Kellergrab – Paul Cleave

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Mit „Blutbringer“ konnte mich Cleave letztes Jahr im Sommer sehr begeistern. Somit war klar, dass ich den neuen Thriller des Autors mit dem Titel „Kellergrab“ lesen muss.

In diesem Buch geht es um ein Schriftstellerpaar Cameron und Lisa Murdoch, welches schon seit Jahren Thriller schreibt. In diesen gelingt es ihnen immer wieder brutale Verbrechen zu konzipieren. Dann verschwindet Camerons und Lisas Sohn spurlos. In den Ermittlungen um das Verschwinden gerät das Paar schnell in den Fokus, da ihnen vorgeworfen wird, dass sie hinter dem Verschwinden ihres Sohnes stecken. Wer könnte denn sonst perfekte Verbrechen inszenieren? Eine Hetzkamapagne gegen die Murdoch beginnt, die fast ihr Leben kosten wird.

Ich hatte am Anfang das Bedenken, dass die Ermittlungsarbeit um das Verschwinden vorrangig in diesem Thriller im Vordergrund stehen wird. Zum Glück kam es anders, da der Fokus auf das Verhalten der Eltern, besonders auf den Vater, gelegt worden ist. Seine Psyche wird durch den Autor detailliert sowie authentisch dargestellt. Ich konnte Camerons Sorgen und Emotionen selbst am eigenen Leib spüren – so authentisch gelang die Darstellung dem Autor!

Spannungstechnisch war das Buch abseits des Anfangs auf einem guten Niveau. Zu Beginn zog sich das Buch meiner Meinung nach sehr und ich konnte mich bis ungefähr zur 100er Seite nicht so richtig im Plot einfinden. Doch dann gelang mir die Kurve und das Buch konnte mich nervenzerrend catchen. Besonders die Wendungen waren meiner Ansicht nach sehr unvorhersehbar, da ich diese in keiner Weise erahnt habe. Dadurch hat mir das Buch dann auch total gut gefallen. Darüber hinaus hat die Kürze der Kapitel dazu beigetragen, dass ich durch das Buch flüssig durchkam.

Fazit: Nach „Blutbringer“ konzipiert Cleave einen weiteren nervenzerrenden sowie spannenden Thriller, bei dem ich ab Seite 100 das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Da mir der Anfang so mäßig zugesagt hat, bewerte ich das Buch mit 4,5 Sternen mit einer Tendenz nach unten.

Schreib oder stirb – Fitzek/Beisenherz

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An Fitzek Bücher trete ich immer mit sehr hohen Erwartungen ran. Nun setzte sich Fitzek mit dem Satiriker Beisenherz zusammen und verfasste mit ihm einen Thriller, welcher sich in eine andere Richtung bewegt.

Kurz und knapp zusammengefasst, geht es in diesem Buch um einen mysteriösen Patienten einer Klinik, der ein kleines Mädchen irgendwo gefangen hält. Nur mit dem Literaturagenten David Dolla will der Patient reden. Dieser soll ihm Geld geben, weil der Patient David nur so die Geschichte um Pia erzählen möchte. Wenn David das Angebot ablehnt, wird Pia sterben und sein Leben zerstört werden.

Ehrlich gesagt, hat mir das rundum Paket leider nicht so begeistert, wie ich es von Anfang an erwartet habe. Auch wenn die Geschichte durchaus sehr interessante Ansätze – wie man es von Fitzek kennt – aufweist, konnte mich die Geschichte im Gesamtpaket nicht begeistern. Der Schreibstil war sehr anstrengend zu Lesen, auch bedingt durch viele Vergleiche, die mir persönlich nicht so sehr gefallen haben. Diese störten meinen Lesefluss sehr. Nichtsdestotrotz kann ich mir vorstellen, dass die Vergleiche bei dem Hörbuch viel besser rüberkommen werden. Aus diesem Grund will ich mir das Hörbuch auf jeden Fall auch anhören.
Zu den Figuren lässt sich sagen, dass diese mich nicht so richtig catchen konnten, sodass ich auch keine Sympathien für diese entwickeln konnte. Folglich fehlte mir auch der Sog, den ich bisher bei Fitzeks Büchern wie „Der Insasse“ verspürte. Ich tat mich mit dem Buch einfach sehr schwer….

