Shelter – Ursula Poznanski

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Nachdem mich die ersten zwei Bänder der Vanitas-Reihe von Poznanski nicht catchen konnten, dachte ich, dass ich es erstmal mit den Büchern der Autorin lassen werde. Vor kurzem habe ich aber Überraschungspost mit dem neuen Jugendthriller „Shelter“ von Poznanski erhalten. Ich war skeptisch am Anfang, ob mir das Buch aufgrund der Vanitas-Reihe zusagt. Ehrlich muss ich jetzt aber sagen: Das Buch fand ich richtig stark.

In Poznanskis neuem Buch geht es um Verschwörungstheorien. Benny und seine Freunde entscheiden sich auf einer Party dazu, einen Scherz zu erlauben, indem sie eine Verschwörungstheorie über Außerirdische im Internet verbreiten. Was als ein kleiner Scherz geplant war, wird zur einer gefährlichen Realität. Immer mehr Menschen glauben an diese Theorie. Benny versucht die eskalierte Situation zu beruhigen, indem er versucht alles aufzuklären. Doch dabei merkt er nicht, dass er sich und seine Freunde ins Lebensgefahr bringt. Ist alles schon zu spät?

Bei diesem Buch handelt es sich um einen jugendlichen Thriller, sodass ich dieses Buch mit anderen Erwartungen gelesen habe, da zwischen Erwachsenenthriller und Jugendthriller sich Welten befinden.

In das Buch bin ich trotz vielen Figuren am Anfang mit keinerlei Schwierigkeiten eingestiegen. Es fängt mit der Verbreitung der Theorie direkt spannend an, sodass ich mich das Buch von Anfang an gut fesseln konnte. Mit dieser Thematik integriert Poznanski die Gefahren des Internets sowie des leichtsinnigen Handelns hervorragend in einen sehr gut durchdachten Plot, indem man sich als Leser auf einer Achterbahn befindet.

Ich fand Benny als Protagonisten sehr gut gewählt, da er besonders für Jugendliche als eine Identifikationsfigur angesehen werden kann. Ich mochte Benny sehr und es hat mir Spaß gemacht, ihn auf diesem Abenteuer zu verfolgen. An mancher Stelle hätte ich mir doch bei Benny die ein oder andere Tiefe gewünscht, aber ich konnte das beim Lesen ausschalten. Aber auch Nando, Liv, Darya und Co. passten gut ins Boot, indem sie die Geschichte gut ergänzt haben. Mich persönlich hat zudem der Aspekt von Verschwörungstheorien noch sehr interessiert, da es schon ein Thema ist, welches eigentlich in unseren Medien sehr präsent ist. Hier hat die Autorin noch einmal sehr gut dargelegt, inwiefern sich aus einem leichten Spaß etwas Ernsthaftes und Gefährliches entwickeln kann. Schlussendlich kann ich somit sagen, dass mich „Shelter“ gut unterhalten hat.

Fazit: Der neue Jugendthriller mit dem Titel „Shelter“ von Poznanski war für mich persönlich ein Buch, welches mich gut unterhalten hat. Der Autorin ist es sehr gelungen, die Verknüpfung von dem World Wide Web mit Verschwörungstheorien darzulegen, indem sie dies in einen spannenden Plot umsetzt. Besonders für Jugendliche spreche ich hier auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung aus! Ich bewerte das Buch mit 4,5 Sternen, Tendenz nach unten.

Mit mir die Nacht – Michaela Kastel

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Der Thriller „Mit mir die Nacht“ ist die Fortsetzung zum im letzten Jahr erschienenen Thriller „Ich bin der Sturm“, welchen ich sehr gut fand. Das Ende im ersten Band war recht offen, sodass ich gespannt war, wie die Story um Madonna weitergehen wird.

