Der mexikanische Fluch – Silvia Moreno Garcia

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Auf das Buch bin ich durch das recht düster gehaltene Cover aufmerksam geworden. Nach dem Lesen des Klappentextes entschied ich mich recht schnell dazu, mich auf das Abenteuer nach Mexiko zu begeben.

In diesem Buch befinden wir uns im Jahr 1950 in den mexikanischen Bergen. Noemi erhält einen Brief von ihrer frisch verheirateten Cousine, in dem ihre Cousine behauptet, dass sie von ihrem Mann vergiftet worden wäre. Noemi entscheidet sich dazu, ihre Cousine vor Ort aufzusuchen und zu schauen, was vor Ort passiert. In den Dörfern gehen Gerüchte rum, dass der High Place (Anwesen, in dem die Cousine lebt) verflucht wäre und schreckliche Dinge dort passieren. Gut, dass Noemi keine Angst davor hat. Angekommen am Ziel merkt Noemi, dass im Anwesen komische Dinge passieren. Aber als Noemi erst herausfindet, was wirklich dort geschieht, ist es schon zu spät.

Zum Roman lässt sich sagen, dass dieser sehr atmosphärisch ist. Ich finde, dass es der Autorin gelungen ist, durchgehend eine recht düstere sowie geheimnisvolle Atmosphäre im Buch zu konstruieren. Diese wurden besonders durch die Familie Doyle sowie weitere kleinere Aspekte verstärkt.

Spannungstechnisch fand ich das Buch ausbaufähig. Ich empfand nur das letzte Drittel des Romans als wirklich spannend. In den ersten beiden Drittel fand ich, dass die Autorin viel mehr den Fokus auf das Kennenlernen der einzelnen Figuren sowie des Settings gelegt hat. Dies empfand ich teilweise schon zu ausschweifend, da ich irgendwann zum Halbzeitstand des Buches das Gefühl hatte, dass sich der Plot ganze Zeit auf einer Stelle bewegt. Viel besser würde ich es bevorzugen, wenn die Spannung, welche im letzten Drittel vorliegt, schon im zweiten Drittel auftauchen würde. So würde ich mich das Buch viel früher catchen können.

Nebenbei gerät eine Liebesgeschichte in den Vordergrund des Buches. Diese empfand ich mehr als störend als bereichernd. Meiner Meinung nach beeinflusste diese leider die Spannungskurve.

Figurentechnisch fand ich das Buch auf der anderen Seite gelungen, da ich die Ausarbeitung der Protagonistin auf einem hohen Niveau sah und zum anderen die Nebenfiguren hervorragend in das Buch integriert worden sind. Zudem kann man nach und nach über die einzelnen Nebenfiguren viel erfahren, was zum Schluss hin, sehr spannend wird.

Fazit: „Der mexikanische Fluch“ ist ein wirklich sehr atmosphärisches Buch, welches durch die Figuren sowie Setting positiv hervorsticht. Dennoch war ein großer Teil des Buches für mich persönlich langweilig, da ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte nicht vorankommt. Hier hätte ich mir mehr Spannung gewünscht. Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich das Buch mit 3 Sternen bewerte.

Mimik – Sebastian Fitzek

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Als ich dieses Buch beendet habe, musste ich erstmal mir Zeit nehmen, um besonders das Ende zu verdauen. Denn ich bin der Meinung, dass Fitzek mit seinem neuen Werk „Mimik“ wieder einen genialen Psychothriller entwickelt hat, den man unfassbar gut lesen und kaum das Buch aus der Hand legen kann. Bevor ich angefangen habe, habe ich mir erhofft, dass Fitzeks neues Werk nicht schon wieder so mittelmäßig sein wird, wie die zwei davor erschienenen Bücher „Playlist“ sowie „Schreib oder Stirb“, wobei das zweite Buch, ja eher ein „Humorthriller“ ist.

