Der Schattenmörder – Alex North

(Unbezahlte Werbung)

Nach langen fünfundzwanzig Jahren kehrt Paul in seine Heimatstadt zurück. Der Grund ist, dass seine Mutter im Hospiz im Sterben liegt. Als er seine Mutter im Hospiz besucht, warnt seine Mutter ihn, dass jemand in ihrem Haus gewesen sei. Paul begibt sich zum Haus und findet auf dem Dachboden zahlreiche blutige Handabdrücke. Hat das was mit seinem ehemaligen Freund Charlie zu tun, der nach einem Mord spurlos aus der Stadt verschwand? Nach und nach passieren immer mehr seltsame Ereignisse. Paul fühlt sich, als würde jemand ihn verfolgen. Dabei fragt er sich, was wirklich damals mit Charlie passiert ist und ob er hinter den mysteriösen Sachen steckt.

Ich bin sehr gut in das Buch reingekommen und fand die beklemmende und düstere Atmosphäre, die kontinuierlich hervorscheint, gut. Dazu fügt der Autor ein Hauch von Mystik und ich war total im Buch drin. Die drei verschiedenen Leseperspektiven (Paul Gegenwart, Vergangenheit und Detective Amanda) sorgen für eine gute Abwechslung in der Story. An Seite von Paul wird man mit den verschiedenen seltsamen Geschehnissen in der kleinen Stadt konfrontiert und diese sorgen für ein gutes Leseabenteuer mit einem guten Anteil an Gruselszenen. Neben der ganzen Handlung greift der Autor das Thema des luziden Träumens auf. Wer mit dieser hochinteressanten Thematik sich noch nicht auseinandergesetzt hat, der sollte es tun. Auf jeden Fall wird dieses Fachgebiet zum Mittelpunkt und es wird authentisch und interessant dargestellt. Leider sind mir einige negative Aspekte am Buch aufgefallen. Zum einen fand ich, dass die Charaktere insbesondere Amanda auf mich recht distanziert wirkten – nicht greifbar. Irgendwie ist das schade, weil ich mir von Amanda viel mehr erhofft habe. Zum anderen empfand ich, dass der Schluss des Romans recht abrupt endete und der Hauch an Mystik, der am Anfang des Buches aufkam, blitzartig verschwunden ist. Außerdem sind mir einfach zu viele Fragen offengeblieben. Und das ärgert mich in diesem Moment sehr, weil ich gerne die Antworten darauf erhalten wollte.

Schlussendlich kann ich sagen, dass der Roman „Der Schattenmörder“ so gut angefangen hat und zum Schluss sich abrupt verschlechtert hat. Auch wenn eine spannende Story vorliegt, habe ich mich sehr über das Ende geärgert. Das Ende hätte man besser gestalten können!

The Princess and the Beast – Sally Dark

(Unbezahlte Werbung)

In „Princess and the Beast“ begegnen wir zwei Protagonisten, die in ihrer eigenen Welt dominieren. Katherine ist aufgrund des Todes ihrer Eltern bei ihrem Onkel aufgewachsen. Doch nach verschiedenen Lebensansichten zwischen den Beiden, dreht ihr wohlhabender Onkel den Geldhahn zu. Auf der Suche nach einem neuen Job stoßt sie auf eine Bar, die dem Hunter, den berücksichtigten Gangster der New Yorker Unterwelt gehört. Obwohl ihr bewusst ist, dass Enzo alias Hunter hochgefährlich ist, hat sie das Bedürfnis in seiner Nähe zu sein. Aber was macht sie mit John und warum fühlt sie sich auch zu Aleks, Hunters rechter Hand angezogen? Drogen, Sex, Machtkämpfe und Gewalt werden zum Thema.

