Liebes Kind – Romy Hausmann

Von der Autorin Romy Hausmann habe ich zuletzt ihre beiden anderen Thriller gelesen, welche ich gut fand, jedoch meines Erachtens nach an manchen Stellen ausbaufähig waren. Den Thriller „Liebes Kind“ habe ich bisher noch nicht verschlungen, sodass es höchste Zeit war, dass ich dies tue. Besonders in der Community erfuhr ich von vielen Leuten, dass dieses Buch der beste Thriller sei, sodass ich schon hohe Erwartungen an das Buch hatte.

Im Fokus steht eine Frau, die in einer fensterlosen Hütte im Wald mit zwei Kindern von einem skrupellosen Mann festgehalten wird. Der Mann kümmert sich, dass seine Kinder eine Mutter haben, welche seiner Vorstellungen entspricht. Es gibt klare Regeln, die strengstens eingehalten werden müssen, sonst droht Gefahr. Doch eines Tages gelingt es der Frau zu entfliehen. Für die Frau scheint der Albtraum vergangen zu sein, doch ihr ist nicht bewusst, dass der Albtraum erst anfängt.

Nach dem Beenden dieses Buches kann ich klar sagen, dass mich dieser Thriller am meisten begeistert hat. Der Autorin gelingt es auf eine grandiose Art und Weise in die Psyche einzelner Figuren reinzublicken, indem sie diese sehr ausführlich darstellt. Egal ob an der Perspektive des Vaters einer verschwundenen Frau, der Frau, die im Krankenhaus erwacht oder des kleines Mädchen namens Hannah. Man erfährt nach und nach anhand dieser Perspektiven, was entweder in der Hütte oder außerhalb der Hütte passiert ist. Besonders die Perspektive der jungen Hannah fand ich sehr interessant.

Die Handlung entwickelte sich sehr unvorhersehbar, so wie auch die Auflösung für mich schockierend war, da ich mit einer derartigen Enttarnung des/der Täter*in nicht gerechnet habe. Zudem fand ich die Enthüllung einzelner wichtiger Geheimnisse sehr interessant, da man so Stück für Stück in die Welt der Figuren sowie des Plots eintauchen konnte. Darüber hinaus kann ich noch sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass man dieses Buch im Vergleich zu den anderen Thrillern der Autorin viel flüssiger lesen konnte!

Fazit: Romy Hausmann konnte mich mit dem Buch „Liebes Kind“ am meisten überzeugen, da es ihr sehr gut gelingt, einen psychologisch-tiefgründigen sowie durchaus spannenden Thriller zu entwerfen, der unter die Haut geht. Ich bewerte das Buch mit 4,5 Sternen, abgerundet auf vier Sterne!

Nur eine Chance – Alex Knight

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In Alex Knights neuem Thriller „Nur eine Chance“ geht es um eine Verfolgungsjagd nach dem Polizisten Jake.

Als die Tochter von Jakes Freundin namens Molly blutüberströmt vor seiner Haustür steht, geht parallel ein Alarm auf Jakes Handy ein. Ein Mann habe angeblich eine Frau schwerverletzt, einen Passanten getötet sowie die Tochter der Frau entführt. Der Name des Täters: Jake Ellis. Jakes Leben wird somit direkt auf den Kopf gestellt. Wie soll er diese Tat begangen haben, wenn er die ganze Zeit zuhause war? Er ahnt, dass jemand ihm die Schuld anhängen möchte. Folglich nimmt er Molly mit und flieht. Schafft er seine Unschuld zu beweisen?

Dem Autor gelingt es von Beginn an ein hohes Erzähltempo zu entwerfen. Es gibt keine großen Ausschweifungen, sodass der Autor direkt mit dem Plot anfängt. An der Seite von Jake und Molly begibt man sich als Leser entlang der Westcoast von Amerika, indem man verfolgt, wie Jake versucht, seine Unschuld zu beweisen. Parallel dazu erfährt man anhand von Kapiteln aus der Sicht der Ermittler sowie einer Podcasterin, wie die Ermittlungen sich entwickeln und inwiefern die Ermittler auf der Spur nach Jake sind. Die parallelverlaufenden Handlungsstränge sind sehr übersichtlich gestaltet worden, sodass man keinerlei Probleme haben sollte, diese zu unterscheiden.

