Grabesstern – Anne Mette Hancock

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Letztes Jahr erschien der erste Band mit dem Titel „Leichenblume“ um das Team Kalden und Schäfer, welchen ich sehr gerne gelesen habe. Ein halbes Jahr später kam „Narbenherz“ – der zweite Band – der Reihe auf den Markt und ich fand das Buch auch gut, aber nicht so stark wie den ersten Band. Jetzt stand Band drei in den Startlöchern und ich war gespannt, in welche Richtung sich der dritte Band mit dem Titel „Grabesstern“ bewegen wird.

Im dritten Band geht es um ein schwieriges Thema. Heloise sollte eigentlich nur einen Artikel über eine Sterbebegleitung schreiben. Doch der todkranke Mann namens Jan ist ihr innerhalb kurzer Zeit ans Herz gewachsen. In einem Gespräch offenbart Jan ein grausames Geheimnis, wodurch sich die Journalistin auf den Weg macht, einen Cold Case zu lösen. Heloise Freund und Kommissar Erik Schäfer ist ein bisschen misstrauisch, da er der ganzen Sache und vor allem Jan nicht so vertraut. Was weiß Heloise wirklich über Jan? Kann sie ihrer Intuition vertrauen? Ein Cold-Case wird neu aufgekurbelt, wodurch Heloise selbst in Lebensgefahr gerät.

Um die schlimme Nachricht vorwegzunehmen: Mir hat der dritte Band leider gar nicht gefallen.
Auch wenn ich den ersten und zweiten Band gemocht habe und ich Heloise sowie Erik einfach sehr ins Herz geschlossen habe, schwächelt dieser dritte Band meiner Meinung nach sehr. Obwohl ich in das Buch ohne Probleme reingekommen bin, fand ich leider die Geschichte und insbesondere den Einstieg nicht spannend und flach entworfen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass zwei Drittel des Buches vom Handlungsstrang recht unspektakulär waren. Leider habe ich auch mit dem Gedanken beim Lesen gespielt, ob ich das Buch abbreche – dennoch versuche ich nie Bücher abzubrechen, da ich immer mir erhoffe, dass noch was Gutes passiert.

Es passierte meines Erachtens nach sehr wenig und ich hatte irgendwie das Gefühl, dass man handlungstechnisch nicht vorankommt. Erst im letzten Drittel nahm ich Szenen wahr, wo einzelne Handlungssequenzen spannend und fesselnd entworfen waren. Auch wenn die Autorin einzelne Wendungen einbaut und nacheinander die einzelnen Verstrickungen offenbart, konnten mich diese leider nicht begeistern. Mir tut es auch total leid, dass ich das Buch derartig kritisieren muss, aber ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangetreten, da die ersten beiden Bänder gut waren. Schließlich muss ich sagen, dass mich das Buch dementsprechend enttäuscht hat.

Zudem tat ich mich besonders bei diesem Band mit der Zugehörigkeit in das Thriller-Genre schwer. Meiner Meinung nach war es leider kein Thriller, höchstens ein Roman mit einzelnen Spannungselementen sowie Ermittlungen.

Fazit: Fans von Heloise und Erik sollten natürlich den dritten Band weiterlesen! Auch wenn mir das Buch gar nicht gefallen hat, kann es natürlich sein, dass es Ihnen zusagen wird. Für mich persönlich ist der dritte Band leider von der Handlung her monoton entworfen worden. Mir fehlte es an Spannung, an Emotionen sowie an WOW-Momenten. Deswegen kann ich das Buch schweren Herzens leider nur mit 1,5 Sternen bewerten, mit einer leichten Tendenz nach oben. Wenn ein vierter Band erscheinen sollte, werde ich ihn trotzdem lesen, da ich auf Grundlage des ersten Bandes weiß, dass die Autorin es kann!

Drachenwinter – Michael J. Sullivan

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High Fantasy lese ich selten. Ich habe eher gemerkt, dass Urban Fantasy mir mehr zusagt. Dennoch wollte ich mal wieder ein Fantasy-Buch lesen, in welchem es um Drachen und andere Wesen geht. Deswegen kam dieses Buch mir gelegen.