Ich wurde nicht enttäuscht und ich bin sehr froh, dass ich zu diesem Buch gegriffen habe. Fitzek ist es nämlich hier gelungen, ein paar Psychospielchen in das Buch zu integrieren, wodurch ich oft auf die falsche Fährte gelockt worden bin. Mitten im Geschehen lernen wir in diesem Buch Hannah kennen, die verdächtigt wird, dass sie ihre ganze Familie ermordet hat. Problem an der ganzen Sache ist diese, dass sie nach einer OP aufwacht und sich an diesen Vorfall nicht mehr erinnert. Es gibt aber ein Video, in dem Hannah ihre Schuld gesteht. Somit verfolgen wir Hannahs Kampf um die Wahrheit. Nebenbei tauchen weitere Perspektiven auf, wie die Perspektive eines Ermittlers, oder Hannahs bester Freundin.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich total mit Hannah mitgefiebert habe. Es war besonders spannend Informationen über die Mimik eines Menschen herauszufinden. Fitzek setzt nämlich mit diesem Thema einen Schwerpunkt in seinem neuen Buch, welchen er gekonnt und authentisch überbringt. Auch wenn ich an manchen Stellen mehr über die Mimik des Menschen lernen würde, fand ich trotzdem interessant, wie sich Hannah als Expertin in diesem Gebiet durchkämpft. Spannung war meines Erachtens nach immer vorhanden und als dann doch an einigen Stellen sich langsam die Spannungskurve abflachte, setzte Fitzek an diesen Stellen tolle Wendungen ein. Am Ende des Buches war ich nur baff. Mir fehlten die Worte und ich musste die Auflösung teils lange verdauen. Dennoch habe ich mir bei der Auflösung gedacht, dass man auf Grundlage dieser, weitere Werke entwerfen kann, oder Herr Fitzek?

Fazit:
Fitzek ist es endlich wieder gelungen einen sehr spannenden Psychothriller zu entwerfen, in welchem die Mimik einen essentiellen Schwerpunkt einnimmt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da es eine große Sogwirkung hatte. Deswegen vergebe ich an dieser Stelle fünf Sterne!

Das Schlaflabor – Marc Meller

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Marc Mellers Thriller wie „Raum der Angst“ und Co. habe ich bisher immer mit viel Freude gelesen. Nun freute ich mich endlich darauf das neue Buch des Autors mit dem Titel „Das Schlaflabor“ zu lesen.

Schwerpunkttechnisch ist dieser Thriller von den bisher erschienenen Thrillern anders gestaltet. In diesem Buch geht es um Tom, der mit erheblichen Schlafstörungen zu kämpfen hat. Er entscheidet sich dazu in die Schweiz zu fahren, damit er sich da in einem Schlaflabor heilen kann. Vor Ort angekommen, merkt Tom, dass es ihm viel bessergeht. Aber auch zuhause merkt, dass seine Schlafstörungen verschwunden sind. Doch wie aus dem Nichts taucht auf einmal die Polizei vor seiner Haustür auf. Er wird verdächtigt einen Mord begangen zu haben. Was hat es mit der Beschuldigung auf sich? Schläft Tom oder was geht mit ihm vor sich?

Der neue Thriller von Marc Meller hat mich super unterhalten. Das Buch ist super strukturiert, ruhiger gestaltet ohne viel Blutvergießen und bietet dem Leser*in viel Nervenkitzel an. Hauptsächlich geht es in diesem Buch darum, dass man herausfindet, was wirklich mit Tom geschieht. Stimmen die Beschuldigungen, dass er in seinem Schlaf schlafwandelt und Menschen umbringt? Aus diesem Grund verfolgen wir als Leser einerseits die Geschichte aus seiner Perspektive. Hierbei lässt sich sagen, dass es dem Autor authentisch gelungen ist, Toms Emotionen zu übermitteln. Ich habe mit ihm total mitgefiebert. Anderseits verfolgen wir die Geschichte aus der Perspektive von Ermittlern, die den Fall aufklären wollen. Deswegen kann man sagen, dass es ein Buch mit vielen Thriller-Elementen ist, welches aber durch einzelne Krimiaspekte untermauert wird.

