Stigma – Lea Adams

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Stigma war der letzte Thriller, den ich gelesen habe. Besonders durch das spannende Cover wurde ich auf das Buch aufmerksam, sodass ich das Buch lesen musste! In diesem Buch geht es um den Fund einer Männerleiche, bei der eine Plastiktüte über den Kopf gezogen wurde. Zusätzlich hat das Opfer keine Augen mehr. Mordermittlerin Jagoda Milosevic und ihr Kollege Frey nehmen den Fall auf und stoßen dabei auf den Hinweis, dass das Opfer in der Vergangenheit Frauen missbraucht hat. Kurze Zeit später kommt ein weiterer Sexualstraftäter ums Leben. Eine Serie, die sich fortführen wird? Milo und Frey ermitteln unter Hochdruck.

Besonders spannend und wichtig fand ich bei diesem Buch die Thematik, die aufgegriffen wird. Keine leichte Kost, die auch ein paar Tage nach dem Lesen des Buches sie beschäftigen wird. Das Autorinnennduo verfasst einen spannenden Auftakt in eine neue Reihe, welches unter die Haut gehen wird. Das Buch ist wirklich spannend geschrieben und es wurde fast durchgängig zu einem richtigen Pageturner. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe mit Milo und Frey viel mitgefiebert und konnte an vielen Stellen selber gut Theorien aufstellen, die aber nach kurzer Zeit durch gute Twists wieder entkräftet wurden.

Lediglich tat ich mich mit Milo und Frey schwer, da ich mit beiden nicht so richtig warm wurde.
Nichtsdestotrotz fand ich Milo gut konstruiert und fand die Einblicke in ihr privates Leben sehr interessant. Hier bin ich gespannt, was wir noch alles über sie sowie über Frey erfahren werden. Folglich freue ich mich auf Band 2, der hoffentlich bald erscheinen wird.

Fazit: Ein toller Auftakt in eine neue Reihe, welcher spannend und von der Thematik wichtig ist. Von mir gibt es starke vier Sterne, da ich bei der Figurenausarbeitung noch Luft nach oben wahrnehme.

Lights of Darkness – Maren Vivienne Haase

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Es stand wieder ein New Adult Buch für mich an und ich war sehr auf „Lights of Darkness“ gespannt. In dem Buch geht es um Frankie, die aufgrund von schlimmen Erfahrungen aus ihrer Kindheit, panische Angst von der Dunkelheit hat. Deswegen muss sie heute noch bei Licht einschlafen. Tyler hingegen ist ein Nachtmensch, der wiederum aufgrund einer Tragödie sich nachts unter dem Sternenhimmel am wohlsten fühlt. Doch dann merkt Tyler, dass er zu Frankie mehr als Freundschaft fühlt… Licht trifft auf Dunkelheit. Wird dies klappen?

In das Buch bin ich aufgrund eines sehr leichten und gut lesbaren Schreibstil eingestiegen. So konnte ich mich schnell auf Golden Oaks sowie die Geschichte einlassen.

Der Autorin gelingt es im allgemeinen eine sehr nette Geschichte schreiben, bei der man die beiden Protagonisten mit ihren Höhen sowie Tiefen gut verfolgen kann. Mir fehlte jedoch in der Geschichte das gewisse etwas, was ausschlaggebend dafür ist, dass ich mich an das Buch erinnern werde. Die wechselnden Perspektiven fand ich zu diesem Buch passend, da so in diesem Roman eine gute Wechseldynamik entstand.


Weiter zu loben wäre die tiefere Ausarbeitung der Figuren, da man so Frankie so wie Tyler umfangreich kennenlernen konnte. Es war besonders interessant mehr über deren Vergangenheit herauszufinden. Leider konnten mich die beiden Figuren sowie die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten emotional nicht catchen. Aus diesem Grund konnte ich die ganze Achterbahn der Gefühle nicht komplett miterleben, obwohl diese bestimmt andere Leser*in sehr begeistern wird!

Fazit:

„Lights of Darkness“ ist ein gutes Buch für zwischendurch, welches sich gut liest und aufgrund von gut ausgearbeiteten Figuren überzeugen kann. Leider hat mir aber in der Geschichte das gewisse Etwas gefehlt und die Emotionen konnte ich nicht ganz nachfühlen. Ich vergebe 3 Sterne!