In diesem Roman geht es um die Entführung einer sehr angesehenden Seherin. Als wäre das Schicksal nicht schlimm genug, droht eine mächtige Macht der westlichen Armee und verschließt ihr den Weg. Aus diesem Grund müssen sie auf einen anderen Weg ausweichen, noch bevor die große Macht mit Fhan Lothian das geheime Wissen zum Erschaffen eines Drachens erlangt. Nun müssen die Helden der westlichen Macht alles in ihrer Macht tun, um die Seherin zu retten und den Krieg zu beenden. Wird es ihnen gelingen?

So wie man es von mir ab und zu kennt, habe ich bei diesem Buch verpeilt, dass es sich hierbei um den fünften Band einer High-Fantasy Reihe handelt. Dennoch wollte ich das Buch trotzdem lesen, da es ja schon da war.

In das Buch bin ich mit leichten Schwierigkeiten eingestiegen, da mir einfach das Vorwissen zu der Handlung sowie zu den Figuren gefehlt hat. Dennoch habe ich mich nach 100 Seiten gefangen. Darüber hinaus hat mir das Charakter- sowie Begriffsverzeichnis am Ende des Buches bei der Orientierung geholfen.

So stürzt man sich in einen gut konstruierten sowie übersichtlichen Epos, welcher durch tolle Beschreibungen der Landschaft unterstützt wird. Man konnte sich als Leser alles gut bildlich vorstellen. Dennoch konnte mich die Geschichte nicht so richtig begeistern, wie ich es mir erhofft habe. Dies hängt damit zusammen, dass mir einfach die Infos zu der Rahmenhandlung im Allgemeinen fehlen. Schließlich habe ich mich auch so entschieden, dass ich mir die vier Bänder kaufe, und es mit diesem Buch nochmal nach dem Beenden der Vorbänder versuche.

Fazit: Auch wenn ich das Buch mit lediglich drei Sternen bewerte, empfehle ich dieses Buch eindeutig den Fans des Autors sowie dieser High-Fantasy Reihe. Die Beschreibungen sind dem Autor gelungen!

Y-Game – Christian Linker

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Der Autor Christin Linker konnte mich vor zwei Jahren mit seinem Thriller „Influence“ gut unterhalten. Nun erschien sein neues Buch mit dem Titel „Y-Game“, indem die Gaming-Welt auf Verschwörungstheorien trifft. Mittem im Geschehen befindet sich der Protagonist dieses Buch namens Janusz. Er ist ein recht unauffälliger Junge, welcher nicht mal zu seiner Freundesgruppe so richtig dazu gehört. Als seine Freunde von einem Alternate Reality Game sprechen, welches durch einen unbekannten User namens Y ins Leben gerufen wurde, wird Janusz aufmerksam. Dieses Game findet direkt in seiner Stadt statt, sodass sich Janusz entscheidet, das Rätsel um das Game und um die verschwundenen Kinder zu lösen. Wird er es schaffen und seinen Freunden zeigen, dass er es drauf hat?

Thematisch setzt sich der neu erschienene Jugend-Thriller mit dem Gaming sowie um zahlreiche Verschwörungstheorien auseinander. Deswegen erwarten den Leser*In viele Gaming-Begriffe. Da ich sehr gerne ab und zu mal auch „zocke“, waren mir die Begriffe sehr geläufig und ich hatte keinerlei Probleme mit dem Verständnis.

Das Buch unterliegt meiner Meinung nach einem interessanten Erzählkonzept. Einerseits verfolgen wir Janusz wie er sich durch den Alltag sowie das Game durchschlägt. Anderseits gibt es immer wieder Kapitel aus der Sicht des unbekannten Users namens Y. Besonders die Kapitel aus der Sicht von Y fand ich interessant. Die Suche nach der Lösung des Rätsels sowie der Identität von Y fand ich gut gestaltet.

Janusz als Protagonisten fand ich gut entworfen. Da das Buch eher dem Jugend-Thriller-Genre angeordnet ist und Janusz 17 Jahre alt ist, kann Janusz durch seine Charaktereigenschaften für viele Leser als Identifikationsfigur angesehen werden. Er ist sehr zurückhaltend, möchte aber dennoch zeigen, dass er es drauf hat. Somit waren auch seine Gedankengänge sehr authentisch vom Autor durchdacht worden. Ich fand hier seine Charakterentwicklung interessant, auch bedingt durch den Einfluss einer Freundin von ihm. Hier hätte ich mir bei manchen Nebenfiguren noch eine tiefere Auseinandersetzung gewünscht, gebe mich aber sonst mit der Charakterdarstellung der Figuren sehr zufrieden!

