Die Chroniken der Meerjungfrau – Christina Henry

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Nachdem ich die Chroniken von Peter Pan gelesen habe, stand für mich eindeutig fest: „Die Chroniken der Meerjungfrau“ muss ich auch lesen. So habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut!

In den „Chroniken der Meerjungfrau“ geht es – wie schon der Titel verrät – über den Meerjungfrau-Mythos, welcher viel düsterer in diesem Buch neu aufgekurbelt wird. Speziell geht es um eine Frau, die ein einsamer Fisch eines Tages in seinem Netz gefangen hat. Die Frau verliebte sich direkt in den Fischer, welcher aber eine Zeit später starb. Sie blieb alleine und die Gerüchte über den Meerjungfrau-Mythos werden lauter, sodass die Aufmerksamkeit eines besonderen Mannes geweckt wurde. Für seinen Zirkus sucht er eine echte Meerjungfrau. Da kommt die Frau doch zur richtigen Zeit und am richtigen Ort, oder?

Kurzzusammengefasst: Mich konnte dieser Band um den Meerjungfrau-Mythos nicht so fesseln, wie es bei dem Peter Pan Band der Fall war. Auch wenn ich durchaus die neuaufgekurbelte Geschichte um die Meerjungfrau sehr interessant fand, fehlte mir im Allgemeinen in der Plotgestaltung die Spannung. Eventuell dadurch, dass ich vorher Peter Pan gelesen habe, waren schon die Erwartungen bei diesem Band sehr hoch. Ich ging mal wieder von gewaltsamen Kämpfen, einer grandiosen Spannungskurve und vielen Handlungswechseln aus. Leider ist keine der Sachen in diesem Band vorzufinden, sodass die Geschichte mich nicht so richtig catchen konnte, wie vorher erhofft.

Sowie bei Peter Pan die Darstellung von Captain Hook, fand ich bei diesem Band die Ausarbeitung der Meerjungfrau sehr gut. Ich fand sie sehr speziell, aber im Gegensatz zu den ganzen weiteren Charakteren sehr erfrischend gestaltet. Besonders ihre Perspektive fand ich sehr interessant, da sie sehr fremdartig gehandelt hat, da sie sich mit der Menschenwelt noch nicht vertraut gemacht hat. Sie ist tough und versucht sich immer durchzusetzen.

Folglich bin ich auch bei der Bewertung dieses Buches schon ein bisschen unschlüssig. Einerseits ist die Geschichte wirklich flach erzählt worden und von Spannung ist keine Spur. Anderseits präsentiert die Autorin mit der Meerjungfrau eine sehr erfrischende Persönlichkeit, die es wirklich in sich hat.

Fazit: Sie müssen dem Buch einfach eine Chance geben und sich selbst überzeugen. Auch wenn mir dieser Band nicht so gefesselt hat, wie es beim Peter Pan-Band der Fall war, weist dieses Buch durchaus interessante Ansätze auf, die viele Leser*in überzeugen können. Für mich sind es leider nur 3 Sterne.

Das Haus in der Half-moon Street – Alex Reeve

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Historische Krimis sind schon was besonderes, oder?

Das dachte ich mir auch bei dem Auftakt in die neue Krimireihe von Alex Reeve. Wir begeben uns in düstere London am Ende des 19. Jahrhunderts. Dort lernen wir Leo kennen, welcher Assistent eines Gerichtsmediziner ist. Eines Tages landet auf seinem Tisch ein Mann, welcher in seiner Tasche eine Flasche mir der Gravierung „Mercy“ hatte. Kurze Zeit später landet auf dem Tisch seine große Liebe Maria. Er ist erschüttert, da zudem der Verdacht auf ihn fällt. Aus diesem Grund entscheidet sich Leo dazu in beiden Fällen zu ermitteln und merkt, dass es gefährlich für ihn wird… Ein Kampf zwischen Leben und Tod.

