Mary – Anne Eekhout

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Als ich auf den Roman „Mary“ aufmerksam geworden worden bin, war ich sehr neugierig, was mich hinter der Geschichte um Mary Shelley erwartet. Denn Mary ist nicht irgendwer. Sie hat im Alter von 18 Jahren die Geschichte um Frankenstein erschaffen. In diesem Buch begeben wir uns anhand von zwei Zeitsträngen auf ein Abenteuer hinter die Kulissen von der Erschaffung der Geschichte. Und so verfolgen wir Mary, wie sie mit ihrer Familie am Genfer See Zeit verbringt und die ersten Bausteine ihrer neuen Gruselgeschichte nacheinander zusammenlegt. Grundlage für ihre neue Geschichte ist ein Sommer in Schottland, welchen Mary mit ihrer Freundin Isabella verbracht hat und dabei einen mysteriösen Mann kennengelernt hat. Der Sommer in Schottland stellt somit auch den zweiten Handlungsstrang dar.

Bevor ich das Buch angefangen habe, habe ich von diesem Buch erwartet, dass es mir eine spannende sowie gruselige Geschichte präsentieren wird. Nach ein paar gelesenen Kapiteln merkte ich, dass es nicht der Fall war.

Die Autorin konzipiert die Geschichte in den beiden Zeitsträngen sehr ruhig. Es passiert recht wenig und ich habe gemerkt, dass die Geschichte nicht spannend sein wird. Deswegen würde ich Euch empfehlen, wenn ihr euch entscheidet dieses Buch zu kaufen, mit einer neutralen Haltung dieses Buch zu begegnen und sich einfach auf die Geschichte einzulassen. Denn die Geschichte ist nicht schlecht. Man erfährt viel über die Entstehung des berühmten Horrorklassikers und kann hervorragend in die damalige Zeit sowie die damit verbundene Atmosphäre entfliehen. Darüber hinaus kriegt man viele Einblicke in die Protagonistin selbst und kann erkennen, inwiefern die Umwelt Einfluss auf die Entstehung der Geschichte hatte. Einzelne Gruselmomente (Horrorszenen würde ich es nicht nennen, da diese recht harmlos waren) waren zudem auch vorhanden und sorgten für die ein oder andere Abwechslung beim Lesen. Begleitet wird die Geschichte durch einen harmonischen, komplexen, jedoch gut lesbaren Schreibstil.

Fazit: Die Geschichte war interessant zu lesen und es herrschte im Buch eine tolle Atmosphäre, die jetzt beim aufkommenden Herbst noch stärker zur Geltung kommt. Dennoch muss ich sagen, dass ich spannungstechnisch sowie von den Gruselmomenten viel mehr erwartet habe und folglich nun ein bisschen enttäuscht war. Dennoch würde ich euch dieses Buch empfehlen, wenn ihr etwas zur Entstehung des Horrorklassikers erfahren wollt und zudem in das regenreiche Schottland im 19. Jahrhundert entfliehen wollt. Ich persönlich bewerte das Buch mit schwachen 3 Sternen. Dennoch hoffe ich, dass es euch eventuell mehr überzeugen wird.

Wer mit den Toten spricht – A.K. Turner

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Band 1 um Cassie Raven fand ich letztes Jahr von der Protagonistenidee und des Plots her richtig gut, jedoch war das Buch für mich kein Thriller, sondern eher ein gut strukturierter Kriminalroman. Dennoch habe ich mich aber auf das Wiedersehen mit Cassie gefreut, da in Band 2 für Cassie ein persönlicher Fall vorliegt, denn sie möchte mithilfe von DS Phyllida Flyte den Tod ihrer Mutter noch einmal untersuchen. Ihre Oma hat nämlich ihr offenbart, dass ihre Mutter von ihrem Vater ermordet worden ist und nicht bei einem Autounfall verstorben ist. Cassie und Flyte stellen Ermittlungen auf und merken, dass es ein komplizierter Fall sein wird. Als dann ihr Vater aus dem Gefängnis freigelassen wird, bei Cassie auftaucht und sie von seiner Unschuld überzeugen will, merkt Cassie nur die Toten die ganze Wahrheit enthüllen können.

Band 2 hat mir rundum gut gefallen. Ich hatte noch mehr die Gelegenheit Cassie kennenzulernen. Man lernt sie nämlich in diesem Band noch ihrer persönlichen Seite kennenlernen, da ihr der Fall sehr nah geht. Darüber hinaus fand ich die Szenen mit ihrer polnischen Oma schön, da mich diese teilweise selbst an meine Kindheit erinnert haben.