Nachdem ich mich in das Dark Romance Genre gewagt habe, bin ich auf „Princess and the Beauty“ von Sally Dark gestoßen und war gespannt was mich erwarten wird. Der erste Band dreht sich größtenteils um die zwei Protagonisten, Kat und Hunter, die einzigartige Charaktereigenschaften aufweisen. Kats Art finde ich bewundernswert. Sie ist eine freche, jedoch charakterstarke und selbstbewusste Person, die ihr Ziel immer im Auge hat und sich in keiner Weise kommandieren lässt. Wäre da nicht ihre Vorliebe für gefährliche Männer… Auf der anderen Seite begegnen wir Enzo alias Hunter. Hunter ist eine recht düstere Person, der sich alles nimmt, was er möchte – dominant halt. Dennoch weist Hunter, wie Kat, eine unsichere Seite auf, die nach und nach im Buch zum Vorschein kommt. So fand ich die Entwicklung von Hunter und Kat im Buch gut und authentisch. Nebenbei nimmt Hunters rechte Hand Aleks eine wichtige Rolle im Buch ein, der der Handlung gute Spannung verleiht. Somit erhält man eine tolle Möglichkeit, die Handlung aus der Perspektive der drei Charaktere zu verfolgen. Jeder Charakter verfolgt ein anderes Ziel und das macht das Buch spannend. Natürlich fiebert man im Buch gut mit, und stellt sich die Frage: Wie wird Kat vorgehen? Für wen wird sie sich entscheiden? Fragen über Fragen, die beantworten werden müssen!

Die Autorin weist einen guten und flüssigen Schreibstil auf. Jedoch habe ich mich mit der Länge der Kapitel schwergefallen, da ich eher bevorzuge, kurze und schnelle Kapitel zu lesen. Auf jeden Fall war die Geschichte im Ganzen spannend und ich bin auf den Folgeband gespannt, da die Autorin den ersten Band mit einem netten Cliffhanger beendet.

Zusammengefasst ein gelungenes Debüt mit einer spannenden Story, gut ausgearbeiteten Charakteren und einem Cliffhanger, der neugierig auf den zweiten Band macht.

Pepper-Man – Camilla Bruce

(Unbezahlte Werbung)

In Pepper-Man lernen wir die Geschichte der verstorbenen Cassandra Tipp kennen. Cassandra war eine erfolgreiche Autorin, verschwand jedoch spurlos. Ihre Kinder Janus und Penelope finden nach ihrem Verschwinden ein Buch, indem Cassandra ihnen alles erzählt. Dabei stoßen sie beim Lesen auf eine Gestalt namens „Pepper-Man“, einem Wesen aus dem Wald, das Cassandra beschützt hat. Dabei erfahren wir mehr über ihr Leben mit Pepper-Man. Blutige Nächte, magische Geschenke, Feen und Kinder, die im Wald verloren gingen, werden zum Thema. Alles hört sich sehr surreal an. Doch kann man Cassandras Geschichte glauben? Oder ist alles frei erfunden?

Auch wenn Cassandra auf den ersten Seiten ihre Kinder anspricht, fühlt man sich trotzdem in einer mysteriösen Art und Weise von ihr angesprochen. Das ganze Setting und die ganze Atmosphäre wirkt auf den ersten Blick sehr erdrückend und trist. Als Leser wird man somit vor eine Entscheidung gestellt: Kann man Cassandra glauben oder glaubt man die Geschichte eines Arztes, namens Dr. Martin, der in Bruchstücken seine Diagnose darlegt? Es werden auf jeden Fall die Grenzen zwischen Realität und Fiktion gesprengt. Abseits von Cassandras Erzählungen über die fiktive Welt und Pepper-Man, erhält man einen Einblick in Cassandras Jugend- und Erwachsenzeit. Diese Erzählungen sind recht brutal, da Themen wie Depressionen, Abneigung, Zurückweisung und Missbrauch zum Thema werden. Aus diesem Grund würde ich an dieser Stelle für das gesamte Buch eine Trigger-Warnung aussprechen. So kann Cassandra einem Leidtun. Niemand wünscht sich ein derartiges Leben, wie es die Protagonistin erleben musste. Deswegen waren ihre ganzen recht ungewöhnlichen Handlungsweisen nachvollziehbar. Für den Inhalt kann ich auf jeden Fall eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen, da die Autorin Camilla Bruce mit diesem Buch ein wirklich einzigartiges Werk geschrieben hat. Dennoch habe ich mich mit dem Schreibstil schwergetan. So glaube ich aber, dass vielen Lesern der Schreibstil gefallen wird.

