man merkt einfach, wie der Protagonist sich zu unlogischen bzw. nicht sozialen Handlungen verleitet, welche ein normaler Mensch eigentlich nicht tätigen würde. Nichtsdestotrotz fehlte mir in diesem Roman so ein Highlight, welches dem Buch einen positiven Schub verleiten würde.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass der Autor mit diesem Werk ein hochinteressantes Buch entwirft, indem die Beziehung zwischen einem Studenten und seiner Waffe intensiv thematisiert wird. Für mich war es mal eine Abwechslung, da es wirklich ein Noir-Roman ist, welchen man eigentlich nicht täglich liest.

Die Hexenjägerin – S. A. Hunt

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Im Buch „Die Hexenjägerin“ geht es, wie man es aus dem Titel entnehmen kann, um eine Hexenjägerin namens Robin. Auf YouTube ist sie innerhalb kurzer Zeit zu einem Star geworden, da sie auf dieser Plattform Video hochlädt, in denen sie wirklich Hexen jagt. Mit ihrem kleinen Lieferwagen bewegt sich Robin quer durch Amerika, um die Hexenzirkel auszulöschen, welche verantwortlich für den Tod ihrer Mutter sind. Als sie dann kurz vor ihrem Ziel ist, merkt sie, dass eigentlich die Gefahr von jemanden anderen ausgeht. Der dämonische Red Lord wird ihr zur Bedrohung. Ein spannendes Abenteuer beginnt.

In dieses Buch bin richtig gut eingestiegen. Ich fand, dass es der Autorin vorbildlich gelungen ist, den Leser*in direkt in eine actionreiche Handlung einzuführen. Deswegen fand ich, dass auch schon seit Anfang des Buches eine gute Spannung vorlag. Zudem konnte ich gut durch die Seiten kommen, da der Schreibstil der Autorin total flüssig ist. Das Buch hat sich wirklich gut gelesen.

Aber dabei ist es auch sonst geblieben. Ich finde, dass in diesem Buch – bedingt durch einen interessanten Klappentext, ein enormes Potential steckt, welches aber nicht komplett ausgeschöpft worden ist. Ich habe mir von der Geschichte eine actionreiche Jagd nach Hexen versprochen mit vielen Gruselelementen. Das lag aber nicht vor. Im Buch dominierten hauptsächlich lange Monologe sowie Dialoge, die sich teilweise mit anderen Sachen beschäftigt haben, als mit der Haupthandlung. Außerdem hat sich besonders die Handlung in der Mitte des Buches total gezogen. Teilweise stand für mich die Handlung an einem Punkt, an dem sie sich über 40 Seiten nicht bewegt hat. Außerdem wird die Geschichte neben Robins Perspektive aus zwei weiteren Perspektiven erzählt. Hier habe ich aber erst am Ende des Buches einen wahren Zusammenhang erkannt, wodurch für mich das Buch eindeutig aus drei unabhängigen Handlungssträngen bestand. Mir fehlte wirklich der Zusammenhang.

Zu den Figuren kann ich sagen, dass ich mit diesen leider nicht warm wurde. In Robins Darstellung fehlt mir eindeutig die Tiefe. Auf den über 440 Seiten hat man über sie nämlich viel zu wenig erfahren. Schade! Weitere Figuren machen auch einen blassen Eindruck.

Zum Schluss kommt noch einmal Spannung auf, jedoch war das Ende für mich nicht gut. Ich hätte ein viel größeres Feuerwerk im Finale des ersten Bandes erwartet. Ergänzend kann man noch sagen, dass das Buch einen Cliffhanger aufweist, wodurch man eigentlich den zweiten Band lesen sollte. Leider aber weiß ich noch nicht, ob ich die Geschichte von Robin weiterverfolgen möchte. Da muss ich mir noch Gedanken zu machen.

Fazit: Vom Roman „Die Hexenjägerin“ habe ich viel mehr erwartet als das Buch zu bieten hat. Obwohl ein guter Schreibstil vorliegt und die Autorin den Leser*in am Anfang des Buches hervorragend an die Hand nimmt, ist die Handlung recht monoton und Spannung ist leider wenig vorzufinden. 2,5/5

Die Farbe des Vergessens – Ina Resch

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Das Kind von der Protagonistin dieses Buches namens Juli verschwindet spurlos bei einer traumatischen Geburt. 18 Jahre danach liegt vor Juli auf ihrem Seziertisch eine Frau, die fast genau wie Juli aussieht. Wieso musste diese Frau sterben? Und handelt es sich hierbei wirklich um die Tochter von Juli? Juli kann die ganze Situation nicht fassen. Sie entscheidet sich dazu ihr Leben komplett umzustrukturieren, indem sie eine Reise nach der Wahrheit einschlägt. Je tiefer sie in ihrer Vergangenheit gräbt, desto mysteriöser wird es. Und dann gelingt sie an einen Punkt, an dem ihre Welt wahrscheinlich zerbrechen wird.

