Keine Wahl – Robert Swartwood

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Den ersten Band um Holly Lin und ihrer actionreiche Geschichte habe ich sehr genossen. Jetzt wurde der zweite Band veröffentlicht, welcher handlungstechnisch direkt an die Ereignisse des ersten Bandes anknüpft. Das Hollywood-Spektakel geht weiter!

Wer also den ersten Band noch nicht gelesen hat und es noch unbedingt tun möchte, sollte ab hier nicht mehr weiterlesen, da ich kurz auf den Inhalt des zweiten Bandes zusprechen kommen möchte und dieser die Ereignisse aus dem ersten Band vorweggreift.

Nachdem nun Holly Lin Javier Diaz ausgeschaltet hat, steht vor ihr die nächste Herausforderung. Um ihre ganze Familie zu beschützen, muss sich Holly Lin nach Mexiko begeben, um Javiers Vaters auch zu erledigen, bevor er Wind davon bekommt, dass sein Sohn nicht mehr lebt. Doch der Plan läuft nicht so wie gedacht, sodass Holly Lin wieder vor einer erneuten Herausforderung steht. Wird sie es wieder meistern können?

Wie im ersten Band präsentiert uns der Autor Swartwood meiner Meinung nach einen hollywoodreifen Thriller, welcher am besten verfilmt werden könnte. Schlag auf Schlag passieren wieder zahlreiche Ereignisse, sodass die Spannung kaum zum Erliegen kommt. An der Seite von Holly Lin wird man in ein gefährliches Milieu voller Clan-Kriminalität, korrupten Polizisten sowie Drogen entführt. Teilweise dachte ich mir beim Lesen, dass dieses Buch ein großes Maß an “Narcos“-Vibes aufweist. Wer also die Serie geliebt hat, wird sich mit diesem Buch auch sehr zufrieden geben können.

Wie erwähnt ist die Geschichte spannungstechnisch wieder dem Autor gut gelungen. Leider nehme ich eine kleine Verschlechterung in dem zweiten Band wahr. Ich hatte das Gefühl, dass in diesem Band Holly nicht mehr so stark im Mittelpunkt stand. Dadurch hatte man nicht die Möglichkeit Holly intensiver kennenzulernen. Im ersten Band fand ich ihre fast durchgängige Erzählperspektive super – hier hat es sich eher zum Schlechteren hin gewandelt. Dennoch bleibt Holly ihren Charaktereigenschaften treu und ist mal wieder sehr tough unterwegs. Sie ist eine starke Protagonistin, die alles erreicht, was sie sich vornimmt und das finde ich toll! Es macht wirklich Spaß die Geschichte aus ihrer Sicht zu verfolgen, da sie vor nichts und Niemanden schreckt!

Fazit: Im zweiten Band um Holly Lin geht es nach Mexiko. Auch wenn der zweite Band ein bisschen schwächer als der erste Band ist, präsentiert uns der Autor trotzdem einen spannenden Handlungsverlauf mit viel Action, wodurch es dem Leser schwerfallen wird, eine Pause beim Lesen einzulegen. Ich bewerte das Buch mit starken vier Sternen.

Die falsche Zeugin – Karin Slaughter

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Am Wochenende hat mich eine Überraschungspost erreicht, in dem dieser neue Thriller mit dem Titel „Die falsche Zeugin“ darin enthalten war. Karin Slaughter konnte mich egal ob mit „Belladonna“ oder „Vergissmeinnicht“ bisher mit ihren grandiosen Thrillern immer überzeugen, da sie ein Talent dazu hat, spannende Storys zu entwerfen. So war ich gespannt, wie der Stand-Alone-Thriller sich schlagen wird.