Ich kann nur sagen, dass der Horrorroman „Pepper-Man“ ein besonderes Buch ist, welches mit einer düsteren Stimmung und einer grausamen Handlung den Leser am Ende liegen lässt. Der Interpretationsraum erweist sich in diesem Buch als sehr groß, da man teilweise auch über seine Vorstellungskraft hinausgehen muss. Auch wenn ich Probleme mit dem Schreibstil hatte, bin ich sehr froh, diese Lektüre gelesen zu haben. PS. Denkt an die Trigger-Warnung! 4/5

Spiele – Bo Svernström

(Unbezahlte Werbung)

Schuldig oder doch unschuldig? Als 11-Jähriger ermordet Robert Lindström in einem Wutanfall seinen besten Freund Max. Doch aufgrund seines Alters kam es zu keiner Verurteilung und Robert erinnert sich an die Tat nicht. Mit seinem Geheimnis lebt der nun ältere Robert zurückgezogen in einem kleinen Apartment. Eines Tages wird Robert von einer Journalistin namens Lexa kontaktiert, die sich zur Aufgabe genommen hat, ein Buch über Robert und den Fall zu schreiben. Sie glaubt an Roberts Unschuld. Parallel dazu wird eine Leiche eines jungen Mädchen im Wald gefunden. Dabei handelt es sich um denselben Vorort, indem auch Robert wohnt. Kommissar Carl Edson nimmt die Ermittlungen auf und seltsame Zufälle sorgen dafür, dass Robert irgendetwas mit der Sache zu tun haben scheint.

Den ersten Band um Hauptkommissar Carl Edson habe ich nicht gelesen, kam aber super auf den ersten Seiten zurecht. Schon von Anfang an, hat mir der Erzählstil sehr gefallen. Zum einen wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive aus der Sicht von Robert geschildert. Dadurch hat man das Gefühl, dass man hautnah an der Handlung sich befindet. Zum anderen verläuft der Erzählstil bei Carl Edson, Lexa und weiteren aus der Er/Sie-Perspektive. Einen derartig guten Schreibstil habe ich schon seit langem nicht mehr wahrgenommen. Abseits des Haupthandlungsstrangs erhalten wir Einblicke in die Vergangenheit, in der wir mehr über Roberts und Max Kindheit erfahren. Das hat mir gut gefallen, weil man Details über Roberts grausame Kindheit erfährt. Aus diesem Grund konnte man seine recht komische Verhaltensweise zu anderen Menschen verstehen, sodass mir Robert irgendwann leidtat.

Der Fall spitzte sich immer mehr zu, weil man immer mehr erfahren hat. Gut fand ich, dass der Hauptkommissar Carl Edson eine sehr konservative Umgangsart im Sozialgefüge hat. Natürlich kann man damit erklären, dass er im Präsidium nicht beliebt ist. Dennoch ist seine Art effektiv. Teilweise hat mich die Bezeichnung des Thrillers hier gestört. Ich glaube hier würde eher das Genre des (brutalen) Kriminalromans besser am Platz sein. Dabei handelt es sich aber nur um eine persönliche Meinung!

Schließlich kann ich sagen, dass „Spiele“ ein wunderbares Buch ist, welches einen hervorragenden Schreibstil neben einer tollen Spannung aufweist. Wer gerne vielschichtige Fälle mag, sollte sich das Buch zulegen.

