Wave of lies – Sarah Epstein

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Inhalt:
Der Jugend-Thriller „Wave of lies“ erschien dieses Jahr im August. In diesem Buch geht es um sechs Freunde. Chloe einer der Figuren kehrt in den Ferien immer in die Kleinstadt zurück, um sich mit den ganzen Freunde wiederzutreffen. Die Freunde kennt sie schon seitdem sie klein ist. Durch dick und dünn sind sie zusammen als eine Einheit gegangen. Doch diesmal ist es anders. Henry, einer von ihnen verschwindet spurlos in einer Sturmnacht. Beim Wiedertreffen ist das Misstrauen umeinander groß. Jeder hat etwas zu verbergen und alle sind schuldig.

Meinung:
Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Chloe, die den verschwundenen Henry fast schon als einen kleinen Bruder sieht. Deswegen möchte sie herausfinden, was wirklich mit ihm geschehen ist. Aus diesem Grund verfolgt man die Geschichte aus ihrer Perspektive. Anderseits erhält man als Leser Einblicke in weitere Perspektiven wie z.b. die von Mason, Henry’s älteren Bruder. Zu Chloe fiel es mir viel einfacher eine Bindung aufzubauen, da sie als einzige der Figuren sehr greifbar und vielfältig gezeichnet worden ist. Auch wenn mich Masons Schicksal berührt hat, war er sowie die anderen Figuren nicht greifbar.

Sonst lag im Allgemeinen ein sehr übersichtlicher Schreibstil vor, welcher besonders durch Henry’s Chatverläufe gelockert wurde. Dennoch muss ich sagen, dass durch die zahlreichen Perspektivwechsel sowie Wechsel der Zeitverläufe die Spannung litt. Zudem empfand ich die Geheimnisse als recht vorhersehbar, sodass mir einfach die Wow-Elemente gefehlt haben. Aus diesem Grund war es für mich persönlich ein sehr ruhiger Thriller.

Hinsichtlich des Settings kann ich nur positives sagen. Der Autorin gelingt es den Handlungsort Australien sehr lebendig zu gestalten. Es bleibt einfach für mich persönlich ein grandioses Setting, da ich der Meinung bin, dass australische Bücher etwas besonderes an sich haben.

Fazit: Durchaus weist der Jugend-Thriller „Wave of lies“ gute Aspekte wie das Setting auf. Leider hat mich aber das Buch von der Spannung her nicht erreicht, kann mir aber vorstellen, dass für Neueinsteiger sowie Jugendliche das Buch sehr geeignet ist. Zudem Fans von Büchern wie „One of us is lying“ werden hier auch voll auf ihre Kosten kommen.

Hidden World’s (Das Schwert der Macht – Band 3) – Mikkel Robrahn

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Mit dem Band „Das Schwert der Macht“ geht nun die Fantasy-Reihe „Hidden World’s“ zu Ende. Persönlich habe ich mich auf den dritten und letzten Band gefreut, da es eine Fantasy-Reihe ist, die ich mit viel Interesse und Neugier verfolgt habe. Anderseits bin ich auch traurig, dass die Reise von Elliot und Soleil zu Ende geht.

In dem Abschlussband wird es Mal wieder spannend. Elliots Welt wurde regelrecht durch das Merlin-Center, das Kaufhaus für alles Phantastische, auf den Kopf gestellt. Neben vielen tollen Freunden, die er in letzter Zeit kennengelernt hat, gibt es auch Schattenseiten, die besonders durch brutale Konflikte aufkommen. Die Inquisition ist immer noch ein Problem, da sie alles bekämpfen möchte. Deswegen entscheiden sich Soleil und Elliot dazu, dem Ganzen einen Schlussstrich zu ziehen. Das Portal nach Avalon wird ein weiteres Mal geöffnet, um den finalen Kampf zu beginnen.

Ich muss ehrlich sagen, dass für mich der Abschlussband auch der stärkste Band war. Er beinhaltet so viel Spannung, Emotionen und Nervenkitzel, einfach nur WOW. Der Einstieg in das Buch ist mir sehr gut gelungen. Ich konnte zu den Figuren direkt wieder eine Bindung aufbauen. Ein tolles Wiedersehen, da mir Elliot, Soleil und besonders der Drache Rhegad ans Herz gewachsen sind. Dem Autor ist es zudem gelungen, dass die Figuren durch die drei Bänder eine tolle Entwicklung durchleben sowie in ihrer Konstruktion sehr vielseitig gestaltet sind. Aber auch die anderen Charaktere wie Elliots Mutter Cecile oder die unterschiedlichen Wesen wie die Zwerge passen einfach hervorragend in die Geschichte rein.