Aufgrund eines interessanten Klappentextes habe ich mich dazu entschieden, diesen Spannungsroman zu lesen. In das Buch mich problemlos eingestiegen, da man direkt in eine spannende Handlung einsteigt. Mit Juli und weiteren Figuren wie Ömer konnte ich mich direkt anfreunden. Der Autorin gelingt es somit einen gelungenen Anfang zu entwerfen, da sie den Leser*in mit den wichtigsten Informationen zu Beginn versorgt, damit man einen groben Überblick über alles erhält. Zu den Figuren kann man sagen, dass Juli als Protagonistin gut gewählt worden ist, und für dieses Buch ausreichend hinsichtlich der Tiefe entworfen worden ist. Besonders gelungen empfinde ich Ömer, da er das gewisse Etwas dem Buch verleiht.

Das Buch ist in Tage aufgeteilt. Als Leser begibt man sich durch die chronologische Abfolge der Tage. Das Konzept gefiel mir sehr gut, da man somit das Gefühl hat, dass man wenig von der Handlung verpasst. Dennoch tat ich mich mit einzelnen Zeitrückblicken schwierig. Man sprang in der Zeit zwischen der Zeit der Haupthandlung (18 Jahre nach der Geburt) und der Zeit zwei Jahre sowie drei Jahre „danach“. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass es vorkam, dass ich besonders bei den Rückblicken in die Vergangenheit wichtige Szenen durcheinandergeworfen habe. Hier fehlte mir teilweise die Struktur.

Nichtsdestotrotz hat es sich gelohnt am Ball dran zu bleiben. Das letzte Drittel des Buches ist somit auch das stärkste Drittel dieses Romans. Da zieht die Autorin das Tempo nochmal an und es liegt ein spannendes Finale vor, auf welches ich positiv zurückblicke.

Fazit: Mit dem Roman „Die Farbe des Vergessens“ entwirft die Autorin ein recht spannendes Buch mit einem größtenteils interessanten Thema. Auch wenn ich mich mit dem Erzählstil schwertat, weist dieses Buch Stärken in der Charakterdarstellung sowie im Finale des Plots auf.

Die Nacht der Acht – Philip Le Roy

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Aus einem normalen Treffen wird ein schlimmer Albtraum. Eines Abends treffen sich acht Jugendliche zur einer Feier in einer schicken, aber abgeschiedenen Villa. Dabei weist die Feier ein spezielles Motto auf: Wer sich erschreckt, der muss trinken! So wird schnell aus Spaß harter Ernst. Aus vermeintlich harmlosen Zufällen, werden die Vorfälle immer mysteriöser. Dann merken die 8 Freunde, dass sie auf sich allein gestellt sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Als dann noch einzelne Jugendliche verschwinden, droht die Situation zu eskalieren. Wird jemand lebend rauskommen?

Auf dieses Buch habe ich mich schon seit Anfang des Jahres gefreut, da ich mir vom Plot viel erhofft habe und das Cover einfach grandios ist. Da es sich um einen Jugend-Thriller handelt, werde ich das Buch auch unter diesen Aspekten sowie der Berücksichtigung der Zielgruppe rezensieren.

Die Geschichte beginnt recht direkt und der Autor legt ein hohes Tempo vor. So hat man als Leser nur eine kurze Zeit in die Geschichte einzufinden. Auch wenn es acht Jugendliche sind, finde ich, dass man als Leser die Figuren gut unterscheiden kann. Dies ist damit zu begründen, dass jede Figur eine bestimme Charaktereigenschaft aufweist, welche ermöglicht diese von den anderen zu unterscheiden. Auch wenn den Figuren in ihrer Konstruktion eine gewisse Tiefe fehlt, fand ich diese in ihrer Gestaltung – besonders anhand ihrer Handlungen und Ausdrücken – authentisch entworfen. Man merkt, dass es Teenager sind, welche das Leben und Grenzen ausprobieren wollen.

