Sterbekammer – Romy Fölck

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Nachdem mich der zweite Band um die Ermittler Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen sehr überzeugen konnte, habe ich mich sehr auf den dritten Band mit dem Titel „Sterbekammer“ gefreut. In diesem Kriminalroman wird die Leiche von Josef Hader, der vor vielen Jahren in alte Deichmühle gezogen ist, gefunden. Doch bei einer Leiche wird es nicht bleiben. Unter einer Bodenklappe finden die Ermittler eine Kammer, die Schreckliches erahnen lässt. Auf einem Bett liegt ein altes Sommerkleid. Kann dieses Sommerkleid in Verbindung mit einem alten Fall in Verbindung gebracht werden, bei dem eine junge Frau spurlos auf dem Nachhauseweg verschwunden ist? Ein spannender Fall beginnt.

Auch wenn ich Lesern empfehlen würde, die Reihe von Anfang an zu lesen, lässt sich dieses Buch auch als „Standalone“ gut lesen. Alle nötigen Informationen erhält man zu Beginn des Thrillers, wodurch man problemlos in den Fall einsteigen kann.

Wie schon aus Band 2 hinterlassen Paulsen und Haverkorn einen sehr sympathischen Eindruck. So hat man die Möglichkeit als Leser die beiden Protagonisten noch näher kennenzulernen. Besonders toll finde ich die Entwicklung der Beiden. Schön fand ich, dass neben der Haupthandlung auch wieder das familiäre Leben sowie die dazugehörigen Probleme beleuchtet werden, wodurch man einen sehr vielschichtigen Blick auf die Beiden erhalten kann. Somit wird eine Nähe zu Bjarne und Frida hergestellt.

Deswegen muss es einem zukünftigen Leser bewusstwerden, dass nicht nur die Action in diesem Buch im Fokus liegt. Adrenalinjunkies werden nämlich eher enttäuscht. Ich fand es persönlich super, da mir die Mischung sehr gut gefallen hat. Dabei muss aber natürlich festhalten, dass in diesem Kriminalroman eine große Spannung vorliegt!

Die Autorin überzeugt außerdem mit einem grandiosen, bildhaften und flüssigen Schreibstil. Ich bin durch die Seiten geflogen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich der dritte Band um Haverkorn und Paulsen wieder sehr positiv überrascht hat. Auch wenn es eher ein sehr simpler Fall vorliegt, hat mich das Buch sehr gut unterhalten können. Band vier liegt schon auf meinem Lesestapel! Ich freue mich!

Flieh, so weit du kannst – Naomi Joy

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Ava durchlebt eine harte Zeit mit ihrem Freund Charlie. Sie kommt zum Entschluss, dass sie sich von Charlie trennen möchte. Zur Hilfe hat sie ihren Chef David, welcher ihr kurz darauf vorschlägt, für eine unbestimmte Zeit in der Wohnung seiner verstorbenen Tochter Olivia unterzukommen. Sie erhofft sich ein neues Leben zu beginnen. Daraus wird aber nichts, da sie innerhalb kurzer Zeit erschreckende SMS und Drohbriefe bekommt. Wer steckt hinter diesen Stalkingangriffen? Ist es ihr Ex-Freund Charlie oder doch jemand anderes aus dem Umfeld? Ava ist am durchdrehen und begibt sich an den Rand zwischen Leben und Tod.

Dieser Thriller befasst sich hauptsächlich mit den Themen: Verrat, Intrigen und Hinterhältigkeit. Jeder der Figuren weist Geheimnisse auf, die nach und nach im Buch entlarvt werden. Dabei kommt die Spannung besonders im ersten Teil des Buches in keiner Weise zu kurz.

Das Buch wird bis zum Schluss aus zwei Perspektiven erzählt. Einerseits verfolgen wir die Geschichte aus der Sicht von Ava, die große Probleme mit dem Stalker hat. Anderseits wird die Geschichte aus der Sicht von Jane erzählt. Jane ist eine von Avas Arbeitskollegin. Dieser Wechsel der Perspektiven ist gelungen, da man den beiden Figuren durch die Ich-Perspektive sehr nahe ist. Besonders die Nähe zu Ava kommt gut zur Geltung, da dadurch ihre Ängste intensiver zu spüren sind. Im weiteren Verlauf des Buches kommen zwei bis drei weitere Perspektiven von anderen Figuren dazu, die relevant für das Buch sind. Grob gesagt, fand ich dies gelungen, da dadurch eine Multiperspektivtät auf das Geschehen ermöglicht wird.

