Dark Ivy. Wenn ich falle – Nikola Hotel

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Von Nikola Hotel habe ich bisher noch gar nichts gelesen, was bestimmt damit zusammenhängt, dass ich im Allgemeinen sehr wenig New-Adult Romane lese. Trotzdem hat mich der Klappentext von diesem Buch angesprochen und ich war gespannt, was mich erwarten wird.

In dem ersten Band der Dilogie geht es um Eden Collins, die ein neues Leben an der Woodford Academy starten möchte. Sie hat dort ein Stipendium gefunden, und hofft schnell an der Akademie Anschluss zu finden. Zudem will sie ihr altes Leben in der Heimat zurücklassen, da sie damit nur Schmerzen verbindet: ein Todesfall, zahlreiche Beschuldigungen und das Alleinsein.
Doch der Start an der Akademie läuft nicht so wie erwartet. Bei einem Kurs bricht sie zusammen. Dies merkt der Millionerbe William Grantham. Beide geraten nicht nur dort aneinander.

Unabhängig von der Secret Book Club-Reihe habe ich bisher nicht so gute Erfahrung mit New Adult Büchern gemacht, da mich besonders die männlichen Protagonisten genervt haben und ich mich somit mit diesen nicht identifiziert konnte. Bei diesem Buch kann ich endlich zum ersten Mal sagen, dass es nicht der Fall ist. Sowohl Eden aber auch William fand ich von Anfang an sehr sympathisch. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht die Geschichte um die Beiden zu verfolgen, da sie wirklich abseits ein paar Charaktereigenschaften sehr tolle Figuren sind. Aber auch weitere Figuren wie Kendra passen hervorragend in die Geschichte rein und beeinflussen den Plot sehr positiv.

Ein weiterer sehr gelungener Aspekt war das Setting. Teilweise hat mich das Setting an meine vor kurzem abgeschlossene Studiumzeit erinnert. Die Autorin beschreibt alles sehr detailliert und mit viel Harmonie. Ich hatte beim Lesen das Gefühl sowie das Bedürfnis, dass ich mich auch an der Akademie einschreiben möchte!

Die Geschichte fand ich von der Autorin super gestaltet. Sie lässt den beiden Protagonisten viel Zeit und ich hatte nicht das Gefühl, dass irgendeine Szene zu konstruiert war. Besonders zu loben wäre das Ende. Die Autorin hinterlässt uns mit einem sehr miesen Cliffhanger! Hier bin ich schon gespannt, wie es im April weitergehen wird!

Fazit: Endlich ein New-Adult Buch, welches mir von vorne bis hinten richtig gut gefallen hat. Ich freue mich nach dem bösen Cliffhanger sehr auf den zweiten Band der Dilogie! Leseempfehlung!

The Dark – Emma Haughton

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Passend zur Winterzeit erschien im Droemer Knaur Verlag der Thriller „The Dark“, welcher von der Handlung her in der Antarktis spielt. Notärztin und zugleich Hauptfigur des Buches namens Kate entscheidet sich dazu, einen Job in der Antarktis anzunehmen. Der ehemalige Arzt ist vor kurzem ums Leben gekommen und nun soll Kate dort aushelfen. Angekommen vor Ort hat Kate gemischte Gefühle. Zugleich erreicht die Forschungsstation der gnadenlose Winter – kein Sonnenlicht mehr. Nach kurzer Zeit ahnt Kate, dass der Tod des ehemaligen Arztes kein Unfall war. Es muss einen oder einen Täter*in gegeben haben, welche(r) noch unter ihnen ist. Wird Kate den Tod um den Arzt lösen können?

Passender kann dieser Thriller als jetzt zu der Jahreszeit nicht veröffentlicht werden. Beim Lesen spürt man die Kälte, die vor Ort ihr Unwesen treibt. Darüber hinaus hat das Buch so eine düstere Atmosphäre, wie es beim Film „The Thing“ war, der auch in einer derartigen Kälte spielt. Brrrr.