Der Riss – Thilo Winter

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Nach „The Dark“ stand für mich ein weiterer Thriller spielend in der Antarktis an. In „Der Riss“ geht es um die Geologin Antonia Rauwolf, welche mit einem ungewöhnlichen Auftrag ins nicht mehr ganz so ewige Eis der Antarktis geschickt wird. Sie soll herausfinden, ob die kürzlich entdeckten knapp 100 Vulkane aktiv werden könnten. Ein Ausbruch hätte katastrophale Folgen für die ganze Welt. In der Forschungsstation angekommen, stellt Antonia fest, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Bei ihren Nachforschungen kommt sie dem Robotik-Experten Pietro Malatesta in die Quere, der auf eigene Faust nach Diamant-Vorkommen sucht. Durch die Bohrungen geraten Eisplatten in Bewegung, die seit fünfzig Millionen Jahren den Lebensraum vieler Arten beherbergt und beschützt haben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Eins kann man dem Autor lassen. Er bringt in das Buch ein umfangreiches Wissen und somit viel Authenzität ein, sodass man dies beim Lesen spürt. Viele Details und gute Beschreibungen sorgen für ein kaltes Kopfkino.

Die Geschichte ist im Allgemeinen sehr spannend geschrieben. Ich konnte mich voll auf die Geschichte einlassen und habe total mit Antonia mitgefiebert. Ich hätte mir nur bei Antonia eine tiefere Ausarbeitung gewünscht, da ich glaube, dass ich dadurch die Dramatik noch mehr wahrnehmen könnte.

Es gibt viele Verdächtige, sodass man als Leser selbst angeregt wird, zu untersuchen, was es wirklich mit der Geschichte in der Antartkis zu tun hat. Viele Personen spielen in der Geschichte nicht mir richtigen Karten und so werden viele nach und nach offenbart. Diese Offenbarungen fand ich richtig gut und sie konnten mich immer wieder überrasschen. Zusätzlich möchte ich noch sagen, dass ich es cool fand, dass dieser Thriller trotz einer wissenschaftlichen Note, nicht zu trocken gestaltet war.

Fazit: „Der Riss“ ist ein solider Thriller mit viel Spannung, welcher ein kaltes Kopfkino Ihnen anregen wird. Mich konnte die Geschichte gut unterhalten und ich bin gespannt, was aus der Feder vom Autor noch kommen wird.

Market of Monsters (Band 2) – Rebecca Schaeffer

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Nachdem mich der erste Band um die „Market of Monsters“-Reihe gefallen hat, habe ich mich nun auf die Fortsetzung sehr gefreut! Wer noch den ersten Band lesen möchte, soll nicht mehr weiterlesen, da ich inhaltlich eventuell in meiner Rezension spoilern könnte.

Nachdem Band 1 uns mit einem offenen Ende hinterlassen hat, geht es in Band 2 turbulent weiter. Nita konnte aus dem Amazonas entfliehen, wird jedoch trotzdem wegen ihren Fähigkeiten weitergejagt. Schnell merkt sie, dass sie nur frei leben kann, wenn der Monster Schwarzmarkt endgültig zerstört wird.
Wie erwähnt, handelt es sich hier um den zweiten Band, da es schon vom Vorteil wäre, wenn man die Geschehnisse aus Band 1 kennt, da das Buch an diese anknüpft. In das Buch bin ich gut eingestiegen und schön finde ich, dass die Autorin die Kürze der Kapitel sowie den Schreibstil beibehalten hat.

Im Vergleich zu zahlreichen Urban Fantasy Romanen ist diese Reihe nichts für schwache Nerven. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und beschreibt Geschehnisse auf das kleinste Detail und es wird an manchen Stellen brutal sowie eklig. Mitten im Geschehen befindet sich Nita und Kovit. Beide Figuren können wir noch besser kennenlernen. Es hat mir Spaß gemacht die Reise an deren Seite die Geschichte zu verfolgen. Zu loben wäre zudem, dass die Autorin keine aufgezwungene Liebesgeschichte im Roman konzipiert. Dies wäre glaube ich an dieser Stelle zu viel des guten.