Mit „Das Haus der Half-moon Street“ schöpft der Autor einen sehr interessanten historischen Kriminalroman, welcher Schwächen sowie Stärken aufweist. In das Buch bin ich gut eingestiegen. Besonders durch die Ich-Perspektive konnte ich zu dem Protagonisten eine gute Bindung aufbauen. Hier finde ich, dass dadurch das allgemeine Geschehen aus der Sicht von Leo erzählt worden ist, ist es viel intensiver erzählt worden – als würde man auf einen Er/Sie Erzähler zurückgreifen. Toll! Es war zudem möglich, dass man die Emotionen von Leo am eigenen Leib erfahren konnte.

Ein bisschen negativ empfand ich die Darstellung des Settings. Ich hatte die Düsterheit des dunklen Londons nicht so gespürt. Mir fehlten die detaillierten Beschreibungen der Gassen, der Schauplätze etc. und natürlich war die Noir Atmosphäre nicht so präsent, wie ich es erwartet habe. Deswegen habe ich die Handlung auch nicht so richtig „gespürt“. Dies fand ich schade, da das Setting so ein enormes Potenzial mit sich gebracht hat. So muss ich auch ehrlich sagen, dass mich der Plot nicht so richtig gecatcht hat. Hier fehlten mir die genialen Wendungen sowie die damit verbundene Spannung! Schade! Aber dies ist nicht schlimm. Ich gehe davon aus, dass der kommende Band, welcher im Mai erscheint, dies mit sich bringt. Darauf freue ich mich schon sehr!

Fazit: Der Auftakt in die neue Reihe gelang dem Autor trotz Kritik besonders anhand der Charaktergestaltung gut. Auch wenn noch viel Potential in der Setting-Darstellung sowie der Spannungskurve vorliegt, schaue ich schon positiv auf den kommenden Band. Ich bewerte das Buch mit 3 Sternen.

Sie beobachtet dich – Camilla Way

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Camillas Way letzten Thriller „Das Böse in ihr“ kannte ich bisher vom Sehen her und wusste nur, dass er auf positive Resonanz gestoßen ist. Aus diesem Grund wollte ich mich an Ways neues Buch ranwagen und mich selbst überzeugen.

Inhalt: Die zwei besten Freundinnen Heather und Edie gingen in ihrer Kindheit durch Dick und Dünn. Doch ein schreckliches Ereignis brachte die Freundschaft auseinander. Nun lebt die schwangere Edie in London für sich alleine. Wenn sie unterwegs ist, sieht sie überall ihre ehemalige Freundin Heather. Doch jedes Mal ist sie es nicht. Man kann schon behaupten, dass Edie in manchen Situationen paranoid ist. Doch eines Tages klingelt es an der Tür und Heather steht vor der Tür. Sie tritt ein und Edies Leben wird wie aus dem Nichts auf den Kopf gestellt.

Von Anfang an hat mir das Buch „Sie beobachtet dich“ gefallen. Ich fand es vom Erzählkonzept her gelungen, dass man in der Gegenwart die Geschichte an Edies Seite verfolgen konnte und in den Rückblenden auch Heathers Perspektive zu dem ganzen Geschehen kennenlernen konnte. Dadurch hat man zwei unterschiedliche Perspektiven, wodurch man als Leser in einen Konflikt gerät. Ist man eher auf Heathers oder doch auf Edies Seite? Die Figuren wurden in meinen Augen recht umfassend ausgearbeitet, da man besonders in den Rückblenden deren Entwicklung im Umkreis der Familie sowie Freunde wahrnehmen konnte.

Dem Buch wird das Genre „Psychothriller“ zugeschrieben. Für einen richtigen Psychothriller fehlten mir ein paar Elemente (wie z.B. die Spiele mit der Psyche), jedoch kann ich behaupten, dass das Buch trotzdem spannend erzählt wurde und von der Plotgestaltung sowie der Spannungskurve mich überzeugen konnte. Es machte mir persönlich Spaß in das Leben der beiden Frauen einzutauchen. Es war wirklich interessant herauszufinden, wie sich die Freundschaft zwischen Edie und Heather entwickelt hat. Besonders Heathers Seite war sehr schockierend! Zum Ende hin gewinnt die Geschichte noch einen weiteren Spannungsschub, aufgrund welchem man das Buch mit einem gelungene Finale beenden kann.

