Abgetrennt – Michael Tsokos

(Unbezahlte Werbung)

Die Trilogie um Herzfeld geht mit diesem Thriller mit dem Titel „Abgefackelt“ zu Ende. Vorab kann ich schon mal sagen, dass es empfehlenswert ist, die zwei Bänder davor zu lesen, um Zusammenhänge und wichtige Details zu verstehen.

In diesem Abschlussband tauchen in Kiel plötzlich Leichenteile auf. Zudem werden Leichenteile in einem privaten Institut beschlagnahmt, worauf man davon ausgeht, dass es nicht mit rechten Dingen zu sich geht. Als dann auf Herzfeld Tisch ein Leichenteil mit einem auffälligen Tattoo landet, läuten bei dem Rechtsmediziner die Glocken. Er ist sich sicher, dass dieses Leichenteil schon auf seinem Tisch gelandet ist. Besteht der Verdacht, dass einer seiner Kollegen, Leichenteile verkauft? Herzfeld stellt Nachforschungen auf und merkt dabei nicht, wie gefährlich es für ihn wird. So gefährlich, dass sein Leben schnell zu Ende gehen kann.

Sowie beim Thriller-Autor Strobel schätze ich an Tsokos-Schreibstil, dass dieser sich sehr flüssig lesen lässt, die kurzen Kapitel für viel Tempo sorgen und seine Beschreibungen (besonders bei den Obduktionen) einfach grandios sind. Somit bin ich hervorragend durch die knappen 300 Seiten dieses Thrillers gekommen. Das Wiedersehen mit Herzfeld war schön.

Der Fall an sich, weist meines Erachtens nach, tatsächlich weniger Spannung als die Bänder davor, auf. Ich habe beim Lesen – außer beim Finale – gemerkt, dass mich das Buch nicht so packen konnte, wie der Plot in „Abgeschlagen“ und „Abgefackelt“. Mir fehlte das gewisse Etwas. Zudem tat ich mich leider mit dem Verlauf der Handlung schwer. Diese wirkte meiner Meinung nach an manchen Stellen zu konstruiert. Außerdem passte mir Herzfeld Naivität in den Abschluss der Trilogie nicht, da ich ihn in den ersten beiden Büchern von einer ganz anderen Seite kennengelernt habe. Deswegen waren dies so Kritikpunkte, die mich am Ende meines Leseprozesses mit gemischten Gefühlen hinterlassen haben. Es ist halt das Finale einer Trilogie und da habe ich halt ein Feuerwerk an Spannung und Nervenkitzel erwartet!

Fazit: Wer „Abgeschlagen“ und „Abgefackelt“ gelesen hat, muss auf jeden Fall dieses Buch lesen, um den Abschluss der Reihe zu erfahren. Neuen Lesern empfehle ich auf jeden Fall die vorherigen Bänder zu lesen.

Auch wenn mich das Wiedersehen mit Herzfeld und Co. gefreut hat, ist dieser Band für mich der schwächste Band. Dennoch weiß ich, dass Tsokos es besser machen kann und freue mich schon auf den zweiten Band seiner Justiz-Krimi Reihe in Kooperation mit Schwiecker. (3/5)

Sharing – Arno Strobel

(Unbezahlte Werbung)

Nach dem letztes Jahr „Die App“ und dieses Jahr der erste Band vom „Mörderfinder“ erschienen ist, wagte sich Strobel in einen neuen Thriller wieder an ein sehr aktuelles Thema. Fitzek schrieb: „Bei Strobels Thriller braucht man kein Lesezeichen“. Dies kann ich durchaus bestätigen. Der Thriller war super!