Spannungstechnisch war das Buch für das Genre gut konzipiert worden. Lediglich den Anfang nahm ich als recht träge wahr, da sich das Buch hier ein bisschen gezogen hat, bis es richtig losging. Danach erwartet aber den Leser*In eine tolle Spannung, da man immer der Lösung näherkommt. Zudem fand ich das Ende gut!

Fazit: Nach „Influence“ greift der Autor in seinem neu erschienenen Thriller „Y Game“ ein weiteres wichtiges sowie reichlich diskutiertes Thema unserer Gesellschaft auf und zeigt, wie dies einen Menschen beeinflussen bzw. manipulieren kann. Dies verpackt er in einem größtenteils spannenden Buch, in welchem man einen Protagonisten nach der Lösung eines Rätsels verfolgt. In das Jugend-Thriller Genre passt das Buch somit gut rein, da Janusz als Protagonist für viele Leser*In als eine Identifikationsfigur angesehen werden kann. Ich bewerte das Buch mit 3,5 Sternen, Tendenz nach oben!

PS. Freunde der Gaming-Welt werden hier höchstwahrscheinlich auf ihre Kosten kommen.

Red Hands – Christopher Golden

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Der neue (Horror-)Thriller vom Autor Christopher Golden wurde in der amerikanischen Presse sehr gelobt. Aus diesem Grund waren die Vorabstimmen so überzeugend, dass ich mich dazu entschlossen habe, dieses Buch zu lesen.

Inhaltlich begibt man sich als Leser nach Amerika. Genauer gesagt in ein kleines Städtchen am 4. Juli zu einer großen Parade. Wie aus dem Nichts rast ein Auto in die Menschenmengen. Der Fahrer klettert aus dem Auto, streckt die Hände aus und fasst diverse Menschen an. Diese Menschen kollabieren und sterben. Mitten im Geschehen befindet sich Maeve, die dabei zu schauen muss, wie ihre Liebsten umkommen. Kurz darauf entwickelt Maeve selbst die Fähigkeit mit einer Berührung Menschen zu töten. Sie flieht und merkt, dass eine Stimme in ihrem Kopf zu ihr spricht. Diese drängt sie einen anderen Menschen zu berühren. Parallel dazu wird ein Wissenschaftler beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen. Die Jagd nach Maeve beginnt!

Bei diesem Buch fand ich grandios, dass man direkt zu Beginn mitten im Geschehen ist. Aus diesem Grund legt der Autor schon von Anfang an ein hohes Tempo vor, welches sich auch größtenteils zum Ende hin vorfinden lässt. Somit kam ich sehr gut in das Buch rein und hatte genügend Zeit sich mit den einzelnen Figuren auseinanderzusetzen. Dabei wird die Geschichte aus Maeves Perspektive geschildert, sodass man all ihre Gefühle teilweise am eigenen Leib beim Leseprozess verspüren kann. Jedoch erhält man auch Einsichten in die Perspektive des Wissenschaftlers sowie weiteren Figuren. Dies fand ich gut entworfen, da man somit abseits von Maeve auch erfahren hat, was in der Rahmenhandlung passiert.

Spannung ist meiner Meinung nach reichlich vorhanden. Besonders die erste Hälfte des Buches konnte mich sehr gut fesseln, da man als Leser herausfinden möchte, was es mit dieser tödlichen Fähigkeit auf sich hat. Zudem ist die Jagd auf Maeve sehr actionreich gestaltet worden und es tauchen unterschwellig einzelne Gruselelemente auf. Auch wenn die zweite Hälfte spannungstechnisch schwächer war und das Ende meiner Meinung nach ausbaufähig wäre, fand ich die zweite Hälfte des Buches dennoch unterhaltsam. Schreibstiltechnisch habe ich nichts auszusetzen, da das Buch sich sehr gut gelesen hat.

Fazit: Dies war mein erstes Buch von Christopher Golden und auf jeden Fall nicht mein letztes. Ich wurde durch einen spannenden Plot gut unterhalten und fand die nacheinander langsam auftauchenden Gruselmomente hervorragend in das Buch integriert. Auch wenn die zweite Hälfte des Buches in meinen Augen schwächer war, ist das Buch dennoch unterhaltsam. Ich bewerte es mit 4 Sternen.

