Der Schattenriss – Laura Purcell

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Laura Purcell schafft es mich immer wieder mit ihren gotischen Thrillern gut zu unterhalten. Diesmal geht es in diesem Beitrag um das neuerschiene Buch mit dem Titel „Der Schattenriss“, welches letzten Monat im Festa-Verlag erschienen ist. In diesem Buch geht es um eine Frau namens Agnes, die eine besondere Scherenkunst beherrscht, die leider nach und nach Ansehen verliert. Agnes Probleme werden immer mehr und parallel dazu kursiert ein grausamer Mörder durch die Straßen der Stadt Bath. Dieser Mörder hat es leider auf die Kunden von Agnes abgesehen, sodass Agnes selbst die Ermittlungen in die Hand nehmen muss. Dabei sucht sie ein besonderes Mädchen namens Pearl auf, welche die Gabe besitzt, mit den Toten zu sprechen. Wird sie Hilfe bekommen?

Purcell konnte mich von Beginn des Buches catchen. Ihr ist es wieder gelungen einen sehr spannenden Einstieg zu entwerfen, welcher dafür gesorgt hat, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergehen wird. Parallel dazu wird durch die Autorin eine sehr düstere, teils beklemmende Atmosphäre entworfen. Eine Atmosphäre, welche man auch aus den vorherigen Büchern kennt. Die Atmosphärengestaltung empfinde ich als eine der großen Stärken der Autorin.

Spannung war in diesem Buch reichlich vorhanden, jedoch sank die Spannung in meinen Augen zum Ende hin ein wenig. Dies wäre damit zu begründen, dass das Ende vorhersehbar war – besonders dann, wenn man die anderen Bücher der Autorin kennt. Hier fände ich es gelungen, wenn die Gestaltung des Schlusses in kommenden Büchern variieren würde.

Zu der Erzählperspektive kann ich sagen, dass wir hauptsächlich die Geschichte aus der Sicht von Agnes sowie Pearl verfolgen. Dadurch entstand eine gute Dynamik und zudem empfand ich Pearls Perspektive, die Sichtweise eines 11-Jährigen Mädchens in Bezug auf die Gegebenheiten im Plot, sehr interessant. Hinsichtlich der Charakterausarbeitung fiel mir auf, dass sich die Autorin auf die wesentlichsten Eigenschaften, ohne Tiefgründigkeit, beschränkt. Meiner Meinung nach passte dies aber zu diesem Buch, da sonst noch mehr Längen auftauchen würden.

Fazit: Purcell ist ein Genie im gotischen Thrillerbereich. Immer wieder schafft die Autorin mich mit ihren Plots und der darin enthaltenen bedrückenden, düstereren sowie teils tristen Atmosphäre zu begeistern. Abseits ein paar Kritikpunkte am Ende des Buches war es ein unterhaltsames Buch. Schon jetzt freue ich mich auf kommende Thriller der Autorin! Ich vergebe starke 4 Sterne!

The Secret Book Club (Band 5) – Lyssa Kay Adams

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Obwohl ich wenig New-Adult Bücher lese, hat es mir die „The Secret Book Club“-Reihe angetan. Im fünften Band dieser Reihe wird es weihnachtlich. Diesmal geht es um Colton und Gretchen. Colton ist ein selbstsicherer Kerl, welcher viele Frauen kriegen kann. Doch eines Tages flüchtet nach einem gemeinsamen Abend die Anwältin Gretchen aus seinem Zimmer. Colton ist geschockt, da er nicht weiß, was der Grund war. Ein Jahr später sucht Gretchen Colton auf, um im Namen ihrer Familie ihm ein Angebot anzubieten. Colton soll das neue Gesicht der familiären Whiskey-Marke werden. Doch Colton macht ein Gegenangebot: Gretchen muss mit ihm ausgehen und einen Liebesroman lesen, sonst sagt er das Angebot ab. Ist Erpressung erlaubt? 