In seinem neuen Buch geht es um Markus und seine Frau Bettina, welches ein deutschlandbekannte Sharing-Unternehmen mit Autos und Wohnungen führen. Ihre Philosophie: Man muss nicht alles besitzen, um es nutzen zu können. Eines Abends wird Bettina plötzlich entführt. Im Darknet findet Markus einen Live-Stream mit Bettina wieder, bei welchem das „Teilen“ eine andere Dimension einnimmt. Wenn nun Markus Bettina wiedersehen möchte, muss er tun, was Bettina Peiniger von ihm erlangen. Kann er dieses Spiel gewinnen?

An Strobel schätze ich seinen flüssigen sowie packenden Schreibstil, der mich wie bei „Die App“ und „Der Mörderfinder“ schon sehr überzeugen konnte. Ich bin mal wieder so gut durch die Seiten gekommen – auch bedingt durch die kurzen rasanten Kapitel, dass ich das Buch an einem Stück gelesen habe. Es war einfach so gut!

An der Seite von Martin stürzt man sich in ein brisantes Abenteuer. Man fiebert mit dem Familienvater total mit! So fand ich die andere Perspektive auf die Darknet-Show auch gelungen, da dadurch auch das Erzähltempo angezogen wird – die Zeit tickt!

Ich fand es gut, dass man mit Martin beim Lesen in einem mentalen Konflikt stand, da man nicht genau wusste, ob man ihm sowie der ganzen Handlung glauben kann. Aber auch bei den anderen Nebenfiguren wusste ich nicht so richtig, wer Freund und wer Feind ist. Strobel gelingt es hier ein phänomenales Verwirrspiel zu kreieren, welches ich schon lange bei keinem anderem Autor wahrgenommen habe. Zudem hinterfragt man beim Lesen, wer eigentlich wirklich der Böse ist!

Parallel dazu herrscht in diesem Buch eine sehr hohe Spannung, die sich bis zum Ende des Buches durchzieht. Beim Ende dachte ich mir auf den ersten Blick, dass das Ende schon vorhersehbar war. Aber dem kam nicht so, da Strobel eine Schippe drauf liegt und uns ein grandioses Finale präsentiert.

Fazit: Mit „Sharing“ entwirft Strobel mal wieder einen sehr hochaktuellen sowie spannenden Thriller, der unter die Haut geht und man als Leser*in in ein Verwirrspiel gelangt. Für Thriller-Fans ist dieses Buch auf jeden Fall eine Leseempfehlung! (5/5)

Universum – Philip P. Peterson

(Unbezahlte Werbung)

Nach Peterson Roman „Vakuum“, welcher mich sehr unterhalten hat, habe ich mit seinem neuen Werk „Universum“ großes erwartet und ich wurde nicht enttäuscht!

Aber worum geht es genau in dem neuen Sci-Fi Buch? Wir befinden uns im 22. Jahrhundert und die Menschheit ist endlich in der Lage die Weiten der Galaxien zu erforschen. Dank neuer Antriebe ist das überlichtschnelles Reisen zu einer normalen Sache geworden. Zudem wurde die Form der Reise als eine der sichersten Reisearten eingestuft. Nur selten läuft was schief und ein Schiff landet im Hyperraum. Dieses Schicksal wiederfährt dem Challenger unter Kommandantin Dillinger. Sie erwartet etwas, was über jeglicher menschlicher Vorstellungskraft liegt.

Die Geschichte verfolgen wir konstant auf dem Schiff namens Challenger. Durch mehrere Perspektiven erhält man als Leser einen ausführlichen Blick über die Situation. So fiel mir auf, dass es dem Autor sehr gelungen ist, physische Gegebenheiten sowie Phänome hervorragend in die Geschichte zu integrieren. An manchen Stellen wird es dann mal sehr theoretisch, sodass man eventuell ein kleines Vorwissen in dieses Buch mitbringen sollte. Sonst bietet es sich den Film „Interstellar“ anzuschauen, da er von der Thematik ähnlich ist und intergalaktische Reisen sowie die damit verbundenen Zeitverschiebungen auch thematisiert. Wenn man für die Thematik brennt, ist dieses Buch von der Handlung sowie vom informatischen Input ganz große Klasse.