Dieser Band knüpft genau an den zweiten Band an, sodass es jetzt zu leichten Spoilern aus dem ersten Band kommt. Deswegen empfehle ich Ihnen auch erst den ersten Band zu lesen. ACHTUNG Spoileralarm! Nachdem Madonna im ersten Band entführt und misshandelt wurde, sehnt sich die Protagonistin nur nach einem: Rache und Vergeltung. Um dies zu erreichen, muss sie zurück wo alles angefangen hat. Denn das Zimmer 13 existiert immer noch und eine neue Freundin ist auch schon da. Der Anfang eines neuen Ende beginnt.

So bleibt die Autorin der Charaktergestaltung treu und knüpft hervorragend und authentisch alle Eigenschaften von Madonna auf. Madonna als Protagonistin gefiel mir schon im ersten Band gut, da sie trotz einer gebrochenen Seele, immer noch einen Überlebenswillen offenbart, welcher sie mutig und tough darstellt. Sie lebt in einer schrecklichen Welt, ist jedoch in der Lage irgendwie klarzukommen – auch wenn es ihr ab und zu schwerfällt.

Spannungstechnisch finde ich diesen Band ein bisschen schwächer als den ersten Band. Mir fehlten hier mehr die WoW-Momente, die ich so sehr im ersten Band gemocht habe. Dennoch ist die Geschichte empfehlenswert, jedoch sollte man natürlich mit dem ersten Band anfangen. Schreibstiltechnisch ist die Autorin Mal wieder auf einem hohen Niveau unterwegs. Das Buch liest sich unfassbar gut und durch die Ich-Perspektive wird die Dramatik noch authentischer überbracht!

Fazit: Für Fans von „Ich bin der Sturm“ ist diese Fortsetzung auf jeden Fall ein Must-Read. Auch wenn ich diesen zweiten Band ein bisschen schwächer als den ersten Band fand, empfand ich das Wiedersehen mit Madonna als gelungen. Ich bewerte das Buch mit 3,5 Sternen, Tendenz nach oben.

Regenglanz – Anya Omah

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Für mich als hauptsächlicher Thriller sowie Krimi-Leser stand mal wieder ein NA-Buch an!

Simon ist Sportstudent und hat sich in seiner Vergangenheit ein fatales Tattoo stechen lassen. Endlich überwindet er sich dazu, dem vorhandenen Tattoo einen neuen Glanz zu geben, indem ein neues Motiv auf das alte Tattoo kommt. Aus diesem Grund sucht er sich ein Tattoostudio. Vor Ort trifft er auf die Tätowiererin Alissa, in die er sich direkt verguckt. Bei den Tattoositzungen lernen sich die beiden Studenten kennen und mit jedem Treffen, knistert es mehr. Doch dabei ahnt Alissa nicht, dass sie mit der beginnenden Beziehung zu Simon ein Tabu bricht.

Mir hat das Buch im Allgemein ganz gut gefallen. Es ist ein teils sehr humorvolles Buch, welches aber auch tiefere Kapitel aufgrund von ernsten Gesprächen über nicht so leichte Themen, aufweist. Es liegt somit eine sehr gelungene Mischung aus beiden Elementen vor.

Beide Protagonisten waren meines Erachtens nach sehr tiefgründig ausgearbeitet worden. Man hat als Leser viel über Simon und Alissa herausgefunden sowie hat man genügend Zeit gehabt, ihre Art und ihren Umgang mit anderen Menschen kennenzulernen. Besonders tragische Schicksäle aus der Vergangenheit der Beiden sorgten für viele Emotionen beim Lesen. Mit Simon als Protagonisten konnte ich mich sehr identifizieren, da sein Verhalten mir gefallen hat und ich mich irgendwie in ihm gesehen habe. Alissa ist eine sehr toughe frau, welche aber auch eine andere Seite offenbaren kann, da sie verletzlich ist und unter der Beziehung zu ihrer Familie leidet. Diese Beziehung erweist sich als keine schöne Geschichte und ich muss sagen, dass mich doch ihre ständig wiederaufkommenden Schuldgefühle irgendwann genervt haben. Sonst sind die Figuren – wie erwähnt – sehr interessant entworfen worden.