Muse of Nightmares – Laini Taylor

(Unbezahlte Werbung)

Die Protagonistin Sarai ist die Muse der Albträume. Ihre Gabe ist es die Bewohner der Stadt Weep mit ihren schlimmsten Ängsten zu quälen. Dabei ist sie sich sicher, dass sie die tiefsten Abgründe der Menschheit kennt. Doch damit liegt sie falsch. Wie aus dem Nichts befindet sich die Protagonistin Sarai in einem Albtraum. Das Schlimme daran ist: Sie kann aus diesem grausamen Traum nicht aufwachen. Doch das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass ihre Liebe Lazlo , ihr Leben und alle Bewohner des kleinen Städtchen Weep auf dem Spiel steht.

Beim Lesen des ganzen Buches habe ich einen ganz großen Fehler gemacht, da ich den Vorgänger nicht gelesen habe. Folglich habe ich mir schnell die Vorgänger der Reihe besorgt, damit ich den gesamten Kontext verstehen kann. So habe ich das getan und nochmal das Buch angefangen. Nachdem der Vorband der Reihe, die Geschichte mit einem Cliffhanger zurücklässt, war ich gespannt wie der Handlungsstrang sich nun weiterentwickeln wird. Im Ganzen finde ich die geschaffene Fantasywelt durch die Autorin sehr gelungen. Sie wird bildhaft und detailliert beschrieben, sodass man sich zum Beispiel die Zitadelle und/oder Wege besser vorstellen kann. Die beiden Hauptcharaktere Sarai und Lazlo waren sehr sympathisch und ich fand, dass sie sich gut ergänzt haben. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass im Buch, im Vergleich zu den Vorgängern, handlungstechnisch wenig passiert ist. Deswegen hat sich meines Erachtens nach, der Hauptteil der Handlung recht lange gezogen.

Im Ganzen ist dieses Buch eine gute, aber nicht perfekte Fortsetzung einer Fantasyreihe. Zum Schluss blieben mir doch ein wenig Fragen offen, sodass ich mir erhoffe, dass man bald noch viel mehr erfahren wird.

Too Late – Colleen Hoover

(Unbezahlte Werbung)

Sloan führt eine grausame Beziehung mit dem Drogenboss Asa Jackson. Gäbe es nicht ihren kranken Bruder, den Asa finanziell unterstützt, wäre sie schon längt verschwunden. Doch Asa sieht alles anders. Asa sieht in Sloan die perfekte Frau und kann sich keine Bessere vorstellen. Für ihn ist Sloan eine Droge, eine wahre Obsession. Doch dann taucht der Undercover Cop Carter auf, der als Ziel hat, Asa auffliegen zu lassen. Leider verliebt sich Carter in Sloan – ein Hochverrat für Asa. Es beginnt ein gefährliches Spiel, in dem Köpfe rollen können.

Nach paar gelesene Seiten ist mir der Schreibstil der Autorin sehr aufgefallen, der sich wunderbar lesen lässt. Insbesondere die kurzen Kapitel, die immer einen Perspektivwechsel aufweisen, sorgten meiner Ansicht nach für einen guten Lesefluss. So sind die Perspektivwechsel zwischen Sloan, Carter, Asa (…) der Autorin sehr gelungen, da man Einsichten in die verschiedenen Charaktere erhält, die in ihren Charakterzügen unterschiedlicher nicht sein könnten. Natürlich spielt Asa den Antagonisten zu Carter und Sloan und erweckte somit wenige Sympathien. Ich meine, wie kann man mit einer Frau so umgehen… Natürlich lässt sich viel mit seiner grausamen Vergangenheit erklären, aber gibt es keine Grenzen? Sloan kann einem einfach nur leidtun. Dennoch erscheint sie an vielen Stellen von ihrem Charakter her stark und lässt sich nicht runterkriegen. Auch wenn Carter als Retter angesehen wird, handelt er an manchen Stellen recht unlogisch. Bei Carter fehlte mir somit die Tiefgründigkeit. Da wäre es interessant, wenn man noch mehr über ihn herausfinden könnte. So fehlte mir auch, dass man recht wenig über Sloans Bruder erfahren hat.