Außerdem finde ich bei dieser Reihe toll, dass man als Leser nie vorausahnen kann, welchen mystischen Wesen man im Buch noch begegnet. Dies finde ich persönlich richtig gelungen, da somit auch eine tolle Spannung entsteht.

Die Spannung baut sich exponentiell auf – d.h. am Ende des Buches erwartet den Leser ein grosses Finale, welches dem Autor sehr gelungen ist. Viele unerwartene Momente waren vorzufinden, die mich geschockt haben. Folglich kann ich nur sagen, dass mich der dritte Band begeistert hat und ich auf die gesamte Reihe vom Autor mit einem Lächeln zurückblicke. Es ist wirklich eine tolle, emotionale, spannende, vielschichtige sowie humorvolle Fantasy-Reihe, sodass ich die Bücher nur empfehlen kann. Ich freue mich schon auf die weiteren Bücher des Autors, da der Autor auch einen sehr flüssigen sowie bildhaften Schreibstil aufweist.

Fazit: Viel bleibt mir glaube ich nicht zu sagen, außer:
Auch wenn ich wenig Fantasy-Bücher lese, hat mich diese Reihe und auch dieses Buch hervorragend unterhalten. Dieses Buch hat so viel zu bieten, sodass ich hier eine klare Leseempfehlung aussprechen kann. Besonders für Neueinsteiger in dieses Genre ist die Reihe empfehlenswert, da die Bücher keine dicken Wälzer sind!

Stone Man #2. Die Rückkehr. – Luke Smitherd

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Der erste Band zum Stone Man fand ich in den Grundzügen gut entworfen, jedoch fand ich teilweise die Kapitel zu lang, sodass sich mein Lesefluss damals sehr gezogen hat. Aber die Plotidee war grandios und ich habe mich schon gefragt, wie es bei diesem Buch weitergehen wird.

Im zweiten Band zum Stone Man springen wir in der Zeit fünf Jahre vor. Diesmal erwartet die Menschen an der Westküste Englands eine neue Bedrohung, welche man als eine weiße, teils durchsichtige Gestalt namens Empty Man bezeichnen kann. Dieser erscheint als recht mysteriös, hat aber nur ein Ziel vor Augen: Maria, die noch unter den Folgen der Begegnung mit dem Stone Man leidet. Parallel dazu rückt Eric Hatton, ein weiterer Protagonist des Romans, ins britische Hauptquartier und erfährt den schrecklichen Plan des Wesens.

In das Buch bin ich gut eingestiegen, da man als Leser direkt mit dem „Empty Man“ konfrontiert wird. Deswegen herrscht eine gute Spannung, wodurch mich das Buch von Anfang an fesseln konnte. Auffällig war meiner Meinung nach, dass irgendwie der Schreibstil bzw. die Übersetzung sich ins Positive gewandelt hat. Ich hatte das Gefühl, dass ein viel flüssigerer sowie einfacher Schreibstil in diesem Buch vorlag, als man es aus dem ersten Band kannte. Deswegen kam ich gut durch die Seiten und hatte einen besseren Leseflow.

Die wechselnden Perspektiven – hauptsächlich zwischen Maria und Eric – werden gut umgesetzt. Man erhält somit zwei Blickwinkel auf die neue Katastrophe in Westengland. Der Plot an sich ist meines Erachtens auch viel spannender entworfen. Ich fand, dass im ersten Band die Protagonisten recht passiv agierten. In diesem Band wird der Handlungsverlauf viel aktiver und actionreicher, sodass auch ein tolles Tempo vorliegt. Folglich kann ich somit zu dem zweiten Band sagen, dass sich dieser zum ersten Band viel verbessert hat.

Fazit: Mit „Stone Man – Die Rückkehr“ entwirft der Autor eine spannende Fortsetzung zum ersten Band, indem er eine weitere surreale Kreatur in das Buch integriert. Dadurch erhält das Buch viel Spannung und Mystisches. Zudem nahm ich eine enorme Steigerung hinsichtlich des Erzähl- sowie Schreibstils wahr. Ich freue mich auf Band 3. (4/5)

Lady of the Wicked – Laura Labas

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Ich lese neben Thrillern und Kriminalromane sehr gerne Fantasy-Bücher. Der Fantasyroman „Lady of the Wicked“ konnte mich durch die geniale Cover-Gestaltung sowie den Klappentext inspirieren, ihn zu lesen. So kann ich schon mal vorab sagen: Für mich persönlich war es abseits einer Kleinigkeit ein geniales Fantasy-Highlight.