Zudem war die Anzahl an relevanten Figuren recht klein, wodurch diese überschaubar waren und man den Übeltäter im engeren Kreise aufspüren konnte. Dennoch finde ich, dass trotz der verschiedenen Perspektiven und Überschaubarkeit, nur Ava als Charakter greifbar war. Außerdem muss ich ehrlich sagen, dass mich jede der Figuren irgendwie genervt hat. Ihre Denk- und Handlungsweisen waren nur auf das eigene Wohl bestimmt und von Sympathie gab es keine Spur. Diese Figuren würden sogar langjährige Freundschaften aufs Spiel setzen, um an das persönliche Ziel zu kommen. Deswegen entwickelte ich auch beim Lesen gegenüber den Figuren eine recht negative Haltung. Irgendwie wollte ich, dass jeder von den Figuren, das bekommt was er verdient.

Die Handlung wies so bis zur Hälfte eine gute Spannung auf. Irgendwann dann ab der Mitte war für mich die Handlung im Ganzen irgendwie vorhersehbar, da die Motive und die wahre Identität einzelner Personen zu vermuten war. So lag ich auch mit der Auflösung richtig. Nur ein gut eingebauter Twist am Ende des Buches sorgte nochmal für einen guten „Wow-Moment“.

Zusammenfassend kann ich sagen: Wenn jemand Lust auf einen Thriller mit Intrigen und Verrat Lust hat, der wird mit diesem Buch voll auf seine Kosten kommen. Persönlich störten mich an diesem Thriller die Vorhersehbarkeit und der Entwurf der Charaktere.

Mr. Nobody – Catherine Steadman

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Im psychologischen Thriller „Mr. Nobody“ steht ein Mann im Vordergrund, der seine Identität nicht kennt. Er wird an einem kalten Januartag am Strand eines Örtchens namens Norfolk gefunden. Mit der Polizei sowie mit der Presse spricht der unbekannte Mann nicht. Für die Untersuchung dieses Mannes wird die junge Neuropsychiaterin Dr. Emma Lewis hingezogen. Vielleicht gelingt es ihr endlich ihren Durchbruch zu erlangen. Denn damals hat sie alle Spuren nach einem Skandal vor 14 Jahren verwischt. Nun steht sie Mr. Nobody gegenüber und Emma wird eines schnell klar. Dieser Mann weiß etwas über Emma, dass eigentlich keiner wissen sollte. Wer ist dieser Mann?

Mit der Idee des geheimnisvollen Mannes ohne Identität wirft die Autorin einen sehr interessanten Plot in den Raum. Dieser Thriller weist ein tiefgründiges Thema auf, das durch die Autorin gut im Buch eingebaut wird. Besonders interessant fand ich den theoretischen Input. Neben der Story versorgt uns die Autorin mit psychologischen Informationen, die sich als relevant für das Verständnis des Buches erweisen. Ich empfand dies als sehr gelungen und nicht zu langatmig.

Die Autorin gestaltet die Kapitel sehr spannend und mit Perspektivwechseln. Besonders der Wechsel zwischen Emma und Mr. Nobody erwiesen sich als sehr spannend. Durch die Ich-Perspektive war man als Leser näher am Geschehen drin, wodurch man die Spannung besser spüren konnte. Des Weiteren fand ich es gut konstruiert, dass die weiteren Figuren wie der Bruder von Emma, Chris (Polizist) etc. die Erzählung aus der dritten Perspektive vornahmen. Dies sorgte einerseits für eine gute Abgrenzung zu den Hauptfiguren, da dadurch der Fokus klar auf Emma und Mr. Nobody gefallen ist. Anderseits sorgte die Perspektive für eine gewisse Distanz zu den Nebencharakteren. Sie waren mir an manchen Stellen nicht greifbar. Außerdem waren sie für mich recht blass gezeichnet worden, wodurch man einzelne Aspekte ihres Lebens nicht ganz durchblicken konnte. Hier würde es sich empfehlen, die Nebenfiguren von einer weiteren Seite zu beleuchten.