Fazit: Leider konnte mich der neue Fitzek/Beisenherz Thriller nicht staunen lassen. Ich finde die Idee, dass man etwas Neues ausprobiert immer gut, jedoch in diesem Fall ging es meiner Meinung nach in die falsche Richtung. Besonders mit dem Schreibstil und den Vergleichen tat ich mich enorm schwer. Ich bewerte das Buch leider nur mit 2 Sternen. Dennoch möchte ich das Hörbuch hören!

A song of wraiths and ruin – Roseanne A. Brown

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In Amerika gehört dieser Titel zu den einen der meist gehypten Bücher aus den letzten Jahren im Fantasy-Genre. In diesem Buch begibt man sich in das Königreich Sonande, in dem alle zehn Jahre ein berühmtes Turnier stattfindet, bei den alle Königreiche mitmachen und es am Ende nur einen Champion gibt. Für junge Königin Karina ist dieses Turnier sehr wichtig, da sie für die Wiederbelebung ihrer Mutter, ein Herz eines Königs haben muss, sodass sie dem Gewinner ihre Hand anbietet. Auf der anderen Seite ist einer der Teilnehmer Malik. Kurz vorher hat ein rachsüchtiger Geist seine Schwester entführt. Malik bekommt nur seine Schwester wieder, wenn er Königin Karina tötet. Deswegen muss er dieses Turnier gewinnen. Zwei Protagonisten, zwei individuelle Ziele.

Brown hat es wirklich geschafft ein sehr detailreiches sowie atmopshärisches Setting zu entwerfen. Schon lange habe ich eine derartige Ausführlichkeit in der Beschreibung von Völkern, Orten, Traditionen etc. nicht in einem Fantasybuch wahrgenommen. Aus diesem Grund gelang es mir die Handlung extrem gut bildlich vorzustellen. Zudem war das Setting mit einem Hauch an afrikanischer Note im Vergleich zu anderen Fantasy-Büchern mit detaillierten Settings sehr erfrischend. Darüber hinaus fand ich die Einführung in die Magie und Co. vom Tempo her, gut gestaltet worden, da man somit Stück für Stück immer mehr herausfinden konnte.

Beide Protagonisten, Malik und Karina, fand ich sehr sympathisch. Sie waren durch die Autorin Brown sehr tiefgründig ausgearbeitet worden und handelten in Bezug auf den Charakter sehr authentisch. Aber auch weitere Figuren fand ich passend gewählt, da sie sich gut in die Geschichte integriert haben.

Spannungstechnisch war das Buch grundsätzlich die meiste Zeit gut gestaltet worden. Es waren gut Twists eingebaut worden, die nach teilweisen zähen Momenten der Spannungskurve wieder einen positiven Schub verpasst haben. Das Ende war für mich persönlich von der Spannung her am stärksten. Folglich freue ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung, um herauszufinden, wie es weitergehen wird.

Fazit: Die Geschichte um Karina und Malik im Königreich Sonande hat mir somit gut gefallen. An der Seite von zwei sympathischen Protagonisten ermöglicht Brown uns in eine detaillierte Welt einzutauchen, die ausführlicher nicht sein könnte. Ich freue mich auf die Fortsetzung. Das Buch bewerte ich mit 4,5 Sternen.

Die verschwundenen Mädchen – Dale Bailey

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Der Roman „Die verschwundenen Mädchen“ hat mich sehr neugierig gemacht. In diesem Buch geht es um das Ehepaar Charles und Erin Hayden. Der Verlust ihrer Tochter hat sie sehr erschüttert, sodass sie sich aus jeglicher Gesellschaft distanziert haben. Eines Tages erfährt Erin, dass sie das Haus eines mysteriösen Schriftstellers geerbt hat. In dem Haus namens „Hollow House“ will das Ehepaar neu anfangen. Doch vor Ort drohen die Beiden durchzudrehen, da die alten Schuldgefühle wiederaufgetaucht sind. Zudem nehmen sie Stimmen aus der Bibliothek des Hauses wahr. Als dann Charles behauptet, dass er angeblich die verstorbene Tochter gesehen hat, droht alles zu kollabieren.

