Blackcoat Rebellion – Die Bürde der Sieben – Aimee Carter

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Nun ging es endlich mit dem zweiten Band von „Blackcoat Rebellion“ weiter. Wie in Teil 1, führt Kitty alias „Lila Hart“ weiterhin ein Leben im Reichtum und Luxus. Ihr ist immer noch bewusst, dass sie sich in Gefahr befindet. In diesem Band offenbart sich schlussendlich das Geheimnis des Premierministers. Kurz darauf wird Kittys Geliebter getötet. Sie wird nach „Anderswo“ verbannt und muss ums Überleben kämpfen. Mit ihrer letzten Kraft entscheidet sich die Protagonistin der Rebellion zum Sieg zu verhelfen. Wird es ihr gelingen?

Das Buch knüpft sehr gut an die Ereignisse des ersten Bandes an. Auch wenn zu Beginn einzelne Charaktere und die Rahmenhandlung erklärt wird, wäre es von Vorteil, den ersten Band zu kennen, um die Geschichte besser zu verstehen. Schnell merkt man, dass die Protagonistin nach den Ereignissen aus dem ersten Band recht erschöpft wirkt. Folglich sind ihre Handlungen in manchen Situationen nicht plausibel. Dennoch entdeckt man in ihr eine interessante Entwicklung hin zum Positiven. Wie im ersten Band treten im Verlauf der Handlung immer neue Ereignisse auf, die für eine gute Spannung sorgen. Auch die Wendungen sorgten für die Aufrechthaltung der Spannungskurve. Schön fand ich, dass neue Charaktere hinzugefügt wurden. Diese lockerten die Geschichte größtenteils auf. Die Figuren Noelle und Scotia stachen sehr positiv aus dem Personenspektrum heraus. Leider muss ich sagen, dass mein Kritikpunkt aus Band 1, weiterhin vorhanden ist. Ich finde es schade, dass man wenig über die Welt und die Rahmensituation erfährt. Dadurch fehlt mir einfach ein Teil, um dem Buch die vollen 5 Sterne zu geben.

Zusammengefasst ist der zweite Band der „Blackcoat Rebellion“ – Reihe ein guter und gelungener Band, der von der Handlung und der Spannung optimal an den ersten Band anknüpft. Wer weiterhin auf ein tolles Worldbuilding hofft, wird enttäuscht. Jedoch kann ich sagen, dass ich mich sehr auf das Finale und somit den dritten Band freue.

Mind Games – Leona Deakins

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In „Mindgames“ geht es um ein plötzliches Verschwinden von vier Menschen in London . Diese erhielten an ihrem Geburtstag eine Geburtstagskarte mit der Nachricht „Dein Geschenk ist das Spiel. Traust du dich zu spielen?“ Dabei wird die Psychologin und Privatdetektivin Augusta Bloom zur Auflösung des Falles engagiert. Schnell findet Bloom heraus, dass alle vier Personen eine geheime und gefährliche Seite aufweisen.  Aus diesem Grund wählte vermutlich der Täter die Opfer, um ihr Gewaltpotenzial zu offenbaren. Doch dann wird auch Bloom in das Spiel reingezogen. Mit Marcus Jameson, einem Ermittler, macht sich Bloom nach der Suche nach einem gefährlichen Täter. 

Der Thriller startet sehr brisant. Als Leser wird man direkt ins Geschehen geworfen und kann dadurch die Handlung aus der Sicht von verschiedenen Charakteren wie zum Beispiel Bloom oder Marcus und den Verschwundenen verfolgen. Insbesondere durch die Sicht der Vermissten, kann der Leser einen Blick in das System des Spiels werfen. Durch die Unterschiede in den Ermittlungsweisen von Markus und Bloom lässt sich der Fall spannend verfolgen. Sonst ergänzen Sie sich beide Figurem im Ganzen ganz gut. Die Geschichte wirkt durchgehend authentisch. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die Autorin ein enormes Fachwissen hat. Ihr gelingt es die Psyche von Psychopathen detailliert darzustellen. So hat die Autoren es auch geschafft, den Leser mit der Aufklärung des Täters bis zum Ende hin zu halten und einen tollen Cliffhanger einzufügen, wodurch man den zweiten Band um Augusta Bloom lesen muss. So war ich auch über die Auflösung erstaunt. An sich ist die Thematik sehr interessant, dennoch würde ich mir mehr wünschen, dass man mehr über die verschwundenen Personen erfährt. Diesen wurden mir einfach zu oberflächlich gezeichnet. Zusammengefasst ist „Mind Games“ ein tolles Thrillerdebüt um die Profilerin Bloom und Marcus. Ich freue mich schon auf den zweiten Band, um noch besser die beiden kennen zu lernen

