Später – Stephen King

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Stephen Kings Romane gehören jedes mal für mich zu persönlichen Lesehighlights. Als ich Ende letzten Jahres erfahren habe, dass „Später“ neu erscheint, war ich auf den neuen Roman sehr gespannt.

In diesem Roman steht der Junge James Conklin im Mittelpunkt. Er ist neun Jahre alt, kennt seinen Vater nicht, führt aber eine sehr vertraute Beziehung zu seiner Mutter, die als Literaturagentin arbeitet. Nebenbei hüttet er ein strenges Geheimnis. James kann nämlich von klein auf die Geister von Verstorbenen sehen und mit ihnen reden. Als dann der berühmteste Autor von James Mutter stirbt, stehen James und seine Mutter vor einem finanziellen Untergang. Doch zum Glück hat James diese eine ungewöhnliche Gabe. Wird diese Gabe die Familie aus der Tragödie retten, indem James mit dem Verstorbenen reden wird? Am Ende geht es ja sowieso nur um Leben und Tod.

Vorab kann ich sagen, dass mich der Roman so positiv überrascht hat, dass ich ihn am heutigen Morgen in einem Stück runtergelesen habe. Besonders die Erzählung aus der Sicht des Jungen gefiel mir bei diesem Roman sehr. Schon bei seinem Roman „Das Mädchen“ gelang es King eine sehr authentische Darstellung der Ereignisse aus der Sicht des Kindes zu konstruieren. Die Emotionen, die Gedankengänge und seine Erzählungen werden gelungen vermittelt. Ich fühlte mich beim Lesen als ob ich bei jedem Ereignis, welches James erlebt, hautnah und vor Ort dabei wäre. Einfach toll!

Der Horroraspekt steigert sich zum Ende des Buches hin erheblich. Zu Anfang speukulierte ich über mögliche psychologische Traumata des Protagonisten. Diese Hypothesen widerlegten sich, je mehr ich im Buch vorankam. Die Elemente des Horrors kommen immer mehr zum Vorschein und werden hervorragend in Szene gesetzt. Nervenkitzel kam auf, was für ein spannendes und atmosphärrisches Leseabenteuer sorgte. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, wurde die Verknüpfung von Horror und Realität authentisch dargestellt.

King punktet mal wieder mit seinem Schreibstil. Seitdem ich mich mit Kings Büchern auseinandersetze, gibt es immer die zwei Seiten – die Einen, die seinen Schreibstil lieben und die Anderen, die damit nichts anfangen können. Persönlich muss ich sagen, dass mich sein Schreibstil total gefällt. Er weist einen individuelle Erzählstil auf, den ich bisher bei keinem weiteren Schriftsteller*in bemerkt habe. Die Seiten lesen sich total flüssig und der Schreibstil ermöglicht, sich die Ereignisse bildhaft vorzustellen.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass mich Stephen King mit seinem neuem Roman „Später“ überzeugt hat. Ihm gelingt es auf guten 300 Seiten die Psyche eines Kindes authentisch und gefühlsvoll darzustellen. Der Horroraspekt wird in diesem Buch hervorragend integriert, sodass im Allgemeinen im Roman eine spannende Geschichte erzählt wird. Klare Leseempfehlung!

Escape Zone – Ulf Torreck

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Willkommen in der Escape Zone! Im Thriller „Escape Zone“ stellen sich acht Teilnehmer einem sehr gefährlichem Labyrinth, in welchem Fallen verbaut sind. Der erste Teilnehmer, der alle Fallen meistert, bekommt ein Preisgeld in Höhe von 300.000 Euro. Parallel dazu verfolgen über hunderttausende Zuschauer das Spektakel von zuhause aus. Was nach einen vermeintlichen harmlosen Spiel scheint, wird zur ernster Realität. Einzelne Kandidaten kommen ums Leben. Einer nach dem anderen. Wer wird überleben?

„Escape Room“ – Thriller gehören seit einiger Zeit zu meinem Lieblingsbereich aus dem Thrillergenre. So war ich sehr auf diesen Thriller gespannt, da ich vom Buch eine große Spannung und Nervenkitzel erwartet habe. Leider wurden meine Erwartungen im Buch nicht erfüllt.