Der Autorin Lyssa Kay Adams ist es Mal wieder einen tollen Band aus dieser Reihe zu verfassen. Ich mochte die gegensetzliche Gestaltung der beiden Hauptfiguren und das weihnachtliche Setting. Obwohl es erst Oktober ist, kommt beim Lesen dieses Buches gemütliche weihnachtliche Stimmung auf. Dabei muss aber auch gesagt werden, dass Weihnachten nur als Nebenthema thematisiert wird und inhaltlich nur gering aufgegriffen wird. 

Besonders haben mir die Treffen im Buchclub gefallen, da wir dort wieder die anderen Figuren aus dem vorherigen Bändern treffen konnten. Es war humorvoll, lustig, emotional sowie spannend! Ich habe auf jeden Fall an vielen Stellen geschmunzelt! 

Sonst war die Geschichte gut gestaltet worden, jedoch fand ich, dass das Ende sehr schnell kam und abgehackt wirkte. Zudem bin ich gespannt, war wir demnächst von der Autorin noch hören werden! 

Fazit: Mal wieder ein toller Band aus dieser Reihe! Eine humorvolle, spannende sowie emotionale Geschichte mit einem sehr gemütlichen weihnachtlichen Setting! Perfekt für diese Zeit! Ich vergebe 4,5 Sterne, abgerundet auf 4 Sterne. 

Das Profil – Hubertus Borck

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Mit „Das Profil“ präsentiert uns Autor Borck sein Debüt sowie den Auftakt in eine neue Reihe um die Ermittlerin Franka Erdmann und Alpay Elogu. Das Ermittlerduo steht vor einem großen Rätsel, da ein Mann tot vergraben in einem Sandkasten aufgefunden wurde und kurze Zeit später eine Influencerin brutal ums Leben kommt. Auch wenn zu Beginn die Beiden keine Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Fällen erkennen können, deutet doch etwas darauf hin, dass hinter den beiden Taten derselbe Mörder steckt. Die Ermittlungen beginnen und parallel dazu, überwacht der Täter schon die nächsten Opfer über ihr Instagram-Profil.

Borck konzipiert mit „Das Profil“ einen soliden Auftakt in eine neue Thrillerreihe. Startschwierigkeiten hatte ich bei diesem Buch gar keine, da ich finde, dass es dem Autor gut gelungen ist, einen spannenden Einstieg zu gestalten. Man wird als Leser direkt zum Fall geworden und kann mit den beiden Protagonisten mit ermitteln.

Die Handlung bzw. der Fall entwickelt sich meiner Erachtens nach, sehr schleppend. Der Autor lässt sich nämlich sehr viel Zeit, um die Ermittlungen zu beschreiben, da man als Leser auch informativ über unterschiedliche Vorgehensweisen oder Ermittlungsprozesse unterrichtet wird. Darüber hinaus plante der Autor viel Zeit ein, Nebensequenzen detailliert zu beschreiben, da man in diesen, die Figuren und besonders den Täter noch näher kennenlernen kann. Ich habe nach dem Beenden des Buches gemerkt, dass ich einen Täter wie diesen, noch nie so ausführlich kennenlernen durfte – Pluspunkte dafür.

Nichtsdestotrotz hat mich der Schreibstil an einen Fantasy-Roman erinnert, da man wirklich sehr viel Informationen über relevante, aber auch nicht relevante Aspekte erhält.

Wie erwähnt, empfand ich dadurch die Ermittlungen sehr schleppend – nicht, wie man es zum Beispiel vom Autor Chris Carter oder Arno Strobel kennt. Aus diesem Grund war die Spannung nicht konstant auf einem hohen Niveau.

Dieser Schreibstil sowie ein derartiges Erzähltempo war jedoch für mich neu und ich mochte es nur bedingt, auch wenn ich es erfrischend fand.