In diesem Buch geht es um die beiden Schwestern Leigh und Callie, die eine schwierige Vergangenheit aufweisen. Gewalt, Missbrauch und Abneigung waren für die Schwestern kein Fremdbegriff. Nun wurde aus einer der Schwestern, nämlich Leigh, eine Anwältin. Eines Tages erhält Leigh einen besonderen Auftrag, in dem sie die Verteidigung eines mutmaßlichen Vergewaltigers übernehmen soll. Leigh sieht in diesem Fall ein enormes Potential noch erfolgreicher zu werden. Das Potential verschwindet jedoch, als sie dem Mann gegenübersteht. Sie kennt ihn. Er kennt sie. Und er weiß, wovor Leigh heute noch wegläuft.

Durch zwei zeitlich verschobene Handlungsstränge (Vergangenheit und Gegenwart) erhält man als Leser die Möglichkeit, die Vergangenheit der beiden Schwestern aber auch die Haupthandlungsstory um die Verteidigung des mutmaßlichen Vergewaltigers zu verfolgen. Das Konzept hat Slaughter mal wieder grandios umgesetzt, da ich beide Erzählstränge sehr interessant fand. Besonders in der Geschichte in der Gegenwart gelang es der Autorin die zwei ungleichen Schwestern in einen Konflikt voller Emotionen, Drama und Spannung zu verwickeln. Hier fand ich besonders spannend, wie sich die beiden Schwestern auf der Grundlage ihrer Vergangenheit weiterentwickelt haben, da man einen großen Raum als Leser erhält, um beide Schwestern kennenzulernen.

Außerdem ist eins zu sagen: Mal wieder nimmt Slaughter kein Blatt vor den Mund und beschreibt einzelne Szenarien mit viel Feinheit sowie Brutalität. So nimmt die Geschichte viel Fahrt auf und weist die nötige Spannung auf, dass das Buch von der Handlungsentwicklung den Leser gut fesseln kann.

Jedoch habe ich einen sehr großen Kritikpunkt an diesem Buch. Mir war schon durch andere Slaughter Bücher bekannt, dass die Autorin gerne längere Kapitel um die 10-20 Seiten schreibt. In diesem Buch fand man teilweise Kapitel über 40 Seiten, wodurch ich gemerkt habe, dass dies meinen Leseflow signifikant beeinträchtigt hat. Ich kam schleppend im Buch voran, da mir einfach “Pausen“ gefehlt haben. Diese Kapitelgestaltung hatte in meinen Augen auch einen erheblichen Einfluss auf die Spannung. Würde Slaughter hier viel kürzere Kapitel einbauen, gehe ich stark davon aus, dass dieses Buch dann zu einem wahren Pageturner geworden wäre.

Fazit: Slaughter ist es wieder gelungen durch sehr facettenreiche Figuren sowie einen durchaus spannenden Plot mich als Leser mit ihrem neuen Thriller zu überzeugen. Dennoch bin ich der Meinung, dass die viel zu langen Kapitel die Spannung sowie den Leseflow negativ beeinflusst haben. Von mir gibt es gute 3,5 Sterne mit einer Tendenz nach oben.

Playlist – Sebastian Fitzek

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Fitzek konnte mich „Der Insasse“ sehr überzeugen! Jetzt habe ich mich auf „Die Playlist“ sehr gefreut, da ich gespannt war, was Fitzek auf die Beine gestellt hat.

In seinem neuen Buch wird es wieder düster. Wie aus dem Nichts verschwindet die 15-jährige Feline spurlos auf dem Weg zur Schule. Der Privatermittler Zorbach soll nun Feline wiederfinden. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf Felines Playlist voller Lieblingssongs, welche sogar vor paar Tagen noch verändert worden ist. Sendet anhand der Playlist Feline geheime Nachrichten? Voller Nerven versucht Zorbach das Rätsel mit der Playlist zu lösen. Und eins weiß Zohrbach nicht. Die Zeit tickt und Feline hat nicht mehr so viel Zeit.