Wie es schon in Band 1 der Fall war, finden ab und zu mal Perspektivwechsel zu Ermittlerin Flyte statt. Diese fand ich sehr interessant und zu Cassies Perspektive sehr abwechslungsreich. Dennoch muss ich sagen, dass ich hier bei Flyte einen starken Kontrast zu der Charakterausarbeitung von Cassie empfunden habe, da Flyte, wie eine Nebenfigur beschrieben wird, und nicht wie eine Protagonistin. Die Reihe läuft ja unter dem Namen „Cassie & Flyte“-Reihe. Hier erhoffe ich mir, dass wir von Flyte in Band 3 mehr erfahren können.

Die Geschichte war gut strukturiert und es lagen gute Wendungen vor. Nach und nach werden einzelne Puzzlestücke gut zusammengelegt. Besonders Cassies Szenen bei der Arbeit in der Rechtsmedizin waren für mich sehr interessant, da man hier teilweise etwas über den menschlichen Körper lernt, da die Autorin an dieser Stelle viel Fachwissen in das Buch integriert. Einfach gut gelungen! Auf der anderen Seite muss ich aber sagen, dass mir aufgefallen ist, dass die Reihe bisher für mich keine richtige Thriller-Reihe ist. Es ist vielmehr eine Kriminalroman-Reihe, da mir für eine Thriller-Reihe der viel stärkere „Thrill“ fehlt.

Fazit: Mit „Wer mit den Toten spricht“ entwickelt die Autorin eine solide Fortsetzung, um Raven und Flyte. Ein sehr spannender Fall wird uns präsentiert, der für Cassie sehr persönlich sein wird. Ich kann den Leuten das Buch auf jeden Fall empfehlen, die auch Band 1 gemocht haben. Ich bewerte das Buch mit 4 Sternen!

Emerald Witches – Laura Labas

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Die zuletzt erschiene Dilogie von der Autorin Labas im Piper Verlag habe ich sehr gerne gelesen, worauf ich mich auf diesen Auftakt der neuen Dilogie sehr gefreut habe. Besonders der Schauplatz – Seoul – ist für mich neu gewesen. 

In dem ersten Band von Emerald Witches geht es, wie erwähnt, nach Seoul. Dort hausen sieben Hexenzirkel. Da der Ahnenmond bald aufsteigt, neigt sich die Herrschaft des stärksten Hexenzirkels dem Ende zu. Nun sollen die Auserwählten aus allen Zirkeln um die Herrschaft kämpfen. Dabei lernen wir Hana aus dem Smaragdzirkel kennen. Sie will antreten, wird jedoch wegen einer Sünde aus dem Kampf ausgeschlossen. Glück im Unglück, weil die anderen Anwärterinnen kurze Zeit später durch einen Hinterhalt ums Leben kommen. Jetzt muss Hana fliehen und einem Dämonen vertrauen. 

Wie es bei der ersten Dilogie der Fall war, bin ich von Anfang an, richtig gut in das Buch gestartet. Auch wenn ich eine längere Zeit gebraucht habe, die unterschiedlichen Namen auseinanderzuhalten, fand ich, dass es der Autorin richtig gut gelungen ist, alle wichtigen Infos über das Setting mit an die Hand zu geben. Zudem fand ich die unterschiedlichen Dämonen und Wesen sehr cool gewählt. Eventuell hätte ich mir noch detailliertere Beschreibungen gewünscht – jedoch ist dies schon wirklich Kritik auf hohem Niveau. 

An der Seite der Protagonistin begeben wir uns in ein gefährliches Abenteuer. Hier hat die Handlung die nötige Spannung, um in einem guten Schwung durch das Buch durchzukommen. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit die Protagonistin sowie Nebenfiguren kennenzulernen. Wie es schon bei der ersten Dilogie der Fall war, integriert die Autorin eine besondere Figur in das Buch, welches der Geschichte die passende humorvolle Note verpasst #bacon

Durch das Ende was ich gut fand, bin ich jetzt schon auf den Abschluss der Dilogie gespannt, welcher erst im nächsten Jahr erscheinen wird. Aber das Warten wird sich lohnen!