Die beginnende Beziehung bzw. der erste Kontakt unter den Protagonisten werden durch die Autorin sehr realistisch entworfen. So hat mir auch die Entwicklung sehr gefallen, da sie an keiner Stelle zu sehr konstruiert war. Außerdem nahm ich am Ende des Buches eine tolle Spannung auf und das Finale dieses Buches ist der Autorin auch gut gelungen! Ich bin schon auf die weiteren Bänder gespannt, da die Nebenfiguren in den kommenden Büchern in den Fokus gerückt werden.

Fazit: Insgesamt kann ich sagen, dass „Regenglanz“ ein sehr emotionales, humorvolles aber an manchen Stellen auch ernstes Buch ist, welches sich durch einen tollen Plot sowie einen sehr leichten Schreibstil sehr gut lesen lässt! Ich bewerte das Buch mit 4,5 Sternen, abgerundet auf 4 Sterne.

City of Burning Wings – Lily S. Morgan

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Besonders in den letzten Monaten war kein Fantasy-Buch präsenter auf Bookstagram als „City of Burning Wings“. Da mal wieder in diesem Monat für mich ein NA-Buch anstehen sollte, habe ich mich jedoch für dieses Romantasy-Buch entschieden und ich war gespannt, wie die Autorin ihr Debüt gestaltet hat.

In „City of Burning Wings“ geht es um eine Kriegerin namens May und dem Geheimnishändler Luan. May ist die schnellste Himmelsstürmerin und bereitet sich schon ihr ganzes Leben lang darauf vor, den Aschethron zu besteigen. Doch als der König von Elydor stirbt, taucht die Herrscherrune nicht bei ihr sondern auf der Stirn von Luan auf. Als wäre dies nicht schlimm genug, muss nun May Luan dabei helfen, mit seiner neuen Führungsposition umzugehen. Gegen ihren Willen tut sie es und dabei wird ihr klar, dass die ganze Zukunft von Elyndor von den Beiden abhängt.

Mir hat das Debüt der Autorin gefallen. Direkt schon zu Beginn des Buches zögert die Autorin nicht lange, indem sie den Leser direkt in die Handlung einsteigen lässt. Besonders durch einen sehr flüssigen Schreibstil bin ich hier gut durch das Buch durchgekommen. Dabei kann man sagen, dass ich beim Lesen nicht gemerkt habe, dass es sich hierbei um das Debüt der Autorin handelt.

Mit May und Luan kreiert die Autorin zwei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dadurch merkt man, dass auf den ersten Blick hier zwei fremde Welten aufeinanderstoßen. Ihre Konversationen und der damit verbundene Sarkasmus waren für mich persönlich sehr amüsant zu lesen. Zudem konnte ich mich mit May sehr anfreunden, da sie sehr sympathisch wirkte und mir ihre Charaktereigenschaften sehr gefallen haben. Bei Luan habe ich festgestellt, dass ich schon eine längere Zeit gebraucht habe, um mich mit ihm anzufreunden. Dennoch ist es mir irgendwann gelungen. Bei Luan hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe zu seiner Vergangenheit gewünscht, sonst war alles hinsichtlich der Charaktergestaltung gut. Einen noch intensiveren Tiefgang hätte ich mir auch noch im Worldbuilding gewünscht. Dies ist dann jedoch schon Kritik auf hohem Niveau. Das Ende ist schlüssig und sorgt noch einmal für spannende Leseminuten.

Fazit: Der Autorin ist es mit „City of Burning Wings“ gelungen ein interessantes Debüt zu präsentieren. An vielen Stellen merkt man einfach nicht, dass es das Debüt der Autorin ist und deswegen weist das Buch hinsichtlich der Charaktergestaltung, der Story sowie des Schreibstils fast keine Schwächen auf. Ich bewerte das Buch mit guten 4 Sternen!