Mit Franka Erdmann und Alpay Elogu entwirft der Autor ein sehr kontroverses Ermittlerduo, dass sich erstmal finden muss. Während ich Franka aufgrund ihrer Charaktereigenschaften und als Person nicht mochte, fand ich die Charakterentwicklung von Alpay sehr interessant. Dieser hat nicht aber nicht so viel Spielraum, wie Franka erhalten, sodass ich jetzt schon gespannt bin, ob man Alpay im kommenden Band besser kennenlernen kann.

Fazit: Es ist ein Thriller der anderen Art. Ich empfehle diesen Thriller allen Leser*innen, die einen detailreichen/ausführlichen Thriller lesen wollen, bei dem kein hohes Erzähltempo vorliegt und die Ereignisse nicht Schlag auf Schlag passieren. Es ist ein ruhiger Thriller, bei welchen man sich selbst überzeugen muss, ob dieser einem zusagen wird. Persönlich mag ich eher schnellere Thriller, möchte aber dennoch den zweiten Band lesen, da ich auf die Figurenausarbeitung in Band 2 gespannt bin. Insgesamt gebe ich diese Buch 3 Sterne!

Schmerzwinter – Aaron Sander

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Von Aaron Sander habe ich bisher im Thriller-Bereich gar nichts mitbekommen und war froh, mein erstes Buch des Autors in den Händen zu halten. In Sanders Buch „Schmerzwinter“ begeben wir uns in den Norden von Deutschland, nämlich Hamburg. Dort werden zwei Frauenleichen gefunden, bei welchen Hände und Füße durchbohrt sind. Beide tragen eine Uhr anstelle des Herzens. Jan Nygard nimmt die Ermittlungen auf und merkt bei den Ermittlungen, dass es eventuell Parallelen zu einem alten Fall, der Puppenmacher, gibt. Zusammen mit seiner neuen Kollegin Anna will Jan den Fall lösen, und merkt, dass es sich bei dem Täter nicht um einen einfachen Trittbrettfahrer handelt. Eins wissen die beiden Ermittler aber nicht: Der Täter hat schon bereits eine neue Puppe am Faden.

Aaron Sander könnte mich trotz anfänglichen Startproblemen mit dem Buch richtig gut unterhalten. Anfangs hatte ich noch Schwierigkeiten mit Jan als Ermittler klarzukommen, da er für mich nicht greifbar genug war. Doch je mehr ich im Buch vorangeschritten bin, desto mehr konnte ich mich auf die Geschichte und auf sie Figuren einlassen.

Ich fand, dass es dem Autor richtig gut gelungen ist, einen Thriller zu verfassen, welcher keine unnötigen Längen aufwies. Ich hatte kontinuierlich das Gefühl, dass die Spannungskurve hochgehalten wurde, da immer wieder gute Wendungen durch den Autor eingebaut worden sind. Zudem fand ich die Einblicke in die Perspektive des Täters interessant, da man hier die ein oder andere Theorie aufstellen konnte.

Von der Grundidee her war der Plot für mich nicht neu. Dennoch konnte Sander das Buch und den Handlungsverlauf auf die eigene Art und Weise speziell machen, sodass ich mich bezüglich der Handlungsentwicklung und des Endes nicht gelangweilt habe. Apropos Ende. Ich bin Mal gespannt, ob wir zukünftig etwas mehr vom Autor hören werden, da das Ende nach einem Folgeband schreit.


Die Figuren waren meiner Meinung nach größtenteils solide ausgearbeitet, da sie von unterschiedlichen Seiten beleuchtet worden sind. Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Protagonisten in so einem recht kurzen Buch so umfassend kennenlernen durfte.

Fazit: Auch wenn ich Schwierigkeiten am Anfang des Buches hatte, bin ich später hervorragend in den Plot reingekommen. Die 350 Seiten sind bei diesem Buch optimal gewählt, da somit unnötige Längen verhindert worden sind. Spannungstechnisch war das Buch solide und es hat Spaß gemacht den Fall an der Seite von Jan und Anna zu lösen. Von mir gibt es für „Schmerzwinter“ solide vier Sterne, Tendenz nach oben!