Fazit: Insgesamt hat mich der Thriller „Sie beobachtet dich“ aufgrund eines spannenden Einblicks in eine Freundschaft von zwei Freundinnen gut unterhalten. Es machte trotz einiger Schockmomente mir Spaß in die Geschichte einzutauchen, da der Plot durch die Autorin, auch bedingt durch die Rückblenden, spannend erzählt worden ist. Ich bewerte das Buch mit vier Sternen!

Unter Freundinnen – Cath Weeks

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Mal wieder stand ein Gossip-Thriller auf meinem Leseplan! Schon oft merkte ich bei diesem Subgenre des Thriller-Genres, dass die Bücher für mich eher Spannungsromane als wirkliche Thriller sind. Nun war ich gespannt, was mich bei diesem neuerschienenen Thriller „Unter Freundinnen“ aus dem Droemer-Knaur Verlag erwartet.

In diesem Buch geht es um die drei Freundinnen namens Melissa, Rachel und Jenny, welche seit ihrer eigenen Kindheit eng befreundet sind. Noch heute leben sie in demselben Ort und teilen immer noch ihre Geheimnisse, Sorgen und Freude. Doch eines Tages kommt Jenny bei einem Bootsunglück ums Leben. Mellissa und Rachel sind völlig am Boden zerstört. Die Ermittlungen werden aufgenommen und so stoßen die Ermittler auf viele Ungereimtheiten. Alles deutet darauf hin, dass Jennys Tod doch kein Unfall war. Parallel dazu kommen weitere Familiengeheimnisse an die Luft. Was ist wirklich passiert und weswegen musste Jenny wirklich sterben?

In das Buch bin ich gut eingestiegen, da die Figuren nach und nach übersichtlich eingeführt worden sind. So hat man schon von Anfang an einen transparenten Überblick über die drei Familien. Ich fand im Buch gut gestaltet, dass man bis zum Tod von Jenny einen kurzen Überblick über die Freundschaft von Jenny, Rachel und Mellissa erhalten hat. Dadurch konnte man sich als Leser*in einen ersten Eindruck machen und schon die ersten Hypothesen über den Tod von Jenny aufstellen. Dann wird die Geschichte in zwei Handlungssträngen weitererzählt. Besonders den Erzählstrang aus der Sicht der Ermittler fand ich enorm spannend, da man hier auch die „andere“ Charakterseite der Figuren kennenlernen konnte.

Die Figurengestaltung war ok, aber nicht gut. Ich konnte mich nicht so richtig in eine der Figuren hineinversetzen, da sie zu monoton konstruiert worden sind. Dennoch war es für mich trotz dieser Kritik die Geschichte spannend zu verfolgen. Auch wenn die Geheimnisse der Familien bzw. der Geheimnisse der einzelnen Charaktere untereinander antizipierbar waren, fand ich interessant wahrzunehmen, wie die anderen Figuren auf die Geheimnisse reagieren. Zudem war das Ende gut gestaltet. Dennoch kann ich behaupten, dass es für mich persönlich kein eindeutiger Thriller war. Es war viel mehr ein Spannungsroman a la Gossip  mit „Desperate Housewifes“-Vibes.

Fazit: Auch, wenn es kein Thriller für mich war, fand ich das Buch durchaus von der Plotgestaltung her interessant. Schwächen nahm ich eindeutig in der Figurengestaltung wahr. Ich bewerte das Buch mit 3,5 Sternen.

Raubtieraugen – Tobias Quast

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Besonders jetzt wenn die Dunkelheit am Tag präsenter ist, Halloween stattfand und es kälter wird, wächst mein Interesse an Horror-Romanen sehr. Deswegen kam das Debüt „Raubtieraugen“ von Tobias Quast zum richtigen Zeitpunkt!

…. wenn das Leben wie aus dem Nichts den Bach runtergeht. Julius scheint überglücklich mit seinem Job in London zu sein. Doch plötzlich steht er ohne Job und ohne Wohnung dar. Als wäre dies nicht schlimm genug, soll Julius Tochter Emilia ihn besuchen kommen. Aber Julius hat Glück, da er eine Einladung auf das Wargrave Castle erhält, in dem die beiden Figuren für eine Zeit lang untertauchen können. Vor Ort passieren auf einmal komische Dinge – Julius Handy verschwindet und Julius nimmt nachts Schritte an Stellen wahr, wo eigentlich nichts sein sollte. Was danach passiert, passiert eigentlich nur in den schlimmsten Albträumen eines Menschen. Realität oder bildet sich Julius dies nur ein?