In diesem Roman begegnen wir Darcia, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Herrin der dunklen Hexenseelen zu werden, damit sie ihre Schwester aus dem Jenseits holen kann. Für diese Position muss sie aber dreizehn andere Hexen töten. Und so macht sich die Protagonistin auf den Weg durch New Orleans, um ihre Opfer zu finden. Doch plötzlich kommt ihr ein Typ namens Valens in die Quere, welcher anscheinend vor etwas flüchtet. Auf ihm lastet ein Fluch, welcher eventuell von Darcia behoben werden kann. Die beiden Figuren schließen ein Pakt. Die Reise beginnt.

Die erste Sache, welche mir in diesem Buch sehr gefallen hat, ist die Ich-Perspektive, die jeder der Figuren wie Darcia, Val und Ruth einnehmen. Ich hatte schon Bedenken, dass es die dritte Erzählperspektive sein wird, aber es kam anders. So muss ich sagen, dass die Autorin hervorragend die Geschichte anhand der Figuren erzählt hat. Jeder der Figuren habe ich sehr gemocht, und konnte durch die Ich-Perspektive ihnen nah sein, da man ihre Gedankengänge etc. auch erfahren hat. Zudem hatte ich das Gefühl, dass dadurch ein enormes Erzähltempo vorlag, da ich wirklich flüssig durch das Buch durchgekommen bin.

Die Geschichte weist eine gute Spannung auf, da jede der Figuren so gesehen ein eigenes Ziel verfolgen. Besonders hervorzuheben wäre die Hexenjagd von Darcia, da diese enorm spannend zu verfolgen war. Beim Lesen merkt man, dass im Handlungsort New Orleans das Böse an jeder Ecke lauert. Folglich konnte ich als Leser nie so richtig antizipieren, was die Figuren an der nächsten Ecke erwartet. Dadurch war die Handlung nicht vorhersehbar, sodass auch viele unvorhersehbaren Momente aufgetreten sind. Toll! So hatte ich auch das Gefühl, dass ich mich auf die Welt der Hexen, Bestien gut einlassen konnte. Auch wenn der Waldtroll von Darcia wenig Spielraum erhalten hat, fand ich ihn irgendwie trotzdem total cool.

Ich hätte mir vielleicht an mancher Stelle noch mehr einen intensiveren Tiefgang hinsichtlich der Gestaltung des Handlungsortes gewünscht. Dies ist aber wirklich nur Kritik auf hohem Niveau. Sonst lässt sich noch sagen, dass den Leser am Ende ein mieser Cliffhanger erwartet, sodass ich leider ungeduldig bis Dezember warten muss.

Fazit: Persönlich empfehle ich dieses Buch für jeden Fantasy-Fan, da es meiner Meinung nach, ein wirklich tolles Buch mit einzigartigen Figuren sowie Plot ist. Auch wenn ich noch mehr über den Handlungsort erfahren würde, erhoffe ich mir dies im zweiten Band. Alles war verständlich und die Ich-Perspektive ist in diesem Buch durch die Autorin gut gewählt worden. LESEEMPFEHLUNG! (5/5)

No Trace – Emma Viskic

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Auch wenn mich die Reihe um den gehörlosen Ermittler Caleb von der Spannung bisher nur mittelmäßig fesseln konnte, fand ich das von der Autorin entworfene Setting einfach traumhaft. Durch sehr sympathische Figuren sowie Australien als Setting, ist schon diese Reihe was besonders. Somit habe ich mich auf den dritten Band sehr gefreut!

In dem Buch scheint es so, als ob Caleb endlich seine Ruhe gefunden hat und nun seinen Job weiter ausüben kann, da er wieder Aufträge hat. Zudem läuft die Beziehung zu seiner Ex-Frau besser denn je. Jedoch holt ihn nun seine Vergangenheit wieder an. Genauer gesagt begegnet ihm seine Ex-Businesspartnerin Frankie, die sich in ihrem Leben mit den Falschen angelegt hat. Nun muss sie alles ausbaden. Dann wird Frankies Nichte entführt, sodass Frankie auf Calebs Hilfe angewiesen ist. Aber kann Caleb Frankie nach den zahlreichen Lügen noch glauben und mit ihr zusammenarbeiten?