Spannungstechnisch fand ich das Buch gut entworfen. Als Leser tappt man in jedem Kapitel im Dunkeln, was im weiteren Verlauf der Handlung passieren wird. Dadurch hat mich das Buch gefesselt, da die daraus resultierenden Wendungen sowie WoW-Momente herausragend waren. Zu den Figuren kann ich sagen, dass fast alle Figuren gleichmäßig ausführlich gezeichnet worden sind. Lediglich sollte Mike sowie Kommandantin Dillinger als Protagonisten angesehen werden. Hier fehlte mir jedoch eine klare Trennung von den anderen Figuren.

Fazit: Mit „Universum“ veröffentlicht Peterson einen weiteren hochbrisanten Sci-Fi Roman, welcher von der Thematik sowie der Handlung her mich überzeugen konnte. Wer sich wirklich für die Thematik interessiert und sich gerne mal auf eine Reise ins Universum begeben möchte, sollte sich dieses Buch zu legen. Sie werden es nicht bereuen. (4/5)

Liebe deinen Nachbarn wie dich selbst – Louise Candlish

(Unbezahlte Werbung)

„Liebe deine Nachbarn wie dich selbst“ ist ein sehr ruhiges Buch, in welchem stark Gossip sowie Intrigen vorzufinden sind. Nach dem Lesen dieses Buch hatte ich sehr gemischte Gefühle. Eins ist aber klar: Für mich persönlich war dies kein Thriller!

Aber worum geht es überhaupt in diesem Roman? In diesem Buch befinden wir uns im Süden von London. Genauer gesagt sind wir im Lowland Way, einem wohlhabenden Viertel mit vielen freundlichen Familien und gepflegten Häusern. Doch dann zieht in das Haus Nr.1 eine Familie ein, die nicht zu dem Gesamtbild des Lowland Way passt. Sie halten sich nicht an Regeln, spielen laut Musik und parken falsch. Als dann ein Verbrechen im Viertel passierte, ist den ganzen Bewohnern klar: Die Familie aus Haus Nr.1 ist schuld. Doch die Polizei ist anderer Ansicht.

Die Plotidee fand ich von vorne rein sehr interessant, da teilweise die Geschichte „Desperate Housewife’s“-Vibes aufweist. Anhand verschiedener Perspektiven stürzt man sich als Leser im Geschehen. Man verfolgt teilweise mehr als fünf Perspektiven, was ich persönlich sehr anstrengend fand. Einerseits war es enorm schwer, die einzelnen Beziehungen untereinander und die einzelnen Familien kennenzulernen. Man muss bedenken, dass neben den fünf Perspektiven noch jede Figur einen Partner sowie ab und zu Kinder hat. Deswegen half mir Stift und Papier, um einen Überblick zu schaffen. Anderseits hatte ich das Gefühl, dass ich mit keiner Figur so richtig warm wurde, da die Autorin sie einseitig beleuchtet.
Außerdem habe ich beim Lesen gemerkt, dass mich die ganzen Bewohner des Lowland Ways genervt haben, sodass ich beim Lesen schon eher die Seite der Antagonisten – also Jodie und Darren (Haus Nr.1) – eingenommen habe. Sie taten mir trotz ihres ungewöhnlichen Verhalten einfach leid.

Hinsichtlich der Spannungsgestaltung sehe ich noch viel Potential nach oben. Trotz einigen guten Wendungen fehlten mir die Überraschungseffekte. Zudem bin ich der Meinung, dass dieses Buch kein Thriller ist. Es ist eher ein Spannungsroman, in welchem einzelne Krimi-Aspekte vorzufinden sind, da die Ermittler einzelne Verbrechen aufdecken möchten. Deswegen darf man in diesem Fall, bevor man angefangen hat zu lesen, keinen hochspannenden Thriller erwarten. Sonst läuft man Gefahr auf, enttäuscht zu werden. Zum Ende hat mich das Buch noch bisschen mehr gefesselt, da man langsam an die Auflösung gekommen ist. Diese war recht ungewöhnlich, sodass ich mich mit dieser abfinden konnte.