In das Buch bin ich mit keinerlei Schwierigkeiten eingestiegen, da mir der flüssige Schreibstil des Autors sowie die übersichtliche Darstellung der Handlung sowie der Figuren den Einstieg erleichtert hat. Hier merkte ich aber beim Lesen, dass mir der Einstieg sowie der Anfang der Handlung – bis so richtig Spannung aufkam – schon ein bisschen zu lang war. Hier fände ich es besser, wenn man den Einstieg ein bisschen kürzer gehalten hätte.

Dennoch kann ich sagen, dass nach dem etwas längerem Einstieg ein Spannungsfeuerwerk gezündet wird. Wenn man sich als Leser*In schon weiter in der Handlung sowie auf dem Handlungsort, dem Schloss, befindet, wird man durch eine sehr bedrohliche und dunkle Atmosphäre sowie unheimliche Figuren vor Ort gefesselt. Auch bedingt durch die Rückblicke in die Vergangenheit (anderer Handlungsstrang) wird die Handlung umso mehr mysteriöser. Man weiß als Leser nicht so richtig, was vor sich geht und folglich konnte mich das Buch gut unterhalten. Zudem setzt der Autor an den richtigen Stellen gute Wendungen ein, welche die Spannung positiv verstärkt haben. So waren auch die Ängste von Julius in meinen Augen authentisch durch den Autor dargestellt worden, sodass man mit ihm als Vater mitgefiebert hat. Am Ende des Buches entwirft der Autor ein spannendes Finale, welches mir im Ganzen ganz gut gefallen hat.

Fazit: Persönlich finde ich, dass der Autor mit seinem Debüt „Raubtieraugen“ einen gelungenen Horror-Thriller verfasst hat, in welchem ein bedrohliches Setting vorzufinden ist, welches besonders zu dieser Jahreszeit noch stärker zur Geltung kommt. Ich gebe dem Buch solide vier Sterne!

Eifersucht – Jo Nesbo

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Nesbos Kriminalroman „Ihr Königreich“ war letztes Jahr mein erster Nesbo Kriminalroman und mir gefiel die Komplexheit seines Werkes. Jetzt war ich gespannt, was Nesbo mit seinem neuen Werk auf die Beine aufgestellt hat. In seinem neuen Buch geht es nämlich um das Motiv „Eifersucht“. Anhand von sieben verschiedenen Geschichten mit dem ausgewählten Motiv entführt uns der Autor in zahlreiche düstere Plots, die unter die Haut gehen können.

Erstmal: Der farbige Buchschnitt ist natürlich dem Ullstein Verlag gekungen. Zu gut!

Insgesamt kann ich sagen, dass mir durchaus die verschiedenen Kurzgeschichten gefallen haben. In jeder Geschichte setzt der Autor das Motiv mit einem anderen Schwerpunkt in Szene. Dies fand ich rundum sehr gelungen, da die Geschichten somit unterschiedlich waren und sich eigentlich nichts gedoppelt hat. Zudem wiesen die Geschichten unterschiedliche Längen auf, sodass die Geschichten sehr variabel gestaltet sind und eigentlich für jeden LeserIn was dabei sein sollte. Besonders die erste Geschichte im Flugzeug fand ich „anders“ und somit lesenswert. Dennoch bleibt mir zu sagen, dass abseits der ersten Kurzgeschichte, die anderen Geschichten natürlich interessant sind, aber mich persönlich nicht vom Hocker gehauen haben. Mir fehlte das gewisse Etwas. Abseits kann ich noch sagen, dass der Autor einen flüssigen Schreibstil aufweist, welchen man gut lesen kann!