Bluthaus – Romy Fölck

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Im Kriminalroman „Bluthaus“ begegnen wir Frida Paulsen, die sich nach ihrem letzten Fall bei ihren Eltern erholt. Eines Tages kommt ihre ehemalige Freundin aus dem Internat namens Jo sie besuchen. Jo vermutet, dass man sie des Mordes beschuldigt, da sie vergangene Nacht eine Leiche aufgefunden hat. Einen Tag später verschwindet Jo. Frida macht sich auf die Suche nach ihr. Ist Jo wirklich eine Mörderin? Bei ihren Ermittlungen erkennt sie, dass ein einsam gelegenes Haus der Anhaltspunkt für die weiteren Ermittlungen ist. Warum? Vor vielen Jahren wurde dort eine Familie grausam ermordet. Es wurde damals kein Täter gefunden…

Auch wenn „Bluthaus“ der zweite Band der „Paulsen und Haverkorn“ Reihe ist, konnte ich sehr gut in den Kriminalroman einsteigen. Alle nötigen Informationen erhält man zu Beginn, wodurch man sich gut auf den Fall einlassen kann. Einerseits dreht sich die Story um das Verschwinden von Jo und die Aufklärung des Mordes. Anderseits gerät eine persönliche familiäre Story vom Ermittler Haverkorn in den Fokus, die das Buch gut abrundet. Bei beiden Geschichten habe ich mitgefiebert.

Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn sind sehr sympathische und gelungene Charaktere mit einer Tiefgründigkeit. Dadurch hatte ich durchgängig Spaß an ihrer Seite die Handlungsstränge zu verfolgen. Durch einen bildhaften und detaillierten Schreibstil entwirft die Autorin eine tolle Atmosphäre, bei der man sich den Norden von Deutschland gut visualisieren konnte. Ihr ist es gelungen, mich mit diesen Fall zu fesseln.

„Bluthaus“ ist ein gelungener Kriminalroman mit einer tollen Persönlichkeit und authentischen, gut herausgearbeiteten Charakteren. Die Autorin kannte ich bisher noch nicht und werde ihre weiteren Bücher mir auch zulegen, da man sie sehr gut lesen kann.

No Sound – Die Stille des Todes – Emma Viskic

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In dieser Thrillerserie steht ein sehr besonderer Protagonist und zugleich Ermittler im Mittelpunkt. Er heißt Caleb und ist gehörlos. Stellt das einen Nachteil für seine Kariere als Privatermittler dar? Negativ. Caleb macht seine vermeintliche Schwäche zu einer großen Stärke, da er Lippen lesen kann und die Mimik und Gestik seines Gegenübers richtig deuten kann. In ersten Fall geht es um den Mord an Calebs besten Freund Gary. Während den Ermittlungen führen alle Spuren in Calebs Heimatstadt. Nach und nach erfährt der Protagonist immer mehr über seinen ehemaligen besten Freund. Hat Gary ein Doppelleben geführt?