Das schwarze Herz des Winters – Emily A. Duncan

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Als ich diesen Titel gesehen habe, stand für mich klar, dass ich mich mit „Das kalte Herz des Winters“ auf ein neues Fantasy-Abenteuer stürzen müsste. Noch bevor ich zu diesem Buch gegriffen habe, habe ich hinsichtlich des rassistische Verhalten der Autorin Wind bekommen. Was genau hier passiert ist, ist mir nicht bekannt. Es steht fest: Hierbei handelt es sich um ein inakzeptabeles Verhalten.

Dennoch habe ich dieses Buch gelesen, da ich das Verhalten der Autorin gedanklich ausgeschaltet habe und mich einfach auf die Geschichte einlassen wollte, um zu schauen, was das Buch mit sich bringt. Zudem denke ich aber, dass Menschen Fehler machen, man aus Diesen lernt und man den Menschen eine zweite Chance geben sollte.

Dies ist meine Meinung zum Buch:

In diesem High-Fantasy Roman geht es in eine Welt voller Blut, Intrigen, Hinterhalt, Machtkämpfen und Schrecken. Völker schlachten sich ab, Dörfer sowie Städte werden nieder-gebrannt und Menschen haben magische Kräfte. Im Mittelpunkt steht eine Frau namens Nadezhda, die magische Kräfte aufweist, da sie mit Göttern sprechen kann. Auf der anderen Seite haben wir den Prinzen Serefin, der bald Thronfolger werden möchte, aber bisher nicht das richtige Verhalten dafür zeigen konnte. Zu guter Letzt gibt es noch einen Rebellen. In diesem Buch kreuzen sich die Wege dieser drei Figuren und es scheint, als ob gleich die Balance zwischen Licht und Dunkelheit kippen wird.

In dieses Buch bin ich mit keinerlei Probleme eingestiegen, da man sich mit Nadya sowie Serefin aufgrund der Erzählperspektiven direkt vertraut machen kann. Auffällig fand ich direkt, dass die Namen der zahlreichen Figuren einen slavischen Hintergrund haben. Da ich selber einen slavischen Hintergrund habe, hatte ich keine Probleme die Namen zu unterscheiden sowie einzelne übernommene Wörter zu entziffern. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass für Leser, die einer der slavischen Sprache nicht mächtig sind, Schwierigkeiten haben werden, die Figuren zu unterscheiden. Somit besteht die Möglichkeit, dass Verständnisprobleme auch auftauchen können.

Auch wenn man aufgrund der Erzählperspektiven die beiden Protagonisten sehr ausführlich kennenlernen kann, fiel es mir schwer, mich in die Figuren hineinzuversetzen. Ich finde, dass sie sehr unauthentisch durch die Autorin entworfen worden sind. Sie handelten teilweise komplett anders, als im Buch die Rede ist. Zudem fand ich Serefin sehr nervig. Um auf etwas positives zu sprechen zu kommen, kann ich die Spannungsentwicklung loben. Hier ist es der Autorin gelungen, die Geschichte mit dem Hintergedanken spannend zu erzählen. Besonders zum Schluss – als das Finale dieses ersten Bandes sich ankündigt – kommt meiner Meinung nach, eine gute Spannung im Buch auf.

Was mir noch nicht gefallen hat, war das Worldbuilding. Hier sehe ich enorme Schwächen, da ich das Gefühl leider habe, dass ich das Weltreich gar nicht so richtig kennenlernen durfte. Mir fehlte die Atmosphäre und ein bildhafter Schreibstil, um mir die ganzen Orte bildlich vorzustellen. Hier erhoffe ich mir, dass falls ich den zweiten Band lesen möchte, dass die Autorin hier noch tiefgründiger die Welt sowie das Setting beschreibt.