Wie erwähnt, lag in diesem Thriller eine gute Spannung vor, die kontinuierlich durch Twists hochgehalten worden ist. Außerdem sorgte das Rätsel um den Skandal von Emma vor 14 Jahren für weitere Spannung, da man herausfinden wollte, was genau damals passiert ist. Deswegen fiel es mir auch schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Besonders durch den Schreibstil war ich bei diesem Buch in einem guten „Leseflow“. Schon lange habe ich einen derartigen flüssigen Schreibstil nicht gelesen. Kompliment an die Autorin!

Zu guter Letzt kann ich sagen, dass mir das Ende zu kurz kam. Auch wenn die Auflösung nachvollziehbar war, hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin das Ende mehr ausführen würde. So wirkte es leider sehr abgehackt.

Schlussendlich kann ich sagen, dass mir der psychologische Aspekt in diesem Thriller sehr gut gefallen hat. Würde das Ende ausführlicher sein und würden einzelne Figuren detaillierter dargestellt worden sein, würde das Buch von mir eine volle Punktzahl bezogen. So muss ich leider einen Stern abziehen. Nichtdestotrotz spreche ich hier eine Leseempfehlung aus.

Die Stimme der Rache – Ethan Cross

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Sehnsüchtig wartete ich auf den zweiten Band von Francis Ackermann Jr. und seiner Partnerin Nadia Shirazi, die beim FBI angestellt ist. Wer mich kennt, weiß, dass die Shepherd-Reihe von Ethan Cross einer der Gründe war, weswegen ich angefangen habe, überhaupt Bücher zu lesen. Deswegen kann ich euch die Reihe ans Herz legen, um überhaupt auch den Werdegang des ehemaligen Killers Francis Ackermann Jr. und seinen Wechsel zum FBI zu verstehen. Aber jetzt mehr zu diesem Buch!

Im zweiten Band wird eine junge Frau namens November McAllister in einem abgelegenen Haus von der Polizei beschützt, da sie als einzige dem Black-Rose Killer entkommen ist. Während Francis Ackermann Jr. mit seiner Partnerin auf dem Weg zu dem Haus sind, erscheint der Black-Rose Killer viel früher vor Ort. Auf brutale Weise tötet der Black-Rose Killer die Polizisten und entführt November ein zweites Mal. Somit ist die Jagd wiedereröffnet. Doch diesmal ist etwas anders. Der Killer scheint die nächsten Züge von Francis Ackermann Jr. schon zu kennen.

Wie man es vom Autor kennt, entwirft der Autor von Grund auf, eine düstere Stimmung, die je weiter man liest, desto intensiver wird. Francis Ackermann Jr. ist für mich im Thrillergenre einer der besten Killer. Mit seinem schwarzen Humor und Sarkasmus sorgt er neben seiner dunklen brutalen Seite, für guten Momente. Mit seiner Partnerin Nadia bildet er zusammen ein gutes Team, da sie sich gut ergänzen. Im Vergleich zum ersten Band wurde das Team und besonders Nadia tiefgründiger ausgearbeitet. Dies fand ich gut, da ich der Meinung war, dass im ersten Teil Nadia zu oberflächlich gestalten worden ist.

Außerdem liegt im zweiten Band eine viel bessere Spannung vor. Das Prinzip des Jäger-Gejagten wurde hier gut umgesetzt. Als im letzten Drittel die Spannung teilweise abschwächte, ist dem Autor gelungen durch „Den Wurm“ die Spannung wieder auf hohes Niveau zu bringen. Einfach grandios! Was der Wurm genau ist, das musst ihr leider selbst herausfinden. Es wird aber sehr brutal und ist nichts für schwache Nerven.