Fazit: „Liebe deine Nachbarn wie dich selbst“ ist ein Buch, welches ein idyllisches jedoch auch hinterhältiges Viertel in South London gut darstellt. Dieser Spannungsroman schwächelt jedoch in der Figurengestaltung sowie der Spannungskurve. Leser müssen sich eher auf einen ruhigen Roman einstellen, da es meiner Ansicht nach, kein Thriller ist! Ich bewerte dieses Buch mit 2,5 Sternen, Tendenz nach oben! 

Ansuz. Das Flüstern der Raben – Malene Solvsten

(Unbezahlte Werbung)

Was war das für ein tolles Buch!

Schon lange habe ich ein derartig langes Buch nicht mehr gelesen und war gespannt, was mich in Ansuz erwarten wird. In diesem Buch, welches eine gute Mischung aus Fantasy und Krimi ist, geht es um die 17-jährige Anne, die eine besondere Gabe aufweist. Sie kann in die Vergangenheit schauen. In einer Nacht hat Anne eine fürchterliche Vision von einem alten grausamen Mord an einem rothaarigen Mädchen. Kurz darauf finden Ermittler in der Gegend Leichen von rothaarigen Mädchen, die jeweils eine Gemeinsamkeit aufweisen: die Rune Ansuz. Wie aus dem Nichts tauchen in der Kleinstadt viele weitere Menschen mit mystischen Kräften auf. Alle suchen den Kontakt zu Anne, aber wer ist Freund und wer ist Feind? Eine Suche nach dem eigenen Ich sowie nach dem Mörder beginnt!

In das Buch bin ich durch einen spannenden Einstieg sehr gut eingestiegen. Ich kam mir schon nach paar Seiten sehr vertraut mit Anne vor, da sie sehr sympathische Charakterzüge aufweist und zudem mir aufgrund ihrer dramatischen Vergangenheit leidtat. Aber auch die anderen Figuren, die Anne umgeben wie Varnar, Luna, Matthias und Od passten sehr gut in die Geschichte und wiesen tolle Geheimnisse sowie Fähigkeiten auf, die man nach und nach als Leser erfährt.

Wie erwähnt ist diese Geschichte meines Erachtens nach eine gute Mischung aus Fantasy und Krimi. Besonders durch die Morde kommt eine düstere Krimistimmung auf, die sich zu dem Mystischen bzw. Fantastischen anpasst. Dadurch entsteht eine gute Spannung, die sich fast durchgängig auf einem sehr hohen Level in diesem Buch befindet. Zudem fand ich die Integration der nordischen Mythologie in das Buch grandios. Das Thema hatte ich bisher in keinem anderen Buch so ausführlich wahrgenommen. Aus diesem Grund hat es mir sehr Spaß gemacht, die einzelnen Sagen, Legenden und Götter aus dieser Mythologie kennenzulernen.

Schreibstiltechnisch zeigt sich die Autorin von einer sehr guten Seite. Ich fand, dass es ihr sehr gelungen ist, die Ereignisse zu beschreiben, indem sie vor allem am Ende ein hohes Tempo kreierte und zudem sehr bildhaft alles beschrieben hat. Deswegen hatte ich keine Leseprobleme und kam sehr flüssig durch dieses Buch durch.