Fazit: Mich konnte „Das kalte Herz des Winters“ leider nicht so überzeugen, wie ich es mir erhofft habe. Schwächen sehe ich hier auf jeden Fall im Worldbuilding sowie der Figurengestaltung. Spannungstechnisch zeigt sich aber das Buch von einer soliden Seite. Ich bewerte das Buch leider nur mit 2 Sternen.

Witness X – S.E. Moorhead

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Im Zukunftsthriller begeben wir uns in das Jahr 2035. Es ist Februar und Neuropsychologin Kyra Sullivan arbeitet an einer Zukunftstechnologie. Dabei bekommt sie mit, dass in der Stadt wieder eine brutale Leiche gefunden worden ist. Kyra geht vom Schlimmsten aus, da vor 14 Jahren ihre Schwester Opfer eines brutalen Serienkillers wurde, welcher aber jetzt im Gefängnis seine Strafe absitzt. Wie ist es dann möglich, dass der Serienkiller im Gefängnis hinter dem Mord steckt, da dasselbe Vorgehen bei dem Opfer entdeckt worden ist? Kyra macht sich zur Aufgabe diesen Fall zu lösen, indem sie auf ihre Technologie zurückgreifen möchte.

Durch Zeitsprünge in die Vergangenheit, Einblicke in die Perspektive des Killers sowie eines Opfers und Kyras Erzählperspektive entwirft die Autorin einen sehr facettenreichen Thriller, welcher einen Hauch an Sci-Fi Elementen aufweist. Dabei stellt eine Technologie, welche es ermöglicht, in die Gedanken anderer Menschen einzutauchen, den Hauch an Sci-Fi Elementen dar. Das hat mir gut gefallen, hätte mir aber bezüglich der Technologie einen Tiefgang erwünscht, weil mir die Darstellung der Technologie zu kurz kam. Trotzdem war es für mich ein interessanter Thriller, der mich gut unterhalten hat. An der Seite von Kyra und mit Hilfe eines Ermittlungsteams begibt man sich auf die Suche nach dem wahren Täter. Die Ermittlungen werden durch die Autorin sehr detailliert und realistisch beschrieben. Auch vor bildhaften Beschreibungen von Leichen und Actionszenen schreckt die Autorin nicht zurück. Nichts für schwache Nerven.

Ihr ist es sehr gelungen, einen sehr konstanten Spannungsbogen zu entwerfen, der zudem noch viele Höhepunkte aufgrund guter Wendungen aufwies. Auf der anderen Seite gab es natürlich ab und zu ruhigere Szenen, die aber keinen signifikanten Einfluss auf den Spannungsbogen hatte. Auf jeden Fall lässt sich noch sagen, dass dieser Thriller kein einfaches Buch ist, da er zum Teil auch komplexer Textpassagen aufweist. Kyra als Protagonistin hat mir gut gefallen, da sie tough ist und trotz einzelner Charakterschwächen, immer ihr Ziel erreichen möchte. Zudem fand ich ihre Rolle als Neuropsychologin sehr interessant, da man auch hier viel über den Beruf aber auch über sie als Person erfahren hat.

Fazit: Witness X ist ein Thriller, welcher mich aufgrund der neuropsychologischen Thematik sehr unterhalten hat. Er ist durch die Autorin sehr facettenreich entworfen sowie weist er einen konstanten Spannungsbogen auf. Für Thriller-Fans eine Leseempfehlung! Ich bewerte das Buch mit 4,5 Sternen, Tendenz nach unten.

Das Labor – Alec Martens

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Letzten Monat habe ich den wissenschaftlichen Thriller „Probe 12“ aus dem Bastei Lübbe Verlag gelesen und war positiv überrascht. Nun ist diesen Monat de Thriller von Alec Martens erschienen, welcher auch einen wissenschaftlichen Kernpunkt aufweist. Ich war sehr gespannt, ob „Das Labor“ mich direkt zum Monatsbeginn hinsichtlich der Plotidee sowie des Inputs überzeugen kann.