Das Artwork dieses Thrillers ist einfach umwerfend gestaltet. Schon lange habe ich ein derartig tolles haptisches Design nicht wahrgenommen. Der Thriller startet rasant. Caleb wird direkt mit dem Mord an Gary konfrontiert. Leider war der Einstieg mir zu abrupt und abstrakt. Ich fühlte mich sehr verloren und brauchte sehr lang, um in die Geschichte einzufinden. Fakten zu Garys Mordfall waren kaum vorhanden und ich fragte mich zum Beispiel: Was die innere Abteilung bei der Morduntersuchung zu tun hat? So wirkte mir aufs Erste, Caleb recht normal. Im weiteren Verlauf des Thrillers hat man das Handicap des Protagonisten besser wahrgenommen und sich der Handlung nähern können. Erst ab der Hälfte nimmt die Geschichte Fahrt auf und wird spannend. Gelungen fand ich, dass neben den Ermittlungen, die Beziehung zwischen Caleb und Kat näher beleuchtet worden ist. Bei diesen Charakteren konnte man auch tiefgründiger in ihre Lebenswelt reinblicken. Zu weiteren Charakteren, wie z.B. Frankie konnte ich keine Bindung aufbauen, da diese oberflächlich gestalten worden sind. Das Ende kam nicht zu abruft, war vorhersehbar aber gut. Außerdem kann ich den Schreibstil der Autorin positiv hervorheben.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir Caleb als untypischer Ermittler mit seinem Handicap gefallen hat. Dennoch wurde das Potential der Idee nicht vollständig ausgeschöpft. So freue ich mich trotzdem auf den zweiten Teil der Reihe, da dieser sich steigern kann.

Die Perlenfarm – Liza Marklund

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In „Perlenfarm“ begeben wir uns zur Kiona, die auf einer abgelegenen Insel namens Manihiki daheim ist. Vor Ort taucht die junge Protagonistin in der Südsee auf der Suche nach Perlen. Eines Tages taucht ein Zyklon auf. Dabei strandet ein Segelboot an der Insel. Im Boot befindet sich ein junger Mann, der Erik heißt und angeblich ein Banker aus Großbritannien ist. Schnell merkt Kiona, dass zwischen den beiden was am Laufen ist. Doch dann verschwindet auf einmal Erik von der Insel. Kiona begibt sich auf die Suche nach Ihm. Ihre Wege führen sie über die Vereinigten Staaten, nach England und noch viel weiter….

Ich war schon sehr lange auf „Die Perlenfarm“ gespannt, da dieser Roman abseits der Liebesgeschichte, viel Spannung verkörpern soll. Und ja, ich wurde ein bisschen gefesselt. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit dem mysteriösem Erik auf sich hat. Die Geschichte streckt sich im Allgemeinen über sechs Jahre hinweg. Dabei folgt man Kiona auf einer Reise um die halbe Welt. Man kann durch atemberaubende Orte fliegen, neue Figuren kennenlernen und der Lösung des Rätsels immer näherkommen, da Kiona immer mehr Geheimnisse aufdeckt. Dennoch fand ich allgemein die Reise durch die ganzen Orte zu abstrakt. Ich finde, dass sechs Orte auf 400 Seiten recht mutig sind. Man kann einfach mit der Atmosphäre eines Ortes nicht warm werden, da man kurz danach irgendwo anders mit Kiona hinreist. Was für mich ein No-Go ist, ist das in diesem Buch keine Kapitel vorliegen. Das Buch ist in die Orte unterteilt und Absätze bilden lediglich eine Pause zwischen den Handlungen. Mir fehlte einfach die Orientierung. Sonst ist Kiona eine sympathische Protagonistin, die recht gläubig erscheint. Es war interessant zu erfahren, welche Ansichten sie zur Welt und Gott hat. Allgemein kann ich sagen, dass „Die Perlenfarm“ ein toller Mix aus einer Liebes- und Thrillergeschichte ist. Dennoch war die Geschichte zwischen durch sehr langatmig. Sonst ist es ein tolles Buch für den Sommer, da man eine recht ungewöhnliche Protagonistin kennenlernen kann

Die Suche – Charlotte Link

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Die Leiche der damals verschwundenen 14-Jährigen Saskia Morris wird gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres Mädchen vermisst gemeldet. Ein Serientäter? In den Medien verbreitet sich das Gerücht um den Hochmoor-Killer. Detective Chief Inspector Caleb Hale nimmt den Fall auf. Jedoch muss Hale den Fall nicht alleine lösen, da er von Sergeant Kate Linville von der Scotland Yard unterstützt wird. Diese wird indirekt mit dem Verschwinden eines weiteren Mädchens konfrontiert. Viele Vermisstenfälle, kein eindeutiger Zusammenhang. Ein lösbarer Fall?