Punk 57 – Penelope Douglas

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Dadurch, dass dieses Buch so sehr in den sozialen Medien, besonders auf TikTok gehypt worden ist, bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden und wollte mich selber vom Buch überzeugen.

Leider muss ich sagen, dass ich dieses Buch nicht so gut fand. Anfangs dachte ich mir aufgrund eines recht guten Einstiegs, dass dieses Buch Potential hat, da ich mir erhofft habe, dass es besonders bei einzelnen Problemen der Figuren in die Tiefe gehen wird. Mir fiel auf, dass die Probleme der Figuren oberflächlich thematisiert worden sind. Darüber hinaus fand ich die Figuren recht anstrengend. Besonders im Verlauf des Buches entwickelte ich eine immer stärkere abgeneigte Haltung zum Protagonisten des Buches namens Misha. Seine Einstellung zu gewissen Dingen sowie seine Art, wie er mit manchen Menschen, besonders mit Ryen (zweite Protagonistin) umgeht, fand ich inakzeptabel. Aber auch Ryen fand ich auf Dauer recht anstrengend, obwohl ich ihre Entwicklung im Laufe des Buches interessant fand. Spannend war das Buch bedingt, da man schon im Vorhinein vorausahnen konnte, wie die Geschichte weitergehen wird. Dennoch gab es die ein oder andere Wendung, die mich positiv überrascht hat. Trotz meiner Kritikpunkte würde ich Euch empfehlen, dass falls euch dieses Buch interessiert, ihr euch selbst ein Bild macht. Denn bei diesem Buch habe ich bisher gesehen, dass die Leser*innen entweder dieses Buch sehr lieben oder einfach total ablehnen.

Fazit: Ich vergebe diesem Buch leider nur 2 Sterne, da ich Schwächen in der Charakterausarbeitung wahrgenommen habe, der Verlauf der Geschichte sehr offensichtlich war und einfach die Figuren nicht sympathisch fand, sodass es mir schwergefallen ist, mich auf dieses Buch einzulassen.

Succession Game – Anika Beer

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Escape-Room-Thriller ist ein Subgenre aus dem Thrillerbereich, welchen ich sehr gerne lese, da es im Thrillerbereich etwas noch einmal komplett anderes ist. Aus diesem Grund habe ich mich auf dieses Buch gefreut.

In diesem Buch geht es um das Escape-Room-Spiel namens „Succession Game“. Wir befinden uns im Jahr 2054 und die Welt hat sich im Vergleich zu unserer heutigen Realität enorm weiterentwickelt. Besonders Augment-Reality-Games werden in dieser Zeit sehr gehypt. Dazu gehört aus das Succession Game. Eines Tages wird die Privatdetektivin Clue für das Spiel ausgewählt. Bei der Teilnahme bei diesem Spiel sieht Clue die Chance, die Firma, welche hinter dem Spiel steht, von innen heraus zu entlarven. Doch kurze Zeit nach Beginn des Spiels merkt Clue, dass sie sich um ihr Leben fürchten muss, da ein Teilnehmer plötzlich ums Leben kommt. Was steckt wirklich hinter diesem Spiel?

Von der Grundidee hat mir das Buch gut gefallen, da die Autorin ein sehr düsteres Zukunftsszenario, sehr authentisch entwickelt und dieses durch viel Fachwissen untermauert. So konnte ich mir das Setting und Co. bildlich gut vorstellen und zugleich was über die Themen lernen.