Die Geschichte entwickelt sich bis zum Schluss des Buches spannend, auch wenn das Ende noch ein größeres Feuerwerk vertragen könnte. Dies ist jedoch Kritik auf hohem Niveau. Eins kann ich aber sagen: Ich freue mich schon auf Band 3!

Fazit:
Ein gelungener zweiter Band der Market of Monsters-Reihe! Ich hatte schöne Lesestunden und bin auf den kommenden Band gespannt! Ich vergebe vier Sterne!

Der Erstgeborene – Michael Robotham

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Cyrus hat keine leichte Kindheit durchlebt, da sein geistig verwirrter Bruder Elias damals die ganze Familie ermordet hat. Nur Cyrus überlebte. 20 Jahre später soll Elias in Cyrus Obhut entlassen werden und so wird Cyrus direkt mit seiner düsteren Vergangenheit konfrontiert. Als wäre dies nicht schlimm genug, kümmert sich Cyrus um Evie, eine Teenagerin mit der Gabe Menschen zu enttarnen. Parallel dazu ermittelt Cyrus in einem Mordfall, in welchem Evie dem Täter teilweise zu nahekommt. Zu viel auf einmal?

Auch wenn dies mein erster Teil der Cyrus Haven Reihe ist, konnte ich problemlos in dieses Buch einsteigen. Man bekommt als Leser die wichtigsten Informationen an die Hand gereicht und kann sich gut auf die Story einlassen.

Neben dem Plot gerät das Privatleben der Hauptfiguren in den Vordergrund des Buches. Dadurch erhält man einen zweiten Handlungsstrang, der mich packen konnte. Cyrus und Evie konnte mich von ihrer Art begeistern, auch wenn Evie an mancher Stelle schon ein bisschen nervig war. Dennoch fand ich, dass es die Mischung bei diesem Buch ausgemacht hat. Cyrus und Evie ergänzen sich von ihrer Art einfach total gut.

Der Plot ist sonst gut gestaltet. An mancher Stelle hätte ich mir noch ein bisschen mehr Spannung erhofft, gebe ich mich aber sonst mit dem Verlauf und dem Finale des Buches zufrieden!

Schreibstiltechnisch liest sich das Buch solide. Ich kam gut durch die Seiten durch und hatte keine Probleme mit verschachtelten Sätzen.

Fazit: Ein solider Thriller mit zwei speziellen und interessanten Figuren. Ich wurde gut unterhalten und werde mir die anderen Bänder noch zulegen. Ich vergebe 4 Sterne.

Seasons of the Storm (Bd. 1) – Elle Cosimano

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Ein Fantasyroman mit den Jahreszeiten im Vordergrund? Das soll das Buch „Seasons of the Storm“ bieten und ich habe mich sehr gefreut, mich auf diese Geschichte einzulassen, da ich den Klappentext sehr spannend fand.

In diesem Buch lernen wir zuerst Jack kennen, der vor eine große Wahl gesteckt wird. Entweder er nimmt ein Leben an, bei dem er nach den magischen Regeln der Göttin der Jahreszeiten Gaia lebt, oder den Tod direkt, hier und jetzt. Jack zögert nicht lang und wählt das Leben, sodass ihm danach die Jahreszeit Winter zugeordnet wird. Jetzt musst er trotzdem mit dem ewigen Leben aufpassen, da er von der Frühlingskriegerin Fleur jedes Jahr aufs Neue gejagt und getötet wird. Doch wie das Schicksal wollte, verliebt sich Jack in Fleur. Diese Liebe darf nicht existieren. Doch nur, wenn sie den Kreislauf durchbrechen wollen, brauchen sie die Hilfe von der Sommer- und Herbstkriegerin – ihren Todfeinden.

Zuerst möchte ich die Autorin bezüglich ihres Ideenreichtum und der damit verbundenen Geschichte mit den Jahreszeiten als Thema loben, da ich diese sehr innovativ und als neu empfand. Dies war der Grund, warum ich unbedingt dieses Buch lesen wollte.