Abseits dem Handlungsverlauf erhält man als Leser Einblicke in vergangene Lebensabschnitte, wie das erste Date zwischen Sloan und Asa. Dadurch kann man sich ihre gegenwärtige Beziehung noch genauer vorstellen. Sonst wirkte die ganze Geschichte authentisch und erhielt ein gutes Maß an Spannung, sodass man mitfiebern konnte.

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Roman „Too Late“ von Liebe, Machtspiele bis zur Gewalt viel zu bieten hat. Der Perspektivwechsel sorgt meiner Meinung nach, für eine spannende Lektüre, die man nicht so schnell vergessen wird.

Old Bones – Preston and Child

(Unbezahlte Werbung)

In der neuen Serie von Preston und Child steht die Archäologin Nora Kelly und FBI Agentin Corrie Swanson im Mittelpunkt. In dem Auftakt geht es um eine Gruppe von Siedlern, die 1846 aufgrund eines plötzlichen Wintereinbruchs in der Sierra Nevada um ihr Überleben kämpfen mussten. Ihre einzige Chance aufs Überleben sahen die Siedler im Kannibalismus. Doch es gibt noch eine weitere grausame Wahrheit…

Nun springen wir in der Zeitleiste in die Gegenwart. Als die Archäologin Nora Kelly neue Hinweise über das Lager der Siedler erhält, ist sie völlig begeistert. Doch bei den Ausgrabungen kommt es zu kleinen Tragödien und Fehlschlägen. Die Wahrheit kommt immer näher ans Licht und Nora findet eine Spur eines viel grausamen Verbrechens als den des Kannibalismus. Corrie Swanson wird eingeschaltet, um der Gruppe der Archäologin Hilfe zu leisten. Dabei ahnen die beiden Frauen nicht, dass ein Anfang gleichzeitig das Ende sein kann.

Der Thriller basiert auf den Geschehnissen, die 1846 real den Siedlern zugestoßen sind. Die historische Rahmenhandlung wird im Buch gut erläutert, wodurch man über das Buch hinweg, immer die Hintergrundinformationen im Kopf hat, die die Geschichte noch spannender machen. Mich hat sogar das Buch motiviert, mehr über die Donnerfamilie herauszufinden. Seit der ersten Seite habe ich bemerkt, dass die Autoren eine grandiose Atmosphäre kreieren können. Mit ihrem Schreibstil gelang es Ihnen, mir ein Kopfkino herbei zu zaubern. Insbesondere die Handlungen in der Natur und an den Ausgrabungsstätten konnte man sich exzellent vorstellen. In der Geschichte begegnen wir zwei Protagonisten, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Einmal Nora, die auf ihrem Gebiet sehr erfahren ist und zum anderen Corrie, die sehr frisch in ihrem Beruf tätig ist. Trotz des Gegensatzes ergänzen sich beide Protagonisten in der Handlung sehr gut. Beide Frauen wirkten sehr sympathisch und authentisch. Auch wenn in diesem Thriller wenig Blut fließt, ist die Spannung ausschlaggebend dafür, dass es sich hier um ein spannungsreiches Buch handelt. Zähe und langatmige Momente lassen sich in diesem Buch an keiner Stelle wiederfinden.

Insgesamt ist der Thriller „Old Bones“ ein hervorragender Mix aus einem realen Ereignis verknüpft mit einer fiktiven neuen Handlung. Der bildhafte Schreibstil lässt uns durch eine schaurige Handlung führen. Einfach toll.