In diesem Buch geht es um Paul, welcher vor kurzem in einem ungewöhnlichen Autounfall verloren hat. Seine Frau war PR-Managerin einer aufstrebenden Pharmafirma und hinterließ Paula folgende Worte: „Pass auf den Stick auf, Paul“. Paul entscheidet der Sache auf den Grund zu gehen. Zur Hilfe steht ihm eine Aktivistin namens Katia zu, mit welcher Paul auf eine Reihe mysteriöser Todesfälle in Indonesien stößt. Beide Figuren merken, dass die ganze Sache viel größer ist, als sie es vermutet haben. Was geschieht hier wirklich?

Ich blicke auf den Thriller mit positiven Gefühlen zurück. Ich finde, dass es dem Autor sehr gelungen ist, den wissenschaftlichen Teil in dieses Buch zu integrieren. Die Informationen werden somit nicht zu trocken dargestellt, sondern in die Handlung sowie in die Kommunikation zwischen den Figuren implementiert. Dadurch wird es wissenschaftliche Teil lebendig gemacht.

Vom Plotaufbau fiel mir auf, dass der erste Teil für mich persönlich zu lang war. In diesem Teil verfolgt man als Leser die Story vor dem Tod von Pauls ehemaliger Frau. Man bekommt viele Einblicke in ihr Leben, aber ich finde, dass ein Umfang von knapp 200 Seiten dafür doch schon zu lang sind. Deswegen war für mich auch der Einstieg in dieses Buch schwierig. Auf der anderen Seite könnte mich der zweite sowie dritte Teil hinsichtlich der Plotgestaltung sowie der Spannung sehr überzeugen. Viele Wendungen, actionreiche Szenen sowie gute Konversationen sorgten dafür, dass ich sehr gut unterhalten worden sind. Zudem hat es mir irgendwie Spaß gemacht, die Geschichte an der Seite der Protagonisten zu verfolgen.

Fazit: „Das Labor“ konnte mich besonders ab dem zweiten Teil sehr überzeugen. Das Buch weist einen sehr tollen wissenschaftlichen Input sowie eine gut entwickelten Spannungsverlauf in Bezug auf Wendungen sowie Plotgestaltung auf. Den ersten Teil des Buches konnte man jedoch in meinen Augen viel mehr kürzen. (4/5)

Stadt des Zorns – Marc Meller

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Nachdem mich im letzten Jahr „Raum der Angst“ sehr überzeugen konnte, war ich sehr gespannt, wie die Geschichte um Janus und Hannah weitergehen wird. Eins vorab: Natürlich kann man diesen Band unabhängig von dem ersten Band lesen, aber das empfehle ich nicht. Auch wenn der Autor Rückblenden in das Buch integriert, muss man einfach die Figuren schon im ersten Band kennenlernen, da diese eine Entwicklung durchleben und man meiner Meinung nach, den Zusammenhang sowie die Randinformationen aus dem ersten Band kennen muss, um ein viel intensiveres Leseerlebnis durchzuleben.

Im zweiten Band kehrt Janus zurück. Er hat mal wieder alles perfekt durchgeplant und setzt Köln in Angst und Schrecken. Blockierte Straßen, Menschen in Panik, alles bricht langsam zusammen. Eine Stadt wird zu einer Todesfalle. Mitten im Geschehen ist wieder Hannah. Sie ist damals dem brutalen Exit-Room Spiel von Janus entkommen. Nun sitzt sie mit weiteren Menschen in den Katakomben von Köln fest und muss wieder entkommen. Parallel dazu, versucht Hauptkommissar Kappler Hannah zu retten und den Killer zu stoppen.