Den Einstieg in den Thriller fand ich persönlich sehr schwierig. Die Handlung wird aus der Sicht von zahlreichen Figuren geschildert. Dabei muss ich sagen, dass ich eine Zeit lang gebraucht habe, um einen Überblick über die ganzen Figuren zu erhalten. Außerdem hat sich der Anfang des Buches sehr gezogen und einzelne Szenen waren in der Gestaltung recht unrealistisch.

Die Spannung kam zum ersten Mal so richtig ab der Hälfte des Buches zum Vorschein. Ab da wird das Buch sehr interessant, da sich die Teilnehmer in der „Escape Zone“ befinden und sich durch die Herausforderungen durchkämpfen müssen.
Mit den Figuren – außer Martha – konnte ich mich nicht anfreunden. Alle Figuren (Kandidaten sowie Leiter des Spiels) inklusive Martha wirken sehr oberflächlich gestaltet. Außerdem waren sie mir in keiner Weise sympathisch. Dies ist wahrscheinlich damit zu begründen, dass ihr Ausdruck recht vulgär und anstößend war. Dies störte mich in meinem Lesefluss sehr.

Trotz der Kritik an den Figuren finde ich gut, dass Martha als Figur gut die Rolle als Protagonistin einnimmt. Sie ist eine zielstrebige Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Jedoch finde ich, dass es viel besser wäre, wenn der Fokus in diesem Buch noch stärker auf Martha gelegt worden wäre. Damit meine ich, dass man einzelne Perspektiven anderen Figuren einfach auslassen sollte, damit man sich besser auf Martha konzentrieren kann und sie somit besser kennenlernen darf.

Auch wenn ich den Thriller so mittelmäßig fand, würde ich das Buch, Fans von Escape Rooms empfehlen, da der Plot sie vielleicht doch überzeugen kann.
Schlussendlich kann ich sagen, dass mich der Thriller wenig unterhalten kann. Ich persönlich sehe, dass bei diesem Buch der Fokus falsch auf die Perspektiven gesetzt worden ist und der Anfang des Buches recht schwach ist. Dennoch überzeugt der zweite Teil des Buches im Gesamten mit einer soliden spannenden Handlung.

Mordsand – Romy Fölck

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Im Kriminalroman mit den Protagonisten Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn steht der vierte Fall an. An einem Strand wird ein Skellett gefunden. Wer ist dieser Mann, der vor zahlreichen Jahren gefesselt hier ums Leben kam? Kurze Zeit später wird auf einer benachbarten Insel auf dieselbe Art, ein weiterer Mann tot aufgefunden. Die Ermittler stehen vor einem großem Rätsel. Treibt ein Serienmörder hier sein Unwesen oder wie lassen sich die Morde erklären? Paulsen und Haverkorn müssen tief graben und treffen auf eine Spur, welche die Ermittler tief in die Vergangenheit führen.

Letzte Woche habe ich noch den dritten Band „Sterbekammer“ von Paulsen und Haverkorn beendet und nun stand endlich der vierte Band an. Wie gewohnt, gelingt es der Autorin schon zu Beginn des Buches, einen sehr atmosphärrischen sowie spannenden Anfang zu gestalten. Leser, die auch die Vorbänder nicht kennen, werden direkt an die Hand genommen und in das Ermittlerteam sowie ihre Vorgehensweise eingeweiht.

Wie ich in jeder Buchrezension zu der Reihe geschrieben habe, fällt direkt das sympathische Ermittlerteam auf. Paulsen und Haverkorn sind einfach Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind. Weitere Charaktere wie die weiteren Mitgleider aus dem Ermittlerteam sowie die nahenstehenden Person der Protagonisten weisen auch eine gute Rolle auf und ergänzen das Buch sehr gut.

Der Fall an sich bietet eine gute Spannung. Besonders die Rückblicke in die DDR Zeit lassen sich als eine der Stärken des Buches beschreiben. Dennoch muss ich sagen, dass mich der Fall nicht so „gecatcht“ hat, wie es bei den vorherigen Büchern war. Irgendwie finde ich, dass der Klappentext teilweise auch schon zu viel verraten hat. Nichtsdestotrotz wird man mit diesem Buch gut unterhalten und kann die Entwicklung der beiden Protagonisten richtig gut nachverfolgen. Aus diesem Grund freue ich mich auch schon auf den fünften Band, der wahrscheinlich dann im nächsten Jahr erscheinen wird.

