(Unbezahlte Werbung)
Als ich auf den Roman „Mary“ aufmerksam geworden worden bin, war ich sehr neugierig, was mich hinter der Geschichte um Mary Shelley erwartet. Denn Mary ist nicht irgendwer. Sie hat im Alter von 18 Jahren die Geschichte um Frankenstein erschaffen. In diesem Buch begeben wir uns anhand von zwei Zeitsträngen auf ein Abenteuer hinter die Kulissen von der Erschaffung der Geschichte. Und so verfolgen wir Mary, wie sie mit ihrer Familie am Genfer See Zeit verbringt und die ersten Bausteine ihrer neuen Gruselgeschichte nacheinander zusammenlegt. Grundlage für ihre neue Geschichte ist ein Sommer in Schottland, welchen Mary mit ihrer Freundin Isabella verbracht hat und dabei einen mysteriösen Mann kennengelernt hat. Der Sommer in Schottland stellt somit auch den zweiten Handlungsstrang dar.
Bevor ich das Buch angefangen habe, habe ich von diesem Buch erwartet, dass es mir eine spannende sowie gruselige Geschichte präsentieren wird. Nach ein paar gelesenen Kapiteln merkte ich, dass es nicht der Fall war.
Die Autorin konzipiert die Geschichte in den beiden Zeitsträngen sehr ruhig. Es passiert recht wenig und ich habe gemerkt, dass die Geschichte nicht spannend sein wird. Deswegen würde ich Euch empfehlen, wenn ihr euch entscheidet dieses Buch zu kaufen, mit einer neutralen Haltung dieses Buch zu begegnen und sich einfach auf die Geschichte einzulassen. Denn die Geschichte ist nicht schlecht. Man erfährt viel über die Entstehung des berühmten Horrorklassikers und kann hervorragend in die damalige Zeit sowie die damit verbundene Atmosphäre entfliehen. Darüber hinaus kriegt man viele Einblicke in die Protagonistin selbst und kann erkennen, inwiefern die Umwelt Einfluss auf die Entstehung der Geschichte hatte. Einzelne Gruselmomente (Horrorszenen würde ich es nicht nennen, da diese recht harmlos waren) waren zudem auch vorhanden und sorgten für die ein oder andere Abwechslung beim Lesen. Begleitet wird die Geschichte durch einen harmonischen, komplexen, jedoch gut lesbaren Schreibstil.
Fazit: Die Geschichte war interessant zu lesen und es herrschte im Buch eine tolle Atmosphäre, die jetzt beim aufkommenden Herbst noch stärker zur Geltung kommt. Dennoch muss ich sagen, dass ich spannungstechnisch sowie von den Gruselmomenten viel mehr erwartet habe und folglich nun ein bisschen enttäuscht war. Dennoch würde ich euch dieses Buch empfehlen, wenn ihr etwas zur Entstehung des Horrorklassikers erfahren wollt und zudem in das regenreiche Schottland im 19. Jahrhundert entfliehen wollt. Ich persönlich bewerte das Buch mit schwachen 3 Sternen. Dennoch hoffe ich, dass es euch eventuell mehr überzeugen wird.