Darüber hinaus wird es in diesem Buch ein bisschen komplexer. Marc Meller bringt in seinen Thriller viele Informationen über das Schlafen, das Gehirn und die damit verbundene Forschung mit ein. Deswegen erfordert das Buch an manchen Stellen höchste Konzentration, damit man noch viel über die Thematik erfahren kann. Diesen Input fand ich persönlich sehr wichtig, da ich glaube, dass ohne diesen, das Buch recht oberflächlich wäre. Am Schreibstil sowie der Kapitelgestaltung habe ich zudem nichts auszusetzen.

Fazit: Marc Meller entwirft mit „Das Schlaflabor“ einen spannenden, futuristischen, nervenzerreißenden, teils komplexen Thriller, welcher abseits viel Thrill, zahlreiche Krimielemente beinhaltet. Von mir gibt es 4,5 Sterne!

Kalt und Still – Viveca Sten

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„Was für ein guter Krimi!!“ Das dachte ich mir, als ich den letzten Satz auf der letzten Seite von diesem Buch gelesen habe. Schon lange habe ich einen derartigen spannenden Krimi nicht gelesen!

Aber worum geht es überhaupt in diesem Buch?

In „Kalt und Still“ begeben wir uns in den schwedischen Winter in eine kleine Stadt namens Are. Dort lernen wir die Protagonistin dieses Buches namens Hanna kennen, die kurz vor Weihnachten sich dazu entscheidet, in diese kleine Stadt zu ziehen. Grund dafür ist, dass sie ihren Dienst bei der Stockholmer Polizei niedergelegt hat, weil sie einen Kollegen nicht decken wollte. Erst vor kurzem in Are angekommen, erschüttert die Kleinstadt ein grausames Verbrechen. Eine Jugendliche verschwindet spurlos und draußen herrschen kalten Temperaturen von -20 Grad. Hanna entscheidet sich dazu bei der Suchaktion mitzuhelfen und weiß nach einiger Zeit mehr als die örtliche Polizei.

Viveca Sten hat es geschafft einen spannenden Krimi zu entwerfen, der darüber hinaus in einem speziellen Handlungsort spielt – in der Nähe des Polarkreises. Ihr ist es unfassbar gut gelungen, die Gefahr des Wetters in das Buch zu integrieren. Man hat mit jeder einzelnen Figur einfach bei dieser Kälte mitgefiebert.

Im Vordergrund dieser Geschichte stehen Hanna sowie ein Ermittler der örtlichen Polizei namens Daniel. Als Leser erhalten wir einen umfangreichen Einblick in das Arbeits- sowie Privatleben der beiden Figuren. Hierbei muss gesagt werden, dass es an keiner Stelle zu langweilig wurde, da mich die Privatkonflikte der beiden Hauptfiguren auch unheimlich interessiert haben und diese im allgemeinen Roman einen hohen Stellenwert annehmen.

Bei den Erzählperspektiven der beiden Figuren bleibt es aber nicht. Die Autorin integriert in das Buch zusätzlich weitere Perspektiven – wie die Sicht des Vaters des vermissten Mädchens, der besten Freundin des vermissten Mädchens usw. Diese Perspektiven erhalten einen großen Raum in diesem Buch und sorgen abseits der Ermittlungen von Hanna und Daniel für einen wichtigen Nervenkitzel. Der Autorin ist es auch an dieser Stelle gelungen, den psychologischen Aspekt auf den Punkt genau in das Buch einzubringen, da man hier die Zerrissenheit der Eltern der Vermissten psychologisch genau wahrnehmen konnte. Zudem wurde Hanna als Protagonistin psychologisch detailliert durchleuchtet, was mir persönlich sehr gefallen hat.

Spannung war, wie erwähnt reichlich vorhanden, jedoch sank diese zum Ende hin, da schon ab dem dritten Viertel ersichtlich war, in welche Richtung sich dieses Buch bewegen wird. Zu guter Letzt möchte ich noch den Schreibstil der Autorin loben. Dieser kennzeichnet sich durch gute kurze Kapitel aus. Zudem lässt sich dieser hervorragend lesen. Komplimente dafür!