Tuff – Paul Beatty

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In letzter Zeit greife ich sehr gerne auf gesellschaftskritische Romane zurück, wenn ich merke, dass ich mal eine kleine Pause von Thrillern sowie Krimis brauche. Diesmal habe ich mich für den neu erschienenen Roman „Tuff“ von Paul Beatty entschieden.

In Beattys neuen Roman geht es nach New York, East Harlem. Mitten in der Großstadt treffen wir auf den neunzehn Jahre alten, afroamerikanischen und 150kg schweren Winston, der unter seinen Freunden auch unter dem Spitznamen „Tuffy“ bekannt ist. Sein Leben war bisher nicht sehr einfach, sodass er sich zurzeit auch nur knapp über Wasser halten kann. Dann wird ihm 20.000€ angeboten, falls Tuffy für den Stadtrat kandidieren wird. Er akzeptiert das Angebot und so startet der Protagonist eine der ausgefallensten Wahlkampagnen der Geschichte. Eine Wahlkampagne, an die sich viele erinnern werden.

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da es nach New York geht, wo ich vor zwei Jahren einen richtig tollen Urlaub hatte. Ich finde, dass es dem Autor sehr gelungen ist, das New York zu der Handlungszeit darzustellen. Sehr detaillierte Beschreibungen und eine tolle Atmosphäre. Man merkt die gesellschaftlichen Unterschiede vor Ort sowie die damit verbundene Gesellschaftskritik.

Als Leser begibt man sich anhand kleinen Alltagsmomenten auf eine kleine Reise durch New York an der Seite von Tuffy und seinen Freunden. So lernt man Spencer, einen Rabbiner; Fariq, einen gehandicapten Muslim mit einem Faible für Bankraub; Inez, eine ehemalige Mitarbeiterin von Malcolm X und zuletzt Tuffys Frau Yolanda. Die Figuren sind mit sehr viel Liebe zum Detail gezeichnet und man hat im Buch viel Zeit sich mit den Figuren auseinanderzusetzen. Auch wenn die Figurengestaltung nicht unterschiedlicher sein könnte, haben die Figuren eins gemeinsam: Sie träumen von einem Leben jenseits der bestehenden Verhältnisse. Die Gespräche unter den Figuren sind mit viel Humor gehalten, können aber auch darüber hinaus eine tiefgründige Seite offenbaren.

Die Sprache ist in dem Buch sehr locker gehalten, sodass es auch des Öfteren zu einer vulgären sowie einfachen Sprache kommt. Zudem benutzen einzelne Figuren Wörter, die heute in unserer Gesellschaft als rassistisch angesehen werden, jedoch zur damaligen Zeit gang und gäbe waren. Da selbst Tuffy und die anderen Figuren auf eine derartige Sprache untereinander zurückgreifen, wirkt das Buch noch viel authentischer.

Fazit: „Tuff“ war meiner Meinung nach, ein interessanter, humorvoller sowie gesellschaftskritischer Roman, der besonders durch eine tolle Figurenausarbeitung sowie –Darstellung mich gut unterhalten hat. Folglich bewerte ich das Buch mit starken vier Sternen.

Drowning in Stars – Debra Anastasia

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Mal wieder stand ein Buch aus dem NA-Bereich an. Diesmal habe ich mich an den Roman „Drowning in Stars“ ran gewagt. In diesem Buch geht es um die beiden Protagonisten Pixie und Gaze. Beide Figuren haben kein einfaches Leben. Pixies Mutter ist kaum zuhause, Gaze Vater ist ein Alkoholiker. Als Gaze neu im Viertel war, hat Pixie Gaze beschützt. Sie sind durch dick und dünn gegangen und haben sich versprochen, immer für einander da zu sein. Doch dann kommt die Wendung, als Pixie sich zwischen ihrem Versprechen oder Gaze Leben entscheiden muss. Paar Jahre später treffen sie sich wieder und diesmal muss Gaze um Pixie kämpfen.

Ich konnte total gut in das Buch starten, da man sich als Leser*in schnell an die beiden Protagonisten gewöhnen kann. Ich fand, dass die Beziehung unter den beiden Figuren enorm gründlich sowie harmonisch ausgearbeitet worden sind. Auch wenn ich wenige Bücher aus diesem Genre lese, war für mich die Darstellung der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren hier – in diesem Roman –  am besten. Besonders der Schutzinstinkt, der bei Pixie anhand ihrer Charakterausarbeitung im ersten Teil offenbart wird, kommt in diesem Buch hervorragend zur Geltung.