Dennoch fiel mir der Einstieg in das Buch sehr schwer. Ich fand, dass man zu Beginn des Buches als Leser sehr viel Input bekommt, welchen man erst nach und nach kategorisieren kann. Ich war somit am Anfang mit den ganzen Figuren, Szenenwechsel sowie Monologen sehr überfordert und dies kommt bei mir selten vor. Zudem konnte ich mich leider nicht mit dem Schreibstil anfreunden, da ich bis zum Ende des Buches nicht in einen „Leseflow“ kommen konnte. Dabei ist aber zu sagen, dass dies natürlich sehr subjektiv ist und ich mir vorstellen kann, dass andere Leser*innen kein Problem damit haben sollten.

Die Spiele des Escape-Rooms fand ich gut ausgewählt und sorgten größtenteils für den nötigen Nervenkitzel. Viel Spannung kam jedoch in meinen Augen erst ab der Hälfte des Buches auf und ab da konnte mich das Buch sehr unterhalten. Besonders die Wendungen in diesem Teil wären positiv hervorzuheben.

Zu den Figuren kann ich sagen, dass mir besonders die Nebenfiguren richtig gut gefallen haben. Clue fand ich auch gut gewählt, empfand jedoch eine weitere wichtige Figur namens Theo recht anstrengend.

Fazit: Auch wenn dieses Buch für mich persönlich nicht der stärkste Escape-Room-Thriller war, den ich gelesen habe, fand ich das Buch vom Setting her sowie ab der zweiten Hälfte interessant. Dennoch haben mir persönlich ein paar Sachen nicht so zugesagt. Wer sich trotzdem auf einen düsteren Zukunftsszenario-Escape-Room-Szenario einlassen möchte, ist hier richtig. Ich bewerte aber das Buch mit 3,5 Sternen, abgerundet auf 3 Sterne.

Die Filiale – Veit Etzold

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Vom Autor Etzold habe ich in der Vergangenheit den ein oder anderen Thriller verschlungen. Nun war ich auf den Auftakt der neuen Reihe um Laura Jacobs gespannt. Thematisch entführt uns der Thriller in die Bänkerwelt. Eines Tages wird Laura zur Heldin, als sie ein Blutbad in ihrer Filiale verhindert. Kurze Zeit später öffnet die Protagonistin einen Brief, in welchem vermerkt worden ist, dass Laura mit ihrem Lebensgefährten die Wohnung verlassen muss. Ein Investor will das Gebiet kaufen. Zusammen mit ihrem alten Chef möchte sich Laura dagegen wehren, doch als ihr alter Chef sich plötzlich für den Mord an einer Frau verteidigen muss, merkt Laura, dass hinter dieser Sache etwas viel Größeres steckt.

Etzold entführt uns in seinem neuen Thriller in die Finanzwelt. Beim Lesen hat man dies extrem gemerkt, da der Autor ein umfangreiches Wissen über diesen Bereich in das Buch miteinbringt. Persönlich setze ich mich mit der Finanzwelt (Aktien, Optionsscheine…) auseinander, sodass mich das Buch auf jeden Fall thematisch abgeholt hat. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass wenn man keine oder wenig Ahnung auf diesem Gebiet hat, wird das Buch für Leser*innen eventuell ein bisschen langatmig an manchen Stellen.

Von der Grundstruktur hat mir das Buch insgesamt gut gefallen. Ich fand die Gestaltung von Laura richtig gut, würde aber noch an manchen Stellen mehr über sie erfahren. Nichtsdestotrotz bin ich guter Dinge, dass wir Laura im kommenden Band näher kennenlernen können. Zudem fand ich die Idee mit einem Finanzskandal im Vordergrund für das Lesejahr 2022 recht erfrischend. Spannend war das Buch für mich persönlich auf jeden Fall, obwohl ich schon früh geahnt habe, wer hinter dem Ganzen stecken wird.

Zum Schluss kann ich sagen, dass ich schon neugierig bin, wie die Reihe um Laura weitergehen wird – Wird der thematische Schwerpunkt beibehalten?