Was mir gar nicht zugesagt hat, war die Entwicklung von Francis Ackermann Jr. Für mich ist Francis eine brutale, humorvolle und psychopathische Todesmaschine. Die psychische Entwicklung, die besonders in diesem Band offenbart wird, wirkte für mich sehr unrealistisch. Ich empfand es als sehr unpassend, da ich dadurch ein anderes Bild über den Killer entwickelt habe.

Nun kommen wir zum Fazit: Der zweite Band um Francis und Nadia weist einen hochspannenden Plot mit brutalen, humorvollen und spannenden Szenen auf. Wir lernen Nadia viel intensiver und Francis von einer anderen Seite kennen. Fans von Ethan Cross und von Francis ist dieser Band einfach ein Must-Read. Ich bin gespannt, wie die Meinungen zu der Entwicklung von Francis sein werden.

All die dunklen Lügen – Joanna Schaffhausen

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Für das Ermittlerpaar Ellery Hathaway und Reed Markham steht der zweite Fall an. Und es geht um eine besonderes persönliche Aufklärung einer Mordtat. Vor über zwanzig Jahren wurde Reeds Mutter brutal mit einem Messer getötet. Über 20 Stichen in den Oberkörper musste Reeds Mutter über sich ergehen lassen. Sie erlag ihren Verletzungen schnell. Bis jetzt hat man den Täter nicht fassen können. Kann Reeds Adoptivvater etwas mit dem Mord zu tun haben? Das Ermittlerpaar begibt sich somit zurück an den Anfang, indem sie sich an den Tatort nach Las Vegas begeben. Schnell merken die Beiden, dass aus vielen Personen aus dem Umfeld von Reeds Mutter mögliche Täter werden. Die Suche nach dem Täter wird in die Wege geleitet und nach etlichen Jahren wird der Mörder aus seinem Frieden und der Sicherheit gelockt. 

Obwohl ich den ersten Band des Ermittlerspaars nicht gelesen habe, bin ich richtig gut in die Geschichte gestartet. Schon nach paar Seiten begibt man sich als Leser in die Glückspielsstadt im Westen der Vereinigten Staaten von Amerika, Las Vegas. Und so gelingt es der Autorin den Handlungsort sehr umfangreich zu beschreiben, sodass man in die Welt der Kasinos, des Pokers und der tausenden Lichter entfliehen kann. Somit konnte ich mir die Szenerie sehr gut bildlich vorstellen. 

Die Suche nach einem vermeintlichen Mörder wird in die Wege geleitet und es wird rasant. Die Ermittler tappen lange im Dunkeln und sind auf sich größtenteils alleine gestellt, da wenige Menschen ihnen helfen wollen. So entwickelt sich eine mysteriöse Atmosphäre, die gut zur Geltung kommt. Es werden gute Twists durch die Autorin eingebaut, welche die Spannung im großen Maße hochhalten. Insbesondere durch die Bindung von Read zum Opfer erhält dieser Thriller auf der anderen Seite noch einen Hauch an Emotionen. 

Mit den beiden Protagonisten Ellery und Read wurde ich leider nicht ganz warm. Neben der Arbeit als Duo, liegt auch eine emotionale Bindung zwischen den beiden Figuren vor. So wurde das Duo von einer anderen Seite beleuchtet, was natürlich tendenziell positiv zu bewerten ist. Diese emotionale Bindung sowie die Harmonie zwischen den Beiden wirkte meines Erachtens nach, an manchen Stellen zu weit hergeholt bzw. nicht authentisch. Dennoch haben sich beide im Fall gut durchgeschlagen, da ihre Vorgehensweise interessant zu verfolgen war. 

Allgemein zusammengefasst kann man sagen, dass der Thriller trotz eines unharmonischen Ermittlerduo einen sehr interessanten Fall zu bieten hat. Die Spannung wird durch eine mysteriöse Atmosphäre sowie Twists hochgehalten.

