Jemand – Elias Haller

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Elias Haller lese ich seit Klara Frost-Reihe sehr gerne. Damals hat mich Haller mit dem Thriller „Der Augensammler“ sehr überzeugt, sodass ich mich immer wieder auf einen Haller-Thriller einlasse. Nun habe ich mich auf den neuen Thriller „Jemand“ gefreut, der anders als die bisherigen Bücher vom Autor ist.

In diesem Buch verfolgen wir die Geschichte nicht wie bisher, an der Seite von Ermittlern, sondern an der Seite eines Serienmörders, welcher durch die Presse „Der Fotograf“ betitelt wird. Seit neun Jahren wird er verfolgt, ohne Erfolg. Jedes Jahr begeht der Fotograf einen Mord, bei dem er vom Opfer ein einziges Foto macht und an den Höchstbietenden im Darknet verkauft. Auch in diesem Jahr hat er sich ein Opfer ausgesucht und der Plan steht fest. Doch dann bemerkt der Fotograf eine Entführung eines Mädchens namens Maria und er ist ausgerechnet der Mensch, der sie als Letztes gesehen hat.

Im Vergleich zu anderen Haller-Thriller hatte ich enorme Einstiegsschwierigkeiten, da ich bis zur Hälfte des Buches erhebliche Probleme hatte, die einzelnen Perspektiven auseinanderzuhalten. Folglich konnte ich lange keinen klaren roten Faden in diesem Buch wahrnehmen. Doch dann so ab der Hälfte, wenn nach und nach einzelne Zusammenhänge klarwerden, konnte ich mich in diesem Thriller fangen. Ich persönlich hätte bei diesem Buch besser gefunden, wenn es weniger Perspektiven gäbe, da man sich somit auf die Figuren mehr einlassen könnte.

Die Idee mit einem Serienkiller als Protagonist fand ich erfrischend vom Autor gewählt. Dadurch entwirft er ein neues Konzept und ich hatte irgendwie Spaß die Geschichte an seiner Seite zu verfolgen. Zudem gelingt es uns viel über den Serienkiller und seine Art zu erfahren, was positiv zu bewerten wäre. Doch wie vorher schon erwähnt, fände ich es besser, wenn weniger Perspektiven vorhanden wären, da man sich somit noch mehr auf den „Fotografen“ einlassen könnte. So ist der Protagonist teilweise unter den anderen Figuren untergegangen.

Die Spannung entwickelt sich sehr langsam, stieg aber meiner Meinung nach sehr, als ich mich im Buch gefangen habe. Besonders das Ende ist sehr wendungsreich und temporeich gestaltet worden. So wie man es vom Autor kennt!

Was mir auf jeden Fall noch gefallen hat, war der lockere sowie flüssige Schreibstil des Autors, der sich wie immer sehr gut lesen lässt. Zudem ist die Kapitellänge immer optimal gewählt.

Fazit: Haller konnte mich mit seinem Thriller nicht so abholen, wie bisher seine anderen Werke. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass Hallers Bücher ein Geheimtipp im Thrillergenre darstellen, sodass ich mich weiterhin auf neue Werke freue. An dieser Stelle kann ich für dieses Buch nur 3 Sterne vergeben.

Moon Lake – Joe R. Lansdale

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Mit „Moon Lake“ begeben wir uns in die Nähe einer Kleinstadt in Ost-Texas. Daniel war nur 13 Jahre alt, als sein Vater versuchte ihn und sich selbst, mit einem Sturz mit dem Auto in den Moon Lake umzubringen. Glücklicherweise wurde Daniel gerettet und überlebte. Etliche Jahre später gewinnt Daniel neue Informationen über den Vorfall damals. Mit viel Mut begibt sich der Protagonist zurück in die Stadt am Moon Lake. Mit viel Hoffnung sucht er nach dem Auto und den Knochen seines Vaters, um mehr Informationen zu erhalten. Bei der Suche entdeckt er etwas Schockierendes… etwas, das mit einer Reihe ungewöhnlicher Morde in Verbindung steht.

Moon Lake war für mich ein mittelmäßiges Buch, welches meiner Meinung nach auch nicht ganz der Kategorie „Thriller“ zugeordnet werden kann. Aber dazu gleich mehr.

