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Laura Purcell schafft es mich immer wieder mit ihren gotischen Thrillern gut zu unterhalten. Diesmal geht es in diesem Beitrag um das neuerschiene Buch mit dem Titel „Der Schattenriss“, welches letzten Monat im Festa-Verlag erschienen ist. In diesem Buch geht es um eine Frau namens Agnes, die eine besondere Scherenkunst beherrscht, die leider nach und nach Ansehen verliert. Agnes Probleme werden immer mehr und parallel dazu kursiert ein grausamer Mörder durch die Straßen der Stadt Bath. Dieser Mörder hat es leider auf die Kunden von Agnes abgesehen, sodass Agnes selbst die Ermittlungen in die Hand nehmen muss. Dabei sucht sie ein besonderes Mädchen namens Pearl auf, welche die Gabe besitzt, mit den Toten zu sprechen. Wird sie Hilfe bekommen?
Purcell konnte mich von Beginn des Buches catchen. Ihr ist es wieder gelungen einen sehr spannenden Einstieg zu entwerfen, welcher dafür gesorgt hat, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergehen wird. Parallel dazu wird durch die Autorin eine sehr düstere, teils beklemmende Atmosphäre entworfen. Eine Atmosphäre, welche man auch aus den vorherigen Büchern kennt. Die Atmosphärengestaltung empfinde ich als eine der großen Stärken der Autorin.
Spannung war in diesem Buch reichlich vorhanden, jedoch sank die Spannung in meinen Augen zum Ende hin ein wenig. Dies wäre damit zu begründen, dass das Ende vorhersehbar war – besonders dann, wenn man die anderen Bücher der Autorin kennt. Hier fände ich es gelungen, wenn die Gestaltung des Schlusses in kommenden Büchern variieren würde.
Zu der Erzählperspektive kann ich sagen, dass wir hauptsächlich die Geschichte aus der Sicht von Agnes sowie Pearl verfolgen. Dadurch entstand eine gute Dynamik und zudem empfand ich Pearls Perspektive, die Sichtweise eines 11-Jährigen Mädchens in Bezug auf die Gegebenheiten im Plot, sehr interessant. Hinsichtlich der Charakterausarbeitung fiel mir auf, dass sich die Autorin auf die wesentlichsten Eigenschaften, ohne Tiefgründigkeit, beschränkt. Meiner Meinung nach passte dies aber zu diesem Buch, da sonst noch mehr Längen auftauchen würden.
Fazit: Purcell ist ein Genie im gotischen Thrillerbereich. Immer wieder schafft die Autorin mich mit ihren Plots und der darin enthaltenen bedrückenden, düstereren sowie teils tristen Atmosphäre zu begeistern. Abseits ein paar Kritikpunkte am Ende des Buches war es ein unterhaltsames Buch. Schon jetzt freue ich mich auf kommende Thriller der Autorin! Ich vergebe starke 4 Sterne!