… und so verfolgt man in diesem Roman wie Pixie und Gaze langsam groß werden. Natürlich wenn das „Großwerden“ in diesem Buch sehr viel Platz einnahm, fand ich diesen Teil sehr gut, da man somit die Figuren sowie die Entwicklung des Charakters noch näher erfahren konnte. Mit dem Bruch so gesehen in die Gegenwart, nahm ich eine große Veränderung wahr. Teilweise ging mir die Ernsthaftigkeit des Themas verloren. Zudem entwickelte sich die Story in eine recht monotone Richtung, wodurch auch das Ende mich schlussendlich nicht überzeugen konnte. Dennoch kann ich aufgrund des ersten starken Teils sagen, dass dieses Buch dennoch interessant ist. Besonders die (Trigger-)Themen, die im Roman in den Vordergrund rücken, verleihen dem Buch eine gewisse Tiefe.

Fazit: Mich konnte das Buch bis zum Time-Break gut unterhalten, da es bis zu diesem Zeitpunkt ein tiefgründiges sowie emotionsreiches Buch war. Nach dem Break konnte mich leider der Verlauf der Handlung, welcher unter einer Monotonität leidet, nicht mehr so begeistern. Deswegen bewerte ich das Buch mit 2,5 Sternen, Tendenz nach oben.

No Mercy – Emma Viskic

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Mit „No Mercy“ geht es in den vierten Band um den gehörlosen Ermittler Caleb. Diesmal kommt es zu einem sehr persönlichen Fall. Calebs Bruder namens Anton bittet nach einem langen Kontaktstillstand Caleb um Hilfe, da er sich um das eigene Leben fürchtet. Zusammen fahren die Brüder auf die Insel, wo Anton zurzeit hinsichtlich seiner Drogenabhängigkeit therapiert wird. Doch der Arzt vor Ort hat einen enormen Einfluss auf Anton, sodass Anton kaum wiederzuerkennen ist. Nach und nach spüren die beiden Brüder gefährliche Geheimnisse auf. Die einzige Möglichkeit rauszukommen, ist die, dass die Brüder sich aufeinander verlassen müssen. Ist dies möglich?

Der vierte Band um Caleb gefiel mir im Hinblick auf die Spannungsgestaltung sowie die Charakterentwicklung am meisten. Da es für Caleb in diesem Buch sehr persönlich wird, lernen wir den gehörlosen Protagonisten noch tiefgründiger kennen. Folglich habe ich nach vier Bändern ein sehr umfangreiches Bild über Caleb, sodass man teilweise auch eine interessante Entwicklung vom ersten Band zu jetzt wahrnehmen kann. Ich fand besonders die Szenen mit seinem Bruder sehr interessant, da man somit das Beziehungsgeflecht noch näher kennenlernen durfte.

Wie erwähnt, gefiel mir die Spannungsgestaltung hier sehr. Das Maß an Actionszenen sowie Wendungen ist im Vergleich zu den anderen Bändern gestiegen, sodass mich das Buch gut unterhalten hat. Über mehrere Kapitel entstand an manchen Stellen eine Sogwirkung. Toll! So kann ich zum Schluss behaupten, dass dieser Band neben dem zweiten Fall der stärkste Band ist.

Fazit: Mit „No Mercy“ geht es in die vierte Runde um Caleb und Co. Diesmal wird es persönlich, spannend sowie emotional. Das Buch konnte mich gut unterhalten, sodass ich mir irgendwie erhoffe, dass irgendwann noch ein fünfter Band erscheinen wird. Ich bewerte das Buch mit 4,5 Sternen, abgerundet auf vier Sterne.

Cold Detective – John McMahon

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Mit „Cold Detective“ startet im Piper Verlag eine neue Thriller-Reihe um Detective P.T. Marsh. In dem Buch geht es nach Georgia in die U.S.A. in eine Kleinstadt namens Mason Falls. Eine Stadt, in welcher es oft düster vor sich geht. An einem Tag wird in einem Maisfeld ein toter Teenager aufgefunden. Sein Körper ist brutal zugerichtet und um seinen Hals wurde eine Schlinge umgelegt. Für den Fall wird der Detective P.T. Marsh angesetzt. Schnell merkt er bei seinen Ermittlungen, dass die Gemeinde auch eine finstere Seite offenbaren kann. Eine finstere Seite, welche durch einen Kult repräsentiert wird. P.T. Marsh begeben sich in die Richtungen des Kults und kommen dem Bösen näher als erwartet….

