Das Haus am Rand der Klippen – Lucy Clarke

(Unbezahlte Werbung)

Ellens größter Traum war es, erfolgreich zu sein und ein Haus an den Klippen zu haben. Doch kaum ist sie im Haus eingezogen, geht alles schief. Die Ehe geht den Abgrund runter, das Geld fehlt und sie muss ein neues Buch verfassen, da der Verlag ihr Druck macht. Ihre ganze Existenz hängt von der Veröffentlichung des Buches ab. Doch während der letzten Zeit – als sie aus Paris wiederkam – fühlt sich Ellen beobachtet. Dazu hat jemand etwas in ihren Schreibtisch geritzt und Sachen an die Fensterscheibe geschrieben. Sind die Geschehnisse reine Einbildung oder pure Realität? Ellen hofft, dass sie wahnsinnig geworden ist. Denn wenn der Eindringling real ist, heißt es für Ellen, dass dieser ihr tiefster Geheimnis kennt.

Die Kulisse und der Handlungsort – ein weit entferntes Haus von jeglichem Stadtleben – das hat ein großes Potential für ein spannendes Buch. So ist mir der Einstieg in das Buch wunderbar gelungen. Der Autorin gelingt es innerhalb der ersten Seiten eine gute Spannung aufzubauen und durchgängig im Buch einen guten Schreibstil zu benutzen, da dieser recht bildhaft und klar ist. Sie konzentriert sich auf die wichtigen Dinge im Buch und zieht keine Szene unnötig in die Länge. 

Mit Ellen entwirft die Autorin eine charakterstarke aber teilweise sehr ängstliche Protagonistin. Seite für Seite begibt sich sie in diesem Buch an den Rand ihres Verstandes. Man merkt, wie wahnsinnig bzw. paranoid sie wird. Die Darstellung dieser Emotionen ist der Autorin sehr gelungen. Ich konnte an manchen Stellen sogar mit Ellen total mitfiebern. Dadurch, dass man bis zum Schluss nicht so richtig weist, was der Wahrheit entspricht, bietet dieses Buch viel Spielraum zur eigenen Theorieentwicklung. Da ich ein großer Fan dieses Prinzips bin, hat mir dies gefallen. Mit den drei verschiedenen Sichtweisen – Vergangenheit, Sicht einer fremden Person und der gegenwärtigen Handlung – habe ich eine Zeit lang gebraucht, um zurecht zukommen. Doch nach zahlreichen Seiten konnte ich mich damit befreunden. Das Buch wird mit einem außergewöhnlichen aber nachvollziehbaren Ende beendet.

Allgemein kann man sagen, dass die Autorin in diesem Buch einen atmosphärreichen Plot mit viel Spielraum zum Rätseln entwirft. Die tiefgründigen Einblicke in die Psyche von Ellen haben mir sehr gefallen, da man an manchen Stellen nicht wusste, was der Wahrheit entspricht.  Ein ruhiges aber spannender Thriller !

Dark Paradise – Cosima Kincaid

(Unbezahlte Werbung)

Im ersten Band der „Dark Paradise“-Reihe lernen wir die beiden Protagonisten kennen. Dabei begibt sich Aloy auf die Suche nach ihrer spurlos verschwundenen Schwester Elaine. Da die Polizei ihr nicht helfen möchte, lässt sich Aloy entführen. Mit der Entführung gelangt die Frau ins Dark Paradise. Schnell merkt sie, dass sie ihren Entführer Dante, in einer Weise vergöttert. Und das ist das Problem. Eigentlich sollte Aloy ihre Schwester finden, doch ihre Gefühle für Dante stehen im Weg. So lernt sie Dante immer näher kennen. Jedoch hofft Dante, dass sie sein tiefstes Geheimnis nie aufdecken wird.

Mit dem ersten Band der „Dark Paradise“-Reihe stürzte ich mich in ein neues Dark Romance – Abenteuer. Besonders gelungen, finde ich das Cover und das gesamte Artwork dieses Buches!