Fazit: Für zwischendurch eignet sich der Kurzgeschichten-Band sehr gut. Dennoch fehlte mir für eine sehr gute Bewertung das gewisse Etwas, anhand dessen ich auf das Buch mit einem Lächeln zurückblicken könnte. Es war gut, aber für mich ist bei diesem Buch noch viel Luft nach oben! (3/5)

Tränennacht – Karen Rose

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Karen Rose als Autorin war mir bisher, obwohl ich ein allgemeiner großer Thriller-Fan bin, ein Fremdbegriff. Dennoch wurde ich aufgrund der positiven Resonanz zu ihrer „Dornen“-Reihe auf sie aufmerksam. Folglich dachte ich mir, dass ich mich an die neue Reihe der Autorin rangwagen möchte, und mich persönlich selbst von ihrem Können überzeugen möchte.

Im Auftaktband ihrer neuen Sacramento-Reihe wird es düster. In der Stadt Sacramento treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Als nächstes Opfer entscheidet sich der Killer dazu eine Frau namens Daisy zu entführen. Sein Entführungsversuch verläuft jedoch schief, da Daisy den Killer in die Flucht schlägt und ihm dabei ein silbernes Medaillon vom Hals abreißt. Auf dem Medaillon erkennt Daisy die Gravur eines Lebensbaums – dasselbe Motiv, welches der FBI-Agent Gideon Reynolds als Tattoo trägt. Zusammen stellen sie Ermittlungen auf und geraten auf eine Spur, die zu einer Sekte mit dem Namen „Church of Second Eden“. Hat hier der Killer seinen Ursprung?

Direkt von Beginn an wird man durch die Autorin schlagartig in die Geschichte reingeworfen. Es herrscht von der ersten Seite an, eine gute Spannung im Buch, wodurch ich als Leser sehr gefesselt war. Durch wechselnde Erzählperspektiven hat man die Möglichkeit das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen. Eine der Perspektiven ist die des Serienkillers, welcher es auf unterschiedliche Frauen abgesehen hat. Persönlich hat mir der Einbau dieser Perspektive sehr gefallen, da dadurch ein positiver Spannungskick dem Buch beigefügt wird. Außerdem entsteht irgendwann aus diesem Erzählungsgeflecht ein interessantes Katz-und-Maus Spiel, welches ich mit viel Interesse verfolgt habe.

Figurentechnisch gab ich mich trotz kleinen Kritikpunkten mit Gideon sowie Daisy zufrieden. Ich fand sie von ihrer Gestaltung her, ausreichend ausgearbeitet, sodass ich die Möglichkeit hatte, sie gut kennenzulernen. Leider muss ich sagen, dass ich mich mit der inneren Entwicklung der beiden Figuren sowie der Liebesgeschichte der beiden Protagonisten nicht zufriedengab. Natürlich finde ich es auch toll, wenn man als Autor*in versucht, eine Liebesgeschichte in einen knallharten sowie brutalen Plot zu implementieren. Hier finde ich aber, dass die Liebesgeschichte teilweise die Ernsthaftigkeit der Geschichte sowie der Figuren genommen hat. Zudem geht es in diesem Buch um eine Sekte. Für mich persönlich war die Sekte in diesem Buch leider so gar nicht präsent, weil ich auch das Gefühl hatte, dass diese nur ansatzweise thematisiert worden ist. Dies ist schade, da diesbezüglich ein enormes Potential in meinen Augen wahrzunehmen war. Sonst bleibt mir zu sagen, dass die 700 Seiten für dieses Buch zu viel sind. Man hätte so ein Viertel des Buches streichen können, weil dadurch auch zum Ende hin die Spannung weniger wird.

Fazit: Ich blicke mal wieder mit gemischten Gefühlen auf einen Thriller zurück. Der Auftakt zu der neuen Sacramento-Reihe von Karen Rose wies meiner Meinung nach, viel Potential auf, welches nicht genutzt worden ist. Auch wenn der Plot sowie die Erzählart spannend gestaltet ist, hätte ich mir eine tiefere Thematisierung der Sekte gewünscht. Aber auch die Seitenanzahl für dieses Buch ist in meinen Augen zu viel. Folglich bewerte ich das Buch mit drei Sternen.

Weisses Teufelskraut – Jürgen Seibold

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Letztes Jahr stieg ich mit dem zweiten Band „Rote Belladonna“ in die Reihe der Apothekerin ein. Mir gefiel besonders, dass es ein ruhiger Krimi war, in den man sich komplett an einem gemütlichen Abend hineinversetzen kann. Dies kann ich nun auch vom dritten Band der Reihe behaupten, den ich gestern Abend bei einer Tasse Kakao gelesen habe.