Während es im ersten Band der Handlungsort hauptsächlich noch ein Haus war, stürzt Janus jetzt die Metropole Köln ins Chaos. Im Vergleich zum ersten Band kommt die Spannung im zweiten Band erst recht spät auf, baut sich aber im ersten Drittel nach und nach gut auf. Die anderen zwei Drittel sind spannungstechnisch meiner Meinung nach auf Hollywood-Niveau. Man verfolgt einerseits Hannah in den Katakomben und fiebert mit ihr sowie den anderen Gefangenen mit, um die ganzen Rätsel zu lösen. Anderseits verfolgt man den Hauptkommissar Kappler und seine Mission Hannah sowie die Stadt zu retten. Zudem gibt es ab und zu Einblicke in andere Perspektiven wie die von Janus. Alle Perspektiven sind sehr übersichtlich vom Autor gestaltet worden. Ich konnte mich besonders in Hannah und Kappler hineinversetzen und ihre Emotionen am eigenen Leib spüren. Grandios!

Natürlich merkt man in der Charaktergestaltung, dass der Fokus nur auf Janus, Kappler sowie Hannah gelegt worden sind. Alle anderen Figuren waren nur einseitig beleuchtet worden. Dies passte aber hier in diesem Thriller sehr gut dazu, da eine ausführliche Charakterbeschreibung der anderen Figuren den Rahmen sprengen würde. Außerdem hat man in diesem Band die Möglichkeit Hannah und Co. noch intensiver kennenzulernen. Das fand ich toll! Am Ende des Buches präsentiert der Autor uns ein sehr gelungenes Finale, bei welchem wichtige Infos offenbart werden. Somit wurden mir auch viele offene Fragen schlussendlich beantwortet! Nur eine Frage habe ich noch: Kommt ein dritter Band?

Fazit: Für mich ist „Stadt des Zorns“ eine gelungene Fortsetzung zum ersten Band. Ich wurde sehr prächtig unterhalten und habe die Lesestunden sehr genossen. Teilweise ähnelte das Buch einem reifen Hollywood-Film! Klare Leseempfehlung! (5/5)

Der Kuckuck – Alexander Schuller

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Mit „Der Kuckuck“ präsentiert der Autor einen Thriller, der auf wahren Gegebenheiten beruht. In dem Thriller begegnen wir als Leser dem Polizeireporter Stephan Engler. Zurzeit führt er kein gelungenes Leben, sodass er auch zahlreiche Fehlentscheidungen in seinem Leben trifft. Eine davon ist die, dass er einen Mann namens Lukas bei sich wohnen lässt. Dieser ist ein Soziopath und ein geschickter Manipulator. Zudem hat er vor zwanzig Jahren ein brutales Verbrechen getätigt, bei dem die Ermittler ihn nicht fassen konnten. Erst als jetzt weibliche Opfer nun den Mut haben, Lukas wegen Vergewaltigung anzuzeigen, gerät auch der alte Fall ins Rollen. Ein Fall mit vielen Beweisen, die eine brutale Wahrheit ans Licht bringen wird.

Wenn man sich vorstellt, dass dieser Fall in diesem Buch auf wahren Gegebenheiten basiert und der Autor einen ähnlichen Fall selbst erlebt hat, habe ich Gänsehaut bekommen. Ein derartiges Schicksal – Das wünscht man keinen.

Das Buch ist in zwei Ebenen aufgebaut. Die erste Hälfte des Buches thematisiert das damalige Verbrechen um Lukas. Der zweite Teil spielt in der Gegenwart und handelt von dem neu aufgenommenen Fall, indem Lukas wieder vor Gericht aufkreuzten muss. Ich fand besonders den ersten Teil gut, da mir besonders hier der Detaillreichtum der Ermittlungen und die Erzählung an sich sehr gut gefallen hat. Es ähnelte weniger einem Thriller, sondern mehr einem Kriminalroman. Den zweiten Teil des Buches fand ich weniger spannend. Mir fiel es vor allem in dem zweiten Teil schwer, sich irgendwie in die Figuren hineinzuversetzen. Zudem konnte ich keine Bindung zu den einzelnen Figuren aufbauen.