Auffällig bei diesem dritten Band war es, dass der Klappentext schon recht viel von der Handlung vorwegnimmt, es jedoch durch die Autorin gut spannend gehalten wird. Mir gefiel die Mischung aus einem ruhigen Einstieg, der jedoch dann auch auf der anderen Seite schon Action aufwies. In diesem Fall merkt man, dass sich die Autorin hinsichtlich der Einstiegs-Gestaltung verbessert hat.

Wie auch in den ersten beiden Bänden ist der gehörlose Ermittler Caleb einfach ein grandioser Sympathieträger. Es macht wirklich Spaß mit ihm sich durch die Geschichte fortzubewegen. Teilweise habe ich auch schon das Gefühl, dass es einer der Ermittler ist, der aufgrund seiner Charaktergestaltung, mir immer im Gedächtnis bleibt. Ihr müsst Caleb einfach kennenlernen!

Ein Thriller ist dieses Buch für mich nicht. Es ähnelt eher einem sehr spannenden Kriminalroman, da die Suche nach Frankies Nichte im Mittelpunkt dieses Buches steht. Die Ermittlungsarbeit ist sehr authentisch entworfen worden, und der Leser wird am Ende des Buches mit keiner offenen Frage hinterlassen.

Fazit: Ich bewerte dieses Buch mit 3,5 Sternen, Tendenz nach oben. Es ist ein guter dritter Band, welcher mal wieder hinsichtlich der Charaktergestaltung sowie des Settings überzeugt. Auch wenn ich mir an manchen Stellen mehr Spannung gewünscht habe, hat mich dieses Buch gut unterhalten.

Der kalte Glanz der Newa – Ben Creed

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Thriller, deren Handlung in der Nachkriegszeit spielen, haben meiner Meinung nach schon was Einzigartiges an sich. Letztes Jahr las ich den Thriller „Black Sun“ aus dem Bastei Lübbe Verlag, der identisch wie dieser Thriller in Russland in der Nachkriegszeit spielt. Da mir das Setting bei „Black Sun“ sehr gefallen hat, habe ich mich auf „Der kalte Glanz der Newa“ sehr gefreut!

In diesem Thriller befinden wir uns im kalten Leningrad. Es ist das Jahr 1951. Wie auf Notenlinien werden fünf verstümmelte Leichen zwischen den Bahngleisen aufgefunden. Ein grausamer Anblick, welcher sogar den charakterstarken Leutnant Rossel erschüttert. Trotzdem muss Rossel den Fall aufklären. Als wäre dies hart genug, da der Täter fast keine Spuren hinterlassen hat, holt den Leuntnant seine Vergangenheit ein. Kann er trotzdem seine Ermittlungen weiterlaufen lassen?

Das Buch bietet direkt einen nicht einfachen Einstieg, da man mit dem grausamen Tatort als Leser vertraut gemacht wird. Es herrscht eine gute Spannung von Beginn an, da man als Leser herausfinden möchte, warum ausgerechnet die Leichen wie auf Notenlinien hinterlassen worden sind. Zudem gelingt es dem Autorenduo schon am Anfang des Thrillers eine sehr kalte, teils düstere Atmosphäre zu kreieren. Man spürt als Leser, wie der Krieg noch die ganzen Nebenfiguren sowie die Landschaften beeinflusst hat. Zudem kann man sich alles sehr bildlich vorstellen. Das zu lesen war für mich teilweise sehr erschütternd aber interessant, da diese Zeit ich besonders aus den Erzählungen meiner Großeltern kenne.

Schwierig fand ich jedoch mir die ganzen Namen zu merken. Auch wenn ich selbst mit slawischen Namen vertraut bin, fand ich es sehr schwierig, mir die ganzen Namen der Figuren – abseits von Rossel – zu merken. Man trifft an der Seite von Rossel viele Nebenfiguren wie weitere Leutnants, Soldaten, Ärzte etc., die meines Erachtens nach, sehr komplizierte Namen haben (no offense!) und sehr ähnlich klingen.