So richtig wusste ich von Anfang an nicht, in welche Richtung sich diese Geschichte entwickeln wird, da ich einerseits dachte, dass es ein ruhiger intrigreicher Familienroman wird; anderseits mir aber viel Spannung und Grusel erhofft habe.

Folglich habe ich mich in dieses Leseabenteuer gestürzt und muss sagen, dass ich besonders durch die Gestaltung des Settings überzeugt wurde. Dem Autor gelingt es durch detailreiche Beschreibungen sowie viel bildliche Melancholie, eine sehr düstere – teils sogar gruselige – Stimmung zu entwerfen, die beim Lesen gut zur Geltung kommt. Dies lässt sich auch bedingt durch das im Buch thematisierte gruselige Kinderbuch begründen. Auf der anderen Seite fehlte es mir aber ein bisschen an Spannung, da sich der Roman an vielen Stellen ein bisschen gezogen hat. Die ein oder andere Wendung im Finale wäre somit sehr vorteilhaft für die Spannungsgestaltung gewesen.

Die Geschichte wird größtenteils aus Charles Perspektive geschildert. Charles Frau namens Erin lernt der Leser hauptsächlich durch Figureninteraktionen sowie Beschreibungen kennen. Folglich kann man behaupten, dass der Fokus auf Charles hier gelegt worden ist. Man lernt somit den Vater des verstorbenen Mädchens kennen und erlangt Einblicke in seine Gedankenweisen. Teils paranoid, teils hoffnungslos erschien mir Charles, wodurch ich das Gefühl hatte, dass der Protagonist zu der gesamten tristen, teils gruseligen Stimmung passte. Aus diesem Grund hatte ich aber auch das Gefühl, dass er durch die Atmosphäre in seiner Gestaltung untergegangen ist. Zudem fand ich die Interaktion zwischen Erin und Charles sehr anstrengend, da sie in keiner Weise harmonisiert haben. Dadurch wirkten mir die Beiden sehr unsympathisch.

Fazit: Atmosphärisch, gruselig, skurril. Jedoch auf der anderen Seite figurentechnisch ausbaufähig. Der Roman „Die verschwundenen Mädchen“ war ein interessantes Buch für zwischendurch. Der Autor weist in dieser Geschichte gute Ansätze auf, die jedoch weiter ausgebaut werden können. Ich bewerte das Buch mit starken drei Sternen.

Sturmopfer – Sam Lloyd

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Bis 2019 war mir der Autor Sam Lloyd noch unbekannt. Doch dann erschien im Rowohlt Verlag sein Thrillerwerk „Der Mädchenwald“, der mich besonders gut unterhalten hat. Also wenn sie den Thriller noch nicht gelesen haben, holen sie es nach – sie werden nicht enttäuscht werden.

Nun erschien sein Thriller „Sturmopfer“ und ich war sehr gespannt, ob dieses Buch mich wieder überzeugen wird.

In diesem Buch geht es um Lucy und ihre Familie. Eines Tages verschwindet ihr Mann Daniel. Lediglich das Boot von Daniel wird auf rauer See gefunden. Schnell geht das Gerücht rum, dass ihre beiden Kinder, Fin und Billie, auch auf dem Boot gewesen seien. Lucys Welt scheint langsam zerstört zu werden. Parallel dazu braut sich ein gewaltiger Sturm auf, der die Ermittlungen der zuständigen Behörden erschwert. Unter Zeitdruck versucht nun Lucy auf eigene Faust ihre Familie zu finden. Doch je näher sie der Wahrheit kommt, desto schlimmer wird die Geschichte für sie werden.

„Sturmopfer“ weist meiner Meinung nach viele gute Ansätze auf, welche jedoch nicht völlig ihrem Potential ausgeschöpft werden. Es ist ein durchaus ein spannender Thriller, der aber an mancher Stelle die ein oder andere unvorhersehbare Wendung mehr gebraucht hätte, um mich komplett zu überzeugen.