An der Seite von Aloy begeben wir uns in das Dark Paradise. Als Leser merkt man schnell, dass im Buch eine stimmungsvolle aber ungewöhnliche Atmosphäre vorliegt. Mit Dante und Aloy entwirft die Autorin zwei Protagonisten, die dem Anschein nach, sich auf einer Augenhöhe befinden. Dadurch kommt es teilweise zu mentalen Kämpfen zwischen den Beiden, wodurch das Buch sehr erfrischend für mich war. Außerdem entsprechen beide Charaktere nicht den typischen Klischees, wodurch das Buch in der Gestaltung der Charaktere besonders ist. Dennoch fiel es mir schwer auf den wenigen Seiten eine Bindung zu Beiden aufzubauen. Da erhoffe ich mir, dass dies im zweiten Band möglich sein wird.

Besonders interessant fand ich, dass die Entführungsstory anders gestaltet ist. Das heißt, dass Aloy sich (teilweise) dessen bewusst war, was sie erwarten wird. So liegt in diesem Buch auch eine gute Spannung vor, die sich nach und nach aufbaut. Einzelne Geheimnisse, insbesondere zum Ende hin, werden preisgegeben, welche die Spannung hochhalten. Zum Schluss liegt ein guter Cliffhanger vor, der Lust auf den zweiten Band macht, da der Handlungsort gewechselt wird.

Allgemein hat mir das Buch ganz gut gefallen, da der Plot sowie die Gestaltung der Charaktere nicht einem 0815 Dark Romance Buch ähneln. Ich freue mich auf Band 2!

Artiges Mädchen – Catherine Shepherd

(Unbezahlte Werbung)

Im Shepherds neuen Thriller „Artiges Mädchen“ begegnet der Rechtsmedizinerin Julia Schwarz ein grausamer Mord. Eine tote Frau wurde auf einem Spielplatz aufgefunden. Sie trug beim Auffinden ein weißes Rüschenkleid und rosa Spangen in ihrem geflochtenen Haar. Ihre Todesursache erweist sich als sehr grausam. Ein Pfeil durchbohrte ihr Herz, jedoch ist kein Blut vorzufinden. Nach kurzer Zeit wird Julia vom Kriminalkommissar Florian Kessler angerufen, der ihr über einen weiteren Mord mit derselben Mordweise berichtet. Bei der Obduktion der beiden Toten merkt Julia eine Gemeinsamkeit und geht streng davon aus, dass der Killer wieder zuschlagen wird. Aber wie soll sie jemanden auffinden, der keine Spuren hinterlässt?

Bisher konnte mich die Autorin mit ihren Werken, besonders um Julia Schwarz im Thriller „Dunkle Botschaft“, beeindrucken. So war ich auf diesen Thriller sehr gespannt. Der Thriller beginnt sehr rasant, was mir sehr gefallen hat. Seit der ersten Seite überzeugt die Autorin mit einem flüssigen und spannenden Schreibstil, wodurch man direkt im Buch mittendrin ist. Ich bin durch die Seiten geflogen, da der Fall mich richtig gepackt hat. An der Seite von Julia und Florian nehmen wir die Ermittlungen auf und die Autorin gibt uns genügend Platz zum Miträtseln. Julia und Florian zeigen sich wieder in ihren Handlungs- und Gedankenzügen als recht kompetent und nachvollziehbar. Des Weiteren mag ich sie beide sehr, da sie in ihren Fällen menschlich, aber konsequent vorgehen. Zahlreiche Wendungen in den Verdächtigungen sowie dem Handlungsverlauf machen das Buch zu einem wahren Pageturner, den man schlecht aus der Hand legen konnte. Mit der Auflösung habe ich in keiner Weise gerechnet, wodurch ich sagen kann, dass der Thriller von Anfang bis zum Ende ein Highlight ist.

Allgemein kann ich sagen, dass mich die Autorin mit ihrem neuen Thriller „Artiges Mädchen“ mal wieder umgehauen hat. Der Thriller sorgte durch einen spannenden Handlungsverlauf, genügend Raum zum Miträtseln und zahlreichen Wendungen, für spannende Lesestunden in der kalten Winterzeit.