In dem dritten Fall wird es für die Apothekerin wieder brenzlig. Maja soll einen Fall lösen, in dem angeblich ein berühmter deutscher Guru einen wohlhabenden Geschäftsmann mit einem Cocktail getötet hat. Im Cocktail war die Substanz einer giftigen Pflanze mit der bereits in der Antike Menschen umgebracht worden sind. Doch aufgrund von widersprüchlichen Fakten hat Maja viel zu viele Fragezeichen im Kopf. Sie macht trotzdem weiter, merkt aber, dass jemand ihr Steine in den Weg ihrer Nachforschungen legt … als wäre der Fall nicht komplex genug.

Auch wenn in meinen Augen in diesem Buch die Geschichte rasanter wird, kann ich den Buch die Kategorie des „Cozy Crime“ zuordnen. Es ist ein Buch, in welchem man sich mit viel Ruhe auf die Ermittlungen und die Entwicklung der Figuren wie Maja einlassen kann. Zudem weist der Autor ein sehr ruhiges Erzähltempo auf, sodass dieses Buch trotz der Thematik für mich ein „Wohlfühl-Krimi“ ist. An der Seite von Maja kann man sich nur wohlfühlen. Es macht mir richtig Spaß die Ermittlungen an ihrer Seite zu verfolgen. Ihre Ermittlungsart erweist sich als sehr einzigartig und interessant. So muss ich auch sagen, dass es für mich die erste Krimi-Reihe ist, in der ich eine Apothekerin bei ihrer Arbeit verfolge.

Den Fall aus diesem dritten Band fand ich in seinen Grundzügen spannend. Für Maja wird es zudem in diesem Fall persönlich, sodass dies auch die Spannungskurve positiv beeinflusst. Folglich kann ich auch nur sagen, dass mich dieses Buch sehr gut unterhalten hat.

Fazit: Wer auf der Suche nach einer Cozy Crime – Reihe ist, sollte sich die Apothekerin Reihe anschauen. Es liegt ein sehr ruhiges aber auch harmonisches Erzähltempo vor, wodurch man sich beim Lesen einfach in die Handlung hineinversetzen kann.

Knochenbleich – Ronald Malfi

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Pauls Leben ist seit einigen Jahren fast zurück zur Normalität gekehrt. Das Verschwinden seines Bruders Danny vor ein paar Jahren kostete ihn viele Nerven. Eines Tages schaut Paul die Nachrichten, in denen sie über einen Serienkiller sprechen, welcher die Polizei zu zahlreichen Gräbern in einer Wildnis von Alaska führte. Dieselbe Wildnis, in der Pauls Bruder Danny damals verschwunden ist. Als die Opfer dann exhumiert werden, entscheidet sich Paul dazu, nach Alaska aufzubrechen und endlich seinen allgütigen Frieden zu finden. Doch das geschieht nicht, da vor Ort Paul Nachforschungen aufstellt. So tief geht er in die Nachforschungen, dass er selbst ein Teil des Mysteriums wird.

Dies ist mein erstes Buch von Ronald Malfi, sodass ich sehr neugierig auf diesen Roman war. Nach dem Lesen blicke ich aber jetzt mit einem zufriedenen Lächeln auf das Buch zurück, da es ein sehr mysteriöser aber auch spannender Roman war, welcher sich für die nächste Jahreszeit für Thriller-LeserIn eignet. Es ist dem Autor sehr gelungen, dass verschneite, kalte aber auch geheimnisvolle Alaska anhand der Orte zu beschreiben. Ich persönlich wusste beim Lesen nicht so genau, was an der nächsten Ecke auf mich warten wird, da im Großen und Ganzen im Buch durchgängig eine gute Spannung vorlag. Aber auch die Darstellung der weiteren Nebenfiguren aus dem Dorf sorgte für eine sehr mysteriöse Atmosphäre, welche mir beim Lesen gefallen hat.