Leider hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten in das Buch einzusteigen, da ich das Gefühl hatte, nicht von Anfang an alle relevanten Information über das Setting sowie die Figuren erfahren zu haben. Aus diesem Grund habe ich mich mindestens die ersten 80 Seiten ein bisschen verloren im Buch gefühlt. Doch dann irgendwann habe ich das Setting durchblickt und konnte mich noch mehr auf die Geschichte konzentrieren.
Die Geschichte wird in einem mittelschnellen Tempo erzählt. Es herrscht beim Erzählen eine gute Mischung aus ruhigen Szenen und emotionalen sowie spannungsgeladenen Szenen, wobei letzteres am wenigsten im Buch zu erkennen ist. Ich hätte mir nämlich an mancher Stelle mehr Spannung gewünscht.

Die Figuren Jack und Fleur (um die dreht sich auch dieser Band) sind für den ersten Band in meinen Augen ausreichend durchleuchtet worden und hinterließen einen sympathischen Eindruck. Die beiden anderen Krieger*innen wirken blass, sodass ich gespannt bin, was man noch alles über die Beiden erfahren wird.

Fazit: Ein solider erster Band, der besonders durch die Idee hinter der Geschichte sowie durch interessante Figuren punkten kann. Ich bin schon gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird. Für diesen Band gibt es von mir 3,5 Sterne, Tendenz nach oben.

Schwarzer Schmerz – Leo Born

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Leo Borns Reihe um Mara Billinsky und Rosen hat es mir angetan, sodass ich mich immer wieder auf einen neuen Band dieser Thriller-Reihe freue. In diesem Band begeben wir uns wieder in die Main-Stadt Frankfurt. Wie aus dem Nichts werden innerhalb kurzer Zeit viele Immobilienmakler brutal ermordet. Zusammen mit Rosen versucht Mara den Fall zu lösen. Gleichzeitig wird Mara von einer französischen Ermittlerin und ihrem schwedischen Kollegen angesprochen, einen seriösen Geschäftsmann zu jagen. Einen Geschäftsmann, der mehr Dreck am Stecken hat, als man es vermutet. Zudem weiß niemand der Ermittler*innen, was der Geschäftsmann für einen Einfluss und eine Macht aufweist.

Born hat es mal wieder einen spannenden Thriller verfasst, der besonders eine einzigartige Ermittlungsarbeit der Figuren und ein hohen Erzähltempo aufweist. Immer wieder macht es mir Spaß sich auf ein neues Abenteuer in der Main-Stadt an der Seite von Billinsky und Co. einzulassen, da ich bisher immer antizipieren konnte, dass Born immer wieder einen spannenden sowie innovativen Fall entwirft.
Wenn man noch – wie ich – die ganzen anderen Bänder der Reihe gelesen hat, wird man sehen, wie sich die Protagonistin entwickelt hat. Einfach wunderbar – besonders wenn diese Figur einem ans Herz gewachsen ist. Deswegen freue ich mich jedes Jahr sehr, mich auf einen neuen Krähenflug mit Mara durch Frankfurt begeben.

Zudem muss ich sagen, dass ich Borns Schreibstil sehr mag. Kurze Kapitel, schnelles Erzähltempo. Keine unnötigen Längen. Man kann wortwörtlich jedes Buch des Autors in einem Zug inhalieren, da der Inhalt und der Plotverlauf mit den zahlreichen Wendungen eine enorme Sogwirkung haben.

Fazit: Mal wieder ein toller Thriller aus der Feder von Leo Born. Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich die Reihe von vorne anzuschauen, da es wirklich eine starke Reihe ist, in der Sie eine sehr tolle Protagonistin kennenlernen können und sich jedes Mal auf einen tollen Fall freuen können!

Das College – Ruth Ware

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Ruth Ware gehörte seit langem zu einen meiner Lieblings-Thriller-Autorinnen. „Hinter diesen Türen“ sowie „Das Chalet“ waren für mich persönlich einfach sehr spannende Thriller, die mir tolle Lesestunden zubereitet haben. Jetzt habe ich mich auf „Das College“ gefreut.