Der Bewohner – David Jackson

(Unbezahlte Werbung)

Ein brutaler Serienkiller mit dem Namen Thomas Brogan ist ausgebrochen. Auf seiner Flucht vor der Polizei taucht der Killer im Dachgeschoss eines unbewohnten Reihenhauses unter. Dabei merkt der Serienkiller, dass ihm indirekt ungeahnte Möglichkeiten eröffnet worden sind. Die Dachgeschosse der Häuserzeile sind nämlich miteinander verbunden. Um sich zu waschen und ans Essen zu kommen besucht er die verschiedenen Häuser über den Dachboden und erfährt dabei Geheimnisse der einzelnen Familie. Insbesondere Colette hat er Brogan ins Herz geschlossen. Er muss mehr über sie herausfinden, sie soll seins werden – er will sie töten. Doch Brogan hadert mit sich selbst, denn er weiß nicht auf welche Stimme in seinem Kopf er hören soll.

In dem Thriller „Der Bewohner“ lernen wir den Serienmörder Brogan kennen. An seiner Seite durchleben wir seinen Überlebenskampf auf den Dachböden der Häuserreihe. So verfolgen wir das Geschehen aus seiner Perspektive, wodurch wir hautnah am Erlebnis dabei sind. Wir verfolgen seine Gedankengänge und erahnen schnell, dass er schizophrene Charakterzüge aufweist. Zwei Stimmen sprechen in seinem Kopf, wodurch er nicht immer in der Lage ist zu entscheiden, welchen Schritt er als nächstes gehen wird. Dies wurde durch den Autor grandios dargestellt. Es war für mich persönlich ein großes Lesevergnügen, die inneren psychischen Konflikte des Serienkillers zu verfolgen. Dadurch liegt der Schwerpunkt des Buches eindeutig darin, die Psyche eines kranken perfiden Killers zu offenbaren und nicht darin, den Serienkiller weiter Menschen umzubringen zu lassen.

Die Spannung in diesem Thriller wurde durch den Killer an sich und durch die Geheimnisse der einzelnen Bewohner verstärkt. Man wusste durch seine Schizophrenie nicht, wie er in seinem nächsten Schritt handeln wird. Außerdem erfährt man viel über die Bewohner und deren Geheimnisse. Der Killer verstrickt sich immer stärker in das Leben der Bewohner und beeinflusst dieses sehr. Auch wenn mir das Ende handlungstechnisch gefallen hat, könnte man dieses teilweise detaillierter ausschmücken und ein bisschen in die Länge ziehen, da es sehr abrupt kam.

Insgesamt hat mir das Buch „Der Besucher“ sehr gefallen, da es sehr abwechslungsreich ist, einen Thriller konstant aus der Sicht eines Killers zu verfolgen. Für mich war genügend Spannung vorhanden und die Einsicht in die Psyche des Killers war grandios.

Welt ohne Morgen – Tom Roth

(Unbezahlte Werbung)

In dem neuen Thriller „Welt ohne Morgen“ nimmt ein hochaktuelles Thema, das Klima und die dazugehörige Debatte, einen hohen Stellenwert ein. Zu einem Klima-Camp in Australien wurden zwölf Kinder aus zwölf verschiedenen Nationen eingeladen. Vor Ort werden die Kinder entführt. Die Kidnapper erschüttern mit dieser Aktion die Welt und drohen der Weltgemeinschaft. Falls die Weltgemeinschaft nicht binnen kürzester Zeit sich für drastische Klimaziele einigt, wird ein Kind von den Zwölf sterben. Und das vor laufender Kamera. Dies wird Woche für Woche so weitergehen, bis das Ziel der Kidnapper erreicht wird. Werden die Regierungen der einzelnen Nationen nachgeben? Die Welt hält den Atem an. Und die Zeit läuft.

Kein anderes Thema, abseits der Coronapandemie, nimmt in den Nachrichten einen derartigen hohen Stellenwert ein, wie die Klimakrise. Ein Thema, welches für viele Menschen noch nicht greifbar genug ist. Viele Menschen werden es erst merken, wenn es zu spät ist.