So schnell wie das Buch von der Handlung her angefangen hat, so schnell bin ich gar nicht hinterhergekommen. Man wird als Leser*in direkt ins Geschehen geworfen und ich hatte das Gefühl, ich konnte die Figuren sowie die Handlung gar nicht so richtig “kennenlernen“. Doch dann nach ein paar Seiten konnte ich auf den Zug raufspringen und mich auf die Handlung einlassen. Bei dem Fall handelt es sich meiner Meinung nach um einen recht brutalen Fall. Allgemein gesehen ist das ganze Buch recht brutal, da der Autor beim Beschreiben einzelner Stellen kein Blatt vor den Mund nimmt.

Die Handlung entwickelt sich auf jeden Fall plausibel und erweist sich als spannend. Ich fand gut, wie das Böse aus der Gemeinde Mason Falls unterschwellig nach und nach sich offenbarte. Dies hatte somit einen positiven Einfluss auf die gesamte Spannung. Die Figuren wie P.T. aber auch seine Kollegen*innen fand ich für den ersten Band zu wenig ausgearbeitet. Nach dem Beenden des Buches hatte ich leider das Gefühl gehabt, dass ich die Figuren gar nicht so richtig kennengelernt habe. Ich würde an dieser Stelle gerne mehr über die Vergangenheit sowie das Privatleben der Figuren herauszufinden, um mir ein besseres Bild bilden zu können. Zuletzt lässt sich noch sagen, dass das Buch hinsichtlich des Schreibstils wie der Kapitellänge gut gestaltet ist. So hat sich das Buch gut gelesen.

Fazit: Der Auftaktband um P.T. Marsh und sein Team ist hinsichtlich des Plots sowie der erzeugten Atmosphäre dem Autor gelungen. Figurentechnisch nahm ich das Buch leider eher als schwach war, da mir für einen Auftaktband eine viel intensivere Thematisierung der Figuren fehlte. Folglich bewerte ich das Buch mit 2,5 bis drei Sternen!

The Inheritance Games – Jennifer Lynn Barnes

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Ob der neu erschienene Jugend-Thriller „The Inheritance Games“ ein Cover-Kauf war? Auf jeden Fall! Zudem veranlagte der hochinteressante Klappentext mich dazu, dieses Buch zu lesen.

Im Buch begegnen wir der Protagonistin Avery Grambs, die bisher kein leichtes Leben hatte. Sie möchte die Highschool überleben und dann einfach raus. Doch dann wird ihr eine Nachricht übermittelt, in der steht, dass sie fast das ganze Vermögen eines bekannten Miliardär namens Tobias Hawthorne erben soll. Doch Avery kennt den Verstorbenen nicht. Um ihr Erbe anzutreten, muss nun Avery in das gigantische Haus von Hawthorne ziehen, in dem auch der Rest der Hawthorne-Familie wohnt. Allen voran leben da die Enkelsöhne, die wahrscheinlich ein falsches Spiel spielen wollen. Avery merkt, dass sie sich nur auf sich selbst verlassen kann. Ein Spiel voller Intrigen und Machtspielerei beginnt. Was hat es mit der Familie und dem Erbe auf sich?

Da es sich bei diesem Buch um einen Jugend-Thriller handelt, bin ich natürlich auch mit anderen Erwartungen an das Buch herangetreten … und so muss ich sagen, dass ich mich schnell in diesem Buch eingefunden habe. Der Schreibstil war ideal, da die Geschichte aus der Perspektive von Avery geschildert wird. Folglich entwickelt man als Leser schnell eine Beziehung zur Protagonistin. Ich mochte Averys Art sehr, da diese humorvoll und zielstrebig ist, sowie ab und zu mal einen frechen Spruch drücken kann. Die anderen Figuren wie die einzelnen Enkelsöhne oder anderen Familienmitglieder werden meiner Meinung nach für den ersten Band entsprechend dargestellt, dass man sie sich gut vorstellen kann. Hier bin ich gespannt, was man über sie im zweiten Band noch erfährt.