Spannungstechnisch ist das Buch auf einem hohen Niveau. Da der Autor schon von Beginn an ein hohes Tempo sowie eine große Spannung entwirft, habe ich schon vermutet, dass irgendwann im Buch die Spannung schwächer wird. So kam es auch dann irgendwann in der Hälfte des Buches. Doch dann ging es wieder bergauf, als man immer mehr der Lösung näher kam. Zudem waren einzelne Wendungen für mich ein bisschen vorhersehbar, da die Idee des Plots (jemanden ein Verbrechen anhängen; Unschuld; Flucht) in dem ein oder anderen Buch oder Film schon in einer anderen Weise thematisiert worden ist.

Figurentechnisch war das Buch gut gestaltet worden. Über Jake erfährt man viel und seine Gefühlswelt wurde meines Erachtens nach, authentisch entworfen worden. Lediglich hätte ich mir noch eine tiefere Auseinandersetzung mit Molly gewünscht. Dies ist jedoch wieder Kritik auf einem hohen Niveau.

Fazit: Dem Autor Alex Knight gelingt es einen spannenden Thriller zu entwerfen in einem Konzept a la Katz-und Maus Jagd. An der Seite von Jake und Molly verfolgt man eine Flucht sowie die Aufklärung des Falls. Ich hatte spannende Lesestunden und kann somit das Buch mit guten vier Sternen bewerten!

The Maid – Nita Prose

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Auf den neu erschienen „The Maid“ habe ich mich sehr gefreut, da in diesem die Protagonistin im Vergleich zu anderen Krimis eine andere Rolle hat – die Rolle eines Zimmermädchens in einem sehr bekannten Hotel. Eines Tages passiert was Schreckliches. Als das Zimmermädchen Molly ein zerwühltes Zimmer eintritt, findet sie die Leiche eines schwerreichen Mannes. Aufgrund ihres eigenartigen Verhaltens gerät Molly schnell in den Fokus der Ermittler und wird somit zur Hauptverdächtigen. Aus diesem Grund versucht sie nun mit der Hilfe ihrer Freunde aus dem Hotel sowie den Weisheiten, die ihre Oma sie gelehrt hat, den Fall um den Tod des Mannes zu lösen. Gelingt es ihr?

Wer auf der Suche nach einem Cozy Crime – Buch ist, wird sicherlich mit diesem Titel voll auf seine Kosten kommen. Im Fokus dieses Buches steht das Zimmermädchen namens Molly, welche durch die Autorin sehr ausführlich charakterisiert wird. Dadurch, dass Molly die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt, erhält man als Leser detaillierte Einblicke in ihre Psyche sowie ihre Vergangenheit. Auch wenn sie ein komisches Verhalten an den Tag legen kann, konnte ich Molly sehr schnell ins Herz schließen, da sie greifbar und menschlich gestaltet worden ist. So entwickelte ich trotz ein paar negativen Eingeschalten viele Sympathien für sie. Aus diesem Grund hat es auch dann sehr Spaß gemacht, die Ermittlungen an ihrer Seite zu verfolgen.

Spannungstechnisch fand ich das Buch schwach. Besonders das erste Drittel war recht langatmig, da ich das Gefühl hatte, dass sich teilweise die Handlung im Kreis gedreht hat und man somit kaum vorankommt. Irgendwann nach dem Half-Break wurde es dann spannender und die Ermittlungen nahmen Fahrt auf. Hier hätte ich mir gewünscht, dass mich schon das Buch am Anfang abholt, indem die Autorin direkt ein paar spannende Szenen entwirft, um „gecatcht“ zu werden. Zum Schluss lässt sich sonst sagen, dass der Schreibstil gut war und man das Buch somit gut lesen konnte.