Fazit: Auch wenn dieser Fall im vierten Band nicht so stark wie bei den Vorgängern war, war das Wiedersehen mit Paulsen und Haverkorn sehr gelungen und man wird auf über 400 Seiten gut unterhalten. Dann warten wir mal auf Band 5 !!!

Sommernacht – Lucy Foley

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Nachdem ich letztes Jahr „Neuschnee“ von Foley gelesen habe und recht positiv beeindruckt war, freute ich mich umso mehr auf „Sommernacht“. In diesem Thriller begeben wir uns auf eine abgelegene Insel vor der wilden Küste Irlands. Auf dieser Insel soll die Hochzeit von Julia und Will stattfinden. Alles ist bis ins kleinste Detail durchgeplant. Nichts kann mehr schief gehen oder? Es soll ein unvergessliches Fest werden, doch dann zieht ein heftiger Sturm auf. Die Stimmung ist angespannt und auch unter den Gästen dringen Geheimnisse sowie alte Rivalitäten ans Licht. Als dann noch ein Toter draußen im Moor aufgefunden wird, eskaliert die Situation auf der Insel.

Direkt am Anfang ist mir aufgefallen, dass dieses Buch vom Aufbau sowie Konzept her, Ähnlichkeiten zu Foleys Thriller „Neuschnee“ aufweist. Im Buch lernen wir insgesamt 14 Gäste kennen. Zum Glück verfolgen wir die Handlung nur aus einem Bruchteil der Gäste, da es sonst zu unübersichtlich sein würde. So wählt die Autorin gekonnt die Figuren aus, die besonders im Vergleich zu den Anderen auffallen, sodass man die Figuren gut unterscheiden kann. Schnell entwickelt sich beim Lesen eine düstere Stimmung, die besonders durch die offenbarten Geheimnisse der einzelnen Figuren sowie Interessen verstärkt wird.

Außerdem merkt man, dass man keiner Figur so richtig Vertrauen kann, da jede in irgendeiner Weise ein Motiv für einen Mord aufweisen kann. Deswegen bleibt man bis zum Ende gespannt und wird am Ende durch eine schlüssige Lösung aufgeklärt. Dennoch finde ich, dass das Ende eher mau und sehr abgehackt ausfällt. Die passende Spannungsentwicklung bis zum Höhepunkt passte meines Erachtens einfach nicht zum Schluss. Aus diesem Grund wird das Ende dem gesamten Buch nicht gerecht.

Des Weiteren lässt sich sagen, dass die Autorin den Schwerpunkt bei diesem Thriller eindeutig auf die Figurendarstellung legt. Persönlich gelungen empfinde ich, dass sie die inneren Gefühle, die Psyche sowie die Gedankengänge authentisch und detailliert darstellt. Deswegen hat dies auch an manchen Stellen eine negative Auswirkung auf die Spannung. Dennoch kann man sagen, dass es rundum ein guter Thriller ist.

Schlussendlich kann ich sagen, dass dieser Thriller bezüglich des Fokus auf den Figuren überzeugt. Wer gerne einen Thriller liest, wo nach und nach Geheimnisse der Figuren offenbart werden und wenig Action sowie Spannung vorliegt, der wird bei diesem Buch voll auf seine Kosten kommen.

Hidden Worlds (Band 2) – Mikkel Robrahn

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Fantasyromane lese ich ja eigentlich selten. Aber die „Hidden Worlds“ – Reihe hat es mir angetan. So wartete ich sehnsüchtig auf den zweiten Band um Elliot, um mich wieder in eine grandiose Fantasywelt zu stürzen.

Der zweite Band knüpft gut an den ersten Band an. Das Portal nach Avalon ist geöffnet. Trotzdem werden die magischen Wesen unserer Welt immer noch von der Inquisition verfolgt. So entscheidet sich Elliot mit Hilfe von der Elfin Soleil Verbündete in Avalon zu suchen, um die Inquisition zu vernichten. Doch die Bevölkerung von Avalon lehnt alles ab, da sie selbst mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat. Doch eine Lösung gibt es: Die magische Krone des wahren Erben. So begeben sich Elliot und Soleil auf eine Reise nach der Krone. Wird es ihnen gelingen, die Avalonier im Kampf gegen die Inquisition zu einen?