Blutnebel – Enger und Horst

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Nachdem ich den ersten Band mit dem Titel „Blutnebel“ im November gelesen habe und mich das Autorenduo überzeugen konnte, wartete ich lange auf diesen zweiten Band. Im zweiten Band erschüttert eine Explosion den Hafen in Oslo. Bei diesem Anschlag kommen vier Menschen ums Leben, eine Frau namens Ruth-Kristine Smeplass kommt knapp mit dem Leben davon. Diese Frau ist keine Unbekannte, denn Kommissar Alexander Blix kennt die Frau aus einem alten Cold Case. Damals verschwand die zweijährige Patricia und Ruth war die Mutter der Verschwundeten. Somit wird ein alter Fall wieder aufgenommen, der tief in die Vergangenheit reicht. Zur Hilfe für die Ermittlungen nimmt Blix die Journalistin Emma Ramm hinzu. 

Der zweite Band fängt im Vergleich zum ersten Band recht schnell vom Tempo her an. Der Anschlag erschüttert Oslo und es gibt viele Fragen, die beantwortet werden müssen. Somit kam schon am Anfang eine gute Spannung auf, wodurch ich sehr früh durch den Plot gefesselt worden bin. Im Vergleich zum ersten Band sehe ich hier eine enorme Steigerung!

Der sympathische Eindruck der beiden Protagonisten Emma Ramm und Alexander Blix hatte ich auch im zweiten Band . Auch hier rücken die privaten Probleme der Ermittler in den Vordergrund. Besonders der psychische Zustand von Emma wurde durch die beiden Autoren sehr interessant präsentiert. Dadurch sieht man bei Emma eine starke Entwicklung in ihren Handlungszügen. 

So durfte ich die beiden Ermittler noch näher kennenlernen, wodurch sie mir immer mehr ans Herz gewachsen sind. Dennoch fiel mir auf, dass teilweise zum Schluss des Buches, der Fokus auf eher auf einer weiteren Ermittlerperson lag, als auf den Beiden. So hatte ich das Gefühl, dass ich die Beiden an manchen Stellen bzw. Kapiteln aus den Augen verloren habe. 

Von der Handlung her kann man sagen, dass hier eine recht düstere Grundstimmung entworfen wird. Nie hätte ich gedacht, dass in so einer schönen Stadt wie Oslo so eine düstere Atmosphäre herrschen kann. Des Weiteren werde ich jetzt ein Bezug zum Ende des Buches ziehen. Hier finde ich, dass das Ende des Thrillers von der Intensität her in keiner Weise, zum Anfang des Buches passte. Folglich war ich ein bisschen enttäuscht vom Ende, da ich mir hinter dem Anschlag was viel größeres erwartet habe. 

Natürlich lässt sich der zweite Band unabhängig vom ersten Band lesen. Dennoch empfehle ich Ihnen, den ersten Band zu lesen, damit man die Entwicklung und die beiden Protagonisten hier besser verstehen kann.

Zum Schluss kann ich zusammenfassend sagen, dass ich hinsichtlich des Anfangs des Buches sowie der Charaktere eine enorme Steigerung zum ersten Band sehe. Dennoch muss ich persönlich die Auflösung, also das allgemeine Ende, kritisieren, da es mir einfach nicht gefallen hat. Und da im Oktober schon der dritte Band erscheinen wird, freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Emma und Alexander!

Holly Lin. Ohne Ausweg – Robert Swartwood

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Kann man ein gefahrenloses Doppelleben führen, wenn man zum einen Kindermädchen ist und zum anderen eine Auftragskillerin bei Nacht? Gute Frage. Aber ein derartiges Leben führt Holly Lin. Für ihre Familie ist sie das sympathische und zielstrebige Mädchen. Doch bei Nacht schlüpft sie in die Rolle einer brutalen Killerin, die im Dienste der Regierung, Gauner, Verbrecher, Mörder und Vergewaltiger zur Strecke bringt. Doch dann hat Holly Lin eine Mission, bei der sie und ihr Team scheitern. Einer ihrer Teamkameraden kommt ums Leben und Holly Lin möchte ihre Arbeit bei Seite legen. Doch sie darf nicht, denn sie muss eine allerletzte Mission ausführen, bei der sie sich einem Geist ihrer Vergangenheit stellen muss.