Fazit: Auch, wenn mich das Buch hinsichtlich der Charakterausarbeitung von Molly regelrecht begeistern konnte, schwächelt das Buch hinsichtlich des Spannungsverlaufs. Erst ab dem Half-Break kommt eine gute Spannung auf, die bewirkt hat, dass mich das Buch gefesselt hat. Folglich bewerte ich das Buch mit soliden drei Sternen!

Dunkle Seele – Melanie Golding

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Das Cover des neuerschienenen Thrillers „Dunkle Seele“ hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. In diesem Buch geht es hauptsächlich um die Frage: Wer ist Täter und wer ist Opfer?. Ein Mann wird von Detective Inspector Joanna Harper verblutend in einer Badewanne aufgefunden. Kurz darauf fällt er ins Koma. Die Nachbarin des Mannes sagt aus, dass eine Frau mit einem kleinen Kind im Treppenhaus hinuntergerannt ist. Die Fahndung nach der Frau beginnt. Dabei weiß jedoch Joanna nicht, dass die Frau ihr eigentlich sehr vertraut. Danach wird der verletzte Mann wach. Viele Fragen – keine Antworten.

In das Buch bin ich mit einzelnen Startschwierigkeiten eingestiegen, da ich Probleme hatte, den einzelnen Figuren die Rollen zuzuschreiben. Dies ist vor allem dadurch begründet, dass die Geschichte auch in zwei zeitlich versetzten Erzählstrengen getätigt wird. Jedoch ist es mir irgendwann dann gelungen, das komplizierte Erzählgeflecht zu entwirren und die einzelnen Zusammenhänge der beiden Erzählstrenge zu entschlüsseln.

Ich finde, dass es der Autorin gelungen ist, die Figuren sehr authentisch und glaubhaft wirken zu lassen. Ruby, Joanna, Constance etc. sind alles gut ausgearbeitete Figuren, die meiner Meinung nach, gut in das Buch hineingepasst haben. Besonders tragen ein paar der Figuren “geheimnisvolle“ Charaktereigenschaften, die abseits der leichtvorhanden Mystik, das allgemeine Mystische im Buch verstärken. Dieser Aspekt grenzt auch dieses Buch von grundsätzlichen Thriller-Büchern ab. Zum Ende hin entwickelt sich das Buch sehr überraschend, sodass man auch das Ende als recht ungewöhnlich, aber erfrischend beschreiben kann. Deswegen kann ich zusammenfassend sagen, dass dieser Thriller für mich sehr erfrischend war!

Fazit: Mystik in einem Thriller verpackt! Das Buch „Dunkle Seele“ war für mich sehr erfrischend. Mir hat die Charakterausarbeitung gut gefallen und das Ende konnte mich auch überzeugen, da es mich auch zum Nachdenken angeregt hat. Lediglich fand ich den verwirrenden Anfang sehr komplex. Ich bewerte das Buch mit vier Sternen!

Girl in the night – Megan Goldin

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Im neuerschienen Thriller „Girl in the Night“ geht es in die amerikanische Küstenstadt Neapolis. Einem Profi-Schwimmer wird vorgeworfen, eine Studentin am Strand vergewaltigt zu haben. Rachel, eine bekannte True-Crime Podcasterin, entscheidet sich den Fall unter die Lupe zu nehmen und über den Gerichtsprozess in ihrem Podcast zu berichten. Am Ort angekommen, erhält Rachel mysteriöse Botschaften, die sie auf einen Cold Case vor 25 Jahren hinweisen, der Parallelen zum aktuellen Fall aufweist. Rachel ist neugierig und versucht den Fall zu lösen. Sie gerät in Geflecht voller Lügen und Geheimnissen.