Fazit: Mich hat „Ansuz“ sehr positiv überrascht, da die Geschichte sehr gut gestaltet ist und man eine gelungene Mischung aus Fantasy- sowie Krimielementen beim Lesen vorfindet. Besonders die nordische Mythologie sorgt in diesem Buch für viele WoW-Effekte. Leseempfehlung! (5/5)

Toxic – Mark T. Sullivan

(Unbezahlte Werbung)

Wie aus dem Nichts erschüttert das friedliche San Diego eine Serie von ungewöhnlichen Sexualverbrechen. Zu den Opfern gehören nur Männer, welche in ihrem besten Alter nackt ans Bett gefesselt wurden. Dabei kam jeder der Männer aufgrund des Giftes einer tödlichen Schlange um. Als wäre dies nicht schlimm genug, hinterlässt der Täter an jedem Tatort eine Botschaft. Für den Fall wird der zuständige Detective der Stadt namens Seamus Moynihan gerufen. Dieser Fall ist für ihn einer der spektakulärsten. Er ist so fixiert auf den Fall, dass er nicht merkt, dass je mehr er die wahren Gründe des Killers kennt, desto gefährlicher wird es für ihn!

Zuerst fand ich an diesem Buch gelungen, dass Detective Moynihan in diesem Fall nicht nur auf seine alleinige Ermittlung gestellt ist, sodass er tatkräftige Unterstützung von weiteren Detectives sowie Kollegen erhält. Diese sind neben dem Protagonisten sehr sympathisch entworfen worden, wenn man in das Team nicht den Chef der Einheit hineinbezieht. Sonst ist Detective Moynihan in seiner Rolle gut eingesetzt worden, da er auch nicht dem 0815 Prinzip entspricht. Man hat somit auch genügend Einblicke in das Leben des Detectives erhalten.

Die Plotidee an sich finde ich zugleich brutal aber sehr interessant. Die Idee mit einer Giftschlange ist durch den Autor hervorragend umgesetzt worden, da es mal ein anderer Fall auch für mich als Leser war. So ist das Buch von der Spannung her auch gut entworfen worden, da genau an den Stellen wieder Spannung aufkommt, wenn die Geschichte wieder ein bisschen ruhiger wird. Hier muss auch gesagt werden, dass man den zähen Anfang durchstehen muss, da dieser im Vergleich zu dem Rest des Buches viel ruhiger ist! Zudem fand ich den Einsatz von Wendungen in diesem Buch sehr gelungen, da diese wirklich stark waren.

Fazit: Rundum ein gelungener Thriller für zwischendurch. Ich habe mit viel Interesse das Buch verfolgt, da mich der Fall sehr interessiert hat und dieses Buch sich von der Idee her von dem allgemeinen Thriller-Genre unterscheidet. 3,5 Sterne, Tendenz nach oben!

Waldeskälte – Martin Krüger

(Unbezahlte Werbung)

Valeria Ravelli arbeitet seit längerer Zeit beim Interpol. Jetzt erhält sie einen Fall, bei welchem sie sich zurück in ihr Heimatdorf begeben muss. In dem kleinen Dorf namens Eigerstal in der Schweiz ist spurlos ein Mädchen verschwunden. Schnell werden ihre vergangenen Albträume wiedererweckt. Vor 20 Jahren wurden drei Mädchen entführt. Sie war die einzige von den drei Mädchen, die damals den Entführern entkommen ist. So ist sie überzeugt, dass der oder die Täter*in aus dem Dorf kommt. Um den Fall zu lösen, muss nun Valeria sich noch einmal auf eine Reise in ihre Vergangenheit begeben. Eine gefährliche Reise in die Vergangenheit beginnt.

Dass der Autor einen alten Cold Case mit einem neuen Fall verknüpft, fand ich von Anfang an gut gewählt. Dem Leser wird ein spannender Fall vorgestellt, bei dem die Protagonistin selbst eine Verbindung zum Fall aufweist. Dadurch merkt man, dass die Protagonistin sich viel intensiver in den Fall hineinsteigert, sodass dadurch auch für den Leser eine höhere Intensität beim Lesen entwickelt wird. Ich bin auf jeden Fall sehr gut in das Buch eingestiegen. Mir gefiel das Setting von Anfang an gut. Des Öfteren habe ich schon gemerkt, dass kleinere Dörfer oder Städtchen als Setting in Thrillern gewählt werden, da hier das Verbrechen einen anderen Charme erhält. Man weiß als Leser in derartigen Settings nicht so genau, wem man in einem derartigen Ort vertrauen kann, da doch irgendwie jeder mit jedem in einer Beziehung hat. Das hat der Autor hier in diesem Thriller auch gut rübergebracht, da er das kleine Eigerstal – auch bedingt durch den angrenzenden Wald – sehr düster beschreibt. Dadurch entsteht eine tolle Atmosphäre beim Lesen, die sich auch bis zum Schluss des Buches vorliegt.