Die Geschichte wird durchgängig aus Kates Sicht erzählt. Aus diesem Grund wissen wir nicht mehr als sie und folglich bietet diese Erzählweise viel Spielraum zu eigenen Vermutungen. Außerdem fand ich durch diese Erzählweise schön, dass man Kate sehr nah ist und sie auch mal von ihrer privaten Seite kennenlernen kann. Einblicke in ihre Vergangenheit und die damit verbundene Flucht aus dem alten Leben werden zudem in den Mittelpunkt gerückt, wodurch man sie sehr umfangreich kennenlernen kann. Ob man sie dann mag oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Grundsätzlich fand ich sie sympathisch, konnte aber einzelne Aspekte und Entscheidungen an ihr nicht nachvollziehen.

Die Geschichte ist an sich sehr spannend gestaltet. Wir haben um die 12 Verdächtigte, sodass jeder bzw. jede als Täter*in in Frage kommen kann. Auch wenn es 12 Verdächtigte gibt, fand ich die Personen überschaubar, da das Personenverzeichnis am Anfang zusätzlich einen guten Überblick verschafft. Im Plot wird aber nach und nach der Verdächtigtenkreis immer kleiner, da die Autorin immer mehr Hinweise einbaut. Ich habe auf jeden Fall mitgefiebert und war über die ein oder andere Wendungen zum Ende des Thrillers hin, schockiert. Der Schreibstil liest sich auch gut, sodass ich kaum gestockt habe.

Fazit: Mir hat das Buch rundum sehr gefallen, da das Setting durch die Autorin hervorragend dargestellt ist und jetzt einfach zu dieser Jahreszeit passt. Teilweise ähnelt das Buch einem Escape-Room Buch, da die Figuren sich auf engstem Raum befinden und um ihr Überleben kämpfen. Es hat mir auf jeden Fall viel Spaß gemacht, mich in die Antarktis zu begeben und die Geschichte zu verfolgen. Somit vergebe ich 4 Sterne an diesen Thriller.

Ganz gewöhnliche Monster – J.M. Miro

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In diesem Roman begeben wir uns nach England, Ende des 19. Jhd. Eine junge Dienstmagd schafft es mit letzter Kraft sich in den Waggon eines Güterzugs zu retten. In dem Waggon glaubt sie ihren Augen kaum. Sie findet ein Baby vor, wessen Haut in einem blauen Schimmer leuchtet. Ein neues Abenteuer voller Gefahren und Magie beginnt. Parallel dazu suchen spezielle Ermittler nach jungen Kindern mit magischen Fähigkeiten. Diese Kinder sollen nämlich in einem Institut lernen mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Doch vor Ort lauern auch viele Gefahren.

Als ich ein paar Seiten gelesen habe, hat mich der Schreibstil sehr an den ausschweifenden Schreibstil von Stephen King erinnert. Der Autor schreibt mit so viel Detailreichtum, dass man sich als Leser alles hervorragend im Kopf vorstellen kann. Ich würde aber behaupten, dass der Schreibstil von J.M. Miro sich besser als der Schreibstil von King liest.

Inhaltlich begeben wir uns auf eine Reise um den Globus. Viele Schauorte – viele interessante Figuren. Dabei verfolgt uns durchgängig eine sehr dunkle, triste, teils beklemmende Stimmung, die dem Buch eine gute Atmosphäre verschafft. Zudem kommen viele kleine Horror-Elemente in diesem Buch dazu, wodurch das Buch einen dunklen Charakter entwickelt.

Die Figuren fand ich gut ausgearbeitet. Jede Figur war auf die individuelle Art und Weise designt worden, wodurch man im Allgemeinen die Figuren gut voneinander unterscheiden konnte. Es hat mir persönlich viel Spaß gemacht, die Entwicklung der Figuren vom Anfang bis zum Ende zu verfolgen.

Spannend war das Buch auf jeden Fall, jedoch gab es an manchen Stellen zähe Momente. Dies kann man aber auch kaum bei einem Buch von 800 Seiten verhindern.

Fazit: J.M. Miro entwirft mit diesem Buch eine spannende magievolle Geschichte rund um den Globus mit einzigartigen Figuren. Deswegen ist dieses Buch ein kleiner Geheimtipp! Ich vergebe 4/5 Sternen!