Fazit: Mit dem neuen Thriller „Die Filiale“ begeben wir uns in einen düsteren Finanzskandal mit einer mutigen Protagonistin im Vordergrund. Persönlich fand ich das Buch von der Thematik her, sehr interessant und freue mich schon auf den kommenden Band. Ich vergebe starke 4 Sterne.

Fairy Tale – Stephen King

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Dieses Jahr hat sich King dazu entschieden, sich in ein anderes Genre zu bewegen, indem er mit seinem neuen Buch „Fairy Tale“ einen Fantasy-Roman auf die Beine gestellt hat. In diesem Roman geht es um einen Jungen namens Charlie. Seine Mutter verstarb und sein Vater ist kurze Zeit später dem Alkohol verfallen. Eines Tages lernt Charlie seinen mysteriösen Nachbar Mr. Bowditch besser kennen, welcher kurz vor seinem Tod, Charlie ein Geheimnis verrät. Kurz danach begibt sich der Protagonist auf eine abenteuerliche Reise in eine andere Welt, in der es mit anderen Dingen zu sich geht. Charlie wird schnell als Retter angesehen. Ist er dieser Rolle überhaupt gewachsen?

Nach dem Beenden des Buches kann ich sagen, dass Stephen King nicht nur geniale Horrorromane schreiben kann. Mit diesem Buch zeigte King, dass er sich aus seiner Komfortzone rausbegeben kann und einen atmosphärreichen Fantasy-Roman konstruieren kann.

Aber bis die Fantasy-Reise so richtig im Buch beginnt, muss man sich als Leser ein bisschen gedulden, da sich der Autor viel Zeit lässt, eine Vorgeschichte um Charlie, seinen Vater und Mr. Bowditch zu erzählen. Diese fand ich trotz kleineren langatmigen Momenten sehr wichtig, da man so mehr Charlies Reise in der Fantasy-Welt nachvollziehen kann.

Als dann Charlies Abenteuer beginnt, fand ich es spannend. Ich konnte mich sehr auf das Abenteuer einlassen, da King durch sehr präzise Beschreibungen, ein Kopfkino anregt. Ich hatte beim Lesen an keiner Stelle das Gefühl, dass ich irgendetwas nicht weiß. Die Reise hat mir wirklich Spaß gemacht, da das Buch etwas Besonderes für mich war.

Aber auch die Figuren hat King mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Folglich sind Charlie und besonders Hündin Radar mir ans Herz gewachsen.

Fazit: King hat mit diesem Roman gezeigt, dass er es auch anders kann. Dieses Buch beinhaltet eine wunderbare Reise in eine neue Welt voller Höhen und Tiefen, Emotionen, Spannung sowie bezaubernden Figuren!

Blutige Stufen – Chris Carter

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Hätte ich mehr Zeit, würde ich die Hunter und Garcia-Reihen komplett von neu lesen. Sie ist einfach genial! Deswegen habe ich mich auf den neuesten Band gefreut.

Im zwölften Band jagen Hunter und Garcia Mal wieder einen brutalen Killer. Als das Ermittlerduo am ersten Tatort erscheint, merken sie, dass der Killer nur eins kann: Brutal töten. Aber dies ist nicht das Einzige, was den Killer antreibt. Angst, Schmerz und der Tod sind für den Killer eine Lektion, die er als Mentor seinen Opfer beibringen möchte. Kurze Zeit später wird eine weitere Leiche gefunden. Hunter und Garcia müssen schon wieder unter Hochdruck arbeiten, um schlimmeres zu verhindern.

