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Elias Haller lese ich seit Klara Frost-Reihe sehr gerne. Damals hat mich Haller mit dem Thriller „Der Augensammler“ sehr überzeugt, sodass ich mich immer wieder auf einen Haller-Thriller einlasse. Nun habe ich mich auf den neuen Thriller „Jemand“ gefreut, der anders als die bisherigen Bücher vom Autor ist.
In diesem Buch verfolgen wir die Geschichte nicht wie bisher, an der Seite von Ermittlern, sondern an der Seite eines Serienmörders, welcher durch die Presse „Der Fotograf“ betitelt wird. Seit neun Jahren wird er verfolgt, ohne Erfolg. Jedes Jahr begeht der Fotograf einen Mord, bei dem er vom Opfer ein einziges Foto macht und an den Höchstbietenden im Darknet verkauft. Auch in diesem Jahr hat er sich ein Opfer ausgesucht und der Plan steht fest. Doch dann bemerkt der Fotograf eine Entführung eines Mädchens namens Maria und er ist ausgerechnet der Mensch, der sie als Letztes gesehen hat.
Im Vergleich zu anderen Haller-Thriller hatte ich enorme Einstiegsschwierigkeiten, da ich bis zur Hälfte des Buches erhebliche Probleme hatte, die einzelnen Perspektiven auseinanderzuhalten. Folglich konnte ich lange keinen klaren roten Faden in diesem Buch wahrnehmen. Doch dann so ab der Hälfte, wenn nach und nach einzelne Zusammenhänge klarwerden, konnte ich mich in diesem Thriller fangen. Ich persönlich hätte bei diesem Buch besser gefunden, wenn es weniger Perspektiven gäbe, da man sich somit auf die Figuren mehr einlassen könnte.
Die Idee mit einem Serienkiller als Protagonist fand ich erfrischend vom Autor gewählt. Dadurch entwirft er ein neues Konzept und ich hatte irgendwie Spaß die Geschichte an seiner Seite zu verfolgen. Zudem gelingt es uns viel über den Serienkiller und seine Art zu erfahren, was positiv zu bewerten wäre. Doch wie vorher schon erwähnt, fände ich es besser, wenn weniger Perspektiven vorhanden wären, da man sich somit noch mehr auf den „Fotografen“ einlassen könnte. So ist der Protagonist teilweise unter den anderen Figuren untergegangen.
Die Spannung entwickelt sich sehr langsam, stieg aber meiner Meinung nach sehr, als ich mich im Buch gefangen habe. Besonders das Ende ist sehr wendungsreich und temporeich gestaltet worden. So wie man es vom Autor kennt!
Was mir auf jeden Fall noch gefallen hat, war der lockere sowie flüssige Schreibstil des Autors, der sich wie immer sehr gut lesen lässt. Zudem ist die Kapitellänge immer optimal gewählt.
Fazit: Haller konnte mich mit seinem Thriller nicht so abholen, wie bisher seine anderen Werke. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass Hallers Bücher ein Geheimtipp im Thrillergenre darstellen, sodass ich mich weiterhin auf neue Werke freue. An dieser Stelle kann ich für dieses Buch nur 3 Sterne vergeben.