Dem Autor gelingt es mit diesem Buch eine gelungene Fortsetzung zu schreiben. Er knüpft gut an die Handlung aus dem ersten Band an und es wird mal wieder spannend. Zusammen mit Elliot und Soleil begibt man sich als Leser noch tiefer in die fabelhafte Welt von Avalon. Durch einen sehr bildhaften Schreibstil wird ein detailliertes Kopfkino angeregt. Besonders stark fand ich, dass man weitere Wesen und Schauplätze kennenlernen darf, wodurch man als Leser, sich Seite für Seite mit Avalon und seinen Bewohner noch intensiver auseinandersetzen kann. Aber nicht nur Avalon lernen wir besser kennen. Ich fand es schön, dass man zu Elliot auch eine stärkere Bindung aufbauen konnte, da man ihn immer mehr auf dem Abenteuer durch Avalon kennenlernen darf. Die Handlung bietet an sich, abseits von ein paar zähen Momenten, eine wirkliche gute Spannung.

Zusammengefasst kann ich kurz sagen: Dem Autor gelingt es eine gute Fortsetzung zu schreiben. Die Reise in Avalon kann schlussendlich mit diesem Buch fortgesetzt werden. Elliot lernt man besser kennen und die Handlung ist von der Spannung her gut. Jetzt heißt es, nochmal 5 Monate warten, bis der dritte Band erscheint. Viel Spaß beim Lesen!

Nordwesttod – Svea Jensen

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Ich weiß nicht warum, aber Kriminalromane, die an der Nordseeküsste spielen, haben es mir irgendwie angetan. Im Vergleich zu anderen Handlungsorten haben die etwas Besonderes an sich.

Beim Buch „Nordwesttod“ steht der erste Fall für die SoKo St. Peter-Ording an. Vor kurzem ist erst die Kommissarin Anna Wagner nach ihrer Scheidung aus München nach Kiel gezogen. Nun stehen sie und der Dienststellenleiter Hendrik Norberg vor einem Vermisstenfall. Die Umweltaktivistin Nina Brechtmann ist nach ihrem Urlaub nicht wiederaufgetaucht. Hat ihr Verschwinden mit den Expansionsplänen in der Hotelbranche ihrer Familie zu tun? Oder hütet Nina ein großes Geheimnis? Eine Suche beginnt, bei der jede Sekunde von höchster Relevanz ist.

Mit „Nordwesttod“ entwirft die Autorin einen sehr vielschichtigen und brisanten Kriminalroman mit zwei sehr sympathischen Protagonisten im Vordergrund, der mit einem sehr bildhaften Schreibstil untermauert wird. Dabei wird die Geschichte nicht aus der Perspektive der beiden Ermittler geschildert. Weitere Perspektiven wie z.B. von potentiellen Verbrechern, Familienmitgliedern etc. finden auch ihren Platz im Buch. Dadurch erhält man ein umfassendes Bild auf den Fall, was wiederum für eine gute Spannung sorgt. Dabei bleibt die Handlung übersichtlich und strukturiert.

Sehr positiv zu bewerten wäre die Aktualität des Falls. Obwohl wir Ninas Perspektive nicht wahrnehmen, nimmt Nina als Umweltaktivistin in diesem Buch eine sehr geheimnisvolle Rolle ein, bei der man als Leser viele Hypothesen aufstellen kann. Dies fand ich irgendwie total interessant, da man ja erst zum Schluss die Auflösung erfahren hat.

Neben den Ermittlungen wird teilweise sehr ausführlich das Leben der beiden Ermittler beleuchtet. Da ich ein großer Fan dessen bin, fand ich es gut, da man die Charaktere im ersten Band schon ganz gut kennenlernen konnte. Außerdem haben die Einblicke in das Privatleben der Beiden keine negativen Auswirkungen auf die Spannung der Handlung gehabt.