Bei dem Buch „Holly Lin – Ohne Ausweg“ handelt es sich um einen actionreichen Thriller, der ein rasantes Tempo in der Handlung aufweist. Schlag auf Schlag passieren Actionszenen, die das Tempo hochhalten. An der Seite von Holly entfliehen wir in eine Welt voller Korruption, Drogen und Machtkämpfen. Dabei wird es für die Protagonistin nicht leicht, da sie nie wissen kann, wem sie ihr Vertrauen schenken kann. Es kann natürlich in diesem Buch natürlich zur Diskussion gestellt werden, ob der Maß an Actionszenen nicht zu viel ist. Persönlich bin ich der Meinung, dass dieses hohe Maß an Szenen, dafür sorgten, dass man durchgängig am Buch drangeblieben ist. Es passierte einfach von der Handlung her so viel! Und die Kürze der Kapitel unterstützt die Action sowie die Spannung sehr gut!

Holly als Protagonistin gefiel mir in ihrer Gestaltung größtenteils sehr. Sie ist eine starke, motivierte und durchsetzungsfähige Frau, die vor keinem Menschen Angst hat. Sie zieht ihr Ding durch ohne Rücksicht auf Andere. Dennoch fände ich es noch besser, wenn man noch mehr über ihr vergangenes Leben sowie ihre Familie – besonders ihren Vater – erfahren würde, da diesen im Buch passiv eine Rolle zugeschrieben wird. Weiterhin lässt sich sagen, dass sonst die anderen Charaktere in dem Thriller, gut die Handlung ergänzen und die Spannung der Geschichte durch ihre Handlungsentscheidungen positiv beeinflussen. Wer also auf einen actionreichen Thriller a la den Film „The Equalizer“ bzw. „John Wick“ sucht, wird mit diesem Buch fündig.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass für mich Holly Lin ein sehr rasantes und spannendes Buch war. Das Buch weist ein hohes Maß an Action auf und eine sehr starke Protagonistin steht im Vordergrund. Ich erhoffe mir, dass zu Holly Lin ein zweiter Band erscheint, da ich viel mehr über sie und ihr Leben erfahren wollen würde.

Die stillen Gefährten – Laura Purcell

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Auch wenn ich grauenhafte Thriller und Kriminalromane seit langem lese, habe ich nie den Absprung zu Geistergeschichten bzw. Büchern mit Horrorelementen geschafft. Warum? Das weiß ich selbst nicht und ich bereue es. Das Buch „Die stillen Gefährten“ zeigte mir, welch ein großes Potential in diesem Genre steckt. Ich begab mich auf eine Zeitreise in das 19. Jahrhundert und lernte die Protagonistin Elsie kennen. Vor kurzem heiratete Elsie den reichen Erben Rupert, wodurch sie ein Leben ohne Geldsorgen leben kann. Doch kurz nach der Hochzeit ist Elsie verwitwet und schwanger. Zusammen mit Ruperts Cousine Sarah zieht sie in Ruperts altes Landhaus ein, dass „The Bridge“ genannt wird. Viele Menschen glauben, dass auf Elsie und ihrer Familie ein Fluch liegt. Als wäre es diese Anschuldigung nicht schlimm genug, öffnet Elsie eine verschlossene Tür im alten Landhaus, was Konsequenzen zur Folge hat. Man sagt ja: Einige Türen sind aus einem bestimmten Grund verschlossen.

Erstmal spreche ich ein ganz großes Lob an den Verlag aus, der ein geniales Artwork mit goldenem Buchschnitt erstellt hat.

Der Autorin Laura Purcell gelingt es schon zu Beginn des Buches eine düstere Atmosphäre durch das gewählte Setting wie das geheimnisvolle Landhaus zu entwerfen. Sie baut gekonnt sehr langsam die Handlung auf, damit man sich als Leser in die Personen, das Szenario, die Handlung sowie die Zeit hineinversetzen kann. Deswegen entwickelt sich parallel dazu die Spannung auch langsam, was jedoch keinen negativen Einfluss auf das Buch hat. In diesem Fall war eine derartige Einführung nötig, um sich komplett in die Geschichte hineinversetzen zu können.

Weiterhin lässt sich sagen, dass die Geschichte auf drei verschiedenen Zeitebenen spielt, die trotzdem in einem essentiellen Bezug zueinanderstehen. An das Wechseln zwischen den drei Zeitsträngen musste ich mich zu Beginn des Buches recht gewöhnen.