Die Mischung aus Thriller- sowie Krimielementen hats gemacht. Ich fand, dass das Buch sehr gut strukturiert ist und das Erzählkonzept der Autorin sehr spannend war. Man erhält Einblicke in Rachels Ermittlungsarbeit und schnuppert in ihre Podcasts rein. Darüber hinaus tauchen sehr häufig Kapitel aus der Sicht einer Frau namens Hannah auf, die ihre Schwester vor 25 Jahren verloren hat – und dies ist der Cold Case.
Besonders die Erzählperspektive von Hannah fand ich richtig gut, da diese nach und nach über den Cold Case erzählt. Dadurch war ich so gefesselt und wollte unbedingt herausfinden, inwiefern sich der Cold Case mit dem aktuellen Fall um die Vergewaltigung der Studentin überschneiden. Deswegen kann ich nach dem Beenden des Buches sagen, dass dieses Buch von der Spannungsgestaltung richtig gut war. Den einzigen Kritikpunkt nahm ich im Finale wahr, da ich das Gefühl hatte, dass sich das Buch zum Schluss hin, schon ein bisschen gezögert hat. Hier finde ich, dass man das Ende ein bisschen kürzen könnte. Sonst war alles sehr gelungen!

Zu Rachel als Protagonistin konnte ich recht schnell eine Bindung aufbauen. Auch wenn der Fokus in diesem Buch auf den Ermittlungen lag, hat die Autorin genügend Zeit in ihrem Buch eingeplant, damit man Rachel als Figur kennenlernen darf. Folglich war die Charakterausarbeitung von Rachel lobenswert. Aber auch in Hannahs Leben konnte man reichlich reinschnuppern und ihr Leid an der eigenen Haut spüren.

Fazit: Das Buch unterliegt einem genialen Erzählkonzept, welches mich sehr begesitern konnte. Dadurch gerät man in einen Sog, der einen nicht so schnell wieder loslässt. So war die Figurengestaltung sowie die Spannungsgestaltung – abseits des Finales – auf einem hohen Niveau. Ich bewerte das Buch mit 4,5 Sternen, abgerundet auf vier Sterne!

Die Vertraute – Gilly Macmillan

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Vor knapp zwei Jahren kam Gilly Macmillan Roman „Die Nanny“ auf den Markt. Diesen habe ich gelesen und fand ihn unfassbar spannend! Deswegen stand für mich eins klar: „Die Vertraute“ muss ich auch lesen! Somit habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut!

In Macmillans neuem Buch geht es um die sehr erfolgreiche Schriftstellerin Lucy. Als sie noch ein Kind war, verschwand ihr kleiner Bruder. Sie war damals die einzige Zeugin und kann sich selbst nicht so richtig an das Verschwinden erinnern. Dies ist damit zu begründen, dass sie oft Realität und Fiktion nicht richtig auseinanderhalten kann. Jetzt hat sie daraus ein Talent entwickelt und publiziert sehr erfolgreiche Kriminalromane. Eines Tages überrascht ihr Mann Dan sie mit dem Kauf eines Hauses, welches auf der anderen Seite des Waldes steht, in welchem ihr Bruder verschwand. Ein Albtraum beginnt – alte Erinnerungen tauchen auf – Dan verschwindet – Lucy ist wieder die einzige Zeugin und die Hauptverdächtige.

Wie schon vorher erwähnt, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut! Leider konnte das Buch meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Obwohl ich ohne Probleme in das Buch eingestiegen, da die Autorin einen sehr flüssigen Schreibstil aufweist, war die Geschichte hinsichtlich der Konstruktion sowie des Verlaufs nicht sehr spannend gestaltet. Meiner Meinung kam die Geschichte irgendwie nicht vom Fleck. Als klar war, dass der Mann von Lucy verschwunden ist, passierte handlungstechnisch nichts. Zudem gab es sehr viele Kapitel, die ich als sehr monoton empfand. In diesen kam ich sehr schleppend voran. Aber auch die Kapitel, welche in der Vergangenheit spielen, empfand ich als sehr verwirrend und ich habe sehr lange gebraucht, einen Bezug zwischen diesem Erzählstrang sowie der Handlung in der Gegenwart zu finden.