Ich habe Carters neuen Thriller einfach nur wieder in einem Zug inhaliert. Der Schreibstil des Autors ist so wunderbar, dass man hervorragend durch die Seiten kommt. In diesem Band konzipiert der Autor Mal wieder einen spannenden Fall, bei dem das Ermittlerduo einen brutalen Killer jagt. Die Ermittlungen fand ich durch den Autor hervorragend beschrieben und Carter wusste genau, wann er die richtigen Wendungen wieder einbauen muss, damit die Spannung nicht vergeht bzw. abfällt. Ich will nichts mehr verraten, da Sie einfach dieses Buch lesen müssen, auch wenn sie die Reihe noch nicht kennen. Es ist ein richtig genialer Thriller, der ihnen unter die Haut gehen wird. Jetzt heißt es wieder zwei Jahre warten, bis der neue Carter-Thriller wieder erscheinen wird. Von mir gibt es klare 5 Sterne!

Stille blutet – Ursula Poznanski

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Bisher konnten mich die Jugendbücher von Poznanski sehr überzeugen, jedoch die Vanitas-Thriller nicht so sehr. Nichtsdestotrotz wollte ich den Auftakt um das neue Ermittlungsteam lesen und wagte mich nach Wien.

In dem Buch geht es um eine unheimliche Tot-Serie diverser Figuren. Wie aus dem Nichts kündigt eine Nachrichtensprecherin auf Live-Sendung ihren eigenen Tod voraus. Zwei Stunden später findet man die Frau tot auf. Ebenso passiert es mit einem berühmten männlichen Blogger, der im selben Schema nach kurzer Zeit tot aufgefunden worden ist. Parallel dazu tauchen in den Medien Nachahmer-Beiträge sowie Memes auf, die der Ermittlerin Fina Plank und ihrer Ermittlungsgruppe noch mehr Steine in den Weg legen. Was ist echt und was ist fake? Der Ex-Freund der Nachrichtensprecherin versucht zudem seine Unschuld zu beteuern.

Die Idee mit den ankündigen Ermordungen fand ich sehr erfrischend und neu, wodurch ich mich im Allgemeinen auf das Buch sehr gefreut habe. Der Klappentext wirkte für mich vielversprechend und so war auch der Anfang des Buches durch die Autorin sehr spannend gestaltet worden. Die durchgängigen wechselnden Erzählperspektiven sorgten für eine gute Dynamik. Besonders rücken in diesem Buch die beiden Protagonisten in den Vordergrund. Einerseits die Ermittlerin Fina Plank, die ich zu Beginn sympathisch fand, jedoch im Verlauf des Buches keine Sympathien für sie entwickeln konnte. Sie ist in ihrer Figurenausarbeitung sehr klischeehaft konstruiert worden, was auf den ersten Blick nicht schlimm ist. Jedoch fiel mir auf, dass ihre Klischees (einzige Frau in einem Männerteam; korpulente Körperstatue) nur oberflächlich thematisiert worden sind. Aber auch die Ausarbeitung von Tibor (Ex-Freund der Nachrichtensprecherin) war nur ansatzweise ausführlich gestaltet worden. Hier bzw. bei zukünftigen Figurenausarbeitungen der Reihe würde ich mir eine bessere Tiefe wünschen. Darüber hinaus fand ich bei der Erzählweise die Kapitel aus der Sicht einer weiteren Figur interessant.

Der Fall an sich war besonders unter dem Einbezug der sozialen Medien spannend sowie strukturiert gestaltet worden, obwohl es an manchen Stellen die ein oder Länge gab. Zum Ende hin kommt noch eine gute Spannung auf, die sich bis zum Ende des Buches hin kontinuierlich auf einem Niveau befindet. Mit dem Ende gebe ich mich aber nur semi zufrieden, da der Abschluss doch sehr offen war. Das hat die Autorin schlau gemacht, da man jetzt Band 2 lesen muss 🙂

Fazit: Mit „Stille blutet“ entwirft die Autorin einen soliden Auftakt in eine neue Reihe. Trotz ein paar Kritikpunkten fand ich die Idee sowie die Geschichte gut gestaltet. Man darf gespannt sein, wann Band 2 erscheinen wird. Ich vergebe 3 Sterne.