Der Autor greift somit ein hochinteressantes Thema auf, welches er gut in einen Thriller verpackt. Dabei stützt er sich in seinem Buch auf zahlreiche wissenschaftliche Themen, die er einfach neben der Handlung erläutert. Das Buch verläuft in verschiedenen Handlungssträngen, die nach ein paar Kapiteln zu überschauen sind. Außerdem blicken wir ins Jahr 2040, was sehr abwechslungsreich zum gesamten Buch erscheint. Dadurch können wir das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven wahrnehmen, wodurch man die einzelnen Handlungsstränge spannend mitverfolgt. Besonders Hannahs (Entführte) und die Perspektive ihres Onkels Marc haben mir sehr gefallen, da bei diesen Charakteren man an manchen Stellen hinter die Fassade blicken konnte. Diese beiden Charaktere waren meiner Ansicht nach am ausführlichsten ausgearbeitet worden. Die weiteren Charaktere machten trotz zahlreicher Sympathien eher einen oberflächlichen Eindruck. Dies ist aber auch damit zu begründen, dass sich das Personenspektrum als recht hoch erweist, um in jede Figur detailliert reinzublicken. Die Spannung war größtenteils da, da die rasante Reise durch zahlreiche Länder unserer Erde es erlaubt hat, durch die Seiten zu fliegen.

Wie erwähnt konnte mich der Autor mit dieser Thematik fesseln. Außerdem überzeugt er mit einem flüssigen Schreibstil, da ich durch die Seiten geflogen bin.

Insgesamt hatte ich viel Spaß gehabt, diesen Thriller zu lesen. Das Buch überzeugt mit einem hochinteressanten und –aktuellen Thema, welches dynamisch und spannend in diesem Buch verpackt wird. Das Buch regt durch die versteckte Botschaft stark zum Nachdenken an.

Blutzahl – Thomas Enger, Jørn Lier Horst

(Unbezahlte Werbung)

Im norwegischen Thriller „Blutzahl“ treibt der Countdown-Mörder sein Unwesen. An einem Tag, an dem die weltbekannte Autorin Sonja Nordstrøm in einer Show auftreten soll, um ihr neues Buch zu präsentieren, verschwindet die junge Autorin spurlos. Die Promi-Reporterin Emma Ramm geht der Vermisstenmeldung nach und sucht das Haus der Autorin auf. Sie fasst ihren Mut zusammen und tritt ins Haus ein. Dabei stößt sie auf eine am Fernseher angebrachte Zahl – die Nummer eins. Während sie am rätseln ist, trifft Alexander Blix, ein Ermittler, auf eine weitere Zahl, die auf der Leiche eines Mannes angemacht ist – die Nummer sieben. Emma und Alexander schließen sich für die Ermittlungen in einer indirekten Weise zusammen und wissen dabei nicht, dass ein Countdown am Laufen ist.

Mit diesem Thriller starten die beiden Autoren eine neue Thrillerreihe um die beiden Protagonisten Emma und Blix. Da ich ein großer Fan von skandinavischer Krimi- und Thrillerliteratur bin, habe ich mich auf „Blutzahl“ sehr gefreut. 

Sehr früh lernt man die beiden Hauptfiguren kennen, die mir als Leser direkt einen sympathischen Eindruck hinterlassen haben. Sie wirken fortlaufend ungewöhnlich gut ausgearbeitet, da man nicht nur viel über ihr Arbeitsleben sondern auch über ihr Privatleben erfährt. Gelungen fand ich die kleinen Streitereien zwischen Emma und Blix, da diese teilweise eine humorvolle Note beinhalteten. An der Seite der beiden Figuren verfolgen wir die Jagd nach dem Countdown-Mörder. Diese Jagd beginnt recht träge, da die ersten 100 Seiten den Inhalt des Klappentexts widerspiegeln. Doch dann kriegt der Thriller die Kurve und es wird spannend. Die Zeit tickt, der Countdown läuft runter und die Handlung nimmt vom Tempo her zu. Ich war gefesselt und habe den Plot zitternd verfolgt. 

Die Autoren überzeugend mit einer düsteren Grundstimmung, die durchgängig im Buch vorzufinden wäre. Diese Stimmung wird insbesondere durch die detailreiche Beschreibung der Tatorte sowie dem laufenden Countdown verstärkt. Der Schreibstil kennzeichnet sich durch eine einfache, aber fesselnde Sprache aus. Kurze Kapitel mit größtenteils vorhandenen Cliffhangern sorgen für ein gutes Lesevergnügen.