Zu guter Letzt kann man noch sagen, dass die Identitätsfindung sowie Zurechtfindung im Umkreis der liebsten Menschen neben der Umwelt zu einem großen Thema werden. Besonders Norberg wird in diesem Fall hinsichtlich dieses Aspektes beleuchtet. Hier freue ich mich schon auf den zweiten Band, um die Entwicklung von ihm sowie den weiteren Figuren zu verfolgen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mit dem ersten Band um die SoKo St. Peter Ording gut unterhalten worden bin. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit den weiteren Figuren im zweiten Band, der soweit ich weiß, im Mai erscheinen wird.

Finding Us-Befreit – Audrey Carlan

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Gerade noch einen Thriller beendet und jetzt freute ich mich auf etwas lockeres! Auch wenn mir der erste Band der neuen Audrey Carlan nicht gefallen hat, wollte ich unbedingt den zweiten Band lesen, da es hier um London, Aspens Schwester geht. London war mir total sympathisch im ersten Band, wodurch ich mir einfach erhofft habe, dass es im zweiten Band auch so sein wird.
Wie erwähnt geht es im zweiten Band um London. Nachdem ihr Ehemann gestorben ist, liegt ihre ganze Welt in Schutt und Asche. Um sich vor einem erneuten Schmerz zu schützen, hat sich London geschworen, nie wieder jemanden an ihr Herz zu lassen. Doch dann bei einer Party trifft sie auf den Britten namens Collier. London fällt direkt sein Akzent und Traumkörper auf. Es entwickelt sich eine Leidenschaft zwischen den Beiden, welche nicht zu zügeln ist. Doch Collier will nicht nur das Vergnügen – er will eine feste Beziehung. Wird London ihm das geben können?

Bevor ich ins Detail gehe, kann ich vorab sagen: Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt, wodurch ich höchstwahrscheinlich den dritten Teil nicht lesen werde.

Zu Beginn des Buches wurde ich durch den recht sentimentalen Prolog mit dem Tod von London Ehemanns regelrech positiv überrascht. In diesem Moment hatte ich große Hoffnungen, dass dieses Buch die gewisse Tiefe erhalten wird. Nach paar Seiten verfällt jedoch das Buch in die alten Muster. Die Leidenschaft und der Trieb der beiden Figuren kommt zum Vorschein. Beides passte meiner Meinung zum Beginn des Buches einfach nicht. Außerdem wurde mein Bild von der sympathischen London auf den ersten Seiten total zerstört. Im ersten Band wirkte sie recht vernünftig und zielstrebig. Sie war für mich der rationale Teil der Familie. Im zweiten Band offenbart London genau die andere Seite, wodurch ich mich manchmal gefragt habe, ob ich wirklich die Protagonistin London hier vor mir habe.

Collier gefiel mir in seiner Gestaltung auch nicht. Er spiegelte das typische britische Stereotyp wieder und wies die größten Clichees in sich auf. Auch wenn für ihn eine Beziehung von größerer Relevanz als der Trieb ist, handelte er meines Erachtens eigentlich genau andersrum. Das passte einfach gar nicht. Handlungstechnisch passierte auch wenig. Alles drehte sich eigentlich wieder um die sexuelle Lust. Die Tiefe blieb mal wieder außen vor.

Positiv zu bewerten wäre, dass Aspen und Hank aus dem ersten Band auftreten, wodurch ein Wiedersehen mit den Figuren ermöglicht wird. Außerdem war der Schreibstil größtenteils flüssig und hat sich somit gut gelesen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Hoffnungen nicht erfüllt worden sind. Ich bin leider enttäuscht und werde es mit dem dritten Band sein lassen. Schade!

Blutroter Schatten – Patricia Walter

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Im Thriller „Blutroter Schatten“ begeben wir uns nach München, wo innerhalb kurzer Zeit mehrere Leichen gefunden werden. Bei jeder Leiche wurde jeweils ein Zettel mit der Aufschrift „Mit den besten Empfehlungen Thomas Rhode“ beigelegt. Doch wie ist das möglich, wenn der berüchtigte Serienkiller seit einiger Zeit im Hochsicherheitstrakt einer Psychiatrie sitzt? Weiß er denn trotzdem wer der Täter ist? Doch Thomas Rhode schweigt. Die einzige Person mit der er darüber reden würde, ist seine Tochter Sam. Obwohl Sam ihren Vater als Monster sieht, willigt sie ein und trifft sich mit Rhode. Dabei merkt sie nicht, dass sie selber ins Visier des Killers gerät.