Die Erzählweise aus der Ich-Perspektive fand ich zu Beginn gut, jedoch zum Ende hin sehr mühsam. Ich konnte Lucys Handlungsweisen nicht verstehen und ich tat mich mit einer Charaktereigenschaft schwer, bei der man auch nicht so richtig weiß, ob es Realität oder Fiktion ist. Somit fiel es mir enorm schwer, die Gefühlslage von Lucy nachzuvollziehen und folglich auch mit ihr mitzufiebern, indem ihre Emotionen wie die Angst etc. zu fühlen. So fühlte ich auch nicht die Atmopshäre, die durch den negativ konnotierten Wald sowie dem Haus entstehen sollte. Zu guter letzt konnte ich mich mit dem Ende nicht zufrieden geben, da es nicht zu der mysteriösen Gesamthandlung gepasst hat.

Fazit: Schweren Herzens muss ich leider sagen, dass „Die Vertraute“ für mich persönlich ein Leseflop war. Obwohl sich das Buch gut gelesen hat, fand ich die Charakterdarstellung, die Atmopshäre, die Handlungsentwicklung sowie das Ende ausbaufähig. Somit kommt dieses Buch auch nicht an den letzten tollen Roman der Autorin „Die Nanny“ ran. Ich bewerte dieses Buch leider nur mit 1,5 Sternen.

Die Stimme des Wahns – Ethan Cross

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Im Vergleich zur Ethan Cross „Shepherd“-Reihe fand ich, dass die neue Reihe um Ackermann & Shirazi ein bisschen schwächer bisher war. Die ersten beiden Bänder waren meiner Meinung nach gut, aber nicht so stark wie die Bänder aus der Shepherd-Reihe. Nun habe ich dem dritten Band sehr entgegen gefiebert!

Im dritten Band geht es um den bekannten Demon, den eigentlich Ackermann hinter Gitter gebracht hat. Doch als Ackermann und Shirazi das Hochsicherheitsgefängnis aufsuchen, merken die Beiden, dass es sich bei dem Häftling um einen geschickten manipulierten Doppelgänger handelt. Deswegen stellt Ackermann schnell fest, dass Demon sich ganze Zeit auf freiem Fuß befunden hat. Demon hatte so viel Zeit, um seine Rache an Ackermann vorzubereiten … eine Rache, die Ackermann an seiner verwundbarsten Stelle treffen wird.

Herausragend! Der dritte Band mit dem Titel „Die Stimme des Wahns“ war für mich persönlich der beste Band um Ackermann und Shirazi. Hier hatte ich das Gefühl, dass Ackermann wieder der alte geworden ist. Sein Humor sowie seine brutale Art sind in ihm wieder vorzufinden. Dadurch verspürte dieses Buch die alten Vibes des „Shepherd“-Reihe!

Spannungstechnisch empfand ich das Buch als sehr gelungen! Dadurch, dass ein Wiedersehen mit ein paar alten Figuren vorliegt und diese ins Geschehen integriert werden, wird die Spannung umso mehr verstärkt. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, da ich es so unfassbar gut fand.

Mich hat die Geschichte sehr gepackt und ich fand die parallel verlaufenden Handlungsstränge sehr übersichtlich gestaltet. Zum Ende hin zündet der Autor noch ein Spannungsfeuerwerk und beendet das Buch mit einem grandiosen Finale, welches nach einem vierten Band schreit. Ich hoffe, dass dieser bald erscheinen wird!

Fazit: „Stimme des Wahns“ ist für mich persönlich der stärkste Band der Ackermann & Shirazi-Reihe! Ethan Cross gelingt es einen herausragenden dritten Band zu schreiben, indem meiner Meinung nach der „alte“ Ackermann wieder da ist! Ich spreche somit eine klare Leseempfehlung aus! 5/5 Sterne!