Die Plotidee fand ich durch die Autoren auch gut gewählt. Es ist kein einfacher Fall, da ich finde, dass er sehr detailliert entworfen worden ist. Ich habe selber gemerkt, dass ich einzelne Stellen zwei Mal lesen musste, weil ich zum Beispiel ein Schlüsseldetail überlesen habe. Deswegen ist bei diesem Buch viel Konzentration gefragt. Folglich kommt man in diesem Buch auch nur recht schleppend voran, was sich aber trotzdem lohnt.

Fazit: Wer also Lust auf eine Reise in das kalte Russland in der Nachkriegszeit hat und dabei einen spannenden sowie sehr komplexen Plot verfolgen möchte, sollte sich mit diesem Thriller vertraut machen. Da es der Anfang einer neuen Reihe ist, freue ich mich schon auf den zweiten Band. (4/5)

The call – E.G. Scott

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Inhalt:
Am herrlichsten Tag wird eine Leiche einer Frau in einem Park aufgefunden. Die Polizei sowie ein Ermittlungsteam werden zum Tatort geschickt. Vor Ort finden sie bei der Leiche Kontaktdaten von einer Frau namens Charlotte. So findet die Polizei Charlotte schnell, doch diese weiß nicht, wer die Ermordete sein kann. Wie aus dem Nichts rückt Charlotte somit in die Ermittlungen und wird als Hauptverdächtige beschuldigt. Charlotte versucht mit allen Mitteln ihre Unschuld zu beweisen. Doch bevor sie erahnt, dass die Frau etwas mit ihrer dunklen Vergangenheit zu tun hat, gerät sie in Lebensgefahr.

Das Autorenduo mit dem Pseudonym „E.G. Scott“ haben meiner Meinung nach einer sehr perfiden und spannenden Thriller entwickelt, der gute Wendungen enthält.

In das Buch bin ich gut eingestiegen. Schon von Beginn an hat mir die Erzählweise gefallen, da ein Ich-Erzähler vorliegt. Zudem wird das Geschehen aus den Perspektiven von Charlotte, Charlottes Freundin namens Rachel sowie den zwei Ermittlern geschildert. Dies fande ich durch das Autorenduo stark umgesetzt, da man besonders anhand der Protagonistin sowie Rachel die Bedrohlochkeit, die während des Buches entsteht, verspüren konnte. Man war an den Figuren ganz nah dabei, als ob man ihnen auf Schritt und Tritt folgen würde. Ängste, Identitätshinterfragungen sowie psychische Zustände wurden meines Erachtens authentisch übermittelt. Auf der anderen Seite hatte man als Leser einen Einblick in die Gedankenwelt der Ermittler. Somit konnte ich auch hier mit viel Interesse ihre Ermittlungsart verfolgen! Des weiteren fand ich es Mal erfrischend, dass man die Ermittlung aus der Sicht von zwei Ermittlern verfolgen konnte.

Der Fall an sich ist vielschichtig konzipiert, da die Handlung auf mehreren Ebenen verläuft. Folglich musste ich mich bei diesem Buch noch intensiver konzentrieren, da wirklich einzelne Details maßgeblich für das Verständnis der Handlung sowie der Rahmenbedingungen waren. Trotzdem bin ich aber durch den flüssigen Schreibstil gut durch das Buch durchgekommen. Die Spannungskurve verläuft sehr exponentiell, da man zu Beginn des Buches sich als Leser eher mit dem Setting sowie den Figuren vertraut macht, und das Feuerwerk an Spannung erst zum Ende des Buches hin entsteht.

Fazit: Für mich war der Thriller „The Call“ ein solider Thriller, der eine vielschichtige Handlung sowie eine gute Erzählweise präsentiert. Ich hatte auf jeden Fall spannende Lesestunden und bewertet dieses Buch somit mit 4,5 Sternen, Tendenz nach unten.

Der dunkle Schwarm – Marie Grasshof

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Im Sci-Fi Roman „Der dunkle Schwarm“ begeben wir uns ins Jahr 2100. Die Welt hatte einen drastischen Verlauf. Menschen können nun ihr Bewusstsein über Implantate namens „Hive-Minds“ verbinden. Für die Protagonistin Atlas ist dies eine Goldgrube. Tagsüber arbeitet sie für die Entwickler, abends handelt sie mit den Erinnerungen, die aus den „Hive-Minds- gewonnen werden. Doch jede gute Geschichte hat irgendwann ein Ende. Plötzlich taucht ein Kunde auf und berichtet ihr von einem Mord an einem Hive. Dies scheint für Atlas unmöglich zu sein. Der Fremde bietet ihr einen Preis dafür an, dass sie den Täter findet. Dabei merkt aber Atlas nicht, dass sie in den Fokus zahlreicher Organisationen rückt.