Valeria als Protagonistin macht einen soliden Job. Ich fand die einzelnen Rückblicke in ihre Vergangenheit sehr gelungen, da diese die bedrohliche Atmosphäre im Buch verstärkt haben, aber auch auf der anderen Seite die Protagonistin tiefgründiger darstellten. Dennoch finde ich, dass ich Valeria sowie Elias usw. nicht ausreichend genug kennengelernt habe. Mir fehlte am Ende doch das gewisse Etwas. Jedoch hoffe ich, dass dieses kleine Problem in einem Folgeband behoben wird, da ja schon ein weiterer Fall für Valeria durch ihren Boss angedeutet wird. Sonst bleibt mir noch zu sagen, dass mir der Schreibstil des Autors rundum gut gefallen hat, da er sehr bildhaft das Örtchen aber auch die Story mit einem guten Tempo beschrieben hat.

Fazit: Mir hat der Thriller „Waldeskälte“ gut gefallen. Besonders jetzt wenn die kalten Wintermonate vor der Tür stehen, empfehle ich ihnen das Buch an regnerischen Tagen zu lesen, da dadurch die gut entworfene Atmosphäre in diesem Buch verstärkt wird. Ich bewerte das Buch mit soliden vier Sternen!

Die verstummte Frau – Karin Slaughter

(Unbezahlte Werbung)

Im dem 2020 erschienen Thriller „Die verstummte Frau“ geht es wieder nach Atlanta. Eine Frau wird wie aus dem Nichts attackiert und sterbend zurückgelassen. Der Fall verfliegt, bis Trent den Fall aufnimmt. Seine Ermittlungen führen ihn ins Gefängnis, wo er auf einen Insassen trifft, welcher vor acht Jahren wegen dem gleichen Tötungsdelikt verurteilt wurde. Weiterhin hält der Insasse an seiner Unschuld fest. Jetzt muss Trent den alten Fall wiederaufkurbeln, sodass er alte Zeugen und Beweise wieder auftreiben muss. Zur Hilfe eilt ihm Sara Linton. Es beginnt ein gefährliches Spiel.

Sara Linton ist eine meiner Herzensfiguren seitdem ich die Grant County Reihe angefangen habe. Jetzt freute ich mich wieder auf die neue entstandene Kombination mit Trent. Slaughter gelingt es von Anfang an einen sehr spannenden Thriller zu entwerfen, welcher nur an wenigen Stellen – trotz einer Länge über 600 Seiten – unnötig in die Länge gezogen wird. Ich finde, dass dieser Fall eine der kompliziertesten sowie vielseitigsten Fälle ist, den ich bisher von Slaughter aber auch im Allgemeinem im Thriller-Genre gelesen habe. Wie man es auch von der Autorin kennt, nimmt Slaughter kein Blatt vor dem Mund, indem sie brutale Szenen ohne Gnade beschreibt. Schon damals bei ihrem Auftakt zu Linton und Tolliver mit dem Titel „Bella Donna“ nahm ich die Brutalität in ihren Büchern wahr. Auch wenn keine Trigger-Warnung vorliegt, würde ich die an dieser Stelle aussprechen, da Slaughters Bücher und besonders dieses brutal sind. So kann man die Geschichte an der Seite von Sarah sowie Trent mit viel Freude verfolgen, da die Story gut entwickelt ist. Ich fand es nur schade, dass irgendwie bei diesem Buch die Identität des Täters schnell offenbart worden ist. Dies wirkte sich ein bisschen negativ auf die Spannung sowie auf die Wow-Effekte aus. Zudem fand ich die Entwicklung von Sarah leider total negativ, was ich persönlich schade fand, da ich sie total mag. So habe ich auch gemerkt, dass mir die Kombination Linton/Tolliver doch besser gefallen hat, da diese harmonischer gestaltet war. Diese neue Kombination weist mir persönlich zu viel Konfliktpotential auf.