Schreibstiltechnisch hat der Autor einen sehr guten Schreibstil, welcher sich gut lesen lässt. Nichtsdestotrotz bin ich kein Fan von sehr langen Kapiteln in Thrillern, da im Allgemeinen sowie in diesem Buch hier das Erzähltempo sowie die damit verbundene Spannung gebremst wird. Dies jedoch nur eine persönliche Meinung und natürlich von jedem Leser eine subjektive Geschmacksache.

Fazit: Wer True-Crime Bücher mag, sollte sich auf jeden Fall dieses Buch zu legen, da besonders hier der autobiographische Bezug sowie die damit verbundene Vorstellung in der Realität sehr interessant sind. Für einen Thriller fehlte mir doch viel zu viel, sodass er für mich persönlich eher ein leichter Kriminalroman war. Ich vergebe an das Buch solide drei Sterne.

Probe 12 – Lange/Thiele

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Mit dem neu erschienenen Buch „Probe 12“ präsentiert das Autorenduo Lange/Thiele einen Thriller, der einen wissenschaftlichen Schwerpunkt aufweist. In diesem Buch spielen Viren und Co. nämlich eine große Rolle.

Wir begleiten in diesem Buch die Protagonistin Nina, welche eine Wissenschaftsjournalistin ist und sich auf den Weg zu ihrem alten Mentor nach Georgien gemacht hat. Vor Ort gerät die junge Frau in einen tödlichen Angriff auf ihren Mentor. Nina kann entkommen und erfährt vor dem Tod ihres Mentors, dass diesem gelungen ist, ein Medikament gegen multiresistente Keime zu entwickeln. Auf ihrer Reise stößt sie auf einen Mann namens Tom, welcher eine Tochter hat, die an multiresistenten Viren leidet und kurz vor ihrem Tod steht. Zusammen versuchen Nina und Tom die Ergebnisse zu verstehen und zu deuten. Doch die Zeit tickt und sie sind nicht die Einzigen, die hinter diesem Medikament her sind.

Persönlich muss ich ehrlich sagen, dass mir der Thriller hinsichtlich der Thematik schon sehr unter die Haut gegangen ist. Auf die Corona-Pandemie spielen die Autorinnen an, aber kreieren mit ihrer Plotidee ein viel düsteres Zukunftsszenario, welches hoffentlich nicht stattfinden wird. Bei der Umsetzung merkte ich, dass die Autorinnen einen Plot gestaltet haben, welcher wissenschaftlich sehr detailliert untermauert ist. Ich konnte durch einzelne Erklärungen von verschiedenen wissenschaftlichen Begriffen einzelne Details besser nachvollziehen und im Allgemeinen nach dem Lesen was mitnehmen. Dabei war die Wissensvermittlung an keiner Stelle zu trocken.

Die Charaktere wie Tom, Nina aber auch die Gegenseite waren meines Erachtens nach genau richtig entworfen worden. Man konnte als Leser gut eine Bindung zu ausgewählten Figuren aufbauen. Besonders Toms Schicksal kam in diesem Buch sehr gut zur Geltung. Erzähltechnisch hat mir das Buch leider weniger gefallen. Ich bin ein großer Fan von wechselnden Erzählperspektiven, mag es aber nicht, wenn die Perspektive innerhalb eines Kapitels sehr oft wechseln und man von Figur zu Figur springt. Dadurch kann man leicht beim Lesen durcheinanderkommen. Dies ist aber nur meine persönliche Geschmackssache. Spannung ist sonst in diesem Thriller reichlich vorhanden, da man viele Actionszenen vorfindet, die gut konstruiert sind.

Fazit: Mit ihrem Buch „Probe 12“ zeichnet das Autorenduo ein sehr böses Zukunftsszenario, welches mit viel Input sowie einer guten Plotgestaltung in einem souveränen Thriller verpackt wird. Ich bewerte dieses Buch mit 4 Sternen.