Nachdem viele Leute mir das Buch empfohlen haben, musste ich mich selbst überzeugen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Schon von Beginn an, herrscht in diesem Buch eine gute Spannung. Mir gefiel das Konzept des Buches sehr, dass man einerseits die Ermittlungen inklusive der Gespräche zwischen Rhode und Sam verfolgt und anderseits durch Rückblicke sowie Gegenwartssituationen den Killer kennenlernen kann. Dadurch bekommt man auf den Fall zwei Blickwinkel, was positiv zu bewerten ist.

Der Fall ist recht verschachtelt. Wie erwähnt, gefielen mir die Gespräche zwischen Rhode und Sam. Es herrschte immer eine gewisse Nervösität bei diesen Kapiteln, da man als Leser sehr gespannt war, was Rhode den Ermittlern für neue Informationen vermitteln wird. Sam als Figur war in ihrer Rolle sehr authentisch. Man konnte ihre Ängste und Gedanken total nachvollziehen.

Mal wieder war dieser Thriller für mich ein Buch, welches ich nicht aus der Hand legen konnte. Gestern am Abend habe ich es begonnen und heute früh beendet. Mich hat einfach diese Geschichte total überzeugt! Außerdem waren die Twists total genial, da diese für „WOW“-Momente sorgten. Zum Schluss des Buches lag noch ein gelungener Showdown vor, der die Spannung auf die höchste Stelle brachte. Genial fand ich, dass der Fall nachvollziehbar und logisch gelöst worden ist. Des Öfteren kommt es nämlich in letzter Zeit vor, dass ich merke, dass die Auflösungen in Thrillern sowie Kriminalromanen zu weit hergezogen ist. Dies ist hier nicht der Fall.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass für mich „Blutroter Schatten“ bis dato zu den besten Thrillern des Jahres 2021 gehört. Er hat viel zu bieten: einen tollen Plot, eine grandiose Spannung und einen flüssigen Schreibstil. Da muss ich mal die anderen Bücher der Autorin nachholen!

Darling Rose Gold – Stephanie Wrobel

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Könnten sie ihrer Mutter immer noch vertrauen, nachdem ihre Mutter sie jahrelang belogen hat?

Dieses Schicksal widerfährt Rose Gold. Rose Gold ist schwer krank und sie dachte, dass sie ihr Leben lang im Rollstuhl sitzen müsste und auf die Hilfe ihrer Mutter Patty angewiesen wäre. Doch dann findet sie heraus, dass ihr Leben auf einer ganzen Lüge basiert.

Nachdem nun ihre Mutter eine Zeit lang im Gefängnis abgesessen hat, wird sie entlassen. Für die ersten Tage schlug Rose Gold ihr vor, bei ihr unterzukommen. Auch wenn Patty nur sich wieder mit ihrer Tochter versöhnen möchte, weißt Rose Gold, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass Patty die Oberhand wieder übernehmen möchte. Doch dies wird ihr nicht gelingen. Rose Gold ist nämlich nicht mehr das schwache Mädchen von damals. Sie will ihre Mutter loswerden. Ein Mutter-Tochter-Drama beginnt!

Die Geschichte knüpft an die Entlassung von Patty aus dem Gefängnis an. So erzählt Petty ihre Geschichte aus ihrer Perspektive als sie sich wieder in das normale Leben ihrer Tochter integrieren möchte. Parallel dazu verläuft der Handlungsstrang von Rose Gold, der in der Vergangenheit zu verorten ist. Rose erzählt aus der Vergangenheit – zu der Zeit als Patty schon im Gefängnis sitzt. An sich bietet das Erzählprinzip eine großes Potential, da man einerseits viel über die Vergangenheit der Beiden erfährt, was wiederum für eine gewisse Tiefe sorgt. Anderseits verfolgt man das Mutter-Tochter-Drama in der Gegenwart und kann die Anspannung in der Beziehung zueinander sehr gut wahrnehmen.

