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Zuletzt erschien im Droemer Knaur Verlag der Thriller „Der grillende Killer“ vom asiatischen Autor Chang Kuo-Li. Bisher habe ich recht wenige asiatische Thriller gelesen, sodass ich mich auf dieses Buch gefreut habe.
Handlungstechnisch geht es um den Kommissar Wu aus Taipeh, der zwölf Tage vor seiner Pensionierung seinen letzten Fall bekommt. In diesem Fall geht es um den Suizid eines Marineoffiziers. Wu glaubt, dass es kein Suizid war, sondern eiskalter Mord. Als dann paar Tage später in Rom ein weiterer taiwanischer Würdeträger umgebracht wird, ist Wu fest überzeugt, dass hinter den Morden etwas viel größeres steckt. Parallel dazu freut sich ein Scharfschütze in Rom, dass er seinen Job reibungslos erledigt hat und endlich wieder in seinen Imbiss zurückkehren kann. Doch daraus wird nichts, da er flüchten muss.
Wie man sich schon denken kann, wird die Geschichte in zwei verschiedenen Hauptsträngen erzählt. Einerseits verfolgen wir Wus Ermittlungsarbeit, die durch den Autor meiner Meinung nach sehr detailliert gestaltet worden ist. So merkte ich, dass bei diesem Handlungsstrang der Fokus eindeutig auf den Krimielementen gelegt worden ist. Deswegen kommt man als Leser hier viel ruhiger voran.
Ganz anders ist es beim Handlungsstrang von Alex. Hier gestaltet der Autor einen spannenden sowie actionreichen Handlungsverlauf. Schlag auf Schlag passieren Ereignisse, sodass man als Leser kaum hinterherkommt. Deswegen ist dieser Handlungsstrang auch eher dem Thriller-Genre zuzuordnen. Folglich muss ich sagen, dass in diesem Fall die Mischung es ausgemacht hat. Es wurde mal richtig actionreich und dann wieder ruhiger, sodass ich das Gefühl hatte, dass man durch das Buch richtig gut durchgekommen ist.
Zu den Figuren fiel es mir schwer eine Bindung aufzubauen, da sie für mich sehr distanziert wirkten. Nichtdestotrotz fand ich die Charakterausarbeitung für diesen knappen 320-seitigen Thriller vollkommend ausreichend. Man hat genügend Informationen bekommen, sodass man sich an der Seite der Figuren auf die Handlung einlassen konnte. Der Geschichte wird an manchen Stellen schwarzer Humor beigefügt, wodurch das Buch einen viel lockeren Eindruck hinterlässt. Aus diesem Grund ist es folglich ein Buch aus genügend Spannung, einem guten Erzählprinzip sowie Witz und Humor. Als wäre dies nicht genug, wird, wie im Roman „Butter“, Essen sehr gerne als Thema aufgegriffen! Deswegen sollten sie das Buch lieber nicht hungrig lesen.
Zu guter letzt gehe ich davon aus, dass noch viel kürzere Kapitel, dem Buch noch einen positiveren Schub geben würden. Dies ist jedoch Kritik auf hohem Niveau.
Fazit: Dem Autor gelingt es ein vielseitigen Thriller zu schreiben, der eine humorvolle Note aufweist. Mir hat das Erzählprinzip in diesem Buch gut gefallen, sodass mein Lesefluss gut war. Ich bewerte das Buch mit 3,5 Sternen, aufgerundet auf vier Sterne!