Mit Elsie konzipiert die Autorin eine sehr zielstrebige sowie charakterstarke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ich fand es gelungen, dass sie als Hauptfigur fortlaufend in diesem Buch tiefgründig beleuchtet wird. Dennoch erfährt man nicht alles über sie, wodurch ich viele Hypothesen zu ihr aufstellen musste. Aber nicht nur Elsie bleibt geheimnisvoll. Weitere Dinge, die im Landhaus Elsie und den weiteren Charakteren widerfahren, bleiben ungeklärt. Deswegen erweist das Buch einen großen Spielraum zur individuellen Interpretation. Dies fand ich gelungen, da diese Unaufgeklärtheit einfach zu diesem Buch gepasst hat.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass die Autorin mit ihrem Roman „Die stillen Gefährten“ ein sehr atmosphärisches, spannendes und komplexes Buch geschrieben hat, welches viel Raum zur individuellen Interpretation bietet. Ich freue mich auf weitere Bücher aus diesem Genre.

Trauma – Kein Entkommen – Christoph Wortberg

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In München werden innerhalb von kurzer Zeit zwei Leichen gefunden. Ein Toter im See, der andere im Kühlschrank. Die Parallelen im Fall kommen schnell ans Tageslicht. Beide Männer sterben in der Art und Weise, in der durch das Ereignis, eine Erinnerung hervorgerufen wird, dass die Traumatisierung ausgelöst hat. Der Psychoanalytiker Dr. Hanning geht in beiden Fällen vom Suizid aus. Und genau daran zweifelt Katja Sand und ihr Assistent Rudi Dorfmüller. Aus diesem Grund stellen sie weitere Ermittlungen auf und stoßen dabei auf einen Skandal, der sich bei der Deutschen Bundesmarine ereignet hat. Kurz darauf wird den Beiden der Fall entzogen. Was geht hier vor sich?

In den Thriller „Trauma – Kein Entkommen“ bin ich mit großen Erwartungen gestartet. Und so begann der Thriller mit einer gewissen guten Spannung, da man viel mehr über den Fall erfahren wollte. An der Seite von Katja Sand und ihrem Assistenten Rudi begibt man sich in die Tiefen einer dunklen Geschichte. Es wird nicht einfach für die Beiden, da irgendwann ihnen auch der Fall entzogen wird. Als Leser denkt man sich nur, dass für die Beiden eine harte Zeit bevorsteht. Und für mich hieß das: Toll, das Buch wird spannend und komplex sein!

An sich fand ich den Fall richtig gut entwickelt, da das Buch eine gewisse Struktur durch die Einteilung in die Teile hat. Besonders die Rückblenden am Anfang jedes Teils sorgten für mich für Nervenkitzel, da man wissen wollte, was es mit diesem kleinen Jungen auf sich hat. Dadurch blieb die Spannung größtenteils konstant und auf hohem Niveau, sodass man gut am Ball dran bleiben konnte. Dennoch gab es für mich paar Kleinigkeiten, die mich im Buch störten.

Persönlich finde ich es richtig gut, wenn man Einblicke in das Privatleben eines Protagonisten erhält. Dadurch bekommt man ein vielschichtiges Bild über eine Figur, wodurch man sich sie ganz gut vorstellen kann. Leider fand ich bei Katja, dass man teilweise zu viel in ihr Privatleben blickte, wodurch folglich dann der Fall, in den Hintergrund gerückt ist. Aus diesem Grund ist die Spannung auch an manchen Stellen gefallen. Bei Rudi bin ich der Meinung, dass man bei ihm genau das Gegenteil tuen könnte. Das heißt, dass mir die Tiefgründigkeit bei ihm fehlte. Dadurch wirkten sie für mich in ihrer Gestaltung her, auch nicht auf einem gleichen Niveau. 

Aber genug Kritik jetzt zu den Figuren. Ich bin ja ein großer Fan von psychologischen Aspekten in Thrillern! So bin ich der Meinung, dass es dem Autor sehr gelungen ist, den psychologischen Aspekt – das Trauma eines Menschen bzw. die Traumatisierung eines Individuums – gut aufzugreifen und in die Handlung zu integrieren. Folglich erhielt dieses Buch eine gewisse Tiefe, die gut zur Geltung kommt. 