„Die Suche“ ist mein erstes Buch der Autorin und ich kann sagen, dass Charlotte Link mich mit diesem Kriminalroman begeistert hat. Direkt zu Beginn wird man als Leser mit dem direkten Verschwinden eines Mädchens konfrontiert. Spannung pur! Kurze Zeit später folgt eine weitere Entführung. Link gelingt es direkt den Leser zu fesseln. Und die Spannung bleibt durch logische und unvorhersehbare Wendungen konstant. Die Handlung ist im Allgemein sehr vielschichtig, trotzdem nachvollziehbar. Die beiden Detectives sind sehr detailreich entworfen worden. Kate hat mir besonders gut gefallen, da sie einen realistischen Eindruck auf mich machte. Man konnte mit Kate einfach mitfühlen, ihre Ängste nachvollziehen und ihre Sehnsüchte verstehen. Zu Detective Caleb Hale konnte ich jedoch nicht eine derartig starke Bindung aufbauen. Des Weiteren fand ich es positiv, dass man an manchen Stellen einen Einblick in die Sichtweise des „Täters“ erhalten habe. Dadurch wirkte das Buch abgerundet. Ich finde, dass in diesem Buch das Finale durch einzelne Schlüsselszenen exzellent angestrebt wird. Peu a Peu erfährt man immer mehr und wird durch ein schlüssiges Auflösen der Handlung begeistert.

„Die Suche“ ist im Ganzen ein sehr gelungener Kriminalroman mit einer facettenreichen Handlung, tollen Charakteren und einem grandiosem Finale.

Glasflügel – Katrine Engberg

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m Thriller „Glasflügel“ begegnen wir Jeppe Kørner, der in einem rasanten Mordfall in Kopenhagen ermittelt. Im Zentrum der Stadt wird im ältesten Brunnen, nahe der Fußgängerzone, eine Leiche gefunden. Alles deutet darauf hin, dass die Frau mit einem Messer ermordet worden ist. Ein weiteres Opfer, nahe dem Wasser, wird mit derselben Hinrichtungsmethode kurze Zeit später aufgefunden. Der Protagonist Kørner geht von einem Serientäter aus. Leider kann ihn seiner Partnerin Werner aufgrund ihres Babyurlaubs nicht helfen. In seinen Ermittlungen stößt der Protagonist auf eine düstere Einrichtung für hilfsbedürftige Kinder namens Sommerfuglen und merkt, dass nicht jeder Mensch in Kopenhagen eine menschliche Vorstellung von Fürsorge aufweist.

Der zweite starke Band „Blutmond“ war der Grund, weshalb ich mich an „Glasflügel“ ran gewagt habe. Wie im vorherigen Band beginnt die Autorin die Handlung mit dem Darstellen zahlreicher Charaktere. Es entsteht eine ausgeglichene Mischung aus neuen und alten Charakteren. Mal wieder schafft es Engberg eine glaubwürdige Erzählung zu entwerfen. Uns gelingt es tiefgründig in die einzelnen Charaktere reinzuschauen, wodurch man vielfältige Hintergrundgeschichten als Leser erfährt. Mich störte lediglich, dass der Protagonist und Ermittler Jeppe Kørner seit dem ersten Band keine Charakterentwicklung durchläuft und konstant über die Reihe an manchen Stellen immer noch unlogisch handelt. Schön fand ich, dass Werner trotz ihres Babyurlaubs einen Platz im Buch bekommen hat und mit ihren kreativen Ideen die Ermittlungen unterstützte. So kann man auch sagen, dass in diesem Thriller weniger die Ermittlungen in den Fokus rücken, sondern eher das Setting und die Rahmenbedingungen. Es ist Mal was Anderes, was sich dennoch positiv loben lässt. Die Spannung lässt sich in diesem Thriller konstant wiederfinden. Durch gelungene Erzählperspektiven und zahlreiche schlüssige Wendungen konnte mich das Buch fesseln. Dennoch war ich in meinen „persönlichen“ Ermittlungen an manchen Stellen bezüglich des Falls verloren. Das Buch lässt sich leicht lesen und weckt im Gesamten, einen tollen Eindruck.