Red Traitor – Owen Matthews

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Der zweite Band mit dem Titel „Red Taitor“ um Alexander Wassin entführt uns als Leser*In wieder in die kalte UdSSr nach Moskau im Jahre 1962. Wie schon im ersten Band, ist Alexander weiterhin ein Agentenjäger des KGBs. Im Kreml soll er nun einen Verräter aufspüren. Parallel dazu spannt sich die Lage auf der Welt an. Die Kubakrise steuert auf ihren Höhepunkt und Kennedy und Chruschtschow können die Füße nicht stillhalten. Als wäre dies nicht schlimm genug, muss Alexander schnell handeln, bevor ein Kapitän eines sowjetischen U-Boots einen fatalen Schritt macht.

Wie schon im ersten Band, beruht der Plot dieses Buches auf wahren Gegebenheiten. Ich finde es mal wieder gelungen, dass man Hintergrundinformationen auf den letzten Seiten findet, um mehr über die damaligen Ereignisse zu erfahren.

Die durch den Autor entworfene kalte bzw. düstere Atmosphäre, die ich schon im ersten Band gelobt hat, kommt von Beginn an des Buches auf. An Seite von Alexander stürzt man sich in die Machenschaften sowie Mächte der sowjetischen Union. So wird die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen geschildert. Ein Highlight dieses Buches waren auf jeden Fall die Kapitel, welche auf dem U-Boot gespielt haben. Diese hatten einen starken Einfluss auf das Geschehen und waren somit sehr spannend zu lesen. Wassins Sicht war auch spannend und ich hatte die Möglichkeit ihn weiterkennenzulernen, da ich nach dem ersten Band das Gefühl hatte, dass man ihn als Figur nicht durchblicken kann. Dies wäre damit zu begründen, dass er im ersten Band einen zwiespältigen Charakter aufwies. Folglich kann ich nach dem Beenden des zweiten Bandes behaupten, dass ich ihn immer noch nicht komplett durchblickt habe…. Ahja..

Darüber hinaus lässt sich sagen, dass ich im Vergleich zum ersten Band diesen zweiten Band spannungstechnisch schlechter finde. Mir fehlte das gewisse Etwas, was ich im ersten Band empfunden hatte. Zudem war – wie beim ersten Band – hier der Genrebegriff in meinen Augen fehl am Platz, da es in meinen Augen eher ein Krimi war.

Fazit: Mit „Red Traitor“ entwirft der Autor eine gute Fortsetzung. Hinsichtlich der Spannungsgestaltung kann ich sagen, dass dieser Band ein bisschen schwächer, dennoch aber lesenswert ist. Es ist auf jeden Fall kein leichter Plot, da es an manchen Stellen sehr politisch werden kann. Jedoch thematisiert der Autor Matthews ein Stück sowjetischer Geschichte, welches beim Lesen den ein oder anderen Leser schocken kann. Ich bewerte das Buch mit starken 3 Sternen!

Seitensprung – Jason Starr

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Es stand mal wieder ein Thriller aus dem Diogenes Verlag an. Diesmal habe ich mich für „Seitensprung“ von Jason Starr entschieden. In dem Buch geht es um Jack Harper, der zurzeit in einer Midlife-Crisis steht. Seine Ehe zu seiner Frau Maria steht auf Eis – nur sein Sohn Jonah gibt ihm noch halt. Aufgrund eines fehlenden Liebesleben entscheidet er, sich bei einer Dating-Plattform anzumelden. Er lernt eine Frau kennen und zu spät merkt Jack, dass er damit den größten Fehler seines Lebens begangen hat. Er wird in eine Spirale voller Skandale gewickelt, aus der es kein Entrinnen gibt.

Durchaus kann ich behaupten, dass der Thriller hervorragend geschrieben worden ist. Er hat sich sehr leicht gelesen und die ab und zu auftauchenden Chats zwischen Jack und weiteren Personen erleichtern den Lesefluss.