Den Anfang des Buches (die ersten 100 Seiten) fand ich sehr zäh. Hier hatte ich das Gefühl, dass sich der Autor sehr viel Zeit lässt, einen Überblick über den Werdegang von Daniel und des Settings darzustellen. Hier hätte ich mir über die eine oder andere Spannungssteigerung gefreut.

Doch dann nach dem zähen Beginn kam endlich Spannung auf. Teils übernatürlich, teils unvorhersehbar. Ich habe gut mitgefiebert und habe die Geschichte an der Seite von Daniel mit viel Begeisterung gefreut. Zudem hatte ich besonders zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass dieses Buch sich endlich gefangen hat. Besonders durch den Ich-Schreibstil konnte ich Daniels Gedankengänge und Gefühle noch detaillierter wahrnehmen. Richtig gut!

Doch je mehr ich weiter im Buch gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass sich das Buch genretechnisch ändert. Mir fehlte an dieser Stelle irgendwie die Orientierung. Zudem empfand ich den Verlauf des Buches nicht so gut, wie erhofft, da mir besonders mit der Auflösung des Falls und dem allgemeinen Ende das gewisse Etwas gefehlt hat.

Zu den Figuren kann ich sagen, dass mir besonders die Charakterentwicklung von Daniel gefallen hat. Ich hatte das Gefühl, dass ich ihn sehr ausführlich kennenlernen durfte und es machte mir Spaß, an seine Seite den Fall zu lösen. Die Nebenfiguren in diesem Buch passen auch hervoragend zu diesem Plot, da diese dem Setting entsprechend authentisch konstruiert wurden. Ein wahres Ost-Texas-Feeling. Zum Schreibstil kann ich zum Schluss sagen, dass mir dieser gut gefallen hat. Die Kapitellänge ist gut gewählt und es erwartet sie im Buch keine unnötigen verschachtelte Sätze.

Fazit: „Moon Lake“ war für mich kein reiner Thriller, sondern eine Genremischung mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den einzelnen Teilen. An der Seite von Daniel können sie einen komplizierten Fall in einer Stadt nahe dem Moon Lake in Ost-Texas lösen. Zudem erwartet sie ein flüssiger Schreibstil und ein interessanter Protagonist. Ich vergebe an das Buch 3,5 Sterne, Tendenz nach unten.

Manipuliere dich glücklich! – Wladislaw Jachtchenko

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„Manipuliere dich glücklich“ sollte für mich persönlich mein letztes Sachbuch für dieses Jahr werden. Über den Autor habe ich schon viel gutes gehört und mag seine Videos von einzelnen Veranstaltungen sehr. Aus diesem Grund habe ich mir viel gutes erhofft.

In seinem neuen Buch, welches mitte August erschienen ist, geht es um psychologische Tricks, die uns dabei helfen sollen, mehr positiv zu denken. Dabei sollen wir als Leser diese Techniken praktisch in jedem Kapitel selbst anwenden und diese Techniken auch über einen gewissen Zeitraum durchführen, da dies erst dann Wirkung zeigen wird. Jachtschenko denkt sich dabei nicht irgendwelche Techniken aus, sondern stützt sich bei seiner Auswahl auf wissenschaftliche Studien sowie bekannte Modelle.

Ich fand persönlich, dass Jachtschenko ein sehr gut gegliedertes Buch entwirft, welches zu Beginn an noch ein sehr leichte Thematik aufwirft und dann immer komplexer wird. Das Erzähltempo und die damit verbundenen praktischen Übungen waren gut gewählt, sodass ich nie das Gefühl hatte, irgendwie den Überblick zu verlieren. Ich kam hervorragend durch die Thematik und es hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht, die einzelnen Übungen durchzuführen.

Natürlich sollte man nicht alle Übungen auf einmal durchführen, sondern eine Übung nach der anderen. Darüber hinaus fand ich den Inhalt des Buches sowie die damit verbundenen Übungen nicht zu trocken bzw. monoton. Mit dem Inhalt sowie den ganzen Übungen geht ein motivierender Aspekt mit daher, welcher Sie anregen wird, ihr Glück wortwörtlich in die Hand zu nehmen. Eins kann ich ihnen somit zum Schluss sagen: Es lohnt sich das Buch durchzulesen. Sie werden Wirkungen sehen.