Zusammengefasst ist „Engelsflügel“ ein solider Thriller mit einer tollen Hintergrundgeschichte und einem detailreichen Setting. Der Autorin ist es indirekt gelungen, eine Kritik am dänischen Gesundheitssystem zu äußern.

You Die Next – Stephanie Maryland

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Im Thriller „You Die Next“ dringt eine vierköpfige Gruppe namens „Urban Explorer“ in ein verlassenes Filmstudio in London ein. Die Erkundung wird währenddessen via Livestream den Zuschauer/Fans der Gruppe gezeigt. Plötzlich stößt die Gruppe auf einen Raum, in dem eine Leiche auf dem Boden liegt. Schnell wird den Mitgliedern der Gruppe klar, dass sie aus diesem verlassenen Gebäude flüchten müssen. Nach einiger Zeit wird ein Mitglied der Gruppe tot aufgefunden. War der Mörder zur gleichen Zeit im Filmstudio und hat einen der Mitglieder aufgesucht und brutal ermordet? Die Opferzahl steigt rasant an. Londons Detective Dominic Bell nimmt den Fall mit Clementine Starke auf.

Das Buch konnte mich zu Beginn recht fesseln, da viele Fragen aufgetaucht sind, die ich einfach gelöst bekommen wollte. Insbesondere empfand ich auch das Setting und die Thematik sehr abwechslungsreich. Man konnte sich regelrecht in die vierköpfige Gruppe hineinversetzen und an deren Seite ihre Erkundungen im Londoner Filmstudio spannend verfolgen. Leider ist es dann auch mit der Spannung geblieben. Ab der Mitte ist die Spannungskurve stark gesunken, da ich das Gefühl hatte, dass dieser Fall in den Hintergrund gerückt ist. Es wirkte so, als ob zahlreiche Elemente der Vorgeschichte (1. Band) das Spotlight bekommen haben. Irgendwie Schade! Die Geschichte wird aus der Perspektive der beiden Protagonisten Dominic und Clementine in einem konstanten Wechsel geschildert. Dennoch fehlte mir zu den Charakteren die Nähe, da sie recht oberflächlich gezeichnet worden sind. Der Schreibstil der Autorin ist positiv hervorzuheben, da sich das Buch im Allgemeinen total flüssig gelesen hat.

Ich kann nur sagen, dass der Thriller „You Die Next“ von der Idee und dem Konzept her, in Vergleich zu weiteren Thrillern, heraussticht. Dennoch finde ich den Verlauf der Handlung und die Umsetzung nicht gut. Dieses Buch hätte ein Topthriller werden können, wenn der Fokus stärker auf die Haupthandlung gesetzt werden würde und nicht auf Vergangenes. Potential leider nicht genutzt!

Nordsee Nacht – Hannah Häffner

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In „Nordsee-Nacht“ verschwindet ein Mädchen namens Friederike spurlos aus einem Zeltlager, nahe dem Küstenort Hulthave. Die Ermittlungen werden aufgenommen, doch Kommissar Wedeland tappt im Dunkeln. Sascha, die Betreuerin aus dem Zeltlager zerbricht zusammen und hat große Schuldgefühle, da sie zum Zeitpunkt des Verschwindens, sich um die Kinder gekümmert hat. Niemand weiß, was geschehen ist. Somit verschwindet das Ereignis schnell aus der kleinen Stadt. Nach 25 Jahren wird eine Frau bewusstlos am Strand von Hulthave gefunden. Die Frau kann sich an nichts erinnern. Schnell macht das Gerücht die Runde, dass es sich bei dieser Frau um die verschwundene Friederike handelt. Sascha und Kommissar Wegeland erfahren von dieser Neuigkeit und begeben sich so schnell wie möglich in die Stadt, um endlich das Rätsel um die Nacht vor 25 Jahren aufzulösen.