In dem neuen Thriller geht es für uns nach Oxford, England. Dort lernen wir Hannah kennen. Hannah hat damals in Oxford studiert und ihr Studium leider mit einem Schrecken beendet. Damals hat sie ihre Freundin April tot aufgefunden. Schnell wurde ein Mann namens Neville beschuldigt, welcher dann auch im Gefängnis gelandet ist. Doch nun zehn Jahre später erhält Hannah eine Nachricht von einem Journalisten, der furchtbare Zweifel in Hannah weckt. Hat Hannah damals einen Unschuldigen hinter Gitter gebracht? Hannah ist sich unsicher und stellt Nachforschungen auf. Nachforschungen, die ihr eigenes Leben auch gefährden werden.

Nun habe ich den neuen Thriller von Ruth Ware schnell beenden können und ich muss sagen, dass ich „Das College“ im Vergleich zu „Hinter diesen Türen“ sowie „Das Chalet“ schwächer in der Spannungsgestaltung sowie der im Buch enthaltenen Atmosphäre fand.

Der Einstieg in das Buch war total gut – so wie man es von Ware auch bisher kennt. Man bekommt eine gute Übersicht und kann sich direkt als Leser auf die Geschichte einlassen. Leider fand ich den Anfang des Buches sehr zäh. Es passiert handlungstechnisch sehr wenig, da die Autorin sich enorm viel Zeit lässt das Setting und die Figuren vorzustellen. Auf der anderen Seite ist diese lange Vorstellung sehr gut, da man so eine gute Übersicht erhalten kann. Folglich würde ich Ihnen empfehlen, falls sie diesen Thriller lesen wollen, den Beginn des Buches mit viel Geduld zu begegnen.

Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. Dieses Erzählkonzept gefiel mir gut, da man in den Kapiteln in der Vergangenheit die Clique um Hannah, April und Co. kennenlernt und in den Kapiteln spielend in der Gegenwart, sich völlig auf die Nachforschungen von Hannah einlassen konnte. Besonders ab der zweiten Hälfte kann ich Ihnen versprechen, dass ab dann, die Nachforschungen spannend werden.

Hinsichtlich der Atmosphärengestaltung kann ich sagen, dass Ruth Ware mich in diesem Roman nicht komplett überzeugen konnte. Das Feeling bzw. die Oxford-Vibes kamen nicht so gut zur Geltung, wie erhofft. Hier nahm ich viel Potential oben wahr. Am Schreibstil habe ich nichts auszusetzen, da sich das Buch gut liest.

Fazit: Mit „Das College“ konnte mich Ruth Ware nicht so überzeugen, wie ich es mir erhofft habe. Die erste Hälfte des Buches war für meine Verhältnisse zu zäh gestaltet worden und ich fand, dass viel Potential in der Atmosphärengestaltung verloren gegangen ist. Dennoch kreiert Ruth Ware eine spannende Geschichte ab der zweiten Hälfte des Buches, welches mich ab da gut unterhalten hat. Ich vergebe 3 Sterne!

Die letzte Party – Clare Mackintosh

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Mit dem Kriminalroman „Die letzte Party“ beende ich somit mein Lesejahr 2022. In diesem Buch geht es um den Tod eines bekannten Mannes namens Rhys Lloyd, welcher plötzlich tot in einem See gefunden wird. Er war dafür bekannt, die besten Partys gegeben zu haben. Und ausgerechnet nach einer großen Party findet man Rhys tot auf. Ermittlerin Ffion Morgan, die selbst aus dem Dorf kommt, merkt schnell bei ihren Ermittlungen, dass alle Freunde, die Familie und die Nachbarn aus dem Dorf ein Motiv haben könnten. Jeder ist am Lügen – sogar Ffion selbst. Wer steckt hinter dem grausamen Verbrechen an Rhys Lloyd?