Leider war die Handlung für mich persönlich sehr vorhersehbar. Wenn man schon den ein oder anderen „Gossip-“ bzw. Familienthriller gelesen hat, kann man schon nach dem ersten Drittel des Buches vorausahnen, wie sich die Handlung weiterentwickeln wird. Hier könnte ich mir vorstellen, dass der Autor noch die ein oder andere unvorhersehbare Wendung einbauen könnte.

Auch wenn Jack als Figur recht naiv war, konnte ich dennoch seine Gefühlslage nachvollziehen, da der Autor seine Gedanken authentisch entworfen hat. Teilweise tat mir sein resultierendes Schicksal leid, auch wenn er selbst irgendwie schuld daran ist. Ich hätte mir in Bezug auf die anderen Figuren noch eine viel intensivere Thematisierung gewünscht. Figuren wie sein Sohn Jonah, seine Frau, der Officer, Arbeitskollegen usw. waren für mich leider nicht greifbar. Somit nahm ich ein nicht genutztes Potential in der Figurengestaltung wahr. Zudem ging das Setting der Großstadt-Metropole New York irgendwie unter. Ich fühlte mich eher, als ob ich vom Setting her in einer Kleinstadt war.

Fazit: Der Thriller „Seitensprung“ wird meiner Meinung nach für Thriller-Fans sehr antizipierbar sein. „Thriller-Neulinge“ werden eventuell mit diesem Buch die ein oder andere spannende Lesestunde verbringen können. Die Charakterdarstellung war nur bei Jack gut ausgearbeitet worden – andere Figuren bleiben blass. Deswegen kann ich im Allgemeinen das Buch nur mit 2,5 Sternen, Tendenz nach oben, bewerten.

Der vergessene Goldzug – Matt James

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In Matt James neuen Abenteuerbuch geht es um das Gerücht, dass unter den Bergen Polens ein geheimnisvoller Goldzug liegt, der aus dem zweiten Weltkrieg stammt. Der Delta-Force Soldat Jack Reilly macht sich auf den Weg ins ehemalige Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau, um seiner Oma die letzte Ehre zu erweisen. Vor Ort wird Jack Zeuge eines brutalen Angriffs. Eine Frau mit ihren Söldnern taucht auf, um mithilfe Heinrichs Himmler Tagebuch den Goldzug zu finden. Jack wird gezwungen mitzuhelfen. Scheitert er, werden die Geiseln sterben. Existiert der Mythos um den goldenen Zug?

Ich empfand dieses Buch als eine Mischung aus einem Indiana Jones Film verknüpft mit einem Tom Clancys Spiel. Aufgrund der 270 Seiten ist für mich der Abenteuerroman verknüpft mit einzelnen Thriller-Elementen ein kurzweiliges aber dennoch spannendes Buch, welches mir ein paar spannende Lesestunden ermöglicht hat. Ich fand das Szenario im Buch gut vom Autor entworfen. Ein schreckliches Stück deutscher Geschichte wird thematisiert, wodurch das Buch hinsichtlich der Thematik auch die gewisse Tiefe erlangt. Es hat Spaß gemacht Jack bei diesem Abenteuer zu verfolgen, da er sehr sympathisch ist und ich seine Art sehr mag. Trotzdem kam mir seine Charakterdarstellung zu kurz – natürlich auch bedingt durch die Kürze des Buches. Hier freue ich mich schon auf weitere Bücher um Jack, da ich ein enormes Potential darin sehe, dass hier eine spannende Reihe entstehen kann. Zu guter letzt kann ich noch sagen, dass der Autor einen flüssigen Schreibstil aufweist, der sich meiner Meinung nach gut gelesen hat.

Fazit: Wer also auf ein kurzweiliges aber spannendes Abenteuer an der Seite von einem Ex-Delta-Force Soldat hat und in eine Geschichte um einen Mythos eintauchen möchte, sollte sich diesen Roman holen! Ich bin auf weitere Bücher um Jack Reilly gespannt! So bewerte ich das Buch mit 4 Sternen!