Mir hat der Thriller „Blutzahl“ um das neue Ermittlerduo gut gefallen. Die Autoren nehmen sich leider zu viel Zeit um das Buch einzuleiten, wodurch die Spannung in diesem Buch erst recht spät aufkommt. Die Idee mit dem Countdown-Killer erweist sich als nett. Ich freue mich auf den zweiten Band um Emma und Blix, der im Februar auf dem Markt kommen wird.

Finding Us (Verfallen) – Audrey Carplan

(Unbezahlte Werbung)

Wer möchte nicht ein Leben voller Luxus und Reichtum leben? Aspen Reynolds ist es gelungen ein derartiges Leben zu führen. Sie arbeitete sich mit ihrem Unternehmen auf die Forbes-Liste der erfolgreichsten Frauen und befindet sich gegenwärtig auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Nichtsdestotrotz fehlt ihr ein Mann an ihrer Seite. An einem Arbeitstag rettet ein Arbeiter namens Henk Jensen sie vor abgestürzten Metallstangen auf einer Baustelle. So erleidet Henk eine schwere Verletzung, wodurch sich Aspen schuldig fühlt. Sie möchte, dass er für die Zeit der Rehabilitation bei ihr einzieht. Schnell merkt Aspen, dass sie in seinen Armen eine ungezügelte Leidenschaft erlebt und Stunden voller Lust erleben möchte. Kann eine Liebe bestehen, wenn zwei Personen aus zwei verschiedenen Sozialschichten kommen?

Bei „Verfallen“ handelt es sich um den ersten Band der vielversprechenden „Finding US“-Trilogie. Die zwei weiteren Bände werden im kommenden Jahr erscheinen.

Der erste Band beginnt recht rasant, da Hank Aspen vor dem Tod beschützt. Mich erinnerte der Beginn sehr stark an „Verity“ von C. Hoover, sodass von Anfang an eine gute Spannung vorlag. Somit erhoffte ich mir viel vom Buch und ich wurde enttäuscht. Hank ist ein starker, gut-aussehender und eifersüchtiger Mann, bei welchem die Hormone eine höhere Rolle als sein Verstand einnehmen. Aspen ist erfolgreich, wunderschön und durchsetzungsfähig. Beide sind meiner Meinung nach zu „perfekt“ und spiegeln sehr klischeehafte Figuren wieder, die mich in ihren Handlungszügen sehr genervt haben. So konnte ich auch zu den beiden keine Bindung aufbauen.
Da muss ich ehrlich sagen, dass mir Aspens bester Freund und ihre Schwester besser gefallen haben. Ich gehe davon aus, dass diese Figuren in einem der zwei weiteren Bänder eine Hauptrolle zugesprochen bekommen werden.

Ich finde, dass in diesem Buch die Handlung zu einseitig und zu vorhersehbar war. Beziehungsweise dachte ich an manchen Stellen, dass es überhaupt keine Handlung gab und es sich eigentlich alles um die Lust der beiden Charaktere drehte. Es fehlte mir somit die Tiefe im Plot und es lagen einfach zu viele Liebesszenen vor. Hier finde ich, dass die Autorin lieber einen Fokus auf die Qualität der Szenen setzen sollte und nicht auf die Quantität. Außerdem las man durchgehend nur „Darling, Engel (…)“. Sehr nervend !

Insgesamt kann ich sagen, dass mich der erste Band enttäuscht hat. Die Charaktere waren zu klischeehaft und zu perfekt gezeichnet. Dennoch freue ich mich auf den zweiten Band, da wahrscheinlich andere Charaktere beleuchtet werden.

Hinter diesen Türen – Ruth Ware

(Unbezahlte Werbung)

Rowan Craines Leben sollte eigentlich aufwärts gehen, als sie eine Stelle als Kindermädchen bei einer wohlhabenden Familie in einem einsam gelegenen Haus in den schottischen Highlands annimmt. Doch der vermeintliche Traumjob wird innerhalb kurzer Zeit zu einem absolutem Albtraum. In der denkmalgeschützte Traumvilla mit einer Hightech-Ausstattung geschehen wie aus dem nichts, beängstigende und surreale Dinge. Abseits, das fast in jedem Raum die Familie Kamera installiert hat, fühlt sich Rowan ständig beobachtet. Sie hört unerklärliche Geräusche und das Verhalten der vier Töchter wird immer seltsamer. Ein Todesfall ereignet sich und Rowans Leben stürzt in sich ein. Was hat es mit dem Haus und der Familie auf sich? War Rowan für den Tod einer Person verantwortlich?