Die Geschichte ist vom Spannungsbogen gut entworfen. Einerseits werden nach und nach Familiengeheimnisse offenbart, wodurch man schnell als Leser erahnt, dass keiner der Figuren eine weiße Weste trägt. Die offenbarten Geheimnisse erwiesen sich in meinen Augen für einen Jugendthriller als sehr gelungen. Anderseits muss sich die Protagonistin Avery durch das Haus durchkämpfen, in dem der verstorbene Hawthorne viele Rätsel versteckt hat. Diese waren sehr spannend entworfen und es machte mir Spaß diese zu entschlüsseln.

Die Kapitelgestaltung war perfekt gewählt, da die Autorin recht kurze Kapitel gewählt hat. Dies ermöglichte mir einen flüssigen Lesefluss!

Fazit: Der Auftakt ist der Autorin gelungen. Ich bin schon sehr auf den zweiten Band gespannt, da ich mehr über die Hawthorne Familie und Avery erfahren möchte. Da mich der erste Band gut unterhalten hat und ich die Handlung spannend fand, bewerte ich das Buch mit vier Sternen!

Thirteen – Steve Cavanagh

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Was wäre, wenn ein Serienkiller nicht auf der Anklagebank sitzen würde, sondern unter den Geschworenen?

Diese skurille Idee dachte sich der Autor Steve Cavanagh und konzipierte mit seinem neuen Buch „Thirteen“ einen Thriller, der diese Handlung aufgreift. Es geht nämlich um einen Mordfall bei dem zwei Menschen umgebracht worden sind. Bei den Opfern handelt es sich um die Ehefrau eines berühmten und sehr begehrten Schauspielers namens Robert „Bobby“ Solomon aus Hollywood und die Affäre der Ehefrau. Bobby wird wegen zweifaches Mordes angeklagt und ein unbekannter Strafverteidiger Eddie Flynn soll ihn verteidigen. Eddie ist fest überzeugt, dass Bobby nicht der Täter ist und versucht alles in seiner Macht zu tun, um ihn freizusprechen. Ist dies möglich, wenn alle Beweise gegen Bobby sprechen? Und wie nah ist Eddie dem Killer wirklich?

Bis richtig Spannung in diesem Buch aufkam, muss man schon ein paar Seiten in diesem Buch gelesen haben. Doch dann wächst die Spannung exponentiell. Wie es selten in Thrillern der Fall ist, ist die Rollenverteilung in diesem Buch transparent. Von Anfang an kennt man schon die Identiät der Serienkillers. Es beginnt sozusagen ein Katz und Maus-Spiel, welches sich auch in dem Erzählprinzip wiederspiegelt. Man springt nämlich in dem Buch zwischen der Sichtsweise des Killers sowie des Strafverteidigers Eddie. Schön fand ich, dass auch das Erzählprinzip mit den Rollenwechsel harmonisiert hat. Eddie erzählt seine Sichtweisen aus der Ich-Perspektive, sodass man viel näher an ihm dran ist als gedacht. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich für Eddie Sympathien entwickelt habe, da er sehr authentisch sowie lebendig gezeichnet worden ist. Hingegen der Killer Kane wird aus der Er/Sie-Perspektive beschrieben, was ich trotzdem gut fand, da dadurch so eine klare Teilung im Buch vorhanden war.

Auch wenn viel Spannung in diesem Buch vorhanden ist, kommen des öfteren Kapitel vor, die ich als recht trocken wahrnahm, da in diesen besonders der Justiz-Aspekt stärker beleuchtet wurde. Deswegen ist dieses Buch an manchen Stellen keine leichte Lektüre, da man wirklich sehr genau lesen muss, um einzelne relevante Details nicht zu überlesen. Dennoch macht es Spaß in dieses Setting abzutauchen, da es mal ein Thriller ist, der von seiner Idee her, sehr erfrischend entworfen worden ist. Zudem empfand ich das Ende des Buches – das letzte Drittel – als sehr gelungen, da es da noch mal sehr spannend, actionreich sowie komplex wird.

Fazit: Ich kann im Großen und Ganzen sagen, dass mich das Buch „Thirteen“ gut unterhalten hat, da es ein sehr komplexer sowie spannender Thriller ist, welcher mit einer erfrischenden Idee versehen ist. Es hat wirklich Spaß gemacht in die beiden Seiten reinzuschauen! Ich bewerte das Buch mit starken vier Sternen und man darf gespannt sein, was wir noch vom Autor hören werden!