Wer auf dich wartet – Gytha Lodge

(Unbezahlte Werbung)

Es geschieht ein Mord vor laufender Kamera. Doch der Mörder ist nicht zu sehen. Aidan ist sich in seinem Computer am Einloggen, um mit seiner Freundin Zoe zu skypen. Eine Verbindung zu Zoe ist vorhanden, doch im Bild sieht man nur ein leeres Zimmer – und auf einmal einen Schatten. Ist jemand bei Zoe? Doch Aidan bekommt mir, wie im Hintergrund ein Kampf vor sich geht. Dann herrscht Stille. Die Polizei in Southampton wird erst nach paar Stunden verständigt und DCI Jonah Sheens und sein Team begeben sich zu Zoes Wohnung. Zoes Leiche wird gefunden. Warum hat Aidan so lang mit dem Anruf gewartet? Und warum kennt er ihre Adresse nicht? Doch niemand kann verstehen, warum die hilfsbereite Zoe umgebracht worden ist. Die Ermittler stoßen bald auf ein Geflecht aus Abhängigkeit, Geheimnissen und Missgunst.

Der Thriller hat mich im Ganzen ganz gut unterhalten. Wir bekommen hier von der Autorin ein komplexes Buch geliefert, welches sehr vielschichtig erscheint. Abseits der Ermittlungen springen wir in der Handlung in die Vergangenheit, erhalten Einblicke über Beziehungen zwischen den Charakteren und können den Protagonisten/Ermittler Jonah Sheens durch Einblicke in sein Privatleben besser kennenlernen. Schön fand ich hier, dass wir die Gedanken- und Gefühlswelt des Protagonisten kennenlernen durften, wodurch Jonah in seiner Darstellung tiefgründig entworfen wurde. Die Geschichte hat mir gefallen. Der Gedanke „Digitale Welt – Gefährliche Welt“ wurde durch die Autorin gut thematisiert und in Szene gesetzt. Dadurch habe ich teilweise mein „Digitales Leben“ auch in Frage gestellt. Das Konzept des Thrillers basiert auf vielen Verdächtigten mit unterschiedlichen Motiven, wodurch man gut miträtseln konnte. Hier kann man ein Lob aussprechen.

Zusammengefasst ist das Buch „Wer auf dich wartet“ ein guter Thriller mit einem interessanten Handlungsstrang, einem vielschichtigen Konzept und guten Perspektivwechseln.

Aus Schwarzem Wasser – Anne Freytag

(Unbezahlte Werbung)

Eine Riesentragödie ereignet sich in Berlin. Die Innenministerin Dr. Patricia Kohlbeck rast mit ihrer Tochter Maja in ihrem Dienstwagen in die Spree. Beide Frauen kommen ums Leben. Doch paar Stunden später wacht Maja in einem Leichensack im Krankenhaus auf. Wie lässt sich dieses Wunder erklären? Maja erinnert sich an den Vorfall. Das einzige, was in ihrem Kopf geblieben ist, sind diese Wörter ihrer Mutter: »Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin«. Maja begibt sich auf die Suche nach Antworten. Parallel dazu, ereignen sind zahlreiche Naturkatastrophen auf der ganzen Welt. Gibt es da einen Zusammenhang?

Der Thriller beginnt sehr rasant. Das Auto der Innenministerin landet in der Spree. Und die Tochter Maja überlebt. Viel zu viele Fragen sind mir aufgetaucht, die ich unbedingt beantwortet bekommen wollte. An Seite von Maja begeben wir uns in eine Welt voller Intrigen und Machtkämpfe. Aber dabei bleibt es nicht nur. Es finden zahlreiche Perspektivwechsel zu weiteren Charakteren des Thrillers statt. Von Majas Geliebten über die Zeitsprünge in die Vergangenheit aus Sicht der verstorbenen Innenministerin bis zum Präsidenten – Als Leser bekommen wir viele Blickwinke zum Geschehen geliefert. Das fand ich gut, da man jede Seite kennenlernen konnte. So tappt man als Leser sehr lange im Dunkeln. Nach und nach erfährt man durch die verschiedenen Blickwinkel, um was es überhaupt in diesem Thriller geht. Der Hintergedanke dieser Idee ist einfach wunderbar. Insbesondere die Verknüpfung mit dem Machtkampf der verschiedenen politischen Parteien und Intrigen ist der Autorin gelungen. Dennoch finde ich die Umsetzung des biologischen Themas sehr kurz. Ich hätte mir gewünscht, dass es noch ausführlicher thematisiert worden wäre und zum Beispiel die Naturkatastrophen stärker die Handlung beeinflusst hätten. Ich hatte hier eher das Gefühl, dass sie eine Nebenrolle hatten. Als einen weiteren Kritikpunkt sehe ich die Liebesszenen an, die im Ganzen recht merkwürdig dargestellt worden sind und meiner Ansicht nach, viel zu Viele waren. So hatte ich auch das Gefühl, dass den Charakteren an Tiefgründigkeit gefehlt hat. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, da eher sich sehr leicht liest und ich gut durch die Handlung kam.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass die Autorin eine tolle Idee in ihrem Thriller aufgreift. Dabei scheitert es teils an der Umsetzung, da ich finde, dass das Potential nicht komplett ausgeschöpft worden ist. So bleibt viel Luft nach oben. Trotzdem finde ich, dass die Autorin im Großen und Ganzen ein solides Thrillerdebüt abgeliefert hat und so freue ich mich auf ihre weiteren Thriller.