Der Thriller „Hinter dieser Tür“ unterliegt einem sehr interessantem Erzählprinzip. Als Leser starten wir in der Zukunft, in der sich die Protagonistin in einem Frauengefängnis befindet. So wird das Ende an manchen Stellen vorweggenommen, was jedoch in keiner Weise sich negativ auf die Geschichte auswirkt. Nach paar Seiten wollte ich nämlich herausfinden, was es mit dem Haus und der Familie auf sich hat. Aus der Ich-Perspektive durchleben wir den Aufenthalt von Rowan in dem Haus in den schottischen Highlands.

Die Ängste sowie das Verhalten, dass Rowan während ihres Aufenthaltes durchlebt, werden von der Autorin sehr lebensnah und authentisch dargestellt. An manchen Stellen im Buch kommt es zu paranormalen Ereignissen, die am Ende glücklicherweise realitätsnah erklärt werden. Deswegen liegt im Buch ein geringer Gruselfaktor im Buch vor, der sehr passend vermittelt wird. Mir hat besonders die Handlungsweisen der Töchter sehr gefallen, da diese mich an einzelnen Stellen gegruselt haben.

Wie erwähnt, liegt in diesem Thriller eine sehr düstere sowie gruselige Atmosphäre zugrunde. Der Autorin gelingt es die Umgebung und allgemein den Handlungsort – das Anwesen – sehr detailliert zu beschreiben, wodurch man sich den Ort sehr gut vorstellen kann. Das Ende des Buches war für mich sehr überraschend bzw. sehr unerwartet, wodurch es mir gut gefallen hat.

Insgesamt kann ich diesen Thriller sehr empfehlen, da dieses Buch eine gute Mischung aus Spannung und Gruselelementen beinhaltet. Tolle Plottwists, insbesondere im letzten Drittel des Buches, überzeugten und fesselten mich! Klare Leseempfehlung!

88 Namen – Matt Ruff

(Unbezahlte Werbung)

Freunde Gamingwelt werden mit dem Roman „88 Namen“ voll auf ihre Kosten kommen. Im Roman begegnen wir John Chu, der seinem außergewöhnlichen Job mit viel Leidenschaft nachgeht. Als Sherpa begleitet er nämlich zahlungskräftige Kunden in Online-Rollenspielen und zeigt ihnen die Kniffe der Games. John verdient mit seinem Job sehr viel Geld, jedoch gibt es zwei Schwierigkeiten die ihm Sorgen bereiten. Er hat sich mit seiner Ex-Freundin getrennt und diese schwört ihm, sich an ihm zu rächen, indem sie seine berufliche und private Existenz zerstören möchte. Anderseits hat er Zweifel bei einem neuen Kunden, da er vermutet, dass es sich um den nordkoreanischen Dikator Kim Jong-un handelt, der die virtuelle Welt näher kennenlernen möchte, um seine politische Macht auszuweiten. So versucht unser Protagonist die wahre Identität herausfinden und begibt sich damit in eine heikle Situation, die ihn den Kopf kosten könnte.

Mit diesem Roman entwirft der Autor ein Buch, dass die Gamingherzen der Leser höherschlagen lässt. An der Seite von John Chu stürzen wir uns in ein Abenteuer, wo die virtuelle Welt einen hohen Stellenwert einnimmt. Als Gamingfan waren mir viele Themen und Begriffe in diesem Buch bekannt. So werden die wichtigsten Begriffe am Ende des Buches nochmal erklärt, wodurch ich Antigaming-Lesern empfehlen kann, dies vorab zu tun. Dies erleichtert das Verständnis der Geschichte.