Fazit: Der Kriminalroman „Kalt und Still“ hat mich SEHR positiv überrascht, da die Atmosphäre im Buch herausragend ist, die Spannung hoch ist und man abseits der Handlung sooo viel über die Figuren und Co. erfahren kann. Von mir gibt es 4,5 Sterne, aufgerundet auf 5 Sterne.

Lupus Noctis – Hill & Stapor

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Zuletzt griff ich zum Jugendthriller mit dem Titel „Lupus Noctis“. In diesem Buch geht es um sechs Jugendliche, die in einem unterirdischen verlassenden, teils unheimlichen, Bunker ihr Lieblingsspiel mit dem Titel „Lupus Noctis“ spielen wollen. Das Spiel beginnt noch schön und gut. Doch nach einiger Zeit fehlt der Schlüssel zur Tür. Handelt es sich hierbei um ein Versehen? Oder hat jemand die sechs Jugendlichen extra im Bunker eingesperrt?

In diesem Buch hat mir das Setting richtig gut gefallen, da ich mich in einen Lost Place als Handlungsort begeben konnte. Ich fand, dass es den beiden Autorinnen richtig gut gelungen ist, den Schauplatz authentisch sowie mystisch zu gestalten. Zudem fand ich die Karte, die am Anfang des Buches vorzufinden wäre, als eine gute Unterstützung für da visuelle Kopfkino.

Bevor die Geschichte so richtig im Lost Place losgeht, hat man die Möglichkeit noch auf schnelle die Figuren kennenzulernen. Da die Geschichte darüber hinaus aus immer unterschiedlichen Perspektiven geschildert wird, hat man hier zusätzlich die Möglichkeit die Figuren noch intensiver kennenzulernen sowie anhand dessen, einzelne Theorien zu unterschiedlichen Ereignissen sowie Wendungen im Buch aufzustellen. Da die Figuren alle in einem Jugendalter sind, ist dies ein Jugendthriller, der viele Jugendliche-Leser*innen ansprechen sollte, da die Figuren sehr aktuelle Interessen und Charakterzüge aufweisen. Somit ist eine Identifikationsfunktion gegeben.

Besonders toll fand ich, dass das Spiel aus dem Buch Ähnlichkeiten zu dem allseits bekannten „Werwolf“-Spiel aufweist, sodass es schon inhaltlich was Spezielles war. Spannungstechnisch war das Buch solide gestaltet worden. Ich habe mit den einzelnen Figuren gut mitgefiebert und fand die Wendungen im Buch passend, auch wenn an manchen Stellen recht vorhersehbar. Einzig spannungshemmend empfand ich die Perspektive der Figur Hanan, da diese meinen Lesefluss teilweise gebremst hat.

Fazit: Mit „Lupus Noctis“ konzipiert das Autorenduo einen soliden Jugendthriller, welcher abseits der Zielgruppe auch andere Leser*innen meiner Meinung nach ansprechen wird. Es liegt insgesamt ein toller Plot mit einer guten Spannungskurve vor, welche sich vor allem für Fans von „Escape-Thrillern“ eignet. Von mir gibt es starke vier Sterne und ich bin schon auf den kommenden Thriller des Autorinnenduos gespannt!

Dark Clouds – Thilo Falck

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Den letzten Klima-Thriller, den ich gelesen habe und welcher mir gut gefallen hat, war „Der Zorn des Oktopus“. Nun war ich froh wieder einen Klima-Thriller zu lesen.

In „Dark Clouds“ geht es um extreme Wetterereignisse in ganz Europa. Starkregen, Erdrutsche und Stürme reißen immer mehr Menschen in den Tod. Zudem wird die Infrastruktur zerstört. Als wäre dies nicht schlimm genug, macht die Politik gar nichts. Mitten im Geschehen lernen wir die Wolkenkundlerin Fjella, den Schadensgutachter Philipp sowie IT-Spezialist Arian kennen. Diese drei Protagonisten des Buches versuchen zusammen die Lösung um das Rätsel mit den extremen Wetterereignissen zu lösen. Was geht in Europa vor sich? Ist dies der Anfang vom Ende?

Der Thriller „Dark Clouds“ hat meinen Erwartungen nicht komplett erfüllt, wie erhofft.