Die Autorin kenne ich von ihrer letzten Reihe und habe lediglich nur den ersten Band „Neon Birds“ gelesen. Hier habe ich auf jeden Fall viel noch nachzuholen. Dennoch freute ich mich auf diese Neuerscheinung sehr, da meines Erachtens nach, besonders im Sci-Fi Genre, dieses Buch enorm erwartet worden ist.

Das Szenario, welches die Autorin kreiert, ist mit vielen Idee verpackt. Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um mich mit dem ganzen Setting, dem Fachvokabular sowie den Figuren einzufinden. Doch irgendwann konnte ich mich fangen und habe mit viel Neugier die Reise von Atlas mit ihren Androiden Julien und dem Fremden namens Noah verfolgt. Durch zahlreiche unterschiedliche Rätsel begibt man sich somit als Leser auf ein Abenteuer. Es wird spannend, düster und humorvoll. Hinsichtlich des Worldbuildings kann ich sagen, dass mir die Atmosphäre in diesem Buch gut gefallen hat. Nichtsdestotrotz fand ich das Worldbuilding im allgemeinen noch ausbaufähig. Ich hatte nicht das Kopfkino, welches ich mir erwünscht hätte.

Atlas als Protagonistin hat mir gut gefallen. Sie ist eine starke Protagonistin, die ihren Willen durchsetzt aber auch auf Werte und Normen achtet. Ihre Beziehung zu ihrem Androiden Julien wird indirekt im Buch thematisiert und diese erweist sich als sehr harmonisch. Aber auch Noah ergänzt die Geschichte gut, da er Atlas in seinen Gedankzügen als Gegenpol dient.

Zum Ende hin kommt noch die nötige Spannung auf, jedoch wird man als Leser am Ende mit einem recht offenen Ende zurückgelassen. Hier erhoffe ich mir einen Folgeband, der mir die ein oder andere Frage beantworten wird.

Fazit: Insgesamt hat mir „Der dunkle Schwarm“ hinsichtlich der Story sowie den Figuren gut gefallen. Für einen kommenden Band würde ich mir ein tiefgründiges Worldbuilding wünschen, da hier viel Luft nach oben ist. Für mich sind es 3,5 Sterne, Tendenz nach oben.

Die Plotter – Un-Su Kim

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Ein koreanischer Thriller? Noch nie gelesen! Somit war ich gespannt, was mich bei dem Thriller „Die Plotter“ vom Autor Un-Su Kim erwarten wird.

Im Fokus dieses Buches steht der Auftragskiller Raeseng. Aufgefunden in einer Mülltonne wurde er von Old Racoon ausgebildet und ist in einer alten Bibliothek aufgewachsen. Nun gehört er zu den Elite-Killern von ganz Korea. Aber jetzt ändert sich die politische Situation im Land. Ein unbekanntes Netzwerk scheint langsam in Seoul an Macht zu gewinnen. Als dann noch Raeseng bei einem Auftragsmord vom Plan abweicht, geraten die Dinge außer Kontrolle, sodass Raeseng ins Visier rückt. Ob Raeseng aus dieser Situation rauskommt?

Bevor ich auf Einzelheiten eingehe, möchte ich vorab sagen, dass auch wenn das Buch dem Thriller-Genre zuzuordnen wäre, war es meiner Ansicht nach eher ein ruhiger Kriminalroman, der nur teilweise Thrillerelemente aufgewiesen hat. Außerdem weist dieses Buch eine humorvolle sowie philosophische Note auf, sodass es vorkommen kann, dass das Buch etwas schwieriger zum Lesen ist.

Ich konnte in das Buch irgendwie total gut einsteigen. Die Geschichte wird durch einen distanzierten Erzähler erzählt, sodass man als Leser keine detaillierten Einblicke in die Gedankenwelt von Raeseng erhält. Dies hat mir aber in diesem Buch gefallen, da der Schreibstil fast einer Fantasy-Erzählweise geglichen hat. Der Autor hat sich wirklich Zeit gelassen, dass man sich als Leser auf die Welt von Raeseng einlassen kann. Besonders Orte wie der Fleischmarkt oder die alte Bibliothek werden extrem bildlich beschrieben, sodass man sich so fühlt, als ob man vor Ort wäre.