In das Buch bin ich problemlos eingestiegen, jedoch fehlte es mir bisschen am Dynamik. Auch wenn der Anfang um das Verschwinden um Daniel und Fin sowie Billie recht tragisch geschildert wird, fehlte es mir irgendwie an Spannung. Erst nach 100 Seiten, als immer mehr Fragen bei mir aufgetaucht sind und viele Widersprüche in einzelnen Figurenaussagen aufgetaucht sind, konnte mich die Handlung fesseln. Neben dem ganzen Geschehen entwickelt sich in der Handlung der Sturm, der als ein weiteres Hindernis für Lucy sowie die Ermittler angesehen werden kann. Ich fand, dass es dem Autor hier sehr gelungen ist, die Gewalt der Natur darzustellen. Parallel dazu hat es bei mir geregnet, wodurch ich die Atmosphäre des Buches noch viel intensiver wahrgenommen habe.

Irgendwann so ab der Mitte des Buches fand ich dann das Buch spannungstechnisch sehr gelungen. Lediglich das Ende war meiner Ansicht nach zu viel des Guten. Hier fehlte mir an Authentizität, da ich das Gefühl hatte, dass das Ende einfach zu dem Rest des Buches nicht gepasst hat.

Figurentechnisch war das Buch gut gestaltet worden. Ich konnte Lucys Sorgen total nachvollziehen. Ihre Gefühlslage war somit sehr authentisch entworfen und hat besonders in der Mitte des Buches der Spannung durch ihre Dramatik einen positiven Schub verpasst. Aber auch die Charakterausarbeitung des Ermittlers Abraham fand ich solide, sodass es mir auch Spaß gemacht hat, seine Ermittlungen zu verfolgen. Schreibsstiltechnisch habe ich nichts auszusetzen.

Fazit: Für mich persönlich kommt „Sturmopfer“ an „Der Mädchenwald“ nicht ran, da ich den neuen Thriller spannungstechnisch im Anfang schwach fand und das Ende nicht zum gesamten Thriller gepasst hat. Es war too much. Auf der anderen Seite konnte sich das Buch besonders bei der Atmosphären- sowie Figurengestaltung von einer guten Seite zeigen. Schlussendlich kann ich somit sagen, dass ich das Buch mit 3,5 Sternen, abgerundet auf 3 Sterne bewerte!

Keep her safe – K.A. Tucker

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Auf „Keep her Safe“ habe ich mich sehr gefreut, da das Buch auch von Colleen Hover empfohlen wurde. In diesem Buch lernen wir Grace und Noah kennen. Grace hatte bisher kein einfaches Leben, da sie arm ist, ihr Vater ein korrupter Cop war und ihre Mutter aufgrund ihres übermäßigen Drogenkonsums schon fast im Sarg liegt. Doch eines Tages taucht Noah mit einer Tasche voll Geld auf, die für Grace ist. Noah ist parallel dazu immer noch am Boden zerstört, nachdem sich seine Mutter das Leben genommen hat. Doch Noah ist nicht nur wegen des Geldes bei Grace angekommen. Zusammen mit Grace möchte Noah den Fall um den toten Vater von Grace neu aufkurbeln und herausfinden, was wirklich damals passiert ist. Doch so einfach wird es für sie nicht…

Insgesamt kann ich sagen, dass mir dieser Roman durchaus gut gefallen hat. Die Autorin konzipiert in ihrem Buch eine Familiengeschichte, welche sehr komplex und verschachtelt ausgelegt ist. Im Mittelpunkt dieses Romans stehen die beiden Protagonisten Grace und Noah. Ich fand beide Figuren sehr detailliert sowie authentisch gestaltet. Auch wenn beide auf den ersten Blick recht unterschiedlich sind, weisen die Beiden trotzdem eine enorme Willenskraft auf, um das zu erreichen, was sie sich vorgenommen haben. Die beiden Figuren mochte ich somit auch von Anfang an, sodass ich im Allgemeinen sagen kann, dass es mir Spaß gemacht hat, die Geschichte aus der Sicht der Beiden zu verfolgen. Apropos Erzählperpspektive. Wie erwähnt wird die Geschichte aus Noahs aber auch Graces Sicht geschildert. Zudem kommen noch zahlreiche Rückblenden sowie Kapitel aus der Eltern Perspektive, sodass man auch über die Vergangenheit nach und nach was erfährt. Folglich kommen im Verlauf des Buches immer wieder einzelne Geheimnisse ans Licht, die außerdem sehr authentisch und an der richtigen Stelle platziert waren.