Morden und Lügen – Andre Pilz

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Morden und Lügen erschien zuletzt im Suhrkamp Verlag. In diesem Buch geht es um einen Mord an der Studentin Angelika R. Mit einem präzisen Stich ins Herz wurde sie eiskalt getötet. Vom Täter keine Spur. Jan war damals ein Kommilitone von dem Opfer. Nach sechzehn Jahren taucht plötzlich die Mutter von Angelika vor Jans Tür auf. Sie glaubt ihm nicht, dass er damals die Wahrheit gesagt hat. Die Erinnerungen von damals kommen bei Jan wieder auf, sodass er sich dazu entscheidet, das Verbrechen in seiner damaligen Heimat aufzuklären. Dort lernt er eine Aktivistin Haddah kennen, die einen anderen Mord aufklären möchte. Schnell merken sie, dass es sich um einen Komplott handelt. Dabei merken die Beiden aber nicht, dass der Täter sie schon im Blick hat.

Eins kann man dem Autor lassen. Der Plot war von vorne bis hinten inhaltlich sehr spannend gestaltet worden. Auf den guten 300 Seiten habe ich mit Jan sowie Haddah total mitgefiebert. Die Wendungen waren solide gewählt. Dadurch, dass das Buch auch recht kurz ist, kriegt man das Buch richtig gut durch.
Auf der anderen Seite tat ich mich mit der Figurenausarbeitung schwer. Jan, Haddah sowie die anderen Figuren waren für mich nicht greifbar. Hier hätte ich mir eine tiefere Charakterausarbeitung gewünscht. Aus diesem Grund würden ein paar Seiten mehr zu der Figurenausarbeitung dem Buch gut tun.

Was mich zudem gestört hat, war teilweise der Slang im Buch, da ich den unpassend fand. Außerdem fand ich die Szenenwechsel in den recht langen Kapitel sehr mühsam. Dies beeinflusste ein bisschen meinen Leseflow. Sonst war alles auf einem soliden Niveau.

Fazit: Der Autor konnte mich vom Thema, der Spannungsgestaltung sowie dem Plotverlauf sehr begeistern. Meiner Meinung schlummert noch Potential in der Charakterausarbeitung sowie dem Schreibstil. Von mir gibt es solide 3 Sterne. Ich bin gespannt, was wir vom Autor noch hören werden.

Die Schatten über uns – John Marrs

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Auf John Marrs wurde ich besonders durch die Romane „The One“ sowie „The Passenger“ aufmerksam. Diese habe ich aber bis dato nicht gelesen. Zuletzt wagte ich mich aber an den neuen Roman „The Watcher“, welcher mich leider nicht so gut unterhalten hat. Es gab damals einfach viel zu viele Längen. Folglich habe ich mir nun erhofft, dass mich John Marrs mit „Die Schatten über uns“ überzeugen wird.

In „Die Schatten über uns“ geht es um Mia, die mit ihrem Ehemann in ein neues Haus umziehen. Vor Ort entdeckt Mia eine brisante Nachricht in einer Fußleiste „Ich werde sie vom Dachboden retten“. Zusammen mit ihrem Mann steigt Mia auf dem Dachboden. Dort finden sie in einer Ecke alte Lederkoffer, in denen der Inhalt so schockierend ist, dass ihre eigene Familie droht zu zerbrechen. Die Beiden entscheiden sich zu Finns Eltern zu fliehen. Doch Mia kann keine Ruhe geben – sie muss herausfinden, was es mit diesem Haus und den Lederkoffern auf sich hat. Zu spät merkt sie aber, dass man manchmal nicht die Nase in die Dinge steckt, die besser verborgen bleiben sollten.

Marrs konnte mich mit seinem neuen Thriller sehr begeistern! Die Thematik des Buchs hat mich von der ersten Seite abgeholt. Das Buch ist wirklich spannend geschrieben. Auch wenn der Fokus in diesem Buch auf die Perspektiven von Mia und Finn gelegt wird, ergänzt der Autor noch die Perspektive von Finns Papa und Finns Mama dazu. Diese Ergänzung fand ich wunderbar, da man hier das Geschehen noch von einer weiteren Sicht wahrnehmen konnte. Zu den Figuren im Allgemeinen kann ich vorab sagen, dass mir eine Figur sehr leid tat und drei weitere Figuren mich enorm gestört haben, weil sie einfach nervig waren. Begründen werde ich dies nicht genauer, da ich sonst eventuell zu viel Euch verraten würde. Darüber hinaus fand ich die Kapitel spielend in der Vergangenheit enorm wichtig, um die Auflösung noch besser zu verstehen.