Vorerst kann ich sagen, dass dieses Buch hinsichtlich des informativen Charakters sehr interessant ist. Zudem entwirft der Autor ein sehr düsteres Szenario, dass mich teilweise erschüttert hat. Da hofft man eigentlich nur, dass dieses Szenario nicht irgendwann die Realität unserer Welt sein wird.

An der Seite von den drei Protagonisten stürzt man sich in diesen Thriller. Zudem kommen immer wieder einzelne Nebenperspektiven sowie Nachrichten- oder Chatauszüge dazu. Dieses Erzählkonzept hat mir gut gefallen, da dadurch eine gute Dynamik entstand. Besonders die Nachrichtenauszüge sorgten für eine gute Abwechslung beim Lesen.

Beim Leseprozess hatte ich das Gefühl, dass die Hauptfiguren recht distanziert zum Leser gestaltet worden sind. Ich hatte das Gefühl, dass ich keine Bindung zu diesen aufbauen konnte. Aus diesem Grund hat mich das Geschehen um die Figuren rum nicht so gefesselt, wie erhofft.

Spannungstechnisch fand ich das Buch besonders in der Hälfte ausbaufähig. Die erste Hälfte war in meinen Augen zu ruhig gestaltet worden. Hier wäre noch Luft nach oben gewesen. Auf der anderen Seite fand ich die zweite Hälfte des Buches spannender. Hier passiere handlungstechnisch viel mehr und es wird sogar an manchen Stellen actionreich.

Fazit: Meine Erwartungen wurden bei diesem Thriller nicht komplett erfüllt. Dennoch konzipiert der Autor ein sehr düsternes Szenario, welches unter die Haut geht. Zudem beinhaltet das Buch eine gute Erzähldynamik. Ich vergebe schwache 3 Sterne!

Die Haushälterin – Joy Fielding

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Mit „Die Haushälterin“ habe ich mein erstes Joy Fielding Buch gelesen. Ich wusste vor dem Lesen noch nicht, was mich erwarten wird, sodass ich keine speziellen Erwartungen (wie z.B. kontinuierlicher Spannungsbogen, Psychoelemente…) an das Buch hatte.

In diesem Buch geht es um eine Maklerin namens Jodi, die mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern in Toronto wohnt. Ihre Eltern sind nicht mehr die jüngsten und ihre Mutter leidet unter Parkinson. Aus diesem Grund beschließt die Protagonistin eine Haushälterin für ihre Eltern zu organisieren. Anfangs ist Jodi noch begeistert von der Haushälterin. Aber schon nach kurzer Zeit merkt Jodi, dass irgendwas schiefgehen wird. Ihr Vater verändert sich innerhalb kurzer Zeit sehr und ihre Mutter fürchtet sich teilweise vor der Haushälterin. Was hat es mit der Frau auf sich?

Da es sich um einen Roman handelt, habe ich meine Erwartungen zu dem Buch doch dann ein bisschen zurückgeschraubt. Nach dem Beenden des Buches kann ich nun sagen, dass es sich bei diesem Buch um einen gelungenen Spannungsroman handelt. Auch wenn ich den Anfang des Buches sehr langatmig fand, entwickelte sich die Handlung sehr interessant, dennoch ruhig. Viel mehr legt die Autorin bei ihrem Roman den Fokus auf das Geheimnisvolle sowie das Mystische um die Haushälterin und nicht um eine durchgehende Spannung. Spannung kam hier eher immer auf, wenn man immer näher die Haushälterin kennenlernen durfte. Nach und nach werden einzelne Geheimnisse offenbart, die mich überrascht haben.

Die Figuren sind auf das mindeste sowie sehr kontrastreich ausgearbeitet worden, was jedoch keinen negativen Einfluss auf die Geschichte hatte. Besonders Jodi, die Protagonistin fand ich ausreichend charakterisiert worden. Den Schreibstil fand ich gut lesbar, jedoch ein bisschen komplexer. Dies ist jedoch keine negative Kritik.

Fazit: Wer auf der Suche nach einem guten Spannungsroman ist, dem empfehle ich dieses Buch. Begebt euch auf eine geheimnisvolle Reise um die Haushälterin. Wer ist diese Frau wirklich?
Von mir gibt es starke vier Sterne!