Die Rückkehr des Würfelmörders – Stefan Ahnhem

(Unbezahlte Werbung)

Die grauenhaften Morde des Würfelmörders in Helsingborg nehmen kein Ende. Er hat kein besonderes Beuteschema. Die Würfel entscheiden, wer als nächstes und auf welche Weise sterben wird. Rentner, Kinder, Sportler – Jeder kann das nächste Ziel werden. Nachdem der Kommissar Fabian Risk im ersten Band noch recht im Dunkeln getappt hat, begreift er nun als Erstes die Zusammenhänge der Morde. Dabei stoßt Risk an einem Tatort auf Würfel und schnell wird ihm klar, dass dieser Fall wie kein anderer sein wird. Der Mörder ist ein Psycho und er spielt ein Spiel mit seinen Regeln. Werden die Würfel auch über das Leben von Fabian Risk entscheiden?

Beim Thriller „Rückkehr des Würfelmörders“ handelt es sich um den zweiten Teil des Würfelmörders. Deswegen wäre es vorteilhaft ihn zuerst zu Lesen, damit man die Entwicklung des perfiden Killers kennenlernen kann. Neben dem Haupthandlungsstrang verlaufen hier weitere Geschehnisse aus dem ersten Band ineinander, wodurch man sagen kann, dass eine tolle komplexe Dilogie vorliegt. Deswegen habe ich mich vorher in den ersten Teil noch einmal kurz eingelesen, um mit der Komplexität zurecht zu kommen.

Mich hat zu Beginn der Titel recht verwirrt, da es ja von der Rückkehr des Würfelmörders gesprochen wird. Der Thriller knüpft doch direkt zeitlich an den ersten Band an. Nichtsdestotrotz ist der Einstieg, im Vergleich zum ersten Band, mir viel besser gelungen. Man hatte einen guten Überblick über die Situation. Die Spannung kam gut auf, da man direkt in die Handlung eintauchen konnte und die Auflösung einzelner Rätsel sehnsüchtig erwartet hat. Mal wieder ist der Perspektivwechsel zwischen Fabian, Irene, dem Würfelmörder und weiteren Charaktere sehr gelungen. Wie im ersten Band hat mir die Sicht aus der Perspektive des Würfelmörders sehr gefallen, da man das Katz- und Mausspiel spannender verfolgen konnte. So war ich auch mit der Auflösung des Würfelmörders sehr zufrieden, da diese sehr schlüssig war.

Zusammengefasst kann man sagen, dass „Die Rückkehr des Würfelmörders“ die Dilogie um den Würfelmörder, trotz einigen offenen nebensächlichen Strängen und Fragen, gut beendet. Es lag ein viel besserer Einstieg als im ersten Teil vor und die Spannung war gut vorhanden. Auf weitere Bänder um den Ermittler Fabian Risk freue ich mich, um die offenen Fragen endlich beantwortet zu bekommen.