Bei der Spannungsgestaltung hat sich der Autor viele Gedanken gemacht, da ich finde, dass er die Wendungen genau an den richtigen Momenten platziert hat. Oft dachte ich mir: „Es ist richtig spannend, ich kann kaum das Buch aus der Hand legen“ und dann kommt Marrs um die Ecke und liefert einen weiteren heftigen Cliffhanger oder WOW-Moment. Im Alltag kamen dann bei mir Sachen dazwischen und im Kopf dachte ich nur dann an das Buch, weil ich unbedingt weiterlesen wollte.

Sonst lässt sich sagen, dass eine psychologische Unternote im Buch vorliegt, welche gut zur Geltung kommt. Flüssig ist das Buch ebenfalls zu lesen.

Fazit: Marrs hat mich mit seinem neuen Werk sehr unterhalten können. Ich hätte von Anfang an nicht gedacht, dass das Buch so gut wird. Tolle Spannung, starke Wendungen. Ein Thriller, den man gelesen haben muss!

Vega. Der Wind in meinen Händen – Marion Perko

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Zur Abwechslung wagte ich mich diesmal an den Jugendfantasyroman sowie Auftaktband „Vega – Der Wind in meinen Händen“. In diesem Buch teleportieren wir uns in die Zukunft von Deutschland, nämlich das Jahr 2052. Die Protagonistin Vega arbeitet als Wettermacherin und möchte somit der Wasserknappheit und dem dazugehörigen Klimawandel entgegenwirken. Vega ist aber keine normale Wettermacherin. Anstatt, dass sie wie ihre Kollegen mit Chemikalien und Co. das Wetter beeinflussen, kann Vega dies ganz alleine mit ihren Gedanken tun. Eines Tages kommt es aber zu einem Wetterunfall bei dem Vega schnell als Sündenbock gewählt wird. Wie soll sie zugleich ihre Unschuld beweisen und ihre Gabe verheimlichen? Zum Glück hat sie an der Seite den jungen Wissenschaftler Leo, der ihr dabei helfen soll. Es beginnt ein Kampf um die Wahrheit.

Für mich persönlich war dieser Roman die richtige Lektüre, um mal vom ganzen Stress abzuschalten. Der Fantasyroman liest sich sehr gut und der Inhalt ist im Allgemeinen eine leichte Kost, da man hevorragend durch die Seiten durchkommen kann.

Gut gestaltet fand ich direkt den Anfang, da die Handlung ohne großes Gelaber, direkt startet. Dadurch liegt schon von Anfang an eine tolle Spannung vor. Zudem wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive geschildert, wodurch ich die Erlebnisse wie die Flucht etc. intensiver wahrnehmen konnte. Zudem fand ich die Charakterausarbeitung von Vega für einen ersten Band gelungen und freue mich schon hier mehr über sie und ihre Vergangenheit im zweiten Band zu erfahren. Leider hat mich eine Kleinigkeit bei ihr gestört, jedoch kann ich darauf in meiner Rezension nicht eingehen, da ich leider zu viel vorweggreifen würde. Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass eine Liebesgeschichte in den Vordergrund rückt, welche aber in meinen Augen mehr dem Buch schadet als es positiv beeinflusst.

Zu der Spannung möchte ich noch erwähnen, dass sich diese fast durchgängig auf einem soliden Niveau befindet. Zum Schluss steigt noch einmal die Spannungskurve, jedoch würde ich mir noch einen unvorhersehbaren Twist wünschen.

Das Worldbuilding fand ich leider nicht so stark, da ich das Gefühl hatte, dass ich viele Randinformationen einfach nicht kennengelernt habe. Natürlich gehe ich davon aus, dass man im zweiten Band noch mehr über das Setting erfahren wird. Jedoch bin ich der Meinung, dass eine nähere Thematisierung des Settings in diesem ersten Band, dieses Buch positiv beeinflussen würde. Ich hätte nämlich gerne mal mehr zu den Gegebenheiten sowie den einzelnen „Fraktionen“ bzw. Gruppen erfahren, um mir ein detailierteres Bild (Kopfkino) über den Schauplatz bilden zu können.