Wer hat Heidi getötet – Marc Voltenauer

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Letztes Jahr habe ich Voltenauers Krimi „Das Licht in dir ist Dunkelheit“ (den ersten Band um Kommissar Auer) mit viel Begeisterung gelesen. Nun war ich gespannt, was der neue Krimi „Wer hat Heidi getötet?“ draufhat.

In diesem Buch begeben wir uns in ein kleines Bergdorf namens Gryon. Wie aus dem Nichts erschüttern zahlreiche komische Ereignisse das Dorf. Die Kuh eines Dorfbauerns wird brutal abgeschlachtet, ein Auftragskiller zieht in ein Luxus-Chalet. Danach verschwindet eine Frau und eine weitere Frau wird tot aufgefunden. Mitten im Geschehen befindet sich Kommissar Auer, der nach und nach versucht, die einzelnen Mosaiksteinchen zusammen zu legen. Wird es ihm gelingen?

In das Buch bin ich mit leichten Startschwierigkeiten eingestiegen, da mich zahlreiche Szenenwechsel und eine große Anzahl an verschiedenen Figuren begrüßt haben. Doch irgendwann hatte ich den Dreh raus, und konnte alles gut auseinanderhalten. Deswegen ist diese Lektüre besonders beim Anfang keine leichte Kost, da man sich hier wirklich konzentrieren muss, um einzelne Details aufnehmen zu können. Hier fand ich aber schön, dass der Autor auf recht kurze Kapitel zurückgreift, da dadurch eine tolle Dynamik zwischen den einzelnen Szenen entsteht.

Die Konzentration, die ihr am Anfang des Buches erbringen müsst, wird sich mit dem Voranschreiten in diesem Krimi sehr lohnen, da ihr dann nach und nach euch die Geschichte zusammenlegen könnt.
Charaktertechnisch befindet sich das Buch auf einem hohen Niveau, da ich der Meinung bin, dass die einzelnen Figuren mit sehr viel Authentizität und Detaillreichtum gestaltet worden sind. Darüber hinaus gab es die ein oder anderen Klischees, über die ich aber hinwegblicken konnte.

Fazit: Voltenauer konzipiert einen gelungenen zweiten Band um Auer. Der Krimi punktet vor allem durch die authentischen Figuren sowie die ausführliche Ermittlungsarbeit. Von mir gibt es starke vier Sterne!

Die Legende von Sleepy Hollow – Christina Henry

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Nachdem mich die letzten beiden Bücher der Autorin (Die Meerjungfrau und Rotkäppchen) nicht so sehr begeistert haben, habe ich mir erhofft, dass dieses Buch wieder – wie es bei der Adaption um Peter Pan war – ein Highlight wird.

Diesmal geht es in diesem Band um den kopflosen Reiter. Die Geschichte entführt uns in das Dorf Sleepy Hollow, in welchem der Reiter Angst und Schrecken verbreitet hat. Lange hörte man nichts vom Reiter, doch dann wird ein Kind ohne Kopf und Hände aufgefunden. Das 14 jährige Kind Ben will den Spuck auflösen. Doch außer seinem Opa glaubt niemand Ben. Doch bald werden die Bewohner von Sleepy Hollow merken, dass der Schrecken noch nicht vorbei ist.

Vorab möchte ich Euch mitteilen, dass es sich empfiehlt, die Grundgeschichte um den kopflosen Reiter in Ansätzen zu kennen, da man sonst eventuell Verständnisprobleme haben könnte.

Endlich konnte mich die Autorin Christina Henry mit einem neuen Band und einer neuen Adaption einer Geschichte gut unterhalten. Die Atmosphäre war im Vergleich zu den zwei vorherigen Bändern viel düsterer. Das Dorf Sleepy Hollow inklusive dem schaurigen Wald wurde bildlich beschrieben, sodass man sich es gut vorstellen konnte. Zudem empfand ich das Buch als viel spannender, und es traten immer wieder unvorhersehbare Ereignisse auf. Zum Schluss schwächte jedoch die Spannungskurve teilweise ab.