Vorab kann ich sagen, dass ich das Konzept von der wirklich existierenden Playlist mit dem Buch genial finde. Die Idee von Fitzek ist sehr erfrischend und weist gute Ansätze auf. Zudem muss gesagt werden, dass in der Handlung von diesem Buch der Plot vom „Augensammler“ sowie „Augenjäger“ gespoilert wird. Ich wusste es nicht, und ich wurde gespoilert. Naja nicht schlimm!

Jetzt mehr zu diesem Buch. In den Thriller bin ich nicht so gut eingestiegen, wie es beim „Insassen“ der Fall war. Ich hatte einzelne Startschwierigkeiten, um mich besonders mit den einzelnen Perspektiven vertraut zu machen. Besonders zum Ermittler Zohrbach aber auch zu Alina fiel es mir schwierig, eine Bindung aufzubauen. Aus diesem Grund werde ich trotz des gespoilerten Inhalts die indirekten Vorbände lesen wollen, da ich das Gefühl hatte, dass ich die beiden Protagonisten nicht so richtig in diesem Band kennengelernt habe. So fiel es mir auch schwer, ihre Emotionen oder Gedankengänge komplett zu verstehen.

Auf der anderen Seite war jedoch eine gute Spannung von Anfang an gegeben. So entwickelte sich die Spannungskurve im Buch gelungen, jedoch aufgrund meinen zu hohen Erwartungen nicht so stark, wie ich es mir erwartet hätte. Dies ist damit zu begründen, dass mit „Der Insasse“ Fitzek einen genialen, wenn nicht einen der besten Thriller geschrieben hat, und da die Spannung durchgängig sehr hoch war. Aber dennoch hat mich das Buch gut unterhalten, da ich die Geschichte und die Ermittlungen, welche mit der Playlist verbunden sind, sehr interessant gestaltet sind. Mit dem Ende gebe ich mich auch zufrieden.

Fazit: Mit „Die Playlist“ entwickelt Fitzek einen gelungen, aber nicht einen grandiosen Thriller, wie ich es erwartet habe. Die Lektüre ist dennoch unterhaltsam gestaltet, da das Konzept von Playlist und Buch sehr erfrischend und einzigartig ist. Auch wenn ich nur 3,5 Sternen – Tendenz nach oben – vergebe, spreche ich trotzdem für die Idee eine Leseempfehlung aus.

Du bist der Hammer/Du bist ein Geldgenie – Jen Sincero

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Sachbücher, die sich explizit mit der subjektiven Persönlichkeitsentwicklung auseinandersetzen, landen sehr oft auf meiner Leseliste. So musste ich die Sachbücher „Du bist der Hammer“ aber auch „Du bist ein Geldgenie“ lesen, da ich die Autorin schon seit längerem verfolge.

Die beiden Sachbücher lassen sich dem Ratgeber-Genre zuzuordnen. Die Autorin Sincero greift genau an diesem Punkt an, an dem Menschen oft in ihrem Leben stehen. Wer kennt es nicht, dass man Selbstzweifel, eine fehlende Motivation oder sogar Finanzprobleme hat? Sincero versucht mit den beiden Büchern Ansätze zu finden, indem sie die Leser*In versucht aufs Maximale zu motivieren. In beiden Bücher finden sie zahlreiche Tipps, um den inneren Schweinehund zu bekämpfen sowie die persönlichen Finanzen in den Griff zu bekommen.

Ich finde, dass es Sincero in beiden Büchern gelungen ist, mich als Leser hinsichtlich der gewählten Thematik zu motivieren. Mit einem sehr leichten Schreibstil, der sich meiner Meinung nach, sehr flüssig lesen lässt, kann man anhand von verschiedenen Kapiteln in die Materie eindringen. Die Themen sind sehr unterschiedlich aber auch mit Bedacht gewählt. In den einzelnen Kapiteln legt die Autorin jeweils einen anderen thematischen Schwerpunkt wie z.B. das subjektive Ego und versucht es an sehr authentischen Beispielen zu erläutern und Vorschläge zu liefern, wie man Schwachstellen bekämpfen kann. An mancher Stelle hätte ich mir eventuell doch die ein oder andere Tiefe noch mehr gewünscht, jedoch habe ich mich mit der allgemeinen Herangehensweise der Autorin sehr zufrieden gewesen. Für mich persönlich habe ich auch viel aus dem Buch ziehen können, was mir auf jeden Fall auf meinem Berufsweg oder Privatleben helfen wird! Aber auch das Buch „Du bist ein Geldgenie“ weist sehr interessante Ansätze auf, wie man an das eigene Geld herantreten kann. Einfach toll! Dadurch habe ich auch eine andere Perspektive zum Geld wahrnehmen können.

Fazit: Wer sich hinsichtlich der eigenen Psyche aber auch zum eigenen Geldumgang weiterentwickeln möchte, sollte sich „Du bist der Hammer“ aber auch „Du bist ein Geldgenie“ zulegen. Sincero weist sehr interessante Ansätze auf, welche mich persönlich auch motiviert haben, was zu ändern. Ich bewerte beide Bücher mit vier Sternen!

Teufelsnetz – Max Seeck

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Den im letzten Jahr erschienenen Thriller von Seeck „Hexenjäger“ habe ich irgendwie total verpasst. Dennoch bin ich nun auf „Teufelsnetz“ aufmerksam geworden und ich freute mich auf einen Thriller, welcher im kalten Helsinki spielt.

In diesem Buch sind wir im Jahr 2020. Wie aus dem Nichts verschwinden zwei erfolgreiche Blogger. Zudem findet die Polizei eine Leiche, gekleidet wie ein Manga-Mädchen, am Strand. Nebenbei taucht noch ein mysteriöser Post auf Instagram auf. Handelt es sich zumindest bei dem Verschwinden um einen PR-Blog oder gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Tod und dem Verschwinden? Diese Frage stellt sich auch die Ermittlerin Jessica Niemi mit ihrem Team. Schnell stößt sie auf ein perfides Netzwerk, welches einen besonderen Fetisch hat.

Ich hatte auf meinen Weg in das Buch einzelne Stolpersteine, die ich noch am Ende des Buches auch hatte. Mir fiel es irgendwie schwer, von Anfang an einen Bezug zu Jessica aber auch zu Jusuf oder der Chefin von Jessica herzustellen. Sie waren für mich beim Lesen nicht greifbar und ich fand sie in ihrer Gestaltung her, sehr monoton entworfen worden. Hier fehlte mir einfach eine Dynamik.

Im Gegenzug fand ich den Plot von Anfang an gut entworfen worden. Am Anfang hatte ich viele Fragen, wodurch ich auch sehr neugierig war, herauszufinden, was wirklich mit den Bloggern aber auch dem Tod des „Manga-Mädchen“ auf sich hat. Je mehr man liest, desto mehr Spannung kommt auf. Doch irgendwann kommt in der Spannungsgestaltung meiner Meinung nach ein Break zu Stande. Die persönlichen Probleme jeder Figur bekamen so viel Platz im Buch, dass ich das Gefühl hatte, dass die hauptsächliche Handlung verloren geht. So verringerte sich auch die Spannung nach und nach. Zudem fehlte mir im Allgemeinen der Nervenkitzel, welcher verursacht, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen kann! Dennoch hat der Autor einen sehr flüssigen Schreibstil sowie erstellt er eine knackig kurze Kapitelgestaltung!

Fazit: Auch, wenn durchaus der Anfang des Buches interessant ist, erscheinen mir die Figuren nicht greifbar sowie der Plot hinsichtlich der Spannung ausbaufähig. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Privatleben der Figuren nicht so einen enormen Stellenwert im Plot eingenommen hätte. So bewerte ich das Buch mit 2,5 Sternen, Tendenz nach oben.

Das Korsett – Laura Purcell

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Anfang des Jahres konnte mich Purcells Thriller „Die stillen Gefährten“ sehr begeistern. Aus diesem Grund war nun „Das Korsett“ eine Pflichtlektüre“! Mal wieder hat der Festa-Verlag einem Buch den goldenen Schnitt verpasst. Das Buch sieht einfach grandios aus!

In „Das Korsett“ springen wir zeitlich als Leser wieder in die viktorianische Zeit. An der Seite von Dorothea begeben wir uns in ein Gefängnis. Vor Ort möchte Dorothea herausfinden, inwiefern die Form des Schädels eines Menschen mit seinem Geist zusammenhängt. Eine ihrer Probanden ist die junge Schneiderin Ruth, die ein sehr spezielles Auftreten hat. Zudem meint Ruth, dass sie eine besondere Gabe hat, da sie ihre Verbrechen in Bezug mit Stichen mit Nadel und Faden verbindet. Ist Ruth verrückt oder handelt es sich hierbei um eine einzigartige Gabe? Eine Geschichte von zwei unterschiedlichen Frauen mit verschiedenen Schicksalen.

In dieses Buch bin ich sehr gut eingestiegen. Der Fokus liegt bei diesem Buch eindeutig auf den beiden Figuren, sodass man auch nur die beiden Perspektiven erhält. Während Ruth ihren Werdegang sowie ihre vergangene Geschichte erzählt, verfolgen wir Dorothea in der Gegenwart. Auf Basis der zwei unterschiedlichen Perspektiven erhält man genug Zeit auf den 500 Seiten beide Figuren kennenzulernen, sodass man am Ende des Buches ein umfassendes Bild der beiden Figuren sich zusammenerstellen konnte.

Die Geschichte ist nichts für schwache Nerven. Die Geschichte, die Ruth erzählt, ist erschreckend sowie schockierend. Das Schicksal, was Ruth aber auch anderen Mädchen wiederfahren ist, ist sehr schrecklich, sodass Ruth mir sehr leidtat. Aber auch Dorotheas Leben war spannend zu verfolgen. Zudem ist das Setting sehr gelungen. Wie bei „Die stillen Gefährten“ springen wir in die viktorianische Zeit voller Angst, Krankheiten, Schrecken sowie Tot. Und diese bedrückte Atmosphäre spürte ich konstant beim Lesen. Dazu kommt noch die gelungene Spannungskurve, welche am Ende des Buches auf ihren Höhepunkt kommt, sodass ich zusammengefasst sagen kann, dass „Das Korsett“ mich exzellent unterhalten konnte.

Fazit: Leser*In die auf der Suche nach einem düsteren Thriller mit einem herausragenden Setting sowie einer sehr tragischen aber spannenden Geschichte sind, sollten sich dieses Buch merken. So konnte mich Purcell nach „Die stillen Gefährten“ mal wieder überzeugen, sodass ich mich auf weitere Werke der Autorin freuen kann. Ich bewerte das Buch mit 4,5 Sternen.

Der geheimnisvolle Mr. Hyde – Craig Russell

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Presseberichte bezeichneten diesen Thriller als sehr düster sowie gruselig, bewegend in die Richtung von Kings Romanen. Deswegen dachte ich mir: Why not? So habe ich mich in das Abenteuer von Mr. Hyde gestürzt, welches im dunklen Edinburgh im 19. Jahrhundert spielt.

Näher gesagt geht es in diesem Buch um ein grausames Verbrechen. Der ansehende Superintendent der Edinburgher Polizei leidet unter einer strengen Epilepsie. Wie aus dem Nichts befindet sich Hyde vor einer grausam zugerichtener Leiche im Stile eines keltischen Rituals, jedoch erinnert sich Hyde nicht wirklich daran, was passiert ist. Nur seinem Psychiater Porteous offenbart er dieses Geheimnis. Als dann Porteous auch stirbt, droht die Welt aus den Fugen zu geraten. Hyde weiß nur, dass sein Psychiater neben ihm nur einen weiteren Patienten hatte, welcher als „das Biest“ betitelt wird. War es der Mörder? Eins ist klar: Egal wer der Mörder ist. Hyde muss ihn finden, um sich damit auch selbst zu erlösen.

Das Schicksal des Mr. Hydes ist nicht ohne, da er unter einer strengen Epilepsie leidet. Nebenbei träumt er noch grausame Sachen, sodass er kein einfaches psychisches Leben führt. Aus diesem Grund tat mir unser Protagonist dieses Buch in dieser Hinsicht leid. Ich stelle es mir enorm schwer vor, ein Leben zu führen, wenn man teilweise Zeitabschnitte aus dem eigenen Leben nicht mehr weiß. Und deswegen wird es in diesem Buch spannend. An der Seite von Hyde versuchen wir das Verbrechen zu lösen und wissen somit auch nicht so richtig, was wahr und was falsch ist. Fragen wie „Kann man Mr. Hyde überhaupt vertrauen?“ gingen mir dabei direkt durch den Kopf!



So ist die Geschichte vom Spannungsbogen her solide aufgebaut. Auch wenn dem Buch das Thriller-Genre zugeordnet wurde, würde ich dieses Buch eher in das düstere Noir-Kriminalgenre zuordnen, da hier der größte Fokus in meinen Augen auf die Ermittlungen gelegt wird. Nebenbei schlendert man als Leser durch die kalten sowie dunklen Gassen von Edinburgh. Durchaus hat mir die entworfene düstere Atmosphäre gefallen, jedoch habe ich hinsichtlich der Atmosphäre noch ein bisschen mehr erwartet. Da habe ich andere Romane mit dem ungefähr selben Setting gelesen, wo die düstere Atmosphäre präsenter war.

Dennoch ist dieses Buch auf jeden Fall lesenswert. Besonders am Ende des Buches lassen sich gute Wendungen verorten, die mich überzeugt haben. Zudem liegt ein sehr harmonischer Schreibstil vor, welcher sich gut lesen lässt!

Fazit: Mit dem Buch „Der geheimnsvolle Mr. Hyde“ konzipiert der Autor Russell einen spannenden sowie düsteren Kriminalroman, welcher besonders durch die Ermittlungen sowie eine solide aber ausbaufähige Atmosphäre mich überzeugen konnte. Folglich bewerte ich dieses Buch mit soliden 3,5 Sternen, Tendenz nach oben.

Das Therapiezimmer – Aimée Molloy

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Mit dem neu erschienenden Thriller „Das Therapiezimmer“ erhoffte ich mir zum Ende dieses turbulenten Jahres ein weiteres Thriller-Highlight zu finden … es kam aber anders. Dieses Buch hat dieses Jahr einen Platz auf meiner Flop-Liste erhalten. Bevor ich genauer auf meine Kritikpunkte eingehe, möchte ich erstmal kurz zusammenfassen, worum es in diesem Buch geht.

Im Fokus dieses Thriller steht der Psychotherapeut namens Sam, der zusammen mit seiner Frau Annie von New York in seine Heimatstadt gezogen ist. Während Annie ihre Zeit hauptsächlich zuhause verbringt, führt Sam im Erdgeschoss seine Psychotherapeuten-Gespräche mit hauptsächlich weiblichen Patientinnen. Dennoch weiß er nicht, dass Annie durch einen Lüftungsschacht alles oben hören kann. Von einer verzweifelten Apothekerin bis zu einer jungen attraktiven Franzosin. Annie bekommt alles mit. Und dann passiert es: Eines Tages geht Sam zur Arbeit und kommt nie wieder. Hängt dies mit einer Patientin zusammen?

Zu Beginn des Buch war ich völlig im Buch drin. Es hat mich richtig catchen können. Doch je ich im Buch vorangeschritten bin, desto absurder und verwirrender wurde es. Dazu gleich mehr.

Zuerst möchte ich auf die Figuren zu sprechen kommen. Sam und Annie waren in meinen Augen einfach viel zu nervig. Besonders Sams triebgesteuerte, perverse sowie respektlose Art hat mich so richtig gestört, dass ich ihm nur gewünscht habe, dass ihm was schlechtes widerfährt. Annie hat mir in ihrer Charaktergestaltung auch nicht gefallen. Deswegen konnte mich auch aufgrund der fehlerhaften Figurengestaltung das Buch in seinem Handlungsverlauf nicht mehr catchen. Zudem intergrierte die Autorin weitere Figuren in das Buch, welche charaktertechnisch nur kurz angeschnittet werden und somit blass wirkten.

Spannung ist in meinen Augen lediglich am Anfang des Buches vorzufinden. Durch die vorher erwähnte Verwirrheit im Verlauf des Buches, war ich teilweise so durcheinander gekommen, dass ich mir immer wieder nur erhofft habe, dass das Buch bald sein Ende finden wird. Aber auch schreibstiltechnisch fand ich das Buch schwach. Ich hatte beim Lesen nie das Gefühl, dass es der Autorin gelungen ist, mit gekonnten Wendungen oder guten Cliffhanger am Ende eines Kapitels, mich zu begeistern. Ich hatte so das Gefühl, dass sich das Buch nur konstant auf einer Linie befindet und man keine Wechsel von actionreichen, ruhigen sowie spannenden Momenten findet. Schade!

Fazit: Ich kann nur kurz und knapp sagen, dass mich der Thriller „Das Therapiezimmer“ enttäuscht hat. Mir fehlte im Buch die Spannung und ich tat mich mit den Figuren aber auch dem Schreibstil schwer. Folglich kann ich das Buch nur mit 1,5 Sternen mit einer Tendenz nach oben aufgrund des guten Anfangs bewerten. Zudem muss man erwähnen, dass es sich hierbei um meine subjektive Meinung handelt und ich mir somit auch vorstellen kann, dass der ein oder andere LeserIn Spaß an diesem Buch finden werden.

Lagerraum 113 – Liv Sievers

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Auf den Kriminalroman „Lagerraum 113“ war ich sehr gespannt, da er mich vom Klappentext sehr überzeugen konnte.

In diesem Buch beginnt alles in Raum 113, in welchem das perfide Spiel eines Serienkillers beginnt. Dort findet der Hausmeister des Hauses eine Leiche, welche in einem Sessel an einem vermeintlichen Tatort sitzt. Doch auf dem zweiten Blick stellt sich heraus, dass es lediglich nur eine Attrappe ist, welche der Kommissarin Vanessa Lux sehr bekannt vorkommt. Eins der Opfer, welches ihr verstorbener Vater entdeckt hat, war gleich abgebildet wie das jetzige Opfer. Wenig später findet Vanessa und Co. eine weitere Attrappe und kurz darauf die echte Leiche. Es ist eine Handschrift eines Serienmörders, welcher jedoch seit langem im Gefängnis sitzt. Wie ist dies möglich? Vanessa kann dies nur herausfinden, wenn sie den Killer von damals im Gefängnis besucht.

Auf den ersten Blick kam mir der Plot sehr bekannt vor, da die ungefähre Ausgangslage auch im Thriller „Blutroter Schatten“ vorzufinden wäre, sodass ich schon Bedenken hatte, dass die Handlung Parallelen aufweist. Zum Glück kam es anders und der Handlungsverlauf entwickelte sich in eine andere Richtung.

Durch einen sehr schlichten sowie flüssigen Schreibstil konnte ich in das Buch sehr gut einsteigen. Schon nach paar Seiten habe ich gemerkt, dass ich mich mit Vanessa sehr vertraut machen konnte. Schnell lernen wir die zielstrebige Protagonistin von verschiedenen Seiten kennen. Besonders die Szenen mit ihrer Mutter waren sehr bereichernd, da man Vanessa in diesen Abschnitten noch näher kennenlernen konnte. Auf der anderen Seite hatte man die Möglichkeit mehr über ihre Vergangenheit sowie ihren verstorbenen Vater herausgefunden, der im Buch indirekt thematisiert worden ist.

Von der Spannungsgestaltung empfand ich das Buch sehr gelungen. An der Seite von Vanessa und ihrem Team ermittelt man, um die Identität des perfiden Serienkillers herauszufinden. Die Ermittlungen zu verfolgen hatten mir Spaß gemacht, da ich diese interessant fand. Zudem kann ich sagen, dass in diesem Buch auch die Wendungen gezielt eingesetzt worden ist, wodurch dies wieder positiv die Spannung beeinflusst hat. Nur das gewisse Etwas hat mir in diesem Buch gefehlt, sodass ich am Ende sagen kann: WOW. Das war ein außergewöhnliches Buch!

Fazit: Mit „Lagerraum 112“ entwirft die Autorin einen spannenden Kriminalroman mit einem perfiden Serienkiller im Vordergrund. Wer auf der Suche nach Spannung, guter Ermittlungsarbeit sowie einer sympathischen sowie authentischen Protagonistin ist, wird mit diesem Buch fündig. Ich bewerte das Buch mit soliden vier Sternen.

Will – Smith/Manson

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Will Smith gehörte in meiner Kindheit zu einer der Fernsehen-Ikonen. Egal ob er als Rapper oder Schauspieler in Filmen wie in der Men-in-Black Reihe, Das Streben nach Glück oder I Am Legend – er spielte sowie spielt seine Rollen unfassbar gut. Aus diesem Grund ist jeder neue Film mit ihm als Schauspieler ein Must-Watch für mich. Dieses Jahr ist seine Biographie im Heyne Verlag erschienen und ich war gespannt, was man alles über sein Leben mit diesem Buch erfahren kann.

In seiner Biographie mit diesem wundervollen farbenfrohen Cover durchleben wir ein Mal Smiths Leben in einem Schnelldurchlauf. Wir erfahren viel über seinen Werdegang zum Musiker aber auch Schauspieler. Zudem erhält man eine große Masse an Informationen über seine recht schwierige Kindheit, wodurch er jetzt zu diesem Mann geworden, wer er nun ist. Es wird schockierend, emotional und lustig! Das kann ich versprechen!

Eigentlich lese ich sehr selten Autobiographien. Neben der Biographie von Elon Musk und Warren Buffett ist dies meine dritte Autobiographie. Es hat mir unfassbar gut gefallen Wills Leben zu durchleben. Ich finde irgendwie cool, dass jede der Kapitel spezielle Überschriften wie Macht, Hoffnung etc. aufweist. Dadurch weist jedes Kapitel einen anderen Schwerpunkt auf, wodurch die gesamte Autobiographie sehr vielfältig gestaltet ist. Zudem denke ich, dass dieses Buch viel mehr als nur eine Autobiographie ist. Teilweise kann man Elemente aus dem Buch auf das eigene Leben übertragen, sodass ein belehrender Charakter in diesem Buch auch vorzufinden ist. Dies fand ich sehr gelungen. Sonst lässt sich sagen, dass außerdem ein sehr flüssiger Schreibstil vorliegt, sodass man sehr gut durch das Buch durchkommt. Der Bildteil empfand ich auch als sehr gelungen!

Fazit: In meinen Augen empfinde ich die neuerschienende Autobiographie von Will Smith sehr gelungen. Für Will Smiths Fans ist dieses Buch einfach ein Must-Read. Zusammen mit einem Autor gelingt es Will Smith auf guten 500 Seiten emotional, schlüssig sowie facettenreich sein Leben zu beschreiben. Einfach toll! Ich verteile fünf Sterne!