Fazit: Wer sein eigenen Glück und die Denkweisen ändern möchte, sollte zu diesem Buch von Jachtschenko greifen. Es ist wirklich gut, motivierend und nicht zu trocken. Somit spreche ich eine Leseempfehlung aus.

Schattengold – Christian Handel

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Märchenadaptionen finde ich immer wieder toll. Zuletzt habe ich eine Märchenadaption über den kopflosen Reiter gelesen, welche mir rundum gut gefallen hat. Nun habe ich mich auf diese neue Adaption um das Rumpelstilzchen gefreut.

In diesem Roman lernen wir Farah kennen, welche ihrer Eltern versprochen hat, nie etwas von einer Fee zu essen, nie den eigenen Namen zu verraten sowie nie einen Handel mit dem dunklen Volk einzugehen. Leider hat Farah nicht ihr Versprechen gehalten.

Mit „Schattengold“ begab ich mich in meinen ersten Roman vom Autor Christian Handel. Ich finde, dass es ihm richtig gut gelungen ist, das Märchen um Rumpelstilzchen neu aufzulegen bzw. zu interpretieren. Es war spannend die einzelnen Parallelen zum Originalmärchen zu entdecken.

Handel gelang es, mich auf ein düsteres Abenteuer zu entführen. Das Setting der Geschichte ist durch den Autor sehr kreativ entworfen worden. Mit viel Detailreichtum beschreibt der Autor die Geschichte, wodurch man sich die Geschichte bildlich hervorragend vorstellen kann. Die dazu passende düstere Atmosphäre mit einzelnen Gruselmomenten passte zudem dazu. Darüber hinaus verstärkt der an ein Märchen angelehnte Schreibstil das Kopfkino.

Die Figuren fand ich sehr authentisch entworfen und wiesen die nötige Tiefe aus. Ich konnte mit Farah total mitfiebern und mochte ihre Entwicklung im Buch. Zu der Spannung kann ich sagen, dass ich das Buch am Anfang noch recht träge fand, sich dann aber das Buch spannungstechnisch exponentiell nach oben entwickelt hat. Besonders das Finale fand ich gelungen, da der Roman dort zu einem wahren Pageturner wurde.

Fazit: Handel gelingt es eine moderne Märchenadaption vom Rumpelstilzchen zu kreieren, welche mich hinsichtlich des Plots, des Detailreichtums sowie der Idee sehr überzeugen konnte. Wer also Lust auf ein düsteres Abenteuer hat, sollte sich dieses Buch zur Gemüte ziehen. Somit spreche ich hier eine Leseempfehlung aus.

Der Spuk im Rainier Asylum – Ambrose Ibsen

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Den ersten Band der Reihe um Sadie und August habe ich nicht gelesen, habe mich aber gefreut mit diesem zweiten Band in diese Reihe starten zu können. In „Der Spuk im Rainier Asyslum“ geht es um das Rainier Asylum, worüber seit Jahren das Gerücht um sich geht, dass dort etwas Abscheuliches mit riesigen Augen und verdrehten Körperteilen herumschleicht. Als wäre dies nicht schlimm genug, verschwindet plötzlich ein junger Mann in diesem Asylum. Sadie und August entscheiden sich der Sache auf den Grund zu gehen und begeben sich zu diesem schaurigen Schauplatz. Vor Ort stolpert Sadie über etwas Bösartiges und Unerwartetes. Etwas, das mit Sadies Gabe – Übernatürliches zu erkennen – zusammenhängt.

Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, bin ich problemlos in dieses Buch eingestiegen. Ich konnte mich mit Sadie sowie August schnell anfreunden. Man erfährt über die Figuren und deren Hintergrund hier recht wenig, was ich aber hinsichtlich der Plotausarbeitung und des Schwerpunkt des Buches nicht schlimm fand.

In diesem Buch hat mir besonders die Atmosphäre gefallen. Dem Autor gelingt es die düstere Stimmung um das Asylum hervorragend zu übermitteln. Besonders gelungen empfand ich, dass der Autor alles knackig auf den Punkt bringt. Es gibt in diesem Buch keinerlei Abschweifungen oder unnötige Längen. Spannung ist somit reichlich vorhanden. Die Geschichte wird nämlich auf einem konstanten hohen Erzählniveau geschildert, bei dem man als Leser kaum zur Ruhe kommt. Zum Ende des Buches hin merkte ich aber, dass inhaltlich auf Ereignisse aus Band 1 eingegangen wird. Diesbezüglich werde ich mir Band 1 zulegen müssen, um noch mehr über Sadie, ihre Gabe sowie ihre Mutter zu erfahren.