Wer jetzt denkt: WOW, das hört sich nach einem guten Thriller an! Ja dem gebe ich auf jeden Fall recht. Obwohl ich nur die allgemeine Seitenlänge des Buches kritisieren muss, da ich finde, dass man das Buch an manchen Stellen kürzen konnte. Bei mir persönlich war irgendwann so zwischen der 350 und 450 Seite so bisschen die Luft raus.

Zu guter Letzt möchte ich noch ergänzen, dass zu den ganzen Spannungselementen der Plot einen Hauch an Romantik aufweist, da auch die Beziehung von Grace und Noah in den Fokus rückt. Es kann auf jeden Fall sehr emotional werden!

Fazit: Wie es auch schon Colleen Hover gesagt hat: Das Buch bietet ausreichend Spannung sowie einen Hauch an Romantik. Insgesamt kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat, da ich die Familiengeschichte sehr authentisch fand und die Geheimnisse, die nach und nach offenbarten worden sind, mich positiv begeistern konnten! Ich bewerte das Buch somit mit 4 von 5 Sternen!

Die letzte Kosmonautin – Brandon Q. Morris

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Zuletzt wagte ich mich an den Sci-Fi Roman mit dem Titel „Die letzte Kosmonautin“. In diesem Buch konzipiert der Autor ein interessantes Szenario, da die DDR immer noch im Jahr 2029 existiert. Im Buch begegnen wir der Kosmonautin Mandy, die sich seit mehreren Wochen auf der Raumstation „Völkerfreundschaft“ befindet. Bald soll Mandy zurück auf die Erde reisen, doch dann passieren wie aus dem Nichts unerklärliche Zufälle. Mandy geht davon aus, dass jemand ihre Mission am sabotieren ist. Parallel dazu befindet sich ein Leutnant namens Tobias Wagner auf der Erde. Von einer ehemaligen Klassenkameradin erhält er den Auftrag ihren Mann zu finden, der am Bau der Raumstation „Völkerfreundschaft“ – in der Mandy sitzt – beteiligt war. Dieser ist nämlich spurlos verschwunden. Die Zeit tickt…

Schon seit längerer Zeit faszinieren mich zahlreiche Fragen um den Weltraum und Galaxien. Aus diesem Grund greife ich sehr gerne zu Sci-Fi-Romanen, um in diese spannende Welt abzutauchen. Das Buch hat mir durchaus gefallen. Mir fiel besonders auf, dass der Autor in diesem Themengebiet ein umfangreiches Wissen aufweist und dieses gekonnt, nicht zu theoretisch, in dieses Buch integriert. Phänomene oder Rahmenbedingungen werden durch den Autor einfach erklärt, sodass man beim Lesen keinerlei Probleme mit dem Themenverständnis haben sollte. Zudem erlangt die Geschichte durch einen thematischen Input eine verstärkte Authentizität.

Spannungstechnisch fand ich das Buch gut, jedoch an manchen Stellen ausbaufähig. Es passierten immer wieder Geschehnisse oder Wendungen, die für die nötige Spannung sorgten, jedoch gab es auf der anderen Seite auch zahlreiche Abschnitte, die recht zäh zu Lesen waren. Hier kann ich mir vorstellen, dass der eine oder andere Spannungselement ergänzend, der Spannungskure einen positiven Schub verliehen hätte.

Von den Figuren her war das Buch gut gestaltet worden. Über die beiden Protagonisten erfährt man nur die nötigsten Informationen. Hier hätte ich mir die ein oder andere Information mehr gewünscht, gebe mich aber mit der Charaktergestaltung sonst zufrieden. Zu den Charakteren lässt sich sonst sagen, dass man die Gefühlslage beim Lesen außerordentlich spüren konnte. Besonders Mandys Darstellung, Handlungen und Äußerungen waren sehr detailliert und emotional. Plus Punkte dafür!