Zum Schluss lässt sich noch sagen, dass der Autor einen angenehmen Schreibstil hat, der sich flüssig lesen lässt. Das hat mit gut gefallen!

Allgemein bleibt mir zum Schluss zu sagen: Der erste Band um die Ermittler Katja Sand und Rudi weist gute Ansätze auf und hat eine gewisse Tiefe in der Handlung. Dennoch störte mich die Gestaltung bzw. die Fokussetzung bei den Figuren, wodurch ich mir erhoffe, dass es im zweiten Band anders sein wird.

Der Countdown-Killer – Amy Suiter Clarke

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Die Protagonistin Elle Castillo des Buches führt einen True-Crime-Podcast, indem sie unaufgeklärte Verbrechen darin thematisiert. Denn sie will Gerechtigkeit und begibt sich in eine Welt voller Gewalt und Killer. Diesmal wagt sie sich an einen ungewöhnlichen Fall, der in den Medien sehr präsent war: Der Fall des Countdown-Killers. Dieser Serientäter entführt immer drei junge Frauen, im Abstand von drei Tagen. Dabei ist jede Frau um ein Jahr jünger als die andere. Außerdem wird jede Frau sieben Tage nach der Entführung auf brutale Art ermordet. Doch dem Killer ist in der Vergangenheit ein Fehler unterlaufen. Eine Frau entkam, die Serie brach und der Killer wurde nie gefasst. Und als Elle den Countdown-Killer mit ihrem Podcast in den Vordergrund stellt, verschwindet wieder eine Frau. Ein Nachahmungstäter oder ist der Countdown-Killer wieder da? 

Auf den Thriller „Der Countdown-Killer“ habe ich seit den Beginn des Jahres gewartet und endlich befand er sich in meinen Händen. Mit viel Freude habe ich direkt mit dem Buch angefangen, als der Postbote es mir brachte. 

An sich bietet der Thriller ein großes Potential, um ein oder das Jahreshighlight für das Jahr 2021 zu werden. Die Idee mit dem Podcast, im welchen die Protagonistin unaufgeklärte Fälle bespricht und versucht zu lösen, erweist sich als genial. Somit unterliegt dieses Buch auch einem derartigen Prinzip. Einzelne Kapitel sind wie ein niedergeschriebenes Interview aufgeschrieben und die anderen ganz normal. Dadurch ist das Buch sehr abwechslungsreich gestaltet, da man als Leser zum Einen den Podcast der Protagonistin hautnah verfolgt, aber anderseits mit der Protagonistin sich durch den Handlungsort begibt, um im Fall voranzukommen. Viel später kommt noch eine weitere Perspektive vor, die dem Buch einen positiven Schub gibt. Deswegen lässt sich der Erzählstil positiv hervorheben. 

Das Buch ist in verschiedene Teile unterteilt. Leider muss ich sagen, dass mich lediglich die ersten beiden Teile, von der Spannung her, gefesselt haben. Alle Teile danach empfand ich teilweise als schleppend und langatmig. Es fehlte einfach der „Thrill“, der in einem Thriller einfach da sein muss. Die Spannung war recht niedrig, es passierten sehr wenige Twists und die Handlung zog sich. 

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch zu Ende gelesen und fand das Ende dann doch wiederum positiv. Zu der Protagonistin lässt sich sagen, dass sie eine ungewöhnliche Ermittlungsart hat, welche ich mit Interesse verfolgt habe. So wirkte sie sympathisch und ihrer Gestaltung recht vielseitig entworfen. Deswegen erhoffe ich mir vom zweiten Band, dass die Autorin den Faden in der Charaktergestaltung beibehält, jedoch im Plot viel mehr Spannung durch z.B. gekonnte Twists einbauen wird. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Idee des Thrillers grandios ist. Dennoch finde ich, dass es an der Umsetzung scheitert. Schade! Ich bin auf Band zwei gespannt – falls natürlich einer erscheint