Fazit: Mit „Der Spuk von Rainier Asylum“ entwirft der Autor einen spannenden Horrorroman mit einer düsteren Atmosphäre, der sie in ein unheimliches Asylum entführen wird. Keinerlei unnötigen Längen, alles auf den Punkt gebracht und ein guter Anteil an Gruselmomenten. So will man das als Horrorfan. Ich vergebe 4,5 Sterne, aufgerundet auf 5 Sterne.

The Ceremonies – T.E.D Klein

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Seit letzter Zeit hatte ich kein Glück mit einzelnen Horrorromanen. Nun erhoffte ich mir, dass dieser Roman wieder mir mehr Lust auf diese Kategorie machen wird.

In diesem Buch geht es um Jeremy Freirs, welcher sich für das Schreiben einer Arbeit entscheidet, für eine kurze Zeit aufs Land zu ziehen. Er findet eine Anzeige für eine Wohnung in einem Dorf namens Gilead. Dort begibt er sich hin, merkt aber nach einiger Zeit, dass die Bewohner des Dorfes einer Sekte angehören und mysteriöse Rituale praktizieren. Jeremy denkt sich dabei nichts, merkt aber leider viel zu spät, dass er sich tiefer in die Ereignisse vor Ort verstrickt hat. Eines Tages taucht dann etwas aus einer anderen Welt auf…

„The Ceremonies“ lässt mich mit ein bisschen mit gemischten Gefühlen zurück. Beginnend mit dem Schreibstil kann ich sagen, dass ich mich mit diesem sehr schwer tat. Die Kapitel sind ewig lang und die Perspektiven werden innerhalb der Kapitel sehr oft gewechselt, sodass ich öfters den Perspektivwechsel überlesen habe. Die Perspektivwechsel werden leider nur mit Absätzen gekennzeichnet – und das nicht immer…

Was mir positiv aufgefallen ist, ist die Atmosphäre, welche in diesem Buch sehr düster und geheimnisvoll beschrieben wird. Diese kommt hervorragend zur Geltung. Ich wusste beim Lesen nie so richtig, was mich an der nächsten Ecke in Gilead erwartet, wodurch auch durch die geheimnisvolle Atmosphäre, eine gute Spannung entstand. So waren einzelne Szenen und besonders das Ende des Buches sehr spannend, da man zusätzlich durch unvorhersehbare Wendungen überrascht wird. Auf der anderen Seite gab es aber auch viele langatmige Momente, welche meiner Meinung nach gekürzt werden konnten.

Jeremy Freirs steht in diesem Roman ganz deutlich im Mittelpunkt. Auch wenn es der Protagonist ist, war mir Jeremy zu blass gezeichnet. Hier würde ich mir an mancher Stelle eine tiefere Auseinandersetzung mit gewissen Charaktereigenschaften oder der Vergangenheit des Protagonisten wünschen.

Fazit: „The Ceremonies“ ist ein düsterer und geheimnisvoller Horrorroman, der besonders durch eine gelunge Atmosphärengestaltung sowie einzelnen Spannungsabschnitten überzeugen konnte. Schwierig tat ich mich mit dem Schreibstil sowie der Charakterausarbeitung des Protagonisten. So kann ich aufgrundlage der Argumente diesem Buch drei starke Sterne vergeben.

Turmgold – Peter Grandl

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„Turmschatten“ von Peter Grandl habe ich in diesem Jahr mit viel Freude gelesen. Nun habe ich mich auf den zweiten Band mit dem Titel „Turmgold“ gefreut. In diesem Band kommt es wieder zu einer brenzligen Situation. Rechtsextreme Terroristen halten in einem Bunker zahlreiche jüdische Kinder und zwei Betreuerinnen als Geiseln. Ihre Forderung: ein ehemaliger Kamerad soll freigelassen werden. Wenn nicht, werden die Kinder nacheinander sterben. Die Ermittler arbeiten unter Hochdruck und niemand weiß, dass etwas viel größeres dahinter steckt.

Zu „Turmgold“ kann ich sagen, dass es dem Autor gelungen ist, eine gelungene Fortsetzung zu „Turmschatten“ zu schreiben, welche an vielen Stellen unter die Haut geht. 

Auch wenn man den ersten Band nicht zwingend kennen muss, empfehle ich Ihnen doch diesen zu lesen, um die Rahmenhandlung sowie die Figuren noch besser kennenzulernen sowie zu verstehen. Im Vergleich zum ersten Band fand ich, dass in diesem Band die Spannung ein bisschen länger braucht, bis sie aufkommt. Den Beginn des Buches fand ich nämlich recht ruhig. Dennoch kommt dann so ab dem zweiten Viertel sehr viel Spannung auf, die sich dann kontinuierlich bis zum Schluss auf einem guten Niveau befindet. 

Was man dem Autor lassen kann, ist, dass dieser thematisch ein sehr interessantes Buch schreibt. Beim Lesen merkt man, dass der Autor ein enormes Wissen in das Buch integriert. Dieses Wissen ist aber nicht trocken, sondern wird spannend in den Plot verpackt. Darüber hinaus fand ich die sehr aktuellen Bezüge gut gewählt, da diese unsere Realität an manchen Stellen wiederspiegelt. 

Das Ende des Buches fand ich am stärksten und man braucht für dieses starke Nerven!

Fazit: Mit „Turmgold“ konzipiert Grandl eine gelungene Fortsetzung zu „Turmschatten“, welche durch die aktuelle brisante Thematik unter die Haut geht. Von mir gibt es starke vier Sterne!

Sunrise Lake – Christine Feehan

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Vom Klappentext sowie vom richtig tollen Cover habe ich mir vom Mystery-Thriller „Sunrise Lake“ sehr viel erhofft. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Stella Harrison, die am Sunrise Lake ein neues Leben beginnen wird. In ihrem neuen Zuhause ist sie besonders einem Mann namens Sam nah. Dieser kennt jedoch aber auch nicht ihr tiefstes dunkles Geheimnis. Eines Tages wird Stella von ihrer Vergangenheit eingeholt. Alpträume von einem noch nicht geschehenden Mord schwirren durch ihren Kopf. Kein Unfug, da Stella sich sicher ist, dass der Mord passieren wird. Bisher hat ihr Verstand sie nie enttäuscht. Stella versucht alles zu tun, damit der Mord nicht passiert. Dabei muss sie aber auch Sam hinterfragen.

Leider war „Sunrise Lake“ für mich ein sehr großer Flop und auch im Allgemeinen kein richtiger Thriller.

In das Buch bin ich mit sehr vielen Schwierigkeiten eingestiegen. Über 20 Seiten Kapitellänge für einen Thriller und ein schwierig zu lesender Schreibstil stellten sich von vorne bis zum Ende des Buches in meinen Weg. Die Kapitel waren derartig lang in diesem Buch, dass ich ein Kapitel gelesen habe und mir danach die Lust vergangen ist, weiterzulesen. Man hätte die Kapitel viel kürzer gestalten können, da meiner Meinung nach teilweise in einem Kapitel so viele unnötige Randinformationen thematisiert werden, die für den Handlungsverlauf irrelevant sind.

Darüber hinaus konnte ich mich mit den Figuren nicht anfreunden. Stella aber auch die anderen Figuren waren für mich leider trotz authentischen Charakterzügen nicht greifbar. Zudem empfand ich, dass die Probleme der Figuren viel wichtiger waren, als was in der Handlung so passiert. Somit habe ich mich in diesem Buch nur gequält. Auch wenn das Ende des Buches schlüssig erscheint, hatte ich zum Schluss nie das Bedürfnis so richtig zu erfahren, was es mit Stellas Vergangenheit auf sich hat.

Zusammenfassend kann ich somit sagen, dass für mich persönlich in diesem Buch vieles nicht so stimmt. Ich habe mir viel erhofft und wurde enttäuscht. Das Buch ist in meinen Augen viel zu ruhig, zu langatmig und nach Spannung sucht man vergeblich. Somit ist es für mich kein Thriller. Ich kann schweren Herzens an dieser Stelle nur 1,5 Sterne vergeben.

Fifty-Fifty – Steve Cavanagh

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Meinen ersten Roman vom Autor Cavanagh mit dem Titel „Thirteen“ fand ich Anfang dieses Jahres sehr gelungen. Umso mehr habe ich auf einen neuen Fall von Eddie Flynn gefreut. Diesmal geht es um den Mord von Frank Avellino, der auf brutale Art und Weise im eigenen Schlafzimmer getötet wird. Als Täter kommen nur die beiden Zwillingstöchter des Mannes in Frage. Problem an der Sache: Beide beschuldigen die andere. Eddie sowie die junge Anwältin Kate merken, dass hinter diesem Fall etwas viel Größeres steckt – da auch ein Millionenerbe zu verteilen wäre. Eddie Flynn hat es schwer, die richtige Schwester vor dem Gefängnis zu bewahren. Seine Chancen stehen fifty-fifty.

Mal wieder gelungen empfand ich in diesem Thriller, dass diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird und zudem der Erzählstil zwischen Ich- und Er-Erzähler wechselt. Dadurch entstand eine gute Dynamik in diesem Buch.

Ich kann sagen, dass der Autor mit „Fifty-Fifty“ einen gut durchdachten Thriller entworfen hat, welcher viele Intrigen und Lügen beinhaltet. Der Fall ist wirklich spannend gestaltet, da man von Seite 1 anfängt mitzufiebern und selbst Hypothesen aufstellt, wer der beiden Schwester als Täterin in Frage kommt. Denkt man an einer Stelle, dass man die richtige Schwester als Täterin beschuldigen kann, kommen auf den nächsten Seiten wieder Kontraargumente – ein Hin und Her.

Die Spannung wird abseits ein paar Szenen (wie es auch schon bei Thriteen der Fall war) durchgängig hochgehalten. Für Fans von Eddie Flynn ist somit dieses Buch ein Muss! Schade finde ich nur, dass Teil eins und Teil zwei erst demnächst neu aufgelegt/erscheinen werden. Da muss ich mich noch ein bisschen gedulden.

Fazit: „Fifty-Fifty“ ist ein gut durchdachter und spannender Thriller aus der Feder von Autor Cavanagh. Ich wurde gut unterhalten und freue mich schon bald in einen neuen Eddie Flynn Fall abzutauchen. Ich vergebe 4 starke Sterne.

Neon Gods (Band 1) – Katee Robert

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Von dem Buch „Neon Gods“ habe ich mir sehr viel erhofft, da ich für die griechische Mythologie sehr brenne. In diesem Buch geht es um Persephone, welche auf einem Ball die Information erhält, dass Zeus sie will. Ihr bleibt nur die Möglichkeit in die Unterstadt zu fliehen. Dort trifft sie auf Hades, welcher aber seit langer Zeit eigentlich ein Mythos ist. Persephone merkt aber, dass sie sich zu Hades angezogen gefühlt. Sie bietet ihm ein Deal an, der das Leben von ihr sowie von Hades auf den Kopf stellen wird.

Kurz und knapp gesagt kann man zu diesem Buch sagen: „Lückenhafte griechische Mythologie trifft auf 50 Shades of Grey“. Wie man es schon somit vermuten kann, hat mich der erste Band von „Neon Gods“ sehr enttäuscht. Die Geschichte um Hades und Persephone wird auf moderne Art umgesetzt, was ich zu Beginn an noch erfrischend fand. Dennoch merkte ich beim Lesen, dass es nur bei dieser Darstellung geblieben ist. Fantasy-Elemente sowie eine tiefere Auseinandersetzung mit der griechischen Mythologie sucht man in diesem Buch vergeblich. Aber auch eine gelungene Story findet man in diesem Roman nicht. Vielmehr geht es in diesem Buch fast ausschließlich um das Liebesspiel zwischen den beiden Hauptfiguren. Sympathisch empfand ich die Hauptfiguren auch leider nur bedingt. Da fand ich schon Hermes und Co. interessanter, da diese mal ein bisschen Spannung in diesen Roman reingebracht haben. Was zu loben wäre, wäre sonst der Schreibstil, da sich das Buch flüssig lesen lässt.

Fazit: Mich konnte der erste Band von „Neon Gods“ leider nicht überzeugen. Über die griechische Mythologie und einer Fantasy-Welt findet man in diesem Buch kaum etwas. In diesem Buch liegt mehr der Fokus auf dem Liebesspiel … und das durchgängig. Ich vergebe 1,5 Sterne.