Fazit: Zusammengefasst kann ich sagen, dass mir die Geschichte rundum gut gefallen hat. Auch wenn ich bei der Spannungsgestaltung sowie Charakterausarbeitung ein bisschen Luft nach oben sehe, war es trotzdem ein solider Sci-Fi Roman. Insbesondere durch den thematischen Schwerpunkt bin ich gut unterhalten worden! Ich bewerte das Buch mit 3,5 Sternen, abgerundet auf 3 Sterne!

The Secret Book Club (Band 4) – Lyssa Kay Adams

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Eigentlich lese ich kaum Bücher aus dem New Adult Genre, aber die „Secret Book Club“-Reihe hat es mir angetan. Zudem erschien endlich der Band um den lustigen Vlad, auch bekannt im Buchclub unter dem Namen „Der Russe“. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut!

Wie erwähnt steht in diesem Band Vlad im Vordergrund. Er hat ein Geheimnis, da er vor etlichen Jahren Elena geheiratet hat, damit sie in den USA studieren kann. Somit führt er keine richtige Ehe mit ihr, hofft aber schon seit Jahren, dass irgendwann doch mehr aus ihnen wird. Besonders durch den Buchclub wollte Vlad lernen, wie er Elenas Herz für sich gewinnen kann. Doch kurz vor einem wichtigen Schritt, bekommt Vlad mit, dass Elena die offizielle Scheidung beantragen möchte. Auf einmal verletzt sich Vlad in einem wichtigen Eishockeyspiel und Elena sieht sich gezwungen ihm zu helfen. Gibt es Hoffnung?

Seit einem Jahr habe ich gewartet, dass die Autorin einen Band zu Vlad verfasst… und da war er endlich in meinen Händen. So kann ich nach dem Beenden des Buches behaupten, dass mir dieser Band auch direkt am besten gefallen hat. Der Autorin gelingt es eine tolle Geschichte zu verfassen, die emotional, tiefgründig ist, aber auch an den richtigen Stellen Spannung aufweist. Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich es fast in einem Zug durchgelesen habe.

Ich fand die Ausarbeitung der Figuren in diesem Band unfassbar gut. Elena als eine unsichere, verschlossene Figur, die nicht so richtig weiß, was sie im Leben richtig möchte, steht dem charakterstarken jedoch teils weichen Vlad entgegen. Die Kombination der beiden Protagonisten hat mir unfassbar gut gefallen, da sie hervorragend zusammengepasst haben. Die Dialoge zwischen den Vlad und Elena erweisen sich als tiefgründig, leicht aber auch an manchen Stellen humorvoll.

Darüber hinaus fand ich schön, dass im Vergleich zum zweiten und dritten Band der Buchclub mit den restlichen Figuren mehr Spielraum in der Geschichte bekommen hat. So war das Wiedersehen mit den Figuren toll, sodass ich mich jetzt schon auf den nächsten Band freue, der höchstwahrscheinlich im Oktober erscheinen wird!

Fazit: Der Autorin ist es gelungen, eine richtig tiefgründiger aber auch humorvolle Geschichte um Vlad und Elena zu verfassen. Begeben sie sich auf eine emotionale, spaßige aber auch ernste Geschichte! Somit spreche ich eine klare Leseempfehlung aus! 5 von 5 Sterne!

Violas Versteck – Marc Raabe

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Mit „Violas Versteck“ zieht Autor Raabe den Schlussstrich bei seiner Reihe um Tom Babylon. In diesem letzten Buch begeben wir uns als Leser mal wieder in einen spannenden Plot.
Tom wacht auf und weiß nicht, wo er sich befindet. Weiterhin sucht er nach seiner verschwundenen Schwester Viola. Ein Foto taucht auf, dass Tom einen Hinweis gibt. Kurze Zeit später kommt Toms Vater bei einem mysteriösen Unfall ums Leben. Tom ist sicher, dass er nicht der Einzige ist, der sich auf die Suche nach Viola gemacht hat. Im Fokus hat er seinen ehemaligen Mentor Dr. Walter Bruckmann, der ihm das Leben zur Hölle machen möchte. Doch wie kann ein Mann einen Mord ausüben, wenn er hinter Gittern sitzt. Ein Kampf gegen die Zeit beginnt.

Schon von der ersten Seite an habe ich wieder in die Handlung gefunden. Egal ob mit Tom oder Stina – beide Figuren sind mir in dieser Reihe sehr ans Herz gewachsen und ich freute mich somit auf das letzte Wiedersehen.