Vorab muss ich die Gestaltung des Buches sehr loben, da diese sehr detailliert und atmosphärisch gestaltet worden ist. Auch wenn man bei diesem Buch von einem Roman spricht, kann man sagen, dass „Nordsee-Nacht“ zahlreiche Thrillerelemente aufweist. Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Zum einen begeben wir uns in die Zeit, in der Friederike spurlos verschwindet. Man erfährt viel über das Zeltlager, die Charaktere und den Fall. Nach dem ersten Teil springen wir in der Zeit 25 Jahre in die Zukunft, als die Frau an der Küste gefunden wird. In diesem Teil nimmt die Geschichte viel Fahrt auf. Die Charaktere aus dem ersten und zweiten Teil werden vermischt und als Leser möchte man endlich erfahren, was passiert ist. Der Fall war total spannend und durch viele Wendungen unvorhersehbar. Ich fand es gelungen, dass man in diesem Buch, abseits des Kommissars und Sascha, einen großen Einblick in viele weitere Perspektiven von Charakteren erhalten hat. Nichts desto trotz war das Personenspekturm recht groß, wodurch mir es an Tiefgründigkeit in manchen Figuren gefehlt hat. So blieben mir zum Schluss auch ein paar Fragen zur Handlung offen.

Schlussendlich kann ich sagen: Die Autorin entwirft mit „Nordsee-Nacht“ ein tolles Debüt. Mit einem fließenden Schreibstil konnte mich das Buch, trotz einigen Schwachstellen, begeistern. Ich bin auf weitere Werke der Autorin gespannt.  

Die Leiche – Stephen King

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In Stephen Kings Werk „Die Leiche“ begegnen wir vier Freunden: Gordon, Chris, Teddy und Vern. Alle stammen aus einem kleinen Ort namens Castle Rock. Die Nachricht geht in der Runde rum, dass eine Leiche eines gleichaltrigen Junges in der Gegend liegen soll. Die vier Freunde planen eine Suche nach der Leiche. Auf der Reise lernen die vier Freunde nicht nur was Liebe ist. Sie begegnen dem Tod und der Sterblichkeit auf eine nahe Art und Weise.

Bei diesem Buch handelt es sich um die „Herbstgeschichte“ aus Stephen Kings Erzählband „Frühling, Sommer, Herbst und Winter“. Da ich zurzeit sehr auf „Kings Bücher“ fixiert bin, freue ich mich immer wieder aufs Neue ein Werk des Autors zu lesen. Bei diesem Werk handelt es sich um einen autobiographischen Roman.

Ehrlicherweise habe ich sehr lange gebraucht, um in dieses Buch gut einzusteigen. Ich hatte in irgendeiner Weise Probleme mich in die Geschichte einzufinden. Auch wenn man sehr viel über die die Lebenswelt der vier Freunde erfährt, wirkten mir diese Charaktere sehr distanziert. Nur zu Gordon, der die Rolle des Erzählers einnimmt, konnte man eine gewisse Verbindung aufbauen. Dennoch erzählt King eine tolle Geschichte, in der die vier Freunde vieles zusammen erleben. Auch wenn King mal wieder einen soliden Schreibstil aufweist, war die dominierende Umgangssprache und die zahlreichen Flüche zu viel. Dennoch übermittelt King tolle Werte. Sehr ehrliche Gespräche zwischen den Freunden sorgten in diesem Buch für eine hervorragende Tiefgründigkeit. Kings Exkurse zu Themen wie dem Tod und der Liebe, neben den autobiographischen Bezügen, beeinflussten das Buch im Nachhinein doch positiv.

„Die Leiche“ ist eine gute Kurzgeschichte, welche trotzdem einige Schwächen aufwies. Dennoch spreche ich für Stephen Kings-Fans eine Empfehlung aus.