Fazit: Der Auftaktband um Vega und Co. ist meiner Meinung nach ein guter Auftaktband, der mich besonders durch viel Spannung, eine gute Charakterausarbeitung sowie einem flüssigen Erzählstil beeindrucken konnte. Leider fand ich aber das Worldbuilding ausbaufähig sowie wirkte die Liebesgeschichte ein bisschen aufgezwungen. Ich vergebe an das Buch 3 Sterne.

Rosenmontag – Lorenz Stassen

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Zuletzt habe ich vom Autor unter seinem anderen Pseudonym den Thriller „Das Schlaflabor“ gelesen. Dieser Thriller hat mich sehr unterhalten, sodass ich mich auch an diesen neuen Krimi wagen wollte. Passend zum Beginn der Karnevalssession entführt uns der Autor nach Köln ins Jahr 1823. Der erste Rosenmontagszug steht an und die Aufruhr ist groß. Doch dann wird eine Leiche im Rhein gefunden. Wird nun der Zug ausfallen? Wie aus dem Nichts gibt es schnell einen Verdächtigen, der auch direkt in Haft kommt. Kommissar Gustav Zabel glaubt aber, dass der Verdächtigte nicht der wahre Täter ist. Er ist sich sicher, dass der wahre Täter noch durch die Gassen von Köln sich fortbewegt. Wird Gustav den Täter noch vor dem Zug entlarven können?

Eins kann man dem Autor lassen. Ihm ist es wirklich gelungen, eine tolle, authentische Atmosphäre in seinem neuen Krimi zu entwerfen. Beim Lesen habe ich nie das Gefühl entwickelt, als ob etwas nicht gepasst hat oder zu konstruiert wurde. Zudem kommt ab und zu die jecke Kölschesprache dazu, was für den ein oder anderen Leser*in eine kleine Herausforderung darstellen kann – ich es aber als passend empfand.

Schön finde ich den gewählten Kontrast zwischen dem Handlungsort sowie dem Protagonisten. Ein Preuße trifft auf das Rheinland. Stassen konnte das Aufeinandertreffen dieser beiden Welten gut umsetzen. Spannend fand ich somit die Ermittlungen des preußischen Kommissars Gustav Zabel. Diese waren gut zu verfolgen, aber auch die Einblicke in das private Leben von Gustav waren gelungen. Zu der Spannungsentwicklung kann ich sagen, dass ich den Anfang – die ersten 80 Seiten – ein bisschen langatmig fand. Dennoch entwickelte sich die Spannungskurve im weiteren Verlauf des Buches in die richtige Richtung. Besonders die Wendungen zum Schluss des Kriminalromans wären positiv hervorzuheben. Am Schreibstil des Autors habe ich, wie immer, nichts auszusetzen.

Fazit: Ein solider Kriminalroman, spielend vor knapp 200 Jahren in Köln. Stassen konzipiert in seinem neuen Werk eine sehr authentische Atmosphäre und einen durchaus spannenden Plot. Von mir gibt es starke 3,5 Sterne und ich bin auf weitere Werke des Autors gespannt.

Das Grubenbuch – Chuck Wendig

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Der Roman „Das Grubenbuch“ aus dem Panini-Verlag stellt in den Mittelpunkt der Geschichte eine kleine Familie (Nathan, Maddie und deren Sohn Oliver), die in ein altes Haus ziehen. Dieses Haus gehörte nämlichen Nathans Vater. Nathan hat jedoch keine gute Erinnerung an die Zeit im Haus, da sein Vater gewalttätig war. Maddie hatte auch keine einfache Kindheit. Ein Ereignis hat sich aber in ihr Gedächtnis am meisten eingeprägt: Sie sah etwas, was sie nicht sehen sollte und seitdem stellt sie gespentliche Skulpturen her. Zudem lebten Maddie und Nathan zu der Zeit in der Gegend, als ein grausamer Mörder sein Unwesen trieb.
Wie erwähnt: Als Nathans Vater stirbt, entscheidet die Familie sich dazu in das Haus einzuziehen. Kurze Zeit später lernt Nathans Sohn Oliver einen Jungen kennen, welcher viele Geheimnisse und eine Vorliebe für dunkle Magie hat.