Der Autor entwirft von Beginn an einen spannenden Plot. Unabhängig ob die Handlung in der Gegenwart oder die Passagen, die in der Vergangenheit spielen, herrscht in diesem Buch direkt zu Anfang ein hohes Erzähltempo. Es gibt fast keine unnötigen Längen im Buch, sodass den Leser*in durchgängig ein Spannungsfeuerwerk erwartet. Zudem kommen an manchen Stellen, psychologische Elemente zum Vorschein, welche das Buch noch in ein viel besseres Licht stellen. Die Charakterausarbeitung ist – wie man es von Raabe kennt – mal wieder auf einem hohen Niveau. Stina, Tom aber auch weitere Nebencharaktere sind sehr authentisch gestaltet worden. Deswegen habe ich an dieser Stelle diesbezüglich auch nichts auszusetzen.

Je mehr man in der Geschichte vorankommt, desto spannender wird es. Anderseits war ich teilweise auch schon traurig, da ich mir ganze Zeit dachte: Oh nur noch 300, 200, 100 …. 50 Seiten. Ich mag die Reihe sehr und bin einerseits froh, dass dieses Buch richtig gut war und anderseits traurig, dass es halt schon zu Ende ist. Raabe hat es einfach mit diesem Band, aber auch den anderen Bändern gezeigt, dass er unfassbar gute Thriller schreiben kann.

Fazit: Eine tolle Reihe geht zu Ende. Mich hat das Buch unfassbar gut unterhalten, sodass ich diesem Buch die 5 Sterne geben muss. Wer diese Serie noch nicht gelesen hat, sollte es auf jeden Fall noch tun! Ganz klare Leseempfehlung!

Tiefergrund – Nora Luttmer

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Letztes Jahr habe ich den ersten Band um die besondere ehemalige Ermittlerin Bette Hansen gelesen. Nun stand die Fortsetzung an und ich war gespannt, wie der zweite Band gestaltet ist.

Diesmal geht es um einen Vermisstenfall, bei dem ein 19-jähriges Mädchen wie vom Boden verschluckt worden ist. Bette stellt unter eigener Hand Ermittlungen auf und stößt dabei auf eine heiße Spur. Gibt es etwa einen Zusammenhang mit einem grausamen Mord an Bettes ehemaliger Freundin aus dem Jahr 1986? Viele Fragen – keine Antworten. Ein neuer spannender Fall beginnt.

Wie es schon im ersten Band der Fall war, bin ich problemlos eingestiegen. Die Autorin weist einen sehr angenehmen Schreibstil auf, mit dem man die Möglichkeit hat, flüssig durch die Seiten durchzukommen. Zudem ist die Kapitellänge optimal gewählt.

Die Handlung ist der Autorin wirklich gut gelungen. Auch wenn ich am Anfang schon mir sicher war, wer hinter der grausamen Tat steckt, wurde ich von der Autorin überführt. Der Fall ist sehr verschachtelt und hervorragend konstruiert. Die Wendungen sind meiner Meinung nach an der richtigen Stelle eingesetzt worden.

Neben Bettes Perspektive erfährt man viel über die Handlung sowie die Rahmenbedingungen aus der Sicht von der Freundin des verschwundenen Mädchens sowie zahlreichen weiteren Charakteren. Einerseits fand ich dies sehr stark, da man somit eine umfangreiche Sichtweise auf die allgemeine Handlung erhalten hat. Anderseits habe ich aber das Gefühl, dass ich nach dem zweiten Band Bette als Protagonistin noch nicht so richtig kennengelernt habe. An manchen Stellen ist sie mir als Protagonistin leider untergegangen. Nichtsdestotrotz freue ich mich schon auf den dritten Band, da die Autorin im ersten sowie zweiten Band gezeigt hat, dass sie gut durchdachte Handlungen konzipieren kann.

Fazit: Der Autorin ist wieder gelungen einen spannenden Kriminalfall zu entwerfen. Weiterhin bleibt mir aber die Protagonistin noch ein bisschen fremd. Das Buch hat sich super gelesen und ich freue mich schon auf weitere Bände! Ich vergebe vier Sterne!