Natürlich war es interessant, das angespannte Verhältnis zwischen Patty und Rose Gold zu verfolgen, jedoch hat mich es einfach nicht gecatcht. Ich konnte bis zum letzten Drittel in keiner Weise in die Geschichte reinfinden. Dies ist auch damit zu begründen, dass keinerlei Spannung vorlag und die Twists größtenteils vorhersehbar waren. Auch wenn ich nun an das Buch zurückdenke, fällt mir nur das letzte Drittel in den Kopf ein, da in den anderen beiden Drittel handlungstechnisch wenig passiert ist. Ich fände es persönlich besser, wenn die Autorin in diesen ersten beiden Drittel eine viel höhere Spannung durch Psychoelemente sowie gekonnte Twists erzeugen würde. Außerdem waren mir Rose Gold und Patty sehr unsympathisch, wodurch ich mir in diesem Buch eine gewisse Bezugsperson gefehlt hat.

Positiv zu bewerten wäre der moralische Aspekt in diesem Buch. Des Öfteren habe ich mich gefragt, wer jetzt wirklich der „Böse“ in diesem Buch ist. Aus diesem Grund regt das Buch dann nach dem Lesen doch zur einer Reflektion an, was ich rundum gelungen fand.

Fazit: Meinen Erwartungen konnte der Roman leider nicht gerecht werden. Durch unsympathische Figuren und einen recht trägen Plot konnte mich das Buch leider nicht beeindrucken. Der moralische Aspekt ist lediglich positiv zu bewerten.

Paranoid – Lisa Jackson

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Vor zwanzig Jahren traf sich eine Highschool-Clique für eine harmlose Ballerei mit Platzpatronen. Darunter war auch Rachel und ihr Halbbruder Luke. Als dann Rachel auf Luke zielt und abdrückt, wird dieser nicht von einer Platzpatrone getroffen, sondern von einer richtigen Kugel. Vor Gericht wird sie freigesprochen und bisher blieb der Tod von Luke unaufgeklärt. Zwanzig Jahre später treffen sich die Freunde wieder. Doch die zwei Zeuginnen, die Rachel vor zwanzig Jahren im Prozess entlastet haben, werden auf eine brutale Art und Weise hingerichtet. Zudem erhält Rachel selbst düstere Botschaften. Was passiert hier? Sehnt sich jemand nach einer Rache?

Der spannende Klappentext verleitete mich diesen Thriller zu lesen. Und so weist das Buch einen guten Einstieg auf, welcher mich gefesselt hat. Im Fokus dieses Buches steht der vergangene Mord an Rachels Halbbruder Luke. Auch wenn dieser vor 20 Jahren passiert ist, erfährt man als Leser recht wenig darüber. Die Handlung spielt nämlich hauptsächlich in der Gegenwart. Dadurch ist man auf demselben Wissensstand wie die Figuren. Dies ist positiv zu bewerten.

Die Geschichte wird jeweils aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Neben der Perspektive von Rachel, der Protagonistin, verfolgt man die Geschichte aus der Sicht der Ermittler, Rachels Kindern (+…..). Persönlich empfand ich dies als sehr störend, da ich mit keinem Charakter so richtig warm wurde. Deswegen wirkten die Figuren sehr oberflächlich gezeichnet. Anderseits kann man aber sagen, dass das hohe Maß an den verschiedenen Perspektiven hier besser gewählt worden ist, als wenn man jetzt ausschließlich die Handlung aus der Sicht von Rachel erzählen würde. Diese erwies sich leider als sehr nervig, da sie non stop paranoid ist, sehr oft sehr unlogisch handelt und zudem noch als „Helikoptermutter“ beschrieben werden kann, indem sie ihre Kinder durchgängig kontrolliert. Dadurch erlang sie auch keinerlei Sympathiepunkte bei mir, wodurch ich lieber die Handlung aus der Sicht der Ermittler verfolgt habe.

Auch wenn die Story eine gute Spannung aufweist, fand ich einzelne Handlungsverläufe sehr abstrakt. Dadurch erschienen sie mir unglaubwürdig und unlogisch. Positiv zu betrachten wäre der Schreibstil. Lisa Jackson weist einen sehr flüssigen und bildhaften Schreibstil auf, der sich wirklich gut lesen lässt.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich dieses Buch eingeschränkt empfehlen kann. Wer keinerlei Probleme mit nervigen Charakteren, und zu vielen Perspektiven hat, der sollte das Buch lesen. Eine ganz gelungene erzeugte Spannung ist auf jeden Fall vorzufinden.