Fazit: Insgesamt kann ich zu „Die verstummte Frau“ sagen, dass Slaughter mal wieder ein solides Buch entworfen hat, welches aufgrund der Brutalität der Beschreibungen unter die Haut geht. Auch wenn ich einzelne Schwächen wahrnahm, hat mich das Buch sonst gut unterhalten. Ich bewerte das Buch mit 3,5 Sternen, Tendenz nach oben.

Der Eisjunge – Max Bentow

(Unbezahlte Werbung)

Gestern konnte ich den finalen Band der Tiermagierin Reihe beenden und jetzt musste wieder ein knallharter Thriller gelesen werden. Somit entschied ich mich für den neuen Thriller „Der Eisjunge“ von Max Bentow. Dies ist für mich der erste Band der Nils Trojan-Reihe und ich war gespannt, was mich erwarten wird.

In dem Buch erschüttert eine grausame Mordserie Trojan und sein Team. Kurz nachdem der Protagonist von seiner Auszeit auf einer Insel wieder in Berlin angekommen ist, wird Nils zum Tatort gerufen. Vor Ort findet eine grausam zugerichtete Leiche, welche mit einem Fell eines Rehs überzogen wurde. Ein schrecklicher Albtraum! Kurze Zeit später passiert ein zweiter Mord, welcher dasselbe Mordmuster aufweist. Nils und sein Team ahnen, dass sie es mit einem brutalen Täter zu tun haben, aber was ist das Ziel des Mörders sowie in welchem Zusammenhang stehen die Opfer?

Vorab kann ich sagen, dass auch wenn es für mich der erste Band der Trojan-Reihe ist, kann man diesen Band unabhängig von den anderen Bändern lesen, da es ein in sich abgeschlossener Fall ist. Nur wenn man die Rahmenhandlung sowie die Beziehung unter den Figuren noch näherkennenlernen möchte, empfiehlt es sich mit dem ersten Band anzufangen. Ich persönlich hatte keinerlei Probleme in dieses Buch einzusteigen, da ich finde, dass der Autor einerseits einen tollen spannenden Einstieg entworfen hat. Anderseits führt der Autor alle Figuren übersichtlich ein, sodass man die wichtigsten Informationen an die Hand bekommt.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven – Nils sowie einer Frau – was ich gut fand, da man zwei Perspektiven auf die Handlung erhalten hatte. Zudem fand ich die dritte eingefügte Perspektive einer weiteren Figur sehr lobenswert, da man hier mehr über eine Person erfährt und man in diesen Kapiteln gut miträtseln konnte.

Die Geschichte wies schon von Beginn an die nötige Spannung auf, damit mich dieses Buch fesselt. Die Spannung hielt bis zum Ende hin durch, sodass ich sehr gut durch das Buch durchkam. Ich finde, dass der Autor ein enormes Talent aufweist, die Geschichte erlebnisreich zu erzählen. Zudem gelingt es ihm sehr unvorhersehbare Wendungen einzubauen, die für die nötigen WOW-Momente sorgen. So beschreibt der Autor einzelne Stellen mit einer tollen Intensität, die auch durch grausame sowie blutige Beschreibungen entsteht.