Einst kann man dem Autor lassen. Meiner Meinung nach konnte der Autor besonders in der Atmosphärengestaltung in diesem Buch sehr überzeugen. Ihm ist es gelungen durchgehend eine sehr triste, düstere, geheimnisvolle, melancholische sowie dramatische Atmosphäre zu gestalten. Das war der Grund, warum ich von Anfang an richtig gecatcht worden bin.
Doch so nach 300 Seiten merkte ich, dass es nur bei dieser gelungenen Atmosphärengestaltung geblieben ist. Die ersten 300 Seiten fand ich spannungstechnisch leider nicht gelungen. Einzelne Szenen zogen sich enorm und mir fehlte die Sogwirkung, sodass ich irgendwann nicht mehr so stark das Bedürfnis hatte, im Buch weiterzulesen.
Dennoch blieb ich am Ball dran und habe das Buch zu Ende gelesen. Diesbezüglich kann ich sagen, dass zum Ende hin ein bisschen mehr Spannung aufkommt.

Die Figuren fand ich in ihren Grundzügen gut dargestellt, hätte mir aber eine tiefere Auseinandersetzung mit diesen gewünscht. Ich habe mir mehr erhofft, die ganzen Emotionen wie z.B. die Ängste der Figuren noch intensiver beim Lesen zu spüren. Dies war leider nicht der Fall, sodass mir das Schicksal der Figuren leider egal wurde. Einzig interessant fand ich, als man Einblicke in die Situationen/Szenen von Oliver, Nathans Sohn, erhalten hat.

Zum Schreibstil kann ich sagen, dass dieser sich trotz vielen Ausschweifungen grundlegend gut gelesen hat. Ich fände es besser, wenn der Autor einzelne Szenen kurz und knackig auf den Punkt gebracht hätte.

Fazit: Man nehme einen langen Stephen King Roman und füge noch mehr langatmige Szenen dazu. So würde ich den Roman „Das Grubenbuch“ kurz beschreiben.
Ich hatte wirklich von diesem Buch erwartet, dass es ein düsterer sowie spannender Gruselroman wird, den man hervorragend zu Halloween weiterempfehlen kann. Leider kam es anders. Abseits einer wirklich durchgängig geheimnisvollen Atmosphäre im Buch kann ich schweren Herzens nicht viel in diesem Buch loben. Von mir gibt es somit an dieser Stelle leider nur 2 Sterne.

Market of Monsters (Band 1) – Rebecca Schaeffer

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„Market of Monsters“ sorgte auf der anderen Seite der Erde um viel Aufsehen, sodass ich auf den Roman neugierig geworden bin. In diesem Buch geht es nämlich um einen berüchtigten Schwarzmarkt auf dem Monster aller Art gehandelt werden. Denn die Menschen glauben daran, dass sie die Kräfte der Wesen annehmen können, indem sie diese konsumieren. Die Protagonistin dieses Buches namens Nita stammt aus einer Jägerfamilie, die auch ein Teil des Marktes ist. Eines Tages bringt Nitas Mutter ein Monster mit nach Hause. Zum ersten Mal erweckt Nita Mitleid mit dem Wesen, sodass sie das Monster freilässt. Kurze Zeit später wird Nita entführt und landet selbst auf dem Schwarzmarkt … denn jemand weiß, dass sie auch nicht ganz menschlich ist.

Vorab möchte ich für dieses Buch auf jeden Fall eine Triggerwarnung aussprechen, da es zu brutalen Beschreibungen kommt, wodurch ich mir vorstellen kann, dass besonders diese Szenen nicht für Leser*innen mit schwachen Nerven sind.

Rundum hat mir der Auftaktband der Reihe gut gefallen. Besonders hat mir das Setting in Lateinamerika, im Amazonasgebiet, gefallen, da es für mich persönlich ein “neues“ Setting darstellt. Zu diesem Setting liegt in diesem Buch aufgrund des Schwarzmarktes sowie einzelnen weiteren dunklen Schauorten, ein sehr düsteres Setting vor, welches gut zur Geltung kommt. Vorteilhaft wäre, wenn ein Glossar vorliegen würde, um noch einen besseren Überblick über die ganze Welt zu erhalten. Zudem würde ich mich freuen, wenn das Setting in dem Folgeband erweitert werden würde.