Mitten im Geschehen lernt man die Protagonistin Ben(te) kennen, welche eigentlich ein Junge sein möchte. Deswegen möchte sie auch Ben genannt werden. Neben der allgemeinen Geschichte rückt somit in diesem Roman Bens Identitätsfindung in den Vordergrund. Ein guter Ansatz für dieses Buch, welcher meiner Meinung nach, aber nicht authentisch umgesetzt worden ist – wenn man die Zeit und den Ort bedenkt, in dem der Plot spielt. Zudem wird das Thema fast in jedem Kapitel immer wieder, teils in falschen Momenten, aufgenommen, wodurch es mich persönlich irgendwann genervt hat.

Auch wenn ich Bens Durchsetzungskraft und den Willen gut fand, empfand ich trotzdem, dass sie mit ihrer Familie unsympathisch waren, da alle Nebenfiguren durch die Figuren recht negativ beschrieben worden sind. Dadurch wirkte die Familie sehr egozentrisch.

Trotz dieser Kritikpunkte bin ich aber froh, dass die Geschichte mich mehr unterhalten konnte, als die beiden Vorbänder, da ich schon Angst hatte, dass der Band um Peter Pan für mich nur ein One-Hit-Wonder von der Autorin war.

Fazit: Spannend, atmosphärisch, düster. Insgesamt ist das Buch ein guter Band um die Legende des kopflosen Reiters. Dennoch gab es ein paar Kritikpunkte, die meinen Lesespaß eingeschränkt haben. Nichtsdestotrotz vergebe ich 3,5 Sterne!

Die Kaiserin – Gigi Griffis

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Zur Abwechslung zu Thrillern, Krimis sowie Fantasy-Büchern wollte ich mich an die Geschichte von Sissy (Elizabeth) und Franz ran wagen. In „Die Kaiserin“ wird der Anfang dieser Geschichte aufgegriffen. Elizabeth steht im Mittelpunkt der Geschichte, welche jeden Verehrer und potentiellen Ehemann in die Flucht schlägt. Doch als dann ihre Schwester Helene sich mit dem Kaiser Franz verloben möchte, merkt Elizabeth, als sie auf Franz trifft, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Und umso näher sie Franz kennenlernt, desto mehr muss sie an den Kaiser denken. Wie soll sich Elizabeth entscheiden? Kann sie ihre Schwester Helene hintergehen?

Zu Beginn kann ich sagen, dass mir das Buch und die darum enthaltene Atmosphäre rundum „ok“ gefallen hat. Man hat viel über das Leben damals sowie über die Monarchien erfahren. Spannend war das Buch eher weniger, da ich die Geschichte über Sissy und Franz natürlich kannte, sodass ich ungefähr wusste, was mich erwarten wird. Dennoch fand ich, dass es der Autorin gelungen ist, andere Schwerpunkte sowie andere Szenen näher zu beleuchten. Auf der anderen Seite hätte ich aber gewünscht, dass diese Szenen noch intensiver thematisiert worden wären, da so bei mir der Eindruck entstanden ist, dass diese sehr kurz und abgehackt waren.

Die Geschichte wird insgesamt aus 4 Erzählperspektiven geschildert – Sissy, Franz, Sissys Schwester namens Helene sowie Max. Einerseits fand ich diese wechselnde Erzähldynamik gut, anderseits hatte ich trotzdem das Gefühl, dass man die Figuren nicht so richtig ausführlich kennenlernen konnte. Sie werden nämlich sehr oberflächlich charakterisiert.

Das Ende fand ich zudem nicht so gelungen, da die Handlung vor einem besonderen Ereignis beendet wird. Dieses Ereignis war in meinen Augen auch nicht ausführlich aufgegriffen worden. Hier wäre noch mehr Spielraum gewesen.

Fazit: Das Buch hinterlässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Obwohl die Atmosphäre und der informative Teil rundum gut waren, gab es viele Defizite in einzelnen Szenendarstellungen sowie in der Figurenausarbeitung. Deswegen kann ich nur 2,5 Sterne vergeben.