Im Fokus neben der Suche nach dem Bruder durch Paul sowie einem Ermittlerteam und den geheimnisvollen Dingen in den Dörfern, steht eindeutig die Brüderschaft zwischen Paul und Danny im Vordergrund. Anhand von Rückblenden in die Kindheit sowie Jugendzeit der beiden Brüder lernt man Paul sowie Danny umfassend kennen. Deswegen war es für mich umso emotionaler als Leser die tatsächliche Geschichte um das Verschwinden von Danny herauszufinden. Auch durch Pauls Emotionen ist man beim Lesen gefesselt, da man mit ihm als LeserIn sehr mitfiebern kann.

Wie erwähnt, war die Geschichte spannend gestaltet. Vom Ende habe ich mir persönlich ein bisschen was Anderes erhofft, gebe mich aber mit der Auflösung des Ganzen zufrieden. Schlussendlich kann ich nur sagen, dass es mir Spaß gemacht hat, dieses Buch zu lesen.

Fazit: Mit „Knochenbleich“ entwirft der Autor Malfi einen sehr spannenden Roman, in dem mysteriöse Elemente gezielt und gekonnt eingebaut werden. Die Geschichte um Paul sowie Danny ist mit viel Tiefe und Intensität erzählt worden. Ich bewerte das Buch mit 4/5 Sternen.

Herzschlag der Angst – Wendy Walker

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Letztes Jahr habe ich meinen ersten Thriller von Wendy Walker mit dem Titel „Die Nacht zuvor“ gelesen, welcher mich sehr positiv überrascht hat. Aus diesem Grund war es für mich in diesem Jahr klar, dass ich mich an diesen neuen Walkers Thriller ran wage.

In dem neuen Thriller geht es um eine Mutter namens Molly, die spurlos nach einem heftigen Sturm verschwindet. Am Straßenrand findet man lediglich ihr Auto. Zudem wurde ein vermeintlicher Abschiedsbrief von Molly in einem nahegelegenen Hotel gefunden, indem Molly offenbart, dass sie ihre Familie verlässt. Mollys Tochter Nic ist am Boden zerstört. Ein paar Wochen später erhält Nic eine Nachricht, die alles verändert. Obwohl sie nie eine gute Beziehung zu Molly hatte, entscheidet sich Nic als Einzige dazu, Molly zu finden. Dabei merkt sie jedoch nicht, wie gefährlich die Situation für sie wird.

Wer keine ausführliche Rezension lesen möchte, dem kann ich schon sagen: Walker ist dazu geschaffen spannende Thriller zu schreiben! Klare Leseempfehlung!

Wie schon im letzten Jahr entscheidet sich Walker dazu, dass man als Leser die Geschichte jeweils aus zwei Perspektiven verfolgt. Einerseits erfährt über Nics Suche nach ihrer Mutter, in der man auch notwendige Informationen zu der gesamten Familie erhält, um den Kontext besser zu verstehen. Anderseits erhält man die Sicht von Molly und ihrem resultierenden Schicksal. Besonders die Perspektive von Molly empfand ich als sehr gelungen, da hier durch kurze und ausdrucksstarke Sätze die Autorin ein rasantes Erzähltempo entwirft, wodurch ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen wollte. So fand ich auch Mollys Entwicklung sowie Vorgehensweise sehr interessant zu verfolgen, da hier auch die gewisse Tiefgründigkeit gegeben ist. Allgemein Molly sowie Nic waren für diesen Thriller so ausgearbeitet, dass man sie nur mögen konnte! Zudem fand ich die Cliffhanger am Ende der Kapitel sehr gelungen, da diese auch für eine verstärkte Spannung sorgten, sodass man eigentlich nur weiterlesen wollte. Um ehrlich zu sein, fand ich das Buch so grandios, dass ich es auch innerhalb eines Tages durchgelesen habe. So hatte ich auch beim Lesen das Gefühl, dass je mehr man im Buch vorankommt, desto spannender wird es. So toll!

Fazit: Walker hat mich mit einem weiteren Buch einfach wieder positiv überraschen können. Ich finde, dass die Autorin ein enormes Talent hat, spannende aber auch psychologisch tiefgründige Bücher zu schreiben. Ich kann nur sagen, dass ich mich auf weitere Bücher der Autorin sehr freue! (5/5)