Durch die Seiten bin ich kurzgesagt geflogen, da der Autor einen sehr flüssigen Schreibstil aufweist. Im Fokus des Buches steht eindeutig der Horroraspekt. Deswegen fand ich wiederum die Oberflächigkeit bei den Charakteren nicht schlimm. Die Horror- sowie Thrilleraspekte kommen in diesem Buch gut zur Geltung. Für mich als leidenschaftlicher Thrillerleser waren einzelne Aspekte recht vorhersehbar. Das liegt aber eindeutig daran, dass ich einfach schon viel zu viele Thriller gelesen habe. Dennoch bin ich der Meinung, dass für die Zielgruppe, also Jugendliche, der Maß an Horror- und Thrilleraspekte sowie die dazu entstandene Atmosphäre genau ideal ist, um in dieses Genre reinzuschnuppern. Außerdem weist dieses Buch einen guten Spannungsbogen auf, welcher trotz einigen Tiefpunkten sich auf einem hohen Niveau befindet.

Fazit: Für Jugendliche sowie Thriller-Neueinsteiger spreche ich in diesem Fall eine klare Leseempfehlung aus. Das Buch weist alle Aspekte auf, um die Zielgruppe für dieses Genre zu begeistern. Es liegt eine gute Atmosphäre vor, die Geschichte ist authentisch und die Handlung verläuft auf knapp 300 Seiten rasant. Für erfahrene Thriller kann das Buch eventuell zu “einfach“ gestaltet sein.

Singularity – Joshua Tree

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Im Science-Fiction Roman befinden wir uns am Ende des 21. Jahrhunderts. Die Menschheit ist in zwei Gruppen gespaltet. Einerseits gibt es die wohlhabenden und medizinisch bestens versorgten Menschen und anderseits das Menschen, die als überflüssig angesehen werden und nur als billige Arbeitskräfte arbeiten. In diesem Buch verfolgen wir die Reise dreier Charaktere, die jeweils ein persönliches Ziel vor ihren Augen haben. James, als einer der „Überflüssigen“, wird beauftragt ein verschwundenes Mädchen zu finden. Adam, welcher eigentlich in einem Zug lebt, soll eigentlich ausgelöscht werden. Doch er entkommt und macht sich auf die Suche nach seinem verschwundenen Vater. Zu guter Letzt gibt es die Wissenschaftlerin/Psychologin, die sich mit Menschen in Simulationen beschäftigt. Doch dann verschwindet einer der Klone. Drei Schicksale, drei Happy Ends?

Wie beschrieben, wird dieses Buch aus den drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Jede der Perspektiven weist einen anderen thematischen Schwerpunkt auf, wodurch man drei spannende Abenteuer verfolgt. Zudem ist einfach jeder der Protagonisten total sympathisch! Auch wenn es an manchen Stellen recht theoretisch wurde – aufgrund der Thematik der virtuellen Realität – hat es mir sehr viel Spaß gemacht, die Geschichten der einzelnen Figuren zu verfolgen. Außerdem merkt man recht schnell, dass die drei Erzählstränge in einem harmonischen Zusammenspiel zueinanderstehen. Grandios! Eine gewisse Tiefgründigkeit in den jeweiligen Erzählsträngen sowie Figuren ist somit auch gegeben!

Neben einer tollen Handlung hat dieser Roman noch viel mehr zu bieten. Wichtige Themen wie der Zukunftsgedanke der Welt, Automatisierungen, künstliche Intelligenzen und eine sehr gespaltene Gesellschaft rücken in diesem Roman in den Mittelpunkt. Teilweise stellte ich mir die Frage, ob diese Darstellung der Welt, irgendwann mal auch unsere Welt betreffen könnte. Wenn ja, dann wird es für uns nicht gut ausgehen. Anhand Adam werden weitere Themen aufgegriffen, die der Autor besonders gelungen darstellt. Das Buch weist ein unerwartendes Ende. Kurzgesagt: Es war grandios! Ich hätte nie gedacht, dass dieses Buch auf diese Weise endet.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass der Autor mit seinem Buch „Singularity“ einen hochspannenden, vielschichtigen aber auch an manchen Stellen emotionalen Roman entwirft. Leser, die gerne sich intensiver mit einer Thematik auseinandersetzen und besonders an komplexen Themen wie der KI, Digitalisierung und der VR interessiert sind, werden bei diesem Buch voll auf ihre Kosten kommen. Im Science-Fiction Bereich ist dieses Buch auf jeden Fall ein Jahreshighlight!