In diesem Buch begeben wir uns auf die Reise mit Raeseng. Obwohl er ein Auftragskiller ist, konnte ich für ihn Sympathien entwickeln, da Raeseng eigentlich nur ein Mensch mit Ecken und Kanten ist, wie Du und ich. Er ist sehr humorvoll und weist trotz seines Berufes eine menschliche Seite auf. Diese kommt besonders an Schlüsselszenen zur Geltung. Außerdem finde ich die Auswahl von Raeseng als Protagonisten sehr erfrischend, da man eher selten in Büchern Killer als Protagonisten hat. Teilweise hatte ich Momente, wo ich Raeseng fast mit Ackermann Jr. aus Ethan Cross Shepherd Reihe vergleichen konnte, da beide eine humorvolle Seite aufweisen.

Die Spannung wird durch eher die Atmosphäre sowie einzelne Actionszenen kreiert. Persönlich fand ich nicht dies nicht schlimm, dass man als Leser wenig Action verspürt hat. Ich habe mich komplett auf diese düstere Welt einlassen können, und dies war das, was ich extrem an diesem Buch wertschätze. Es ist einfach ein anderer Thriller, in dem es nicht nur um Gemetzel, Ermittlungen etc geht. Hier geht es mehr um das Harmonische, das Tiefgründige sowie um menschliche Zustände.

Fazit: Abseits der ganzen Masse an Thrillern konnte mich dieses Buch mit seiner humorvollen, atmosphärischen sowie philosophischen Art und Weise überzeugen. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch nicht für jeden was ist. Ich empfehle euch einfach, dass ihr euch auf das Buch einlassen müsst. Mir hat es total gefallen, sodass es von mir 4,5 Sternen erhält.

Sag mir wen du hörst. Sag mir wen du siehst. Sag mir wer du bist. – Andrea Nagele

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Als ich diesen Thriller in der Vorschau des emons-Verlag gesehen habe, dachte ich mir: WOW, das ist ein langer Titel! Dazu noch ein herausragendes Cover, sodass ich dieses Buch einfach lesen musste. Von der Autorin habe ich letztes Jahr „Du darfst nicht sterben“ gelesen und fand es klasse, sodass ich schon mit großen Erwartungen an dieses Buch herangetreten bin.

In diesem Buch geht es um Laura, die eine Zeugin eines Mordes wird. Sie entkommt dem Täter nur knapp. Das einzige Problem bei der Sache ist, dass ihre Mutter und die Polizei ihr nicht glauben. Sie gehen stark davon aus, dass das Verbrechen eine reine Einbildung war. Als aber dann ein weiterer Mord geschieht, wird Laura von einem sehr tiefen Geheimnis wieder eingeholt, dass sie in einen Schockzustand versetzt. Die Zeit wird knapp und niemand weiß, was richtig und was falsch ist.

Beginnend mit dem psychologischen Schwerpunkt des Buches, kann man hier sagen, dass der Autorin wirklich gelungen ist, einen Psychothriller mit einer gewissen Tiefe zu kreieren. Die Handlung plätschert nicht vor sich hin, sondern verkörpert in sich einen guten Hintergedanken, der aus diesem Buch gut hervorkommt. Zudem entwirft die Autorin mit Laura eine undurchsichtige Protagonistin, welche einen psychisch-labilen Zustand offenbart. Deswegen steht man als Leser wieder in einem Vertrauenskonflikt, da man nicht genau weiß, ob Laura die Wahrheit oder einen Schwindel erzählt.

Spannungstechnisch sehe ich das Buch ein bisschen schwächer als bei dem Thriller „Du darfst nicht sterben“. Dies lässt sich demnach einfach mit dem eher gesetzten Fokus auf die Darstellungen der Psyche sowie der menschlichen Abgründe begründen. Somit fand ich dies auch nicht schlimm. Gut fand ich, dass auch die Handlung von zwei weiteren Perspektiven erzählt wird, da man hier eine differenzierte Sicht noch auf den Plot erhält. Sonst lässt sich noch sagen, dass die Autorin einen flüssigen Schreibstil aufweist und die Kapitellänge optimal für diesen Thriller ist.

Fazit: Mit diesem Thriller entwirft die Autorin einen soliden spannenden Thriller, welcher einen gut dargestellten sowie tiefgründigen psychologischen Grundkern aufweist. Ich freue mich schon auf die weiteren Bücher der Autorin! Für mich sind es starke 4 Sterne!