Spannend fand ich das Buch auf jeden Fall, da es mir sehr viel Spaß gemacht hat, in diese Welt abzutauchen und die vielen Unklarheiten an der Seite der Protagonistin zu lösen. Nita selbst würde ich eher als eine Anti-Heldin bezeichnen, welche in ihrer Gestaltung gut ausgearbeitet worden war. Aber auch die weiteren Figuren haben rundum in diesen Plot reingepasst. Darüber hinaus fand ich den moralischen Aspekt in diesem Buch hervorragend, da dadurch eine gewisse Tiefe entstand.

Fazit: Den Auftaktband der Reihe fand ich insgesamt, trotz einzelner Kritikpunkte, gut. Sie erwartet ein düsteres, geheimnisvolles aber auch spannendes Abenteuer im Amazonasgebiet. Mir hat es Spaß gemacht, das Abenteuer an der Seite von Nita zu bestreiten. Somit freue ich mich schon auf Band 2, welcher im kommenden Jahr erscheinen wird. Ich vergebe 3,5 Sterne!

Book of Night – Holly Black

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Holly Black wurde im Fantasy-Bereich mit der Elfen-Reihe sehr erfolgreich. Da ich jedoch keine Zeit habe, mich auf die ganze Elfensaga zu stürzen, habe ich mir erhofft, dass ich mit Hollys Black neuem Werk „Book of Night“ mir einen kleinen Eindruck über die Autorin verschaffen kann.

In dem Urban Fantasy-Buch geht es um die junge Charlie, welche eigentlich als Barkeeperin arbeitet, aber insgeheime eine fiese Betrügerin ist. Wie aus dem Nichts taucht in Charlies Welt eine Gestalt aus ihrer Vergangenheit auf, die Charlies Leben enorm umkrempelt. Und dann passieren gewisse Dinge Schlag auf Schlag. Sie begegnet Doppelgängern, gerät in einen Strudel voller Geheimnisse und Mord sowie macht sie Kontakt mit Schattendieben. Zudem erschwert ihre Schwester ihr Leben, da sie die Magie der Schatten kontrollieren möchte. Ist Charlie den Herausforderungen gewachsen?

Von Anfang an hat mir die Idee mit der Schattenwelt und dem recht modernen Urban-Fantasy-Setting gefallen. Dennoch hatte ich in diesem Roman einen sehr holprigen Einstieg. Mir wurden von Anfang an viele Begriffe, Figuren sowie Ereignisse an die Hand gegeben, mit denen ich gar nichts anfangen konnte. Aus diesem Grund hatte ich im ersten Drittel des Buches sehr viele Fragezeichen in meinem Kopf. Im Laufe des Buches wurden einzelne Sachen erst erklärt, was für mich persönlich ein bisschen zu spät war. Denn dann als ich die fantastische Schattenmagiewelt so völlig verstanden habe, hatte ich wenige Seiten bis zum Ende des Buches.

Zu den Figuren lässt sich sagen, dass der Fokus hauptsächlich auf Charlie sowie Charlies Freund Vince gelegt wird. Charlie als Protagonistin fand ich persönlich unpassend, da sie öfters sehr widersprüchlich gehandelt hat und zudem einen unsympathischen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Vince hingegen fand ich irgendwie zu diesem Buch sehr passend und hätte noch mehr über ihn erfahren wollen. Zudem lernen wir in diesem Buch viele Nebencharaktere kennen, in denen ein großes Potential schlummert, welches hoffentlich im nächsten Band entfalten wird.

Spannungstechnisch war das Buch ok. Viel mehr hat mir aber in diesem Buch die düstere Atmosphäre gefallen! Schreibstiltechnisch ist das Buch auch gut.

Fazit: Allgemein kann ich sagen, dass mich „Book of Night“ mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Meiner Meinung nach wäre es ein viel besseres Buch, wenn von Anfang an, eine Erklärung der einzelnen Details des Worldbuilding passiert wären. Auch wenn ich an diesem Buch einzelnen Kritikpunkte habe, denke ich, dass ich trotzdem den zweiten Band lesen möchte, um zu sehen, wie sich die Geschichte um die Figuren weiterentwickelt. Zudem erhoffe ich mir noch mehr über die Schattenwelt zu erfahren. Zu diesem Buch gibt es jedoch diesmal nur 2,5 Sterne.