Figurentechnisch kann ich sagen, dass ich irgendwie Nils Trojan aber auch seine Kollegin Steffi von Anfang an sehr mochte. Die Figuren wirkten mit ihren Stärken sowie Schwächen, die durch Einblicke in ihr Privatleben offenbart werden, menschlich. Dadurch waren sie totale Sympathieträger.

Fazit: Auf so einen Thriller habe ich schon lange wieder gewartet, da es einfach dem Autor hinsichtlich der Figuren, des Plots sowie der Spannungsgestaltung sehr gelungen ist, ein tolles Buch zu entwerfen. Ich bin überzeugt und kann dieses Buch sehr empfehlen! PS. Das Cover ist auch ein wahrer Eyecatcher! (5/5)

Die Tiermagierin (Band 3) – Maxym M. Martineau

(Unbezahlte Werbung)

Das war mal ein geniales Finale!

Handlungstechnisch knüpft dieser dritte und somit finale Band an die Ereignisse aus dem zweiten Band. Diese tolle Fantasy-Reihe hat es mir einfach angetan, weil sie einfach so gelungen ist. In diesem dritten Band bewegen wir uns mit Leena, Noc und den weiteren Figuren in den finalen Showdown. Die Feinde von Leena und ihre Freunde drohen ein uraltes Wesen, den Drachen der Göttin, zu beschwören, damit dieses das ganze Land in Schutt und Asche legt. Doch Leena und ihre Freunde haben eine Chance, dies alles zu verhindern, indem sie vor dem Ritual angreifen. Es beginnt ein Kampf – ein Kampf voller Emotionen, Verluste und Macht.

Das Wiedersehen mit den Leena und Noc, aber auch mit Calem, Oz sowie den Feinden wie Yazmin war einfach toll. Ich bin ein riesengroßer Fan von dieser Reihe, da sie eine tolle Mischung aus Pokemon sowie Assassinen ist. Es ist einfach was Besonderes, da ich die ganzen einzigartigen Wesen total tiefgründig ausgearbeitet finde, sodass man sie sich sehr bildhaft vorstellen kann. Zudem weiß man nie so richtig, welchem Wesen man auf der Reise begegnet, sodass ich immer sehr gespannt war, worauf ich im nächsten Kapitel aufeinandertreffe. Zudem empfand ich auch, dass dieser Band spannungstechnisch am besten war, da die Schlacht sowie das erhöhte Erzähltempo Faktoren waren, welche die Spannung maßgeblich positiv beeinflusst haben. Außerdem fand ich gelungen, dass die Liebesgeschichte von Noc und Leena einen Platz im Buch bekommt hat, welche aber nicht zu aufdringlich war. So wie es war, war es perfekt, da ich glaube, dass sonst die ganze Fantasy-Atmosphäre verloren gegangen wäre.

Leena und Noc aber auch die anderen Figuren blieben weiterhin sympathisch und ich finde auch ihre Entwicklung sehr interessant. So fand ich auch, dass die Erzählperspektive von Yazmin und eine kurze weitere Perspektive diese Geschichte bereichert hat, da man die Seite der Antagonisten auch kennenlernen durfte. Die Geschichte spitzt sich zum Ende hin sehr zu, wo auf den Leser ein sehr lesenswertes Finale erwartet, welches den ein oder anderen Leser*in aus den Socken hauen wird. Grob gesagt: Es war bombastisch! Sonst lässt sich noch sagen, dass die Autorin fortlaufend über die drei Bänder einen sehr flüssigen Schreibstil aufweist, welcher sich wirklich gut liest.

Fazit: Eine sehr lesenswerte Fantasy/Romatansy-Reihe geht zu Ende, welche mir sehr gefallen hat. Normalerweise lese ich hauptsächlich Thriller/Krimis und bin auf dem Gebiet zuhause. Mit der Reihe habe ich mein Horizont erweitert und bedaure es an keiner Stelle. Hiermit spreche ich natürlich für diesen Band sowie die ganze Reihe eine Leseempfehlung aus!