Fazit: Mal wieder ist es der Autorin gelungen, durch tolle Figuren sowie ein gelungenes Setting, mich hinsichtlich ihres Könnens zu überzeugen. Man darf schon gespannt sein, was wir in Zukunft von der Autorin noch hören werden. Von mir gibt es starke vier Sterne! 

Wilder Girls – Rory Power

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„Wilder Girls“ war für mich ein Buch, welches ich vom Inhalt her, lange schon lesen wollte. In diesem Roman begeben wir uns nämlich auf eine Mädchenschule, welche irgendwo auf einer verschollenen Insel liegt. Ein Virus ist vor knapp zwei Jahren ausgebrochen und seitdem ist nichts mehr wie früher. Tiere sowie Menschen sind auf eine grausame Art und Weise mutiert. Niemand weiß so richtig, wie das Virus auf den individuellen Körper reagiert, sodass manche auch daran sterben können. Mitten im Geschehen befindet sich Hetty. Ihre beste Freundin Byatt verschwindet spurlos aus dem Internat. Folglich muss Hetty das Internat verlassen und sich dem Bösen im Wald stellen, welches sich hinter dem Mauern des Internets befindet.

In das Buch bin ich hervorragend eingestiegen, da ich finde, dass die Autorin das Szenario ausführlich genug beschreibt, damit man sich als Leser*in alles gut vorstellen kann. Dennoch beansprucht die Autorin dafür sehr viel Zeit, sodass man sich ein bisschen gedulden muss, bis wirklich was handlungstechnisch passiert.

Doch irgendwann als die Geschichte so richtig anfängt, kommt Spannung auf. Dazu tauchen langsam leichte Gruselmomente, die mir persönlich gut gefallen haben. Um nicht zu vergessen, fiel mir beim Lesen auf, dass man starke Nerven haben muss. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und beschreibt die Auswirkungen des Virus auf den menschlichen Körper mir sehr viel Präzision. Teilweise waren die Beschreibungen wie bei einem Slaughter Thriller!

Darüber hinaus herrscht beim Lesen eine tolle Atmosphäre im Buch. Der Wald als einen düsteren und geheimnisvollen Schauplatz hat die Autorin hervorragend umgesetzt, da man als Leser nie direkt vorausahnen konnte, was Hetty an der nächsten Ecke erwartet. Apropos Hetty. Hetty als Protagonistin fand ich im ganzen gut gelungen. Mir fehlte bei ihr sowie bei anderen Figuren eine intensivere Thematisierung, da die Figuren recht eintönig gezeichnet worden sind. Wenn dies so umgesetzt wäre, würde mich das Buch noch stärker von den Emotionen her catchen.

Fazit: Mit „Wilder Girls“ stürtzt man sich einen durchaus spannend Plot spielend auf einer geheimnisvollen Insel bei der man an jeder Stelle durch das Virus überrannt werden kann. Die Atmosphäre beim Lesen war einfach grandios. Ich vergebe 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4 Sterne.

Das Schmetterlingsmädchen – Rene Denfield

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„Das Schmetterlingsmädchen“ erschien zuletzt im Festa Verlag. In dem Thriller geht es um die Ermittlerin Naomi, der vor zwanzig Jahren ein tragischer Ereignis wiederfahren ist, da ihre Schwester spurlos verschwunden ist. Lang will sie nicht mehr mit einem Ungewissen leben und entscheidet sich die Suche nach der Schwester aufzunehmen. Eine Spur führt sie nach Portland, wo mehr Kinder auf der Straße leben als in einer anderen amerikanischen Stadt. Und so findet man in dieser Stadt auffällig viele Leichen junger Mädchen im Fluss. Bei der Suche trifft Naomi auf Celia – ein Straßenkind. Wird Celia ihr helfen können?

Schon von Beginn des Buches fand ich, dass die Autorin einen sehr besonderen, teils poetischen sowie atmosphärischen, Schreibstil hat, an den man sich schnell gewöhnen kann. In das Buch bin ich somit gut eingestiegen und fand es schön, dass wir nicht nur nach der Suche von Naomis Schwester sind, sondern auch parallel dazu, die Geschichte von Celia kennenlernen. Hier braucht man starke Nerven, da die Nebenstory von Celia nichts für schwache Nerven ist (Triggerwarnung).

Zu der allgemeinen Geschichte kann ich sagen, dass die Spannung auch hier sehr langsam entwickelt, jedoch im letzten Viertel ein exponentieller Spannungsanstieg vorliegt. Hier wird es wendungsreich, dunkel und ein Spannungsfeuerwerk entsteht! Schade, dass dies nicht schon früher geschehen ist.

Naomi als Protagonistin mochte ich schon, fand aber, dass ich zu ihr keine richtige Bindung aufbauen konnte. Auch wenn man das Buch als Stand-Alone lesen kann, gibt es noch einen Vorgänger, wo man Naomi kennenlernen kann. Viel mehr konnte ich aber in diesem Buch eine Bindung zu Celia aufbauen, da die Story sehr herzergreifend ist.

Fazit: Die Autorin hat einen fantastischen, teils poetischen, Schreibstil, an welchen man sich lange erinnern wird. Rundum hat mir die Geschichte gefallen, jedoch finde ich, dass die starke Spannung erst zu spät aufkam. Das Ende ist aber richtig gut! Ich bewerte das Buch mit starken 3 Sternen und freue mich schon auf den ersten Band!

Die Konferenz – Mats Strandberg

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Vom Autor Mats Strandberg habe ich bisher noch nichts gelesen, sodass ich mich auf meinen ersten Thriller vom Autor gefreut habe. Diesen Monat erschien sein Buch „Die Konferenz“, auf welches ich mich sehr gefreut habe.

In diesem Buch geht es in eine kleine Gemeinde namens Kolarängen. Vor Ort in einem idyllischen Hotel soll entschieden werden, ob und wie ein neues Kaufhauszentrum errichtet werden soll. Doch je mehr die Konferenz andauert, desto mehr Konflikte und Unstimmigkeiten kommen ans Licht. Als es dunkel wird, findet man zudem eine Leiche. Bleibt es nur bei diesem einen Opfer?

Strandberg wurde schon öfter als der schwedische Stephen King bezeichnet. Aufgrundlage dieses Buches kann ich behaupten, dass ihm trotzdem zum Erreichen dieses Status was fehlt.

Das Buch hinterlasse ich nun mit gemischten Gefühlen. Ich hatte einen sehr holprigen Start, da ich den Anfang sehr mühsam zum lesen fand. Es gibt viele Figuren mit denen man klarkommen muss und die erste Hälfte des Buches war recht langatmig gestaltet worden. Kurz und knapp gesagt: Ich musste mich richtig durchkämpfen. Vielleicht wäre der Fokus auf weniger Figuren besser gewesen.

Doch dann mit dem Anfang der zweiten Hälfte kam alles anders. Er wurde spannend und es kamen die richtigen Elemente auf, die für mich einen guten Thriller ausmachen. Zudem entstand ein sehr geheimnisvolle Atmosphäre. Ab diesem Moment hat mich das Buch auch richtig gepackt und ich konnte es in einem Rutsch durchlesen. Schreibstiltechnisch habe ich darüber hinaus nichts auszusetzen, da die Sätze gut gewählt sind.

Fazit: Das Kämpfen hat sich gelohnt. Den Leser*in erwartet nach einem mühsamen Anfang ein spannendes sowie skurriles Leseabenteuer in der Gemeinde Kolarängen. Von mir gibt es drei Sterne.

Fake – Arno Strobel

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Strobels Thriller kann man eigentlich nur in einem Zug inhalieren. Es macht immer wieder Spaß in seine Plots einzusteigen, um sich auf ein psychologisches spannendes Abenteuer zu begeben.

So habe ich mich sehr auf den neuen Thriller „Fake“ gefreut. In diesem Buch geht es um Patrick. Patrick führt mit seiner Frau Julia eine glückliche Ehe. Doch eines Tages steht die Kripo vor der Tür und beschuldigt ihn, dass er drei Tage zuvor eine Frau misshandelt und entführt habe. Patricks Alibi soll ihn entlasten, doch dieser wird nicht gefunden. Kurze Zeit später taucht ein Video im Internet auf, in welchem Patrick zu sehen ist. Doch wie ist das möglich, wenn er nicht da gewesen ist und er das Opfer nicht kennt. Er muss in Haft. Und wer wird nun seine Unschuld beweisen?

Ich habe das Buch wortwörtlich in einem Zug durchgelesen. Strobel hat es wieder geschafft einen sehr raffinierten sowie spannenden Thriller zu schreiben, den man fast gar nicht aus der Hand legen kann.

Schön fand ich die Erzählweise, da Patrick die Geschehnisse aus der dritten Perspektive berichtet/niederschreibt. Zwischendurch gibt es einzelne Kapitel, die uns einen Blick in seine Gedankenwelt ermöglichen. Dieses Wechselspiel fand ich durch den Autor hervorragend gewählt, da dadurch eine harmonische Erzähldynamik entstand. Persönlich würde es mich interessieren, was für eine Wirkung der Thriller auf mich hätte, wenn er komplett in der „Ich-Perspektive“ erzählt worden wäre.

Wie erwähnt, fand ich das Buch sehr spannend. Ich bin durch die Seiten geflogen, um nach und nach den Fall um Patrick zu lösen. Gelungen fand ich zudem, dass der Autor beim dritten Abschnitt den Schwerpunkt auf die Ermittlungen gesetzt hat. Hier würde es nämlich noch spannender, als einzelne Geheimnisse enthüllt worden sind und im Nachhinein unerwartete Wendungen aufgetreten sind. Zu guter Letzt bleibt mir zu sagen, dass ich Strobels Schreibstil liebe. Es gibt keine unnötigen Längen; die Sätze sind kurz und knackig, sodass man hervorragend das Buch lesen kann.

Fazit: Mit „Fake“ präsentiert uns Strobel Mal wieder einen tollen, spannenden sowie psychologischen Thriller, den man in einem Durchgang durchlesen kann. Ich vergebe 5 Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus.

Die Blutliste – Rainer Löffler

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Dass es sich hierbei um den vierten Fall für Profiler Abel handelt, habe ich leider nicht gewusst. Dennoch habe ich mich auf dieses Abenteuer eingelassen und kann behaupten, dass es sich gelohnt hat.

In diesem Buch begeben wir uns nach Köln. Vor Ort wird auf einem Kölner Friedhof eine Leiche gefunden. Die Frau, die eigentlich dort liegen sollte, ist nicht mehr vorzufinden. Auch die Frau war Opfer eines gewaltsamen Mordes. Abel nimmt den Fall auf und merkt schnell, dass der gegenwärtige Mord in Bezug zu einem sehr lang zurückliegenden Fall Bezug hat. Kurze Zeit später wird ein weiteres Opfer gefunden und Abel ahnt, dass es weitere Morde geben wird. Die Zeit tickt…

Auch wenn ich die vorherigen Bücher nicht kenne, habe ich das Gefühl gehabt, dass ich Abel ausreichend in diesem Buch kennenlernen durfte. Zudem hatte ich nicht das Gefühl, dass ich irgendwelche Hintergrundinformationen verpasst habe.

Der Fall ist sehr spannend geschrieben. Es hat mir sehr viel Spass gemacht, den Fall an der Seite von Abel zu lösen. Zudem lässt sich sagen, dass der Autor beim Beschreiben der Geschehnisse kein Blatt vor den Mund nimmt. Einzelne Details werden sehr detailliert beschrieben, sodass man sich als Leser alles bildlich vorstellen kann – dies ist aber nichts für schwache Nerven.

Spannend ist das Buch auf jeden Fall geschrieben auch wenn es ab und zu Mal kürzere zähe Momente gab.
Dennoch fand ich die Rückblicke in die Sicht des Täters interessant, da man diesbezüglich auch eigene Spekulationen reichlich aufstellen konnte.

Fazit: Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven, bietet aber einen spannenden Plot mit einem coolen Protagonistien. Von mir gibt es 4,5 Sterne, abgerundet auf vier Sterne.

72 Stunden – Ben Escher

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In dem Thriller „72 Stunden – Fürchte die Stille“ begeben wir uns auf ein altes Schloss, welches von der Protagonistin namens Bea für ein paar Tage besucht wird. Während einer Live-Sendung passierte Bea ein Aussetzer. Seitdem ihr Sohn verschwunden ist, merkt sie, dass ihr Leben auseinanderfällt. Aus diesem Grund erhofft sich Bea, dass ihr das Seminar helfen wird. Vor Ort merkt die Protagonistin das im Schloss es nicht mit rechten Dingen zu sich geht. Zudem findet sie plötzlich den Schuh ihres Sohnes auf ihrem Kopfkissen. Bea wird verrückt. Was hat es mit dem Schuh auf sich? Weiß jemand etwas über ihren Sohn? Als wäre dies nicht schlimm genug, passiert plötzlich ein Mord.

In das Buch bin ich problemlos eingestiegen. Hier finde ich, dass es dem Autor gelungen ist, die wichtigsten Details kurz und knapp dem Leser auf den Weg mitzugeben. Mit dem Schloss entwirft der Autor eine düstere Szenerie, die uns durchgängig begleitet. Dennoch habe ich das Gefühl, dass die Dramatik, die aus einer derartigen Szenerie hervorgeht, nicht komplett ausgeschöpft worden ist. Anderseits fand ich stark, dass zahlreiche Nebencharaktere sich der Szenerie angepasst haben, da man sie auch nicht von Anfang an durchleuchten konnte. Bea als Protagonistin fand ich für die Kürze des Buches ausreichend beschrieben.

Die erste Hälfte des Buches fand ich eher ruhig gestaltet. Es passiert recht wenig. Die zweite Hälfte des Buches steht in einem großen Kontrast zur ersten Hälfte. In der zweiten Hälfte kommt im Buch sehr viel Fahrt auf und es passieren sehr viele Dinge sowie treten viele unvorhersehbare Wendungen auf. Zudem war das Ende durch den Autor gut gestaltet worden. Das Ende empfand ich auch als den stärksten Teil des Buches.

Fazit: Durchaus ist „72 Stunden“ ein gelungener Thriller für zwischendurch. Spannung ist vorhanden, die zweite Hälfte des Buches war stark & eine gute Charakterauswahl liegt vor. Schade, dass die Szenerie nicht im vollen Potential ausgeschöpft worden ist und dass der Anfang recht ruhig war. Von mir gibt es 3,5 Sterne, abgerundet auf 3 Sterne.

Der finstere Pfad – Jenny Blackhurst

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Als ich das Cover von diesem Psychothriller mit dem Titel „Der finstere Pfad“ gesehen habe, habe ich mir ein Thriller spielend in einem düsteren Wald über eine Wanderung vorgestellt. Doch dies war bei diesem Buch nicht der Fall. Wir als Leser springen von Anfang an zwanzig Jahre nach vorne und lernen Laura kennen. Laura ist damals mit einer Freundin auf eine lange Wanderung in Südwesten von Kanada gegangen. Kurz vor dem Ziel der Wanderung passierte damals aber ein schreckliches Verbrechen. Ein Verbrechen, was Laura immer noch in den Knochen sitzt. Wieder in der Gegenwart bekommt Laura im Radio mit, dass eine Leiche in der Gegend gefunden wurde, in der damals das Verbrechen passiert ist. Laura ahnt, dass jetzt alles auffliegen wird. Als wäre dies nicht schlimm genug, erhält Laura dazu kleine rätselhafte Geschenke. Geschenke, die einen Bezug zu dem Verbrechen von damals haben. Laura ahnt, dass sie sich in höchster Gefahr befindet.
Letztes Jahr habe ich von der Autorin Blackhurst den Thriller „Das Gift deiner Lügen“ gelesen, welcher mich nur bedingt überzeugen konnte. Nun habe ich mir erhofft, dass dieses Buch mir mehr zusagen wird.

Leider hat dieser Thriller auch nicht geschafft, mich zu überzeugen. Für einen Psychothriller fehlte es mir sehr an Tiefe. Ich finde, dass auch wenn die Psyche der Figuren (besonders Laura) leicht aufgegriffen worden ist, fehlte es mir an einem intensiveren Tiefgang. Zudem fand ich die „Psychospielchen“ nicht sehr überzeugend.

Neben dem Haupthandlungsstrang erfahren wir nach und nach durch Rückblicke, was damals bei der Wanderung passiert ist. Dies fand ich interessant, da man da einzelne Hypothesen zum weiteren Verlauf des Handlungsstrangs aufstellen konnte. Dennoch fand ich, dass im gegenwärtigen Handlungsstrangs der Spannungsverlauf noch mehr ausgebaut werden konnte. Die Spannung war durchgängig nur leicht vorhanden. Mir fehlten einfach die Höhepunkte und die WoW-Momente. Zudem fand ich Laura als Protagonistin teils nervig. Dies kann natürlich aber jeder Leser/jede Leserin anders empfinden.

Fazit: Blackhurst Thriller sind für mich persönlich leider nichts. Mir fehlte es an Tiefgang, an Spannung und noch mehr an den psychologischen Aspekten, die ich bei einem Psychothriller mir erhoffe. Von mir gibt es leider nur 2,5 Sterne, abgerundet auf 2 Sterne.