Das Buch startet schon von Beginn an sehr rasant und man taucht als Leser direkt in die Welt von John an. Nebenbei lernt man weitere Charaktere kennen, die im Buch eine relevante Rolle einnehmen. Beim Lesen ist die Phantasie des Lesers gefragt, da man sich in viele Gamingsession hineinversetzen muss. Dabei kommt der Humor nicht zu kurz. Der Autor überzeugt nämlich mit einer humorvollen Schreibweise und sorgt anhand genüsslicher Dialoge für den ein oder anderen Lacher.

Die Geschichte ist an sich sehr interessant, da man durch zahlreiche Gamingsessions sich bewegt. Dennoch haben sich diese an manchen Stellen gezogen, wodurch mein Leseflow zum Erliegen kam. Die Charaktergestaltung hat mir sehr gefallen. Jeder der Charaktere, insbesondere Anja aus John Crew, weisen einzigartige Charaktereigenschaften auf, sodass sie wunderbar in die Geschichte passen. Alle kann man gut voneinander unterscheiden.

Allgemein kann ich sagen, dass ich mit dem Buch gut zurechtkam und es mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich spreche auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Gamingfans aus! Wer dennoch Phantasie mitbringen und sich auf neue Sachen einlassen kann, der wird sich über das Buch auch freuen.

Der erste Tote – Tim MacGabhann

(Unbezahlte Werbung)

Wenn ich an das Land Mexiko denke, ist mein erster Gedanke: Kriege, Verrat und Kartelle. So werden diese Gedanken im Thriller „Der erste Tote“ zur Realität. In diesem Thriller lernen wir Andrew und Carlos kennen, die in Mexiko über die Ölindustrie in Poza Rica berichten wollen, da ein amerikanischer Konzern groß einsteigen möchte. Während einer Heimfahrt finden die Beiden eine brutal verstümmelte Leiche eines jungen Umweltaktivisten. Während es Carlos noch gelingt die Leiche zu fotografieren, trifft die Guardia Civil ein und ratet ihnen die Stadt zu verlassen. Doch Carlos und Andrew können nicht genug bekommen und stellen weitere Nachforschungen an. Eines Abends wird Carlos auch brutal verstümmelt. Andrew flieht und kann mit dem Tod seines Kollegen, Freundes und Lovers nicht klarkommen. Er kehrt nach Poza Rica zurück und bringt Militär, Polizei und Kartelle gegen sich auf. Ein kleiner Krieg beginnt.

In letzter Zeit habe ich eine Vorliebe für Thriller entwickelt, die in Mexiko spielen, wodurch ich mich auf diesen Thriller gefreut habe. Nach paar Seiten merkte ich, dass das Buch die harte Realität des heutigen Mexikos wiederspiegelt. Von schönen Stränden in Cancun, leckerem Essen und dem Totenfest ist keine Spur zu finden. Brutale Morde, korrupte Polizei und hinterhältige Menschen. Der Autor nimmt kein Blatt vor dem Mund.

Das Buch ist nicht ohne, da der Autor mit detaillierten Beschreibungen sein Buch aufbaut. Leichen werden genau beschrieben, wodurch manche Leser sich an manchen Stellen über die Grausamkeit erschrecken können. Andrew erzählt die Geschichte aus seiner Perspektive, wodurch man diesem Charakter durchgehend sehr nah ist. Man erhält Einblicke in seine Gedankengänge und Wünsche. Dadurch wurde Andrew sehr tiefgründig und authentisch gestaltet. Carlos lernt man eher wenig kennen, da ihm ein schreckliches Schicksal wiederfährt. Dadurch ist man gezwungen, Carlos anhand Andrews Erzählungen kennenzulernen.

Wer hier einen skrupellosen Thriller erwartet, der wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Der Autor weist einen recht ungewöhnlichen Schreibstil auf, der einer Mischform aus Fakten und Fiktivität durch die Erzählungen von Andrew ähnelt. Diese Form hat mir nur bedingt gefallen, da sich das Buch dadurch an manchen Stellen gezogen hat und die Spannung hauptsächlich nur zu Beginn des Buches vorzufinden war.

Insgesamt fand ich den Thriller „Der erste Tote“ in Ordnung, da mir die Gestaltung der Charaktere ganz gut gefallen hat und der Autor mit diesem Buch kein Blatt vor dem Mund nimmt. Leider konnte mich der Schreibstil nicht überzeugen und die Spannung hielt sich im Grenzen.