Zum Jahresende konnte ich diesen soliden Kriminalroman beenden, den ich zudem mit viel Vergnügen gelesen habe. Das Schema des Buches ist kein Neues. Jeder der Verdächtigen hat ein Motiv und alle sagen nicht die Wahrheit aus – selbst die Protagonistin lügt. Nach und nach kommen in diesem Krimi einzelne Details ans Licht, wodurch der Verdächtigtenkreis immer mehr schrumpft. Schön fand ich in diesem Buch die Zeitsprünge, da man im Wechsel mehr über die Hintergründe bzw. “Backgroundinformationen“ über das Opfer und weitere Figuren erhalten hat und dann in die Gegenwart gesprungen ist und die Ermittlungen gut vorankamen. Somit fand ich im Allgemeinen die Ermittlungen spannend sowie authentisch gestaltet. In Bezug zur Spannungsgestaltung kann ich sagen, dass ich die ersten beiden Drittel des Krimis recht verhaltend fand, und das letzte Drittel spannungstechnisch zu loben wäre.

Mit Ffion als Protagonistin habe ich mich bis zum Ende des Buches schwergetan. Ihre Art habe ich bis zum Ende des Buches hin nicht ganz gemocht, auch wenn es zum Schluss besser wurde. Mit Leo bin ich auch nicht richtig warm geworden, sodass ich mir vom zweiten Band erhoffe, dass es mir figurentechnischer besser gefallen wird. Am Schreibstil habe ich nichts auszusetzen.

Fazit: Ein guter Auftaktband in die neue Reihe von der Autorin. Man darf schon gespannt sein, wie es um Ffion und Co. weitergehen wird. Schlüssiger Fall, authentische Ermittlungen, jedoch figurentechnisch schwächelnd. Deswegen gibt es von mir 3,5 Sterne.

Frau Holles Labyrinth – Stefanie Lasthaus

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Zuletzt las ich die Märchenadaption um das Rumpelstilzchen und diese fand ich so gut, dass ich mich gefreut habe, nun die nächste Märchenadaption zu lesen. Diesmal geht es um eine neue Geschichtsadaption von Frau Holle.

In diesem Buch lernen wir Mary kennen, die zum Geburtstag ihrer jüngeren Schwester Moira, zurück in den Heimatort fährt – auch wenn sie nicht gerade begeistert ist. Moira wurde immer bevorzugt. Als nun Moira nun auch die Kette der verstorbenen Oma erhalten soll, ist Mary sehr verletzt. Mary spricht das Problem an, es kommt zu einem Streit und die Kette landet plötzlich im Brunnen. Mary entscheidet sich dazu in den Brunnen zu klettern. Wie aus dem Nichts taucht Mary in einer neuen Welt auf. Einer Welt, in der auch Frau Holles Labyrinth ist. Eine Welt, in der die Menschen keine Erinnerungen mehr haben. Mary merkt, dass für sie ein Kampf ums Überleben beginnt.

Nach dem Beenden des Buches kann ich sagen, dass es der Autorin gelungen ist, eine tolle Märchenadaption zu entwerfen. Endlich eine weitere Adaption, die mich sehr in den Bann gezogen hat und kaum losgelassen hat.

Die Autorin kreiiert ein tolles Setting, welche durch viele kleine Details geprägt ist. Ich fand den Aufbau und die Einführung des Settings sehr transparent und schlüssig. Folglich konnte ich mir alles gut vorstellen und mich durch Frau Holles Welt begeben. Es hat mir viel Spaß gemacht, die Geschichte an der Seite von Mary zu verfolgen und sich den einzelnen Gefahren der neuen Welt auszusetzen. Spannend war das Buch somit auch, da man nie als Leser wusste, in welche Richtung sich der Handlungsstrang weiterentwickeln wird.

Zum Schreibstil kann ich sagen, dass ich diesen sehr flüssig fand. Ich kam hervorragend durch das Buch und es gab kaum unnötige verschachtelte Sätze. Einzig allein mochte ich die sehr langen Kapitel nicht, jedoch konnte ich diesbezüglich ein Auge zu drücken.

Zu guter letzt möchte ich noch erwähnen, dass das Buch an manchen Stellen brutal werden kann, da es an manchen Szenen zu düsteren sowie blutigen Abschnitten kommen kann.

Fazit: Wer auf der Suche nach einer weiteren tollen Märchenadaption ist, sollte sich diesen Roman zulegen und sich auf eine spannende, düstere sowie atmosphärreiche Reise ins Frau Holle Labyrinth